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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Glaubt ihr an die Arbeitslosigkeit ?


nanook
12.11.2004, 13:36
fragen gillt nicht! :D
... ich bin persönlich überhaupt nicht an einer politischen diskussion interessiert. daher sag ich auch erst mal selbst nix dazu. :cool:

alles annonym!

Eiskristallin
12.11.2004, 14:47
???? :confused: :confused: :confused: ???

LastAngel21
12.11.2004, 15:02
Hi,

ich glaub, ich versteh die Frage nicht so ganz...

Wie soll man denn an die Arbeitslosigkeit glauben oder nicht glauben, wenn man es doch jederzeit sehen kann bei Freunden, Bekannten etc. oder sogar selbst schonmal erlebt hat?

Kannst Du die Frage vielleicht noch konkretisieren?


Gruß, Diana.

nanook
12.11.2004, 15:32
wenn man versteht (bzw eine entsprechende theorie dazu hat) dass die sache lug und betrug ist braucht man nicht nachzufragen und wählt punkt zwei. ansonsten glaubt man offensichtlich an den spuk. also punkt eins wählen.

ich bin selbst beschäftigungslos und glaub trotzdem nicht dran.

lost in everybody
12.11.2004, 18:14
Geier Sturzflug-Bruttosozialprodukt


1. Wenn früh am Morgen die Werksirene dröhnt
und die Stechuhr beim Stechen lustvoll stöhnt,
in der Montagehalle die Neonsonne strahlt
und der Gabelstaplerführer mit der Stapelgabel prahlt,
ja, dann wird wieder in die Hände gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

2. Die Krankenschwester kriegt 'nen Riesenschreck,
schon wieder ist ein Kranker weg.
Sie amputierten ihm sein letztes Bein
und jetzt kniet er sich wieder mächtig rein,
ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

3. Wenn sich Opa am Sonntag auf sein Fahrrad schwingt
und heimlich in die Fabrik eindringt,
dann hat Oma Angst, dass er zusammenbricht,
denn Opa macht heute wieder Sonderschicht,
ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

4. A-a-an Weihnachten liegen alle rum und sagen puh-uh-uh-uh.
Der Abfalleiner geht schon nicht mehr zu.
Die Gabentische werden immer bunter
und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder,
und ab jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

5. Wenn früh am Morgen die Werkssirene dröhnt
und die Stechuhr beim Stechen lustvoll stöhnt,
dann hat einen nach dem andern die Arbeitswut gepackt
und jetzt singen sie zusammen im
Arbeitstakt-takt-takt-takt-takt-takt-takt:
Ja! Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt! Ja, ja, ja!
Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.
Wir steigern das Bruttosozialprodukt! Ja, ja, ja!
Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

Eros
12.11.2004, 18:14
Hallo Leute,


der Thread macht nicht viel Sinn.


:(

nanook
12.11.2004, 18:26
lol, tendus. du rockst!

lost in everybody
12.11.2004, 18:32
......also ich fand den Thread gut...da konnte ich dann wenigstens mal nen lustgen songtext hier posten...isch rocke!!!!! Am besten find ich die Stelle mit dem Beinamputierten, der sich reinkniet!

melody
12.11.2004, 22:07
ich denk, ich versteh, was nanook meint, und ich glaub auch nicht dran *g*

Dreamer
12.11.2004, 22:09
Ich hab den Punkt zwei gewählt. Ich glaub auch das ich verstehe was nanook meint

Kneltzel
02.05.2006, 01:20
weiß schon ganz alter Thread hab ihn aba grad gefunden und wollt ma was schreiben...
hm, für mich stellt sich die Frage, was arbeitslosigkeit so richtig ist...
... mein ma man kann ja arbeiten -ehrenamtlich z.B.- bekommt kein Geld und steht in der Statistik als Arbeitslos da -da man ALG I oder ALGII bekommt, obwohl man ja arbeitet -mehr oder weniger-
...also ist die Frage hier wie man Arbeit(los) definiert, ob jetzt alle Tätigkeiten von Menschen als Arbeit angesehen werden (Haushalt, Nachbarschaftshilfe etc.) oder ob man nur Tätigkeiten (reguläre Jobs) für die man Geld bezieht als Arbeit bezeichnet und Menschen -wie es in diesem System getan wird-, die kein Arbeit für die sie Geld bekommen haben somit als arbeitslos bezeichnet... -gelten Hausfrauen eigentlich als arbeitslos?-

...wenn jetzt alles als arbeit bezeichnet wird gut, dann gibts keine arbeitslosigkeit, aber wenn mans wie im Punkt zwei sieht ja dann glaub ich schon daran... -bins dann so gesehen selbst-

Ameise
02.05.2006, 13:40
"Glaubt ihr an die Arbeitslosigkeit ?" klingt für mich so ein bißchen wie "Glaubt ihr an Gott ?" ;)

nanook
03.05.2006, 10:03
keiner versteht mich :( ;)

wenn ich gewollt hätte, dass mich jeder versteht hätte ich die frage so gestellt? "glaubt ihr an das was alle sagen: "unser problem ist der mangel an arbeitsplätzen, wir müssen mehr arbeiten, merh kaufen, den laden ankurbeln, dann haben wir bald mehr arbeitspläze und wenn ihr nicht mitmacht landet wir morgen alle auf der strasse, du zuerst."

ich wollte aber keine verbotenen gedanken suggerieren. *brav*

ich wollte vielmehr sehen ob ausser mir nochjemand verbotene gedanken hat und sich darum denkt "was könnte er mit der frage sonst meinen, wenn nicht: 'wir haben doch nur deshalb soviele arbeitslose weil .... [zensiert]'"

tröstlicherweise hatten wir mittlerweile ein, zwei threads dazu.
hurra ich bin nicht allein.

http://www.empfindsam.de/showthread.php?p=107664
http://www.empfindsam.de/showthread.php?t=1963
http://www.empfindsam.de/showthread.php?t=1471



nicht dass ich mich oft über politik informieren würde, aber ich hatte am 12.11.2004, 13:36 als ich den thread eröffnete wirklich noch nie irgendwen das offensichtliche aussprechen gehört und daher am VERSTAND gezweifelt (grossbuchstaben als kennzeichnung nondualer ebene ;) )

Astarte
03.05.2006, 11:53
Durchaus möglich, daß es alles nur Ablenkungstaktik der Regierung ist...
Some things we never know...

Breeze
03.05.2006, 14:58
keiner versteht mich :( ;)

wenn ich gewollt hätte, dass mich jeder versteht hätte ich die frage so gestellt? "glaubt ihr an das was alle sagen: "unser problem ist der mangel an arbeitsplätzen, wir müssen mehr arbeiten, merh kaufen, den laden ankurbeln, dann haben wir bald mehr arbeitspläze und wenn ihr nicht mitmacht landet wir morgen alle auf der strasse, du zuerst."

So, wie du es im Nachhinein erklärt hast, hätte ich Punkt 2 angeklickt. Mit dem Eröffnungsbeitrag hätte ich nichts anfangen können. Man muss ja nicht absichtlich immer so unverständlich schreiben, dass es nur eine Handvoll Insider begreift. Es gibt auch einfach strukturierte Menschen :o ;)

Dreamer
03.05.2006, 15:02
So, wie du es im Nachhinein erklärt hast, hätte ich Punkt 2 angeklickt. Mit dem Eröffnungsbeitrag hätte ich nichts anfangen können. Man muss ja nicht absichtlich immer so unverständlich schreiben, dass es nur eine Handvoll Insider begreift. Es gibt auch einfach strukturierte Menschen :o ;)

Ich fands sehr verständlich. Das Problem ist weiterzudenken und nicht an vorhandene Strukturen festzuhalten. Das ganze deutet sich schon seit Jahrzehnten an, aber Menschen brechen nicht gern mit alten Gewohnheiten. Selbst wenn sie merken, daß ihre derzeitige Gesellschaftsform unaufhaltsam sterben wird.

Breeze
03.05.2006, 15:10
Ich fands sehr verständlich. Das Problem ist weiterzudenken und nicht an vorhandene Strukturen festzuhalten. Das ganze deutet sich schon seit Jahrzehnten an, aber Menschen brechen nicht gern mit alten Gewohnheiten. Selbst wenn sie merken, daß ihre derzeitige Gesellschaftsform unaufhaltsam sterben wird.

Naja, genau diesen Gedankengang hatte ich ja auch schon. Nur hätte ich den mit der Eingangsfragestellung niemals in Verbindung gebracht. Das klang eher wie: "Glaubt ihr, dass das mit der Arbeitslosigkeit so stimmt oder erzählen die einem nur, dass es so viele Arbeitslose gibt und in Wirklichkeit haben nur ein paar Leute keine (bezahlte) Beschäftigung."

Aber gut, ich hör mal auf zu meckern :D

nanook
03.05.2006, 15:16
so!

ich geb zu dass ich das nicht optimal formuliert habe!

es gibt ja tatsächlich wahnsinnige die sowas denken wie:
"in Wirklichkeit haben nur ein paar Leute keine (bezahlte) Beschäftigung."
oder auch gut, der endgeile spruch "wer wirklich arbeit will findet welche" :kleeblatt

ich hatte nur verdrängt dass es solche schwachmaten gibt :rolleyes:

und es wäre mir auch nicht in den sinn gekommen, dass irgendjemand hier mich für derartig wahnsinnig halten könnte. MICH. miiiieeeech :D
-> nanook !!

aber es war ja nichtmal 100%ig klar, dass für mich die zweite antwort die "gute antwort" ist ...

die sägefischin
03.05.2006, 19:03
so!

ich geb zu dass ich das nicht optimal formuliert habe!

es gibt ja tatsächlich wahnsinnige die sowas denken wie:
"in Wirklichkeit haben nur ein paar Leute keine (bezahlte) Beschäftigung."
oder auch gut, der endgeile spruch "wer wirklich arbeit will findet welche" :kleeblatt

ich hatte nur verdrängt dass es solche schwachmaten gibt :rolleyes:

und es wäre mir auch nicht in den sinn gekommen, dass irgendjemand hier mich für derartig wahnsinnig halten könnte. MICH. miiiieeeech :D
-> nanook !!

aber es war ja nichtmal 100%ig klar, dass für mich die zweite antwort die "gute antwort" ist ...

ich habe - noch bevor hier diese verständnisschwierigkeiten auftraten - den punkt 2 angekreuzt. weil 1) ich ebenfalls so ein subversiv und zeilensprengend denkender mensch bin - und weil ich 2) wirklich nicht dran glaube und das ganze für reine manipulation und propaganda halte - und den spruch "wer arbeiten will, findet arbeit" für grausigen schwachsinn halte.

Anna
04.05.2006, 08:48
War zwar schon lange abzusehen, aber ich stelle es hier trotzdem mal rein (weiß auch halt nicht wohin damit)


http://linkszeitung.de/content/view/27561/42/

Breeze
04.05.2006, 09:18
und es wäre mir auch nicht in den sinn gekommen, dass irgendjemand hier mich für derartig wahnsinnig halten könnte. MICH. miiiieeeech :D
-> nanook !!

Man weiss ja nicht :p Es war auch gar nicht böse gemeint *gg* Beruhig dich doch wieder :D

Bilba
04.05.2006, 09:37
Ich war auch mal lange Zeit arbeitslos, aus gesundheitlichen Gründen. Ich mußte vor Gericht gehen, damit mir eine Umschulung vom Arbeitsamt erstattet worden ist. Es hat 3 Jahre gedauert. Wer heutzutage kein Abi hat, nicht aussieht wie Claudia Schiffer und dazu noch eine gesundheitliche Einschränkung hat, keine 20 Jahre Berufserfahrung besitzt und und und, der hat es schwer. Was empfindsam?? du meine Güte das geht ja gar nicht.
Mal ganz grass ausgedrückt. In einem Vorstellungsgespräch wird immer gefragt, warum haben sie denn eine Umschulung gemacht??? Krankheit, das geht überhaupt nicht. Und wenn man lügt???

Oder man muss eben Regale einräumen........, besser wie nix. Soll man doch froh sein, das man Arbeit hat. Ich war auch lange Zeit bei der Post, im Paketdienst, was habe ich jetzt davon? Knie kaputt.

Wer es selbst nicht erlebt hat, wird weiterhin sagen, wer arbeiten will der bekommt auch Arbeit. Das sind meistens die, die beim Ordnungsamt arbeiten und wenn die mal krank werden, bekommen sie ja Rente auf Lebzeit, sind eben Beamte. Darüber war ich auch lange Zeit gefrustet. Ich kenne da jemanden, die hat jetzt ihre Rente auf lebzeit. Sie hatte keine lust und gab an, dass sie psychische Probleme hat. Das hat sie aber nicht. Jetzt bekommt sie 1200 Euro jeden Monat, einfach so. Und ich mußte 3 Jahre kämpfen für eine besch...... Umschulung, sorry :o

Am aller Schlimmsten finde ich, wenn die Gesellschaft einen ausgrenzt. Der oder die ist ja immer noch arbeitslos..........du meine Güte. Der findet auch nix mehr usw.. Man wird komisch angeschaut.
Darunter habe ich auch sehr gelitten, als ich mal arbeitslos war.

Spazion
04.05.2006, 13:28
Ich glaube vor allem an einen www.Systemfehler.de
und www.geldcrash.de

insofern ist Arbeitslosigkeit eine Farce!

Never stop thinking!

cryingflannel
10.05.2006, 11:21
de facto "glaube" ich natürlich an die arbeitslosigkeit. woran ich allerdings absolut NICHT "glaube" - das sind die angeblichen gründe und noch weniger die angeblich dagegen zu ergreifenden massnahmen.

wie immer bei solchen "phänomenen" stellt sich mir als erstes die frage "cui bono" - wem nützt es...

es nützt der industrie, den "arbeitgebern", den unternehmen, denn nichts ist für einen arbeitgeber so praktisch wie eine hohe arbeitslosigkeit. ein stärkeres druckmittel um jedwede repressalien, lohnkürzungen, verschlechterung von arbeitsbedingungen, erhöhung der arbeistzeiten, mehr leistungsdruck, untergrabung der arbeitersolidarität usw. kann sich ein arbeitgeber doch garnicht wünschen... frei nach dem motto: "wenn´s ihnen nicht passt können sie ja gehen - auf der strasse stehen tausende, die sich über die frei werdende stelle freuen!"

und das ist doch so offensichtlich, daß es verwunderlich ist, daß da nicht viel mehr menschen bereit sind etwas gegen zu unternehmen. es kotzt mich an, was für ein haufen blökender duckmäuser einem leider im alltag immer und überall begegnet. es ist mir absolut unverständlich, daß sich der weitaus grösste teil der menschen hier zu lande diesen ganzen lug und trug so gefallen lässt und einfach mitspielt. hauptsache der kühlschrank ist voll und die glotze sendet!?!?

Robin
10.05.2006, 11:51
Deine Ansichten teile ich, cryingflannel, nicht aber die conclusio:
WAS, meinst Du, sollen oder können Menschen dagegen tun? Nach China auswandern?

cryingflannel
10.05.2006, 12:07
nö, natürlich nicht auswandern - weglaufen gilt nicht!

ein paar stichworte, die die frage wohl beantworten sollten: solidarität, gewerkschaftsarbeit, massenproteste, ggf. streiks...

einer der wesentlichen mitgründe für die derzeitige misere in dem punkt ist m.e. die viel zu zahn- und harmlose arbeit der gewerkschaften. die arbeiter und angestellten sind sich doch ihrer macht und stärke scheinbar (oder offensichtlich?!) garnicht bewusst.

in dem moment, wo die menschen wieder begreifen, daß ellenbogen- und konkurrenzdenken nicht weiterführen, sondern den arbeitgebern nur in die hände spielen, wird das alles sehr schnell ganz anders aussehen.

Anna
10.05.2006, 12:13
Ich denke auch es wird nicht gehen ohne dass sich die Menschen zusammenschließen, alle an einem Strang ziehen, um endlich ein Gegengewicht zu schaffen...

Nicht hauen - ich weiß ich bin naiv...

Breeze
10.05.2006, 12:24
Ich weiss nicht, mir sind diese ganzen Gewerkschaften und Streiks auch irgendwie suspekt. Das kommt mir auch nicht wie der richtige Weg vor. Dadurch bilden sich irgendwie noch mehr Gräben. Hm... :rolleyes: Eine Lösung hab ich aber auch nicht parat. Ich sag immer, die müssen andere finden, die sich mehr mit sowas auskennen. Ich kann aber wenigstens darauf hinweisen, dass es so, wie es ist, nicht weitergehen kann oder sollte.

Risa
10.05.2006, 13:32
Ich stimme cryingflannel 100% zu.

die sägefischin
10.05.2006, 14:14
was wir brauchen, wäre eine streik- und protestkultur wie z. b. in frankreich, in italien oder in gb - und eine konsequente grenzen- und branchenübergreifende zusammenarbeit und zusammenhalt der gewerkschaften und der freien arbeitnehmervereinigungen, wie z.B. der FAU, berufsverbänden etc - und dann ein konsequntes zusammenhalten, an einem strang ziehen - wenn z.b. in d'land der kündigungsschutz ausgehebelt wird - und das einige zacken schärfer, als der in frankreich umstrittene und von vielfachem flächendeckenden protest begleitete cpe (contrat premiére embauche) - dann streikt d#land - und alles mit, dann kann "leider leider" der betrieb in spanien, der in italien, frankreich, belgien, nl nicht produzieren und verkaufen. dann ist eben überall stillstand -
so müßte es sein - flächendeckend, einig und so lange wie nötig - um endlich mal gewisse herrschende schichten wieder ans denken und ans soziale handeln zu bringen.

fakt ist: es gibt keinen "mangel an arbeit" - man schaue doch nur mal auf die zahl der überstunden, die in diesem land jedes jahr geleistet werden - von immer weniger "arbeitsplatzbesitzern" - und dann schaue man mal auf die gegenrechnung, wie viele arbeitsplätze diese millionen von stunden ergebn würden!!

aber so lange in dieser gesellschaft ellenbogen und konkurrenzdenken und wadenbeißen statt solidarität und miteinander angesagt sind - und die einstellung "hauptsache glotze, bild und konsum", solange bleibt's traum und ideal. aber: jeder und jede ist teil "der gesellschaft" - jeder und jede kann was dran machen, es liegt ein gutes stück - und lang nicht so wenig, wie man uns weismachen will - an jeder einzelnen person. die aussage "man kann's doch eh nicht ändern." ist gift, das hat schon generationen vor uns ins unglück gebracht! (und ist das ergebnis medialer - und kapitalinteressengesteuerter informationsmanipulation, daß so viele an die eigene machtlosigkeit glauben!)
mit dem "da müssen sich andere drum kümmern" - oder "darüber müssen sich andere gedanken machen" - damit ist es sich einmal zu leicht gemacht - und noch fataler, es ist die aufforderung mit der aussage "bevormunde mich! nimm mir die verantwortung für mich und andere! sprech mir das eigenständige denken ab!" - mit der haltung spielt man der kapitalistischen klasse nur in die hände.

Breeze
10.05.2006, 14:27
mit dem "da müssen sich andere drum kümmern" - oder "darüber müssen sich andere gedanken machen" - damit ist es sich einmal zu leicht gemacht - und noch fataler, es ist die aufforderung mit der aussage "bevormunde mich! nimm mir die verantwortung für mich und andere! sprech mir das eigenständige denken ab!" - mit der haltung spielt man der kapitalistischen klasse nur in die hände.


Öhm, meintest du das jetzt bezogen auf meine Aussage? Falls ja: So meinte ich das nicht.

Robin
10.05.2006, 14:32
MIt das schlimmste ist die Schublade: "Arbeitslose sind selber schuld - wer WILL, kriegt auch Arbeit". :mad:
Deutlicher kann magelnde resp. fehlende Solidarität nicht ausgedrückt werden.

Aber geht mir bloß ab mit solchen Schlag-Wörtern...

die sägefischin
10.05.2006, 14:43
Öhm, meintest du das jetzt bezogen auf meine Aussage? Falls ja: So meinte ich das nicht.

das meinte ich im allgemeinen - sollte kein schräger seitenblick nur zu dir sein.

summer
10.05.2006, 15:54
Das allg. Lebensniveau ist in Frankreich und Italien um einiges geringer.
So lange es den Menschen in Deutschland so gut geht, bekommst du niemanden auf die Straße.

summer
10.05.2006, 20:08
Und noch was :)

Wenn Gewerkschaften streiken, dann nur für ihre Mitglieder. Höhere Löhne, weniger Arbeitszeit, Kündigungsschutz.
Wer geht auf eine Demo für Arbeitslose? Arbeitslose haben keine Lobby. Wer mobilisiert 5 Mill oder die Hälfte oder nur ein Drittel? Es kommt keiner..

Igraine
10.05.2006, 21:25
Deine Ansichten teile ich, cryingflannel, nicht aber die conclusio:
WAS, meinst Du, sollen oder können Menschen dagegen tun? Nach China auswandern?
nö, natürlich nicht auswandern - weglaufen gilt nicht!

ein paar stichworte, die die frage wohl beantworten sollten: solidarität, gewerkschaftsarbeit, massenproteste, ggf. streiks...

einer der wesentlichen mitgründe für die derzeitige misere in dem punkt ist m.e. die viel zu zahn- und harmlose arbeit der gewerkschaften. die arbeiter und angestellten sind sich doch ihrer macht und stärke scheinbar (oder offensichtlich?!) garnicht bewusst.
Mein Problem mit der ganzen Angelegenheit:
Das Problem ist, soweit ich informiert bin, dass vor allem die niederqualifizierten Arbeitsplätze wegfallen. Was ich einerseits gar nicht schlecht finde, wer war jemals am Fließband glücklich?! Und die, die durch die Automatisierung nicht wegfallen, gehen nach China.
Es ist einfach eine Tatsache, dass heute, im Gegensatz zu vor 100 Jahren als die Gewerkschaften usw. noch richtig groß waren, die Unternehmen nun mal einfach ins Ausland abwandern können. Stichwort China.
Natürlich spiele ich den "Kapitalisten" in die Hände wenn ich dieses Argument so hinnehme und meine Erwartungen dementsprechend runterschraube, aber so wie ich es sehe ist es ja einfach so, sie gehen. Und es ist logisch, dass sie gehen.
Was mich dagegen aufregt, ist, dass unserer Politik den Schein aufrechterhält, als könnte man daran noch was ändern "indem man die Wirtschaft ankurbelt" und denen Zuckerl hinwirft. Hallo, was kann mit einem Stundenlohn weit unter 1Euro pro Stunde konkurrieren???
Was EVTL helfen könnte, ist - Stichwort Solidarität - wenn die ganze Gesellschaft Druck auch auf diese Sparten ausüben würde. Das heißt, die die abwanderungssichere Arbeitsplätze haben, müßten für die kämpfen die sich das kämpfen kaum noch leisten können.
Glaubt irgend jemand das wird jemals geschehen?
Und man bräuchte bewußte Verbraucher, und zwar in großen Mengen. Hey, wir sind immer noch ein wichtiger Absatzmarkt, aber im Moment wächst vor allem Aldi.
in dem moment, wo die menschen wieder begreifen, daß ellenbogen- und konkurrenzdenken nicht weiterführen, sondern den arbeitgebern nur in die hände spielen, wird das alles sehr schnell ganz anders aussehen.
Wann haben sie es denn jemals wirklich begriffen?
Französische Revolution, Industrialisierung - das war, meiner Meinung nach, weniger freiwillig/idealistische Solidarität als eher: stirb weil du verhungerst oder stirb wenigstens heroisch. Da wird es einfacher, die Kapitalisten zu bekriegen.
Tatsache ist auch, dass es den Arbeitslosen im Vergleich zu den Wohlhabenden in unserer Gesellschaft sehr schlecht geht - und das sorgt für sozialen Zündstoff der sicher noch heißer wird - dass aber trotzdem der durchschnittliche Arbeitslose von heute im Vergleich zu einem durchschnittlichen Arbeiter von vor nur 50 Jahren ziemlich wohlhabend ist. Und weit weg davon, dass es für ihn um Leben und Tod geht, für ihn oder seine Kinder.

Meiner Meinung nach ist unsere größte Aufgabe im Moment, der aber offensichtlich niemand ernsthaft ins Auge sehen will "da oben", die sog. Rumpfarbeitslosigkeit anzuerkennen und sie zu integrieren. Soll heißen, diesen Menschen einen Platz in der Gesellschaft zu geben, so dass sie ihre Würde behalten und nicht in Depression, Alkoholismus und Ghettoismus versinken.

Einen Teil der Arbeitslosen könnte man sicher wieder ins Beufsleben bringen, das Ungleichgewicht zwischen Überstunden und Arbeitslosen ist unglaublich, keine Frage (und wenn ich "Unternehmensberatung" höre dann krieg ich Mordgelüste), aber das wird trotzdem nicht das ganze Problem lösen, meiner Meinung nach.

Anna
11.05.2006, 05:32
Ja den Arbeitslosen geht es sehr schlecht. Ich bekomme es am eigenen Leib mit und ich ich kenne auch die Verhältnisse:mad: .

Und es wird noch schlimmer, da dieses ganze Gequake von denen da oben nur Ablenkungsmanöver ist/sind. Es war schon seit Jahren ganz genau so geplant. Natürlich - die Lügen mußten sie sich erst noch dazu erfinden. Ich weiß es schon seit Mitte der 90 iger, dass es so in den "Schubladen" liegt. Ich verweise von hier aus auf das Werk von Stieglitz u.a. Das weiß ich aus Insiderkreisen - mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Als sich damals die neue Partei gegründet hat, waren ich und mein Mann dabei. (erstellen der Statuten ect. pp) wir schmißen aber schnell das Handtuch (warum mein Mann - weiß ich nicht). Ich - weil es mir nicht weit genug ging. Da dachte ich mir: So nicht. Wir waren bei den Demos dabei, obwohl wir gar nicht arbeitslos sind! und haben es einfach nicht geglaubt, dass so wenig kamen. Hmpf.

Obwohl ich danach noch Anrufe bekam, dass sie mich ja gut gebrauchen können ließ ich es lieber bleiben, weil es mir ganz einfach zu anstrengend war ständig und stundenlang das Schräge auch darin mal wieder zu erklären. STÖHN.

Sie werden die Gelder auch weiterhin absenken, werden mit dieser Schmierenkomödie und Volksverarschung nicht aufhören, da Blitzmerkel zu sehr mit den Amis/Wirtschaft konform geht. Ganz genau genommen Bretton Woods. Das ist nicht gut. Vieles was wir heute hier erleben geht auf WTO. IWF, Think Tanks u.s.w zurück. Die Auswirkungen der Bolkesteinrichtlinie wird sich erst noch zeigen. Und keiner unserer "Gewählten" der in Brüssel mitabstimmen konnte, wußte überhaupt was er da "unterschreibt".

Sie haben vor die soziale/gesamtgesellschaftliche Arbeit immer mehr in das Private zu verlagern. Die Gesundheits - und weitere Systeme werden immer weiter privatisiert, da sie abgreifen wollen. Demnächst dürfen wir für alles zahlen was eigentlich einer Gemeinschaft gehört. Profitieren wird das Volk davon nicht. Ganz im Gegenteil. Privatisierung der Gewinne, Umlegen aller Kosten auf das Volk. Hedge Fonds u.s.w.(wie es ja jetzt schon ist!)


Es gibt die 80/20 Regelung und es geht ja auch immer mehr dahin. Wir haben keine 5 Millionen Arbeitslosen, die echten Zahlen liegen viel höher. Traue nie einer Statistik die Du nicht selber gefälscht hast:rolleyes:

Was daraus folgt ist Tittytainment und ICH sehe nicht wo das Gegengewicht ist, was nötig sein wird, um dieses noch zu stoppen.

Die Makulatur können die sich da oben meinetwegen sparen. Das ist doch papperlapap - würde meine Oma jetzt sagen.

Ich weiß nicht wie man die Massen auf die Beine bekommt (vielleicht aus dem Sessel kippen:D oder Glotze weg, Auto abnehmen oderoderoder). Ich habe es versucht, schüttele und rüttele eh schon überall dran rum.

Ja - aber ich weiß DAS Solidarität ganz wichtig ist. Es ist doch einfach für unsere Machtträger (ich nenne sie Pappnasen) wenn sich das Volk unten gegenseitig bekriegt, denn so bekommt das Volk den ganzen Zusammenhang gar nicht mit, da der Fokus ja eben nicht darauf liegt zu sehen was "die da oben treiben". Klasse. Ok - viele wollen es ja auch nicht sehen - oder können es teilweise auch nicht - aus welchen Gründen auch immer. Dabei sind die Informationen für jeden zugänglich (noch) sogar im Internet. Was man braucht ist Zeit. Man muß sich dadurch ackern. Viele meiner Bekannten und Freunde sagen.: "Das wird nichts Du bekommst sie nicht auf die Straße". Und ganz genau genommen gab es hier ja auch noch nie eine Revolution.

Die Italienier und Franzosen sind da anders (sind auch vom Temperament her genau meine Kragenweite).

Die große Richtung muß geändert werden und dafür braucht es viel Kraft und Menschen die sehen wohin es eigentlich läuft. Aufhalten an den Kleinigkeiten bringt nichts. Man kann auch als Konsument etwas tun, indem man diese Wirtschaft eben nicht unterstützt. So ist es.

Damit zusammen hängen auch die Themen: Pisastudie, Elitenbildung, Genschrott (wirtschaftliche Interessen ), Familienpolitik (man beachte den Unsinn von von der Leyen) Gesundheitspolitik (die Ausbeutung der Ärzte), der angebliche Umweltschutz und und und...

Das war jetzt etwas grob, aber wenn ich es genau ausarbeiten würde bekommt ihr es nie zu lesen, da ich sone faule Socke bin - die es dann einfach nicht mehr aufschreibt, weil es mir zu umständlich wird - also bitte ich um Nachsicht und außerdem habe ich keine Lust mich bei diesem Thema ständig an unwesentlichen Kleinigkeiten aufzuhalten...

Robin
11.05.2006, 07:50
So ist es, Anna!
Die Dunkelziffer liegt wesentlich höher.
Und wie zoe schrieb, die Arbeitslsoen haben keine Lobby. Ich fragte mal welche, ob sie das nicht organiseren können, da kamen hunderttausend wenns-und-abers, allen voran das Argument: kein Geld. Ist doch klasse, nicht?
Wer weiß, vierlleicht läuft es auf die Wiedereinführung von Leibeigenschaft oder Sklaverei hinaus?

Manchmal wäre eine französische Revolution schon was, aber andererseits hab ich mich sehr intensiv gerade mit dieser befasst...und das Blutbad möcht ich nicht mehr haben.

Dennoch: wo ist die Macht? Wieviel Macht gäbe es "da unten", frei nach Brecht:
"Und man sieht nur die im Lichte, - die im DUNKELN sieht man nicht!"

Anna
11.05.2006, 07:56
Ja - Robin es geht in diese Richtung. Tagelöhner, verdeckte Leibeigenschaft und und und....

"Der Blick in das 19 Jahrhundert ist der Blick in unsere Zukunft".

Robert Kurz

Den ich sehr schätze.

Robin
11.05.2006, 08:13
Muß ich noch mal eben loswerden:
Vor einigen Tagen kam eine Meldung durch, dass die Arbeitsagentur einen Milliardenbetrag Überschuß erwirtschaftetet hat.
Dennoch soll Hartz IV gekürzt werden.

Heute (oder gestern) wurde gemeldet, dass der Staat Milliarden mehr an Steuern eingenommen hat - dennoch wird die MWSt erhöht!

Das ist der absolute Wahnsinn...ich nehme an, die Konjunktur, die vielbejubelte, wird im Herbst/Winter ganz fix in die Tiefe rauschen. Sie existiert m.E. nur, weil demnächst die Preise für Kleidung steigen sollen, und eben weil die MWSt-Erhöhung kommt! Wer jetzt kein Zeug hat, kauft sich keines mehr...(frei nach Rilke*g*)
Wie schrieb kürzlich ein Kommentator:
Merkel und Co. "starten das größte Konjunkturvernichtungsprogramm aller Zeiten..."

Für WEN werden diese Gesetze eigentlich gemacht?

Anna
11.05.2006, 08:15
Für den schnöden Mammon!

cryingflannel
11.05.2006, 11:36
@Igraine: wenn ich richtig verstanden habe, fragst Du (sinngemäss) wann die menschen denn jemals begriffen hätten, daß solidarität ein mittel der wahl gegenüber der "ellenbogengesellschaft" sein kann.

ein antwortversuch:

zum beispiel im spanischen bürgerkrieg, wo eine entsprechende massenbewegung durch die faschisten unter general Franco mit waffengewalt beendet wurde... (und dies gelang nur durch massive hilfe aus dem ausland - allen voran der deutschen faschisten)

zum beipiel im schweizerischen Wörgl, wo sich die bevölkerung einer fehlgeleiteten finanz- und wirtschaftspolitik einfach dadurch widersetzte, daß ein kompletter ort "ausstieg" und seine eigene währung herausgab und sein eigenes (libertäres) finanz- und wirtschaftssystem einführte. auch dieses (sehr erfolgreiche und in der wirtschafstwissenschaft als "Das Wunder von Wörgl" bekannte) experiment wurde mit juristischer gewalt (in diesem fall staatsgewalt) beendet.

zum beispiel in zahlreichen bewegungen in süd- und mittelamerika der 70er und 80er jahre des vergangenen jahrhunderts

zum beispiel vor wenigen wochen in frankreich, wo mittels solidarischer massenproteste der regierung gezeigt wurde, was der wirkliche wille der bevölkerung ist

diese beispiele werden natürlich in den "freien" medien wenig deutlich dargestellt. natürlich werden soclhe bewegungne immer in misskredit gebracht und zb durch gewaltbereitschaft einiger weniger gesamtbewegungen diskreditiert. nun stellt sich (wie fast immer) wieder die frage "cui bono"...

die antwort ist so offensichtlich, daß ich mir weitere erläuterungen wohl ersparen kann ;)

Aisha
11.05.2006, 12:57
Nur am Rande, Wörgl ist in Oesterreich ;) und dient heute noch als Vorbild für die sogenannten Tauschkreise, zumindest die Idee ist noch nicht tot.

Anna
12.05.2006, 05:47
http://linkszeitung.de/content/view/29521/42/

:cool:

Nichts neues, aber ich stelle es hier trotzdem rein.

Robin
12.05.2006, 07:30
Soeben in den Nachrichten:
Die Agentur für Arbeit hat über 7 Milliarden Euro Überschuß erwirtschaftet; dieser soll u.a. dazu genutzt werden, das ALG um 2% zu senken.

Wieso macht man aus der Agentur für Arbeit eigentlich keine AG??

summer
12.05.2006, 09:41
edit: zu ...

Igraine
16.05.2006, 20:33
So, ich will ja nicht, dass es so aussieht als hätte ich mich einfach feige verzogen...

@Igraine: wenn ich richtig verstanden habe, fragst Du (sinngemäss) wann die menschen denn jemals begriffen hätten, daß solidarität ein mittel der wahl gegenüber der "ellenbogengesellschaft" sein kann.

ein antwortversuch:

zum beispiel im spanischen bürgerkrieg, wo eine entsprechende massenbewegung durch die faschisten unter general Franco mit waffengewalt beendet wurde... (und dies gelang nur durch massive hilfe aus dem ausland - allen voran der deutschen faschisten)
Witzig, grad eben hab ich "Whom the bell tolls" (Hemingway) gelesen. Bzw mich hindurchgequält.
Ich glaube nicht an Krieg. (Bzw an einen Krieg der von irgendeiner Seite nur aus positiv-ideellen Gründen geführt wurde.)
Wie arm waren denn damals die spanischen Bauern?

zum beipiel im schweizerischen Wörgl, wo sich die bevölkerung einer fehlgeleiteten finanz- und wirtschaftspolitik einfach dadurch widersetzte, daß ein kompletter ort "ausstieg" und seine eigene währung herausgab und sein eigenes (libertäres) finanz- und wirtschaftssystem einführte. auch dieses (sehr erfolgreiche und in der wirtschafstwissenschaft als "Das Wunder von Wörgl" bekannte) experiment wurde mit juristischer gewalt (in diesem fall staatsgewalt) beendet.
Klingt toll.
Schade, dass es mal wieder schiefgegangen ist.

zum beispiel in zahlreichen bewegungen in süd- und mittelamerika der 70er und 80er jahre des vergangenen jahrhunderts
Und wie schaut´s in Süd- und Mittelamerika jetzt aus? Korruption, Drogenbarone,...
Das einzige halbwegs positive Kommunismus-Beispiel das ich kenne ist doch Kuba, und von da hab ich auch schon weniger schöne Geschichten von Terror und Unterdrückung gehört. Hab mich aber zugegebenermaßen auch noch nie ernsthaft darüber informiert.
Was ist denn deine Meinung zu Kuba?

zum beispiel vor wenigen wochen in frankreich, wo mittels solidarischer massenproteste der regierung gezeigt wurde, was der wirkliche wille der bevölkerung ist
Ich fands lustig dass ich davon überhaupt nix mitbekommen hab. Hab mich dann aber immerhin informiert, brav, gelle ;) *ironie!!*
Na ja, dummerweise hat aber Frankreich eine Arbeitslosenquote von 10%, insbesondere unter den jungen Leuten. http://www.frankreich-forum.de/data/content.php?toplevel=wirtschaft&seclevel=wirtschaftspolitik&id=6
Und bei konservativen links habe ich gesehen, dass dieser Gesetzesvorschlag eigentlich dazu gedacht war, dass die Firmen vielleicht eher diese einstellen. Klar, wenn ich den für die nächsten 2 Jahre nicht mehr loswerde, dann überleg ich mir auch dreimal, ob ich ihn überhaupt einstelle.
Natürlich kommentieren die konservativen einseitig in diese Richtung. Aber...

Großbritannien dagegen, die die sozialen Sicherungen ziemlich abgebaut haben, hat inzwischen nur noch eine Arbeitslosigkeit von um die 5%.
http://www.br-online.de/politik-wirtschaft/mittagsmagazin/dynamisch/specials/ArbeitsloseInternational/ArbeitsloseInternational.htm

Wenn es also rein darum geht, wer es am ehesten schafft, die Arbeitslosenquote zu verringern, scheint GB mit seinem unsozialen Kurs erfolgreicher zu sein als Frk. Und ich sehe nicht, wie die neuesten Ereignisse in Frk dazu beitragen könnten, mehr Arbeitslose in Arbeit zu bringen.

An sich finde ich es natürlich schon positiv, dass in Frankreich die Leute überhaupt noch auf die Straße gehen und nicht einfach Augen und Ohren zumachen wie in Deutschland. Mir scheint, es ist auch unter Studenten völlig uncool, überhaupt noch über Politik zu sprechen.

An der Münchner Uni gabs ja ein paar Demos wegen den Studiengebühren. BEi der ersten waren noch viele Leute da, dann wurden es immer weniger.
Ich hab mich mal mit ein paar Leuten unterhalten. Unter anderem gingen die Leute auch deshalb nicht mehr hin, weil diese Demos immer mehr zu Rundumschlag-Demos wurden, Asta+Verdi+weiß der Himmel wer noch alles.
Gegen sämtliche Sozialkürzungen und noch andere Themen.
Man fühlt sich verarscht, wenn man gegen das eine demonstrieren will und dann von der Demo-Leitung anscheinend angenommen wird, dass man automatisch auch alle ihre anderen Ziele mitverfolgt.
Und die meisten Studenten sind wohl der Meinung, dass es uns nicht weiterbringt, wenn wir einfach weiterhin alle Zuckerl (Pauschalen u.ä.) undiskutiert weiterbehalten.
Ein Student hat mir erzählt: er war da bei der Asta-Sitzung und da stand eine Studentin vorne, die angefangen hat mit: ich bin Soziologie-Studentin im 14. Semester... irgendwie klar, dass die gegen Studiengebühren ist...

Und es fehlt einfach an einem schlüssigen Konzept bei den Linken und oft scheint es eben so, als ob sie nur an ihren Ideologien von vor 80 Jahren festhalten, die jetzt einfach nicht mehr funktionieren.
Wie gesagt: wenn die industriellen Unternehmen nun mal einfach abwandern können, weil die Transportwege gegeben sind, wie soll man sie daran hindern? Sicher nicht durch den Kündigungsschutz und die 35-Stunden-Woche.

Es hat den Kommunismus gegeben und er hat nicht funktioniert. Und alles, was ich bisher von den linken Parteien gehört habe, klingt auch nicht, als ob es funktionieren würde. Ich habe keine Lust, meine Energie in eine Sache zu stecken, an die ich nicht glauben kann.

Ich schreibe das alles als zugegebenes Beispiels eines inaktiven Otto-Normalbürgers. Und in der vagen Hoffnung dass ich vielleicht ein paar interessante Antworten bekomme...
weil prinzipiell tendiere ich ja schon zur Sozi-Richtung. Ich würde gerne daran glauben können.

Spazion
22.05.2006, 13:40
Wer wirklich was für seine/unsere Zukunft tun will geht hierhin, liest und wird aktiv:

http://www.unternimm-die-zukunft.de

Dort geht es um das bedingungslose Grundeinkommen, falls es euch was sagt.

oder macht nen Alternativvorschlag :D

M-C
18.08.2006, 22:21
was heist ihr glauben

ich bin grade noch hoch offizell arbeitslos udn glaubt mir das ist nen echt scheiss gefühl.

Vorallen ich merke die arbeit ist ja da, aber leider wird überall gespart und die arebeit auf immer mehr schultern verteilt.

es ist zwar zum kotzen aber es ist so

kriegen amerikansiche verhältnse also machen wir das beste draus

Nasti
31.08.2006, 15:37
malhochschieb

mimi
31.08.2006, 15:39
nein - ist ja wohl alles nur "Mache" - komisch, woher kommen die vielen Arbeitslosen, die ich tagtäglich im Büro sehe? Die gibt es ja dann wohl gar nicht - bilde ich mir wohl nur ein :D

Caddl
05.09.2006, 14:30
Hi ich bin seit einigen jahren arbeitslos (trotz Umschulung)..

Ich kenne dieses rumgelabere:

Wenn sie was gescheites gelernt hätten,wären sie nicht arbeitslos..

Sie müssen nur RICHTIG suchen,dann finden sie einen Job..

Und auf meine Gegenfrage welchen Beruf ich denn hätte ergreien solen,oder wie ich "richtig" suchen soll,bekam ich meist nur ein von einem ziemlich hilflosen Schulterzuckendes "Weiss ich auch nicht,einfach machen" zurück..

Auf schwäbisch gesagt:

Da lang ich mich an den Kopf und schreie: Herr schmeiss Hirn raa,s geit nimme gnuag..



Ich weiss nicht was in den Köpfen vorgeht.. ich bin nicht frih,dass ich arbeitslos bin,aber ich bekomme oft "aufgabe-Phasen" wo ich mit mir selber ins Gericht gehe,aber nix rauskommt dabei..
Ic hae erlebt,dass mich jemand auslachte,weil ich nicht gerade gut rüberkam,aber ihm doch die Leviten las,als er sich über Obdachlose beschwerte..

Aber manche Menschen snd so derbe drauf,die würden auch über Leichen gehn..

Ich bin schon dreimal das Opfer von Mobbing geworden )(Ein Arbeitgeber drohte mir mit dem Gericht und der Polizei,wenn ich das veröffentliche was er mir anhängte und wie man intern in der Einrichtung damit umging..

Aber ich verstehe auch nicht,dass man so unsensibel sein kannArbeitslose zu verunglimpfen und alle über einen Kamm zu scheren.Ich mache das nicht obwohl ich auch Leute kenne die regelrecht "schmarotzen".. auch sie haben ihre "Gründe" dafür..auch wenn ich es nicht gutheissen kann oder mag..

Nunja.. ich werde noch überlegen..