Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medikamente
Sensibler
26.04.2004, 09:47
Was haltet ihr von Medikamenten?
Ich vermeide die Einnahme von Medikamenten so gut es geht. Ich habe auch schon seit Jahren keine Kopfschmerztablette oder andere Tabletten genommen. Bei einer Erkältung setze ich auch lieber auf Bettruhe, eine heiße Suppe oder Ähnliches. Medikamente würde ich nur noch nehmen, wenn es wirklich notwendig ist. Als Kind habe ich nämlich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, als ich Medikamente nehmen musste. Sie hatten oft nur Nebenwirkungen, aber keine erwünschten Wirkungen bei mir.
Wie ist das bei euch?
glasperlenspielerin
26.04.2004, 10:52
geht mir exakt genauso wie dir, sensibler!
ich meide medikamente so gut es geht.
hab nicht mal je ne aspirin genommen, auch keine schmerztablette u. ä., obwohl es mich manchmal wirklich schon wundert, wie schnell einem die ärzte das von sich aus in die hand drücken -z. B. nach ziehen meiner weisheitszähne, wollt man mir automatisch und mit widerrede eine packung verschreiben, obwohl ich sogar protestierte und meinte, ich würd mich gut genug kennen, daß ich sowas nicht bräuchte und sowieso ablehnte. ich hab die dinger dann in der tat nicht gebraucht, hatte überhaupt keine schmerzen-bzw. für mich im *absolut* erträglichen rahmen, obwohl ich kompromißlos alle 4 zähne bei einem termin hatte ziehen lassen..
der einzige grund zur medikamenteneinnahme war für mich bisher nur hohes fieber ab 39°, aber das hatte ich mittlerweile schon seit jahren nicht mehr. ansonsten nehme ich nur hin und wieder was bei sehr starkem husten ("acc" o.ä.)
vllt kann ich mich auch glücklich schätzen, dass ich relativ gesund bin.
Hallo zusammen,
ich musste früher mal Psychopharmaka nehmen, habe sie aber jetzt abgesetzt!
Tendus
Mystique
26.04.2004, 14:49
Hallo,
also grundsätzlich halte ich von Medikamenten auch nicht viel. Aber ich muß ja seit einiger Zeit Antidepressiva nehmen. Naja, was heißt muß...
Mein Arzt hat mir dazu geraten.
Aber Schmerzmittel und so ein Kram nehme ich auch möglichst nicht. Wenn dann was auf pflanzlicher Basis.
Letztens habe ich mitbekommen wie meine Schwester(21) meiner kleinen Schwester (10) bei Kopfschmerzen eine Schmerztablette gegeben hat. Da wäre ich beinahe ausgeflippt!
Liebe Grüße
Diana
bei all den medikamenten, die ich einnehme, ist es eigentlich kein wunder, dass ich eher krank als gesund werde.
ich schwöre aber auf homöopathische mittel, die sind allemale besser als diese ganze chemie.
Chem. Pharmazeutika passen für meinen Körper auch nicht so. Und damals im Vet.med.-Studium in einer Pharmazievorlesung zu sitzen hat mich auch sehr ernüchert. War ganz fassungslos: Kann Medizin denn tatsächlich so plump und primitiv sein?!?
Bei kleinen, akuten Krankheiten reichen Bettruhe, Hausmittel und ein bißchen Energiearbeit, für größere und chronische Sachen arbeite ich mit Homöopathie, evt. Akupunktur, und auch auf der psych. Ebene - ich versuche herauszubekommen, welche (unterdrückten) Gefühle sich in der Krankheit ausdrücken. Meistens komme ich auch drauf.
Hier im Ort gibt´s einen praktischen Arzt, der verschreibt jedem erst mal Bittersalz und Basenpulver (zur Darmreinigung und Entsäuerung).
Sein Spitzname: "Dr. Bittersalz" :lol:
psy-pharm. wirken nur solang man sie einnimmt
wohl aber können sie einem einen weg aus dem tiefsten rausführen
ich hab ansatzweis probiert, halts aber fürn grossen blödsinn
interessant sind betablocker und antidepressiva
zweitere muss man 4 wochen nehmen bevor sie wirken, nach absetzen klingt auch die wirkung ab
fazit: ab und zu aspirin gegen migräne
und sonst nehm ich überhaupt nix
Eiskristallin
26.04.2004, 17:02
ich mußte noch nie starke medikamente nehmen, außer einmal bei einer lungenentzündung.
nehme sehr selten ein aspirin, bei verkühlung kinderhustensaft. sonst nichts.
fazit: ab und zu aspirin gegen migräne
und sonst nehm ich überhaupt nix
Ja. So ist das bei mir auch.
In der Schulzeit mussten wir mal ein starkes Antibiotikum nehmen, weil ein Mitschüler an Hirnhautentzündung (?) erkrankt war... die Nebenwirkungen waren für alle spürbar - aber für mich so heftig, dass ich sie nach einem Tag abgesetzt habe (Hirnhautentzündung hin oder her - die Gefahr der Ansteckung war laut Arzt sowieso minimal).
Und so ist es auch heute noch. Meistens "entziehe" ich mich den Medikamenten noch bevor mir der Arzt das offizielle ok gibt. Ist zwar nicht gerade immer besonders schlau... aber bis jetzt hat es mir nicht geschadet.
Alles was in irgendeiner Form meinen Kopf oder mein Empfinden beeinflusst lehne ich grundsätzlich ab. Deswegen trinke ich normalerweise auch keinen Alkohol. Schmerztabletten nur im absoluten Notfall...
psy-pharm. wirken nur solang man sie einnimmt
wohl aber können sie einem einen weg aus dem tiefsten rausführen
zweitere muss man 4 wochen nehmen bevor sie wirken, nach absetzen klingt auch die wirkung ab
ich find's schon fast unheimlich, wie sehr man von psychopharmaka abhängig werden kann, weil sich der körper eben so stark an das mittel gewöhnt.
daher hatte ich schon zweimal mit heftigen entzugserscheinungen zu tun, bloß weil ich ein-, zweimal vergass, die pille einzunehmen *ichdochn:
geht es nur mir so?
Eiskristallin
26.04.2004, 18:15
@ fragile
echt? du meinst die ganz "NORMALE" pille? klingt ja furchterregend. ich habs noch nie vergessen, aber wenn man da richtige entzugserscheinungen bekommen könnte, klingt das sehr schlimm, finde ich...
oh nein *rotwerd*, sorry, ich hab mich falsch ausgedrückt: ich meinte meine antidepressivum-pille!!
mal wieder missverständlich, typisch :wink:
Eiskristallin
26.04.2004, 19:02
ach sooooo. na gut, war schon schockiert.
Hallo zusammen,
ich denke mal, das die Interessen der Pharma-Industrie vorwiegen und deshalb müssen wir Verbraucher auch soviel für Arzneimittel und Medis bezahlen. Ist für mich auch viel Geldmacherei und Profitgier. Sorry, darüber wurde noch nicht gesprochen!
Tendus
Mystique
26.04.2004, 19:15
@fragile
Du hast dein Antidepressivum auch schon vergessen?
Wie wirkt es sich denn bei dir aus?
Ich kenne das nämlich auch... :-(
Muß zugeben das ich sie die letzten beiden male wieder vergessen hab...
Liebe Grüße
Diana
Eiskristallin
26.04.2004, 19:21
es gehört nicht wirklich hierher. aber ich finde es schlimm, wieviele leute aus diesem forum hier depressiv sind und auch antidepressiva nehmen. ich frage mich, ob das auch so wäre, wenn die welt hsp-freundlicher wäre?
Sensibler
26.04.2004, 21:44
@keetah
Geht mir genauso. Ich glaube auch, dass die Unsensibilität der anderen Menschen oft ein Grund für Depressionen ist.
mir hat mein arzt auch schon oft antidepressiva empfohlen, aber irgendwie habe ich angst davor von ihnen abhängig zu sein, zudem habe ich fast das gefühl, dass ich ohne meine depressionen nicht mehr ich selbst wäre
mir hat mein arzt auch schon oft antidepressiva empfohlen, aber irgendwie habe ich angst davor von ihnen abhängig zu sein, zudem habe ich fast das gefühl, dass ich ohne meine depressionen nicht mehr ich selbst wäre
Ja... mir geht es exakt genauso. Auch mir wurde das schon empfohlen. Aber selbst derjenige der es mir damals empfohlen hatte, sieht jetzt durchaus eine Chance, dass ich es auch so schaffen könnte. Und das ist etwas, was mir auch Mut und Kraft gibt... später vielleicht mal sagen zu können, dass man es alleine geschafft hat - ohne Medikamente. Trotzdem - sicher sagen kann ich das aus der heutigen Sicht noch nicht - hoffe aber, dass es nie nötig werden wird.
Aber ich denke ab einem bestimmten Stadium der Depressionen stellt sich die Frage nach Sinn und Unsinn nicht mehr - dann hat man einfach keine andere Wahl mehr...
glasperlenspielerin
26.04.2004, 23:57
mir hat mein arzt auch schon oft antidepressiva empfohlen, aber irgendwie habe ich angst davor von ihnen abhängig zu sein, zudem habe ich fast das gefühl, dass ich ohne meine depressionen nicht mehr ich selbst wäre
seh ich exakt genauso. ich hab seit fast 3 jahren ne schwere depression. aber auch innerhalb dieses zustands gibt es up und downs. manchmal komm ich über wochen nicht aus dem bett, dann gibt es aber auch phasen, die sind stabiler, in denen kann ich meinem normalen tagesrhythmus fast uneingeschränkt nachgehen -auch wenn der dunkle film (selbstzweifel, ängste etc.) im hintergrund ohne pause weiterläuft.
@fragile
Du hast dein Antidepressivum auch schon vergessen?
Wie wirkt es sich denn bei dir aus?
@Diana: hm, schwer zu beschreiben, dieser zustand ... mit am schlimmsten war wohl, dass ich völlig neben mir stand, absolut mir selbst entfremdet (obwohl das mit medikament manchmal auch nicht viel anders aussieht). hatte ganz heftige, scheußliche alpträume, war bleich, zitterte, bekam nichts hin, und ich kam mir sehr willen- und kraftlos vor.
hast du denn bei dir auch schon so etwas ähnliches festgestellt?
Mystique
27.04.2004, 11:06
@fragile
ja, ich kenne das auch. Das ich neben mir stehe. Gott sei dank, kann ich nachts aber gut schlafen. Dann kann ich quasi immer Energie tanken. Richtig schlimm sind dann immer meine Panikattacken. Und genauso wie du, fühle ich mich dann teilweise sehr willen- und kraftlos.
Hast du denn gemerkt, dass dir das Antidepressivum geholfen hat?
Liebe Grüße
Diana
@Diana: ja, ich kann schon sagen, dass es mir geholfen hat. andersrum betrachtet: ich wüsste heute nicht genau, ob ich ohne auskommen könnte - und das bereitet mir schon ein wenig sorgen. (vor abhängigkeiten jeder art graut es mir)
wie schon Vienne sagte, aus dem gröbsten kann das medikament einen wirklich bringen. nach dem ausprobieren von verschieden sorten hab ich schließlich "meine" gefunden, und zumindest die weinkrämpfe wurden seltener... und wie ist das bei dir?
Mystique
27.04.2004, 18:08
@fragile
Bei mir war es Gott sei dank gleich das 2. Antidepr. Bei mir hat es echt Wunder bewirkt, wenn ich daran denke, wie schlimm es war...
Wie lange nimmst du es den schon?
Ja, ich habe auch angst abhängig davon zu werden...
Liebe Grüße
Diana
Dreamy11
28.04.2004, 05:25
Tabletten sind die aller letzte Wahl wenn nix anderes hilft...Schweige von empfindlichkeit bzw. der Nebenwirkungen...Reagiere sehr empfindlich auf viele Tabletten...:(
manch Tabletten wie Leponex...Treiben ja einem zum Zombie *Gefühle ausschaltend*, depressiver, Schlaflos, Kopfschmerz...Später Organschädigung, schweige Nervenzusammenbruch den der mangelnden Schlaf beschleunigt...Manche am Rande des Todes...habe es selbst gesehen...Sehr Traurig :(
Manch Medikamente müßten verboten werden denke ich...:(
@Diana: das jetzige antidepressivum nehme ich seit ca. einem halben jahr, und wenigstens spüre ich ein bisschen, dass es mich halbwegs stabilisiert.
das vorige hat bei mir übrigens auch ganz arg mundtrockenheit und schwindel ausgelöst, war für meinen chorauftritt nicht so ganz förderlich ;)
glaubst du, du könntest mittlerweile schon ohne auskommen?
Mystique
28.04.2004, 19:40
@fragile
ich nehme meines jetzt auch ein halbes Jahr. Wurde damals auch stationär behandelt. Die erste Zeit habe ich es auch nicht so gut vertragen...
Von meinem ersten Antidepr. hatte ich auch totale Mundtrockenheit.
Ich denke, ich könnte es nicht. Ich habe aber auch starke angst vor dem was passieren könnte. Wie ist das bei dir oder auch anderen?
Liebe Grüße
Diana
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