Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Flyer-Verteiler gesucht !!!!!
connemara
31.12.2003, 18:13
Hallo,
Michael Jack und ich haben im Zuge unserer Öffentlichkeitsarbeit beschlossen einen selbstentworfenen Flyer zu verteilen. Diese Flyer sollen in die Briefkästen von Wohnhäusern gesteckt werden oder an Autos verteilt werden (natürlich nur bei trockenem Wetter).
Bei mir in Essen habe ich bisher damit angefangen und wir haben auch schon einen Erfolg zu verzeichnen, ....... jemand hat sich gemeldet.
Ich weiß, es ist eine mühsame Arbeit, aber wenn sich jemand meldet und weiß, was mit ihm los ist, weiß, daß er/sie nicht alleine ist, dann weiß ich auch, wofür ich mir die ganze Arbeit mache.
Deshalb seid Ihr alle jetzt gefragt.....auf Michael's Homepage gibt es den Flyer zum Downloaden, einen Kopierer gibt es doch bestimmt auch in Eurem Bekannten - oder Freundeskreis und dann geht es los.
Also, wer sich an der Flyerverteilaktion beteiligen möchte, bitte melden !
Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch....-))
Connemara
Der Einfachheit halber der Link zur Homepage von Michael:
http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/michael.jack/hsp/
Als Anhang nochmal der Flyer von connemara und Michael als PDF-Datei mit Formularfunktion (einfach mit dem Adobe Reader öffnen, ausfüllen und ausdrucken).
Finde man sollte es nicht übertreiben nach dem Motto:
Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Propheten.
Könnte zu einem Teilnehmerzuwachs führen. Allerdings mit dem erhöhten Risiko von Pseudos.
Wer wahrhaftig sucht wird auch so fündig werden
glasperlenspielerin
20.01.2004, 23:18
"Könnte zu einem Teilnehmerzuwachs führen. Allerdings mit dem erhöhten Risiko von Pseudos"
das befürchte ich zwar auch ein bißchen -aber es gibt ja immerhin auch entsprechende informationen auf den seiten mit tests usw.
-was mir allerdings bisher so etwas mißfällt ist die einseitige betonung auf der physiologischen sensibilität, sprich: reizempfindlichkeit. ich selbst kommen in allen angegebenen tests zwar deutlich über die HSP-marke, dennoch würd ich meine sensibilität vor allem und zunächst doch über die seelische ebene definieren. zumindest ist mir das für mich persönlich wichtiger und nimmt in positiver wie in negativer hinsicht auch den stärksten einfluß auf mein denken, fühlen und empfinden in dieser welt.
Guten Morgen :)
Eigentlich finde ich es eine gute Sache, Öffentlichkeitsarbeit zu machen... vielleicht sogar mit Flyern. Zwei Einwände hätte ich aber, der erste betrifft die vorgeschlagene Form, der zweite die geplante Art der Verteilung (Hausbriefkästen). Zur Form: Der Flyer ist sehr nüchtern, fast "zackig", gehalten. Nichts Sinnliches... das würde mich als Neu-HSP auf Distanz bringen. Es hat ein bisschen was Geschäftsmäßiges, oder? Man fragt sich, wo man unterschreiben soll... :shock: Zudem ist die unten angegebene Adresse, die sicher als Spass gemeint ist, befremdlich da völlig undurchsichtig. Wenn ich einen solchen Zettel im Briefkasten fände, würde ich ihn schlimmstenfalls unter "Werbung für neue Sekte" verbuchen.
Damit komme ich auch zum zweiten Einwand. Briefkastenpost wird meist geteilt in echte Post und Werbewurfsendung. Der Flyer verschwindet also vermutlich oft ungelesen im Altpapier. Mein Vorschlag: Sprecht Buchläden, Naturkostläden, Bastelläden, Therapiezentren etc. (alles, wo wir uns so herumtreiben) an, ob ihr den Flyer dort aufhängen/auslegen dürft. Meist ist das gerade in kleineren Geschäften kein Problem.
Bitte seid nicht böse über die Kritik, ich würde sie nicht äußern, wenn ich sie nicht für berechtigt hielte. Und genießt die letzten eiskalten Tage in warmen Zimmern.
*** Fee
Die unten angegebene Adresse ist lediglich ein Platzhalter für die desjenige der die Dinger verteilt. ;-)
Ich bin aber auch der Meinung, dass man die Flyer gezielt da einbringen sollte, "wo es Sinn macht". Eine zu agressive Verteilungsstrategie könnte (oder wird) genau das Gegenteil von dem bewirken, was man erreichen möchte.
Michael Jack
21.01.2004, 10:40
Hallo zusammen!
Ich danke für die Anregungen, möchte dazu folgendes sagen:
1. Wie Christian völlig richtig sagt ist "Viktor Verteiler" nur ein Platzhalter. Es geht darum, dass Flyer nach Pressegesetz die Information enthalten muss, wer für ihn verantwortlich ist (Impressum). Falls man darauf verzichtet, ist das eine Ordnungswidrigkeit, die teuer werden kann.
2. Wem der Flyer nicht gefällt, der ist herzlich eingeladen, ihn zu ändern. Exakt aus diesem Grund habe ich ihn als Winword-Dokument ins Netz gestellt und Viktor als Platzhalter benutzt.
3. Ich höre Kritik von zwei Seiten: Einige sagen, Flyer und Aushänge seien zu dezent, um in der modernen, bunten Welt überhaupt wahrgenommen zu werden, andere sagen, er sei zu kalt, "zackig". Tja, was soll ich dazu sagen? Jeder nach seinem Gusto. Connemara und ich haben mit diesem Flyer Reaktionen herbeigeführt, insofern sehen wir keinen Grund, etwas daran zu ändern. Wenn ihr das anders machen wollt - ich würde keinesfalls beleidigt sein.
Ich bin nur der Ansicht, dass viele HS *verzweifelt* auf Antworten warten, sich dessen aber nicht unbedingt bewusst sind. Bietet sich ein Strohhalm für Selbsterkenntnis, ist man bereit, ihn zu greifen, auch wenn er merkwürdig aussehen mag. Um diesen Strohhalm Vielen zugängig zu machen, muss man verhindern, dass er übersehen wird, mithin ein wenig die Gesetze der Werbung beachten.
Ihr habt Recht: Es ist ein wenig ein Drahtseilakt, aber gar zu esoterisch mag ich's ohnehin nicht. :-)
macht's gut,
Michael
glasperlenspielerin
21.01.2004, 11:40
"Wenn ich einen solchen Zettel im Briefkasten fände, würde ich ihn schlimmstenfalls unter "Werbung für neue Sekte" verbuchen.
"
*g.. so ein gedanke kam mir auch schon. :wink:
ich selbst halte psychologische beratungsstellen und therapieeinrichtungen, evtl. auch gesundheitsamt oder weiterbildungseinrichtungen im gesundheitlichen/ psychologischen bereich und links auf webseiten für am sinnvollsten.
anosnten bin ich auch wieder dafür, die zeitschrift "psychologie heute" anzuschreiben. schon allein, weil es dort bereits mal einen sehr ausführlichen artikel zum thema "HSP"/ elaine arone gab mit entsprechendem verweis auf hochsensible.de.
Michael Jack
21.01.2004, 17:08
Hallöle.
ich selbst halte psychologische beratungsstellen und therapieeinrichtungen, evtl. auch gesundheitsamt oder weiterbildungseinrichtungen im gesundheitlichen/ psychologischen bereich und links auf webseiten für am sinnvollsten.
Ich glaube nicht, dass wir auf unsere Form der Öffentlichkeitsarbeit verzichten können, und zwar aus folgendem Grund:
Viele HS wissen gar nicht, dass ihre Besonderheit ein der Psychologie bekanntes Phänomen ist. Sie glauben, ALLEIN ZU SEIN auf der Welt. Infolgedessen kommt ihnen gar nicht der Gedanke, nach psychologischen Antworten zu suchen.
Ferner: Ob jemand denkt, ich würde einen an der Klatsche haben oder zu einer Sekte zu gehören, ist mir herzlich wurscht. Ich will niemanden überzeugen, sich mit dem Thema HS auseinanderzusetzen. Hätte ich den Flyer sagen wir mal, mit 18 gesehen, würde ich zumindest mal geschaut haben, was das denn ist.
Wer das Ding sieht und erst noch überzeugt werden muss, sich das anzugucken, ist nicht unsere Zielgruppe. Ich zumindest fische nach Verzweifelten. :-)
]anosnten bin ich auch wieder dafür, die zeitschrift "psychologie heute" anzuschreiben.
Mach mal. Nichts dagegen.
macht's gut,
Michael
Viele HS wissen gar nicht, dass ihre Besonderheit ein der Psychologie bekanntes Phänomen ist. Sie glauben, ALLEIN ZU SEIN auf der Welt. Infolgedessen kommt ihnen gar nicht der Gedanke, nach psychologischen Antworten zu suchen.
Das Problem ist, dass das Phänomen noch nicht mal im Kreis der Psychologen wirklich bekannt ist - und das hat mich persönlich eigentlich doch ziemlich gewundert. Ich denke das Problem ist einfach, dass ein nicht-HSP eben nicht wirklich verstehen kann was es bedeutet - und somit natürlich auch kein echtes Interesse hat diese Sache weiter zu verbreiten (auch wenn es im Falle eines Psychologen eigentlich sein Job wäre...).
Mein persönliche Einschätzung ist die, dass die Community der HSPs generell einfach noch (natürlich) wachsen muss, bis eine reale Chance besteht soetwas z.B. in einer Radio-Sendung oder einem Fernseh-Beitrag unterzubringen.
Aber da soll nicht heißen, dass ich gegen eine Öffentlichkeitsarbeit im geplanten Sinne wäre - selbst wenn dadurch nur eine einzige Person erfährt, dass sie eine HSP ist, war es das schon wert. Nur sollte man seine Erwartungen evtl. nicht zu hoch schrauben um sich nicht zu sehr zu enttäuschen und damit zu demotivieren. Auch wenn es keine wirklich befriedigende Antwort ist, so denke ich, dass das alles einfach eine gewisse Zeit braucht um sich zu entwickeln.
Michael Jack
22.01.2004, 11:15
Hallo Christian.
Das Problem ist, dass das Phänomen noch nicht mal im Kreis der Psychologen wirklich bekannt ist
Es gibt meines Wissens nur ein Fachbuch zum Thema - "Der sensible Mensch" von Wolfgang Klages.
Ich habe es auf meinem Schreibtisch, bin allerdings noch nicht sehr weit fortgeschritten und bin auch nicht vom Fach - kann daher nur begrenzt beurteilen, ob es HSP-typisch ist.
Übrigens: Ein mir bekannter Psychater meinte, HSP sei "Pippifax". :-)
das Problem ist einfach, dass ein nicht-HSP eben nicht wirklich verstehen kann was es bedeutet
Genau die Schwachstelle habe ich versucht, auszubessern, als ich meine HSP-Info geschrieben habe. Ich weiss nicht, inwieweit das geklappt hat.
Erwartungen evtl. nicht zu hoch schrauben um sich nicht zu sehr zu enttäuschen und damit zu demotivieren.
Hey, ich bin ein alter Wahlkämpfer - Ich weiss, was Frustration ist. :-)
macht's gut,
Michael
@ Michael Jack:
...informiere den Psychiater doch ruhig mal darüber, dass die Disziplin der Psychiatrie ihren eigenen Gegenstand, die Psyche des Menschen, weder in jedem Fall fassen noch adäquat erklären und schon gar nicht heilen kann. Ihre Aufgabe besteht ja vielmehr im Aufrechterhalten der Funktionsfähigkeit des Menschen, und immer ist diese Funktionsfähigkeit bezogen auf die jeweils bestehenden gesellschaftlichen, sozialen, politischen Prämissen.
Insofern ist es nun wirklich kein Wunder, dass die Psychiatrie bestimmte Phänomene ignorieren muss, um sich weiterhin als nutzbar darstellen zu können. Hoher Empfindsamkeit ist eben mit psychiatrischen Kenntnissen ebensowenig zu begegnen wie mit Erfahrungen auf dem Gebiet der Steinbeisseraquaristik... *ichdochn: gemeint ist: Das Phänomen hat mit diesem Verständnis von Wissenschaft nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Stimmt´s?
Liebe Grüße von Fee
Michael Jack
23.01.2004, 22:14
Hi.
Stimmt´s?
Wenn ich dich richtig verstanden habe, kann ich dir zustimmen.
Ich war, als ich von des Mediziners Statement hörte, im ersten Moment etwas verstimmt, bis mir der Gedanke kam, dass, wenn ein Zustand, in dem jemand regelmäßig Bulletins über den Gesundheitszustand des Teufels von der CIA erhält, *kein* Pippifax ist, dass dann HS *in der Tat* Pippifax ist. :)
Eben alles eine Frage der Perspektive, oder, um mit deinen Worten zu sprechen: Eine Frage der Aufgabenstellung. *kratz*
mach's gut,
Michael
Michael Jack
23.01.2004, 23:02
Hi Thomas!
Wer wahrhaftig sucht wird auch so fündig werden
Sorry für die späte Reaktion, habe viel um die Ohren, was manchmal etwas auf Kosten der Gründlichkeit geht.
Aber nun zu deinem Gedanken:
Recht hast du. Es ist leicht, HS zu finden, wenn man danach sucht. Nur bin ich z.B. 10 Jahre lang nicht auf die Idee gekommen. Hätte ich vor 5 Jahren einen Flyer gesehen, würde mir verdammt viel Leid erspart geblieben sein.
Wie gesagt: Ich bin auf der Suche nach Verzweifelten. :)
mach's gut,
Michael
Michael Jack
23.01.2004, 23:07
Hi trinity!
- Vorbemerkungen zur Antwort auf Thomas gelten entsprechend -
sensibilität über die seelische ebene definieren.
Es geht ja in einem allerersten Schritt erstmal darum, markante Merkmale zu finden. Wie genau sich die individuelle HS auswirkt, kann (und muss) jeder für sich selbst herausfinden.
Und am deutlichsten, sprich: am besten auf Anhieb greifbar, ist HS denke ich über die Reizempfindlichkeit.
mach's gut,
Michael
connemara
07.03.2004, 12:23
Hi,
Michael hat Recht.
Wir sind auf der Suche nach Menschen, die HS sind und es nicht mal wissen. Diese Menschen sind seid Jahren, vielleicht schon ihr Leben lang auf der Suche nach einer Antwort für Ihr Phänomen. Jedem Menschen, dem wir auf dem Weg der Flyerverteilung oder dem Aushängen von Zetteln den Weg auf die Hochsensiblen-Seite bringen können, zählen wir als Gewinn.
Was die Menschen danach aus dem Wissen HSP zu sein machen, ist ganz alleine ihr eigenes Problem bzw. Wunsch.
Ich für mich selber kann nur sagen, dass sich mein Leben durch das Wissen ein HSP zu sein wesentlich verbessert hat. Natürlich brauchte ich auch meine Zeit zur Akzeptanz und zum Verständnis, aber ich kann heute wesentlich freier und offener mit meinem Leben und meinen Bedürfnissen umgehen, als noch zu der Zeit, als ich es nicht wußte.
Ich denke jeder von uns hat Erlebnisse in seinem Leben gehabt und Erfahrungen, die er nicht gemacht hätte, wenn ihn nicht jemand anderer darauf gestossen hätte.
Wer den Zettel nicht lesen will, soll es lassen, dann soll er zusammen mit den Zetteln vom Pizzadienst oder der ortansässigen Fusspflege im Mülleimer verschwinden. Die Leute, die interessiert sind und mit offenen Augen durch die Welt gehen, werden den Zettel lesen und erst dann ihre Entscheidung treffen.
Wenn sich also niemand an der Öffentlichkeitsarbeit beteiligen möchte, auch gut. Bisher haben Michael und ich viele Vorschläge bekommen, was man tun könnte oder was man lassen sollte, komischerweise hat sich aber niemand zur Mitarbeit veranlasst gefühlt........
Einen Kommentar abzugeben oder was schlecht zu machen, können wir alle. Für ein bestimmtes Ziel zu arbeiten, das können anscheinend leider die Wenigsten.
Aber jeder so wie er mag. Die Ideen mit dem Aushängen von Informationszetteln in gewissen Instituten und Geschäften werde ich aber aufgreifen und mir zu Nutze machen. Vielen Dank...:-))
Euch allen ein schönes Wochenende
Connemara
Da "vom Winde verweht durch Forensoftwareumstellung", hier nochmal der Flyer von Michaels Homepage als Anhang.
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