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Clown
12.03.2006, 18:49
Griechisches Gleichgewicht im
dynamischen Gegensatz

Heraklit benannte die gegenstrebige Spannung von Bogen und Leier mit „palintropos harmoniae“. Die Gegenstrebigkeit der Gedanken, auch: das Verrücktsein, hieß bei den Griechen „palintropos noema“.

Der griechische Handwerker, wenn er zwei Werkstücke in die richtige Position zueinander festhalten wollte, benutzte hierfür eine KLEMME, eine HARMONIA.

Harmonia hieß auch die Göttin, die auf ihrem Brautzug vor ihrem Wagen ein wildes und ein zahmes Tier friedlich-dyna*misch zusammenspannte.

Die jüngste Charis, Aglaia, die Zierde, soll die Frau des Schmiedes Hephaistos gewesen sein: "charis" bedeutet auch den Liebreiz der Kunst.

Homer erzählt, Aphrodite selbst, die Göttin der Liebe, sei die Gattin des Hephaistos gewesen. Einmal habe der Kriegsgott Ares Hephaistos mit Aphrodite betrogen.

Aber Hephaistos schmiedete ein spinnenfeines Netz aus Metall, in dem das Liebespaar gefangen wurde. Die Götter kamen, und sahen die Ehebrecher. Bis zu den Menschen drang das herzsprengende Götter-Gelächter.

Hephaistos bedeutet auch schlechthin: das Feuer. Hephaistos war ein unerwünschtes Kind. Seine Mutter Hera verleugnete ihn. Sie hatte ihn geboren, als sie mit Zeus noch heimlich im Liebesacker lag. Ihr Sohn wurde mit lahmen Füßen geboren.

Schon erwachsen und ein zauberkundiger Schmied, sollte Hephaistos seiner Mutter Hera einen Thron bauen. Als das Wunderwerk fertig war, bestieg Hera stolz das prunkvolle Stück. Aber es hob sich in die Höhe wie ein Feuerstuhl. Keiner konnte Hera und ihren Thron auf die Erde zurück*bringen. Hephaistos, den man um Hilfe rief, antwortete: Ich habe keine Mutter.

Erst Dionysos, der Hephaistos mit Wein, den er noch nicht kannte, betrunken machte, konnte ihn auf den Olymp holen.

Wildsoul
12.03.2006, 19:37
Griechisches Gleichgewicht im
dynamischen GegensatzHarmonia hieß auch die Göttin, die auf ihrem Brautzug vor ihrem Wagen ein wildes und ein zahmes Tier friedlich-dyna*misch zusammenspannte.

Harmon(e)ia, Göttin der Eintracht war ausserdem die Tochter von Aphrodite, Göttin der Liebe und Ares, Gott des Krieges. (Und auch noch die Schwester von Eros/Amor, der mit einem Kriegswerkzeug (Pfeil und Bogen) die Menschen verliebt machte, von Deimos (Schrecken) und Phobos (Furcht) und Anteros, Gott der verschmähten Liebe.)

:cool:

Wildsoul

Clown
12.03.2006, 19:42
Lexikon
Barbara G. Walker - Das geheime Wissen der Frauen
Hrsg Dagmar Kreye
1983, New York - The Woman's Encyclopedia of Myths and Secrets

Maske
Offizielles Wort für eine Hexe für die Kirche ist = masca.
maskim bei den Sumerern, schon skand. für Maske = grim
Odin trug den Namen der Maskierte, grimnir.
Zauberhelme = Hildegrim, Helkappe, Tarnkappe oder Cap of darkness. Mutter Hel (Hilde) gab den Zauberhelm ihren Lieblingshelden.
Machte unsichtbar. Man konnte die Rosengärten des Paradieses betreten. Wie der Herr des Todes konnte sich der Träger der Maske selbst re-inkarnieren. Hels fester Gemahl war Grim.
Hades, der Herr des Todes, trug eine Maske aus Hundefell gefertigt.
In Frankreich war der Herr des Todes im Frankreich des Mittelalters = Macabre, der grimmige Schnitter, also der maskierte Schnitter, der seine Sense benutzte, um die Seelen zu mähen.
Er tanzte den danse macabre, den Totentanz.
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Mater Matuta
Die Mutter der Morgendämmerung. Geburtsgöttin. sie gebiert Tag für Tag aufs neue die Sonne. Gr. Eos, Hebe oder Ilithyia.
Äg. = Matet, das heißt Wachsum, oder Werden in Stärke.
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Tantrismus
Yoni-Verehrung. Sexualkult, frauenzentriert.
Sekte. Die Mitglieder hießen Vratyas, später devadasis, heilige Tempelhuren.
spätere Schriften = Tantras.
Wenn der Gott Shiva und die Göttin Shakti-Kali sich vereinigen, so gilt hierfür das Symbol die Lingam-Yoni.
Grundgedanke. Der Mann erlangt seine spirituelle Energie erst durch sexuelle Vereinigung mit der Frau. Denn die Spiritualität ist nur bei den Frauen.
Grundprinzip Geschlechtsverkehr ohne den Orgasmus des Mannes.
= maithuna, lat. coiltus reservatus.
Der Mann soll nicht ejakulieren, sondern seine Kraft behalten und sammeln. Er soll beim Orgasmus der Frau mit seinem Penis die Feuchtigkeit der Frau in sich aufnehmen und den Geschlechtsverkehr auf viele Stunden ausdehnen. So konnte der Mann wie Shiva werden.
Denn Shiva war der Gott, der sich in ständiger Vereinigung mit seiner Göttin befand.
om mani padme hum, das Juwel (Penis) im Lotos (Vulva)

Viele Buddhisten lehnen die weibliche Welt ab. Eine tantrische Sekte sagt: Der Buddha-Geist wohnt in der Vulva. (Quelle Campbell, Or. M. 352)

Im Islam lebte der Tantrismus in den Sufis. arab. Verzückung = fana. die Verzückung ist nur mit einer Feen-Geliebten, einer pir (Peri) zu erreichen. Sie hieß auch "Geist auf dem Weg" = Fravashi. (Quelle Vullough, 112)
Fana, die Verzückung, bedeutet im Sufismus die Auslschung der ich-haften Grenzen im Zustand der Einung mit Gott.
In der Fana kann ein Mann die größere volle Hingabe erreichen. Von dieser Hingabe heißt es, sie ginge über Gott hinaus bis hin zur Realisierung der endgültigen Leere, die selbst die Götter verschlinge. (Quelle Campbell, Oc. M. )
Grühe gnostische Christen kannten den Tantrismus. sie nannten ihn Shaktismus, den Shakti-Weg.
Plotin stellte das Fortschreiten des Geistes bis hin um Unaussprechlichen dem Anblick einer wunderschönen Frau gleich.

Sophia. Verehrt von Ophiten und Montanisten.
Der weibliche heilige Geist.
Die Shakti Gottes. [jüdisch-kabbalistische Variante = Schechina ]
Ihr Ritus ist die Geistliche Hochzeit.
Wer als Mann den Orgasmus vermied, konnte sich der Nacktheit, dem Zusammensein, der Promiskuität hingeben, ohne zu sündigen. Ein kopulierender Heiliger.

Die Sufi-Mystik überlebte in der Tradition der Troubadours.
Stichwort Minnesang
Tristan gibt sich gebenüber Isolde als Tantris aus!
Die Liebe ohne Orgasmus des Mannes wurde DRUDARIA genannt.
Auitamichristo, Helf Gott wird den Niesenden zugerufen, diese Formel gilt dem Sterbenden, der seine Seele freigibt. Die Hindus, wenn einer niest, schnipsen mit den Fingern, damit - husch-husch, die Seele vom offenen Mund an ihren angestammten Ort - die Kehle - zurückgescheucht wird.
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Hephaistos war der Gott des Blitzes, der vom Himmel fiel. Seine Mutter Hera gebar ihn ohne männliches Zutun.
Apollon und die Schlange Python waren Zwillinge. Die heiligen Könige von Delphi töteten immer ihre Vorgänger und setzten sie im steinernen Omphalos bei, wo Pythia sa, um mit den Orakelgeistern Kontakt aufzunehmen. Viele unterirdische Orakelgötter haben Schlangengestalt, Apollon, die schwarze Sonne, Sata, Thot, Typhon, Ouroborss, Okeanos, Hermes.
Omphale = lydischer Name für die göttin des Mittelpunktes. Omphalos, der Nabelstein, er bezeichnet den Mittelpunkt des Weltschoßes. Omphale, Königin von Lydien, zwang Herakles zur Arbeit am Spinnrad.
Omphale verkörpert die Große Göttin als Verzehrerin der Sonnenkönige.
Wie Anna Perenna auch eine Mutter der Zeit.
Artemis war anfangs Herrin ihres Bruders Apollon. Sie wurde manchmal in einem heiligen Nabelstein verkörpert und trug deshalb den Titel Omphale.
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Dreieck
das Urbild des Lebens, als weibliches Dreieck. tantrismus.
Als Kali-Yantra stand es für die Kali als cunti.
Als Yoni-Ayntra bekannt oder als Zeichen der Vulva.
Äg. Hyroglyphe Zeichen Dreieck für Frau.
Zigeuner brachten aus Hindustan das Dreieck als Zeichen für Frau mit.
Griechisch stand im heiligen Alphabet das Delta oder Dreieck für die Heilige tür, die Vulva der all-Mutter Demeter (Mutter Delta).

Die archaische Göttin in Ägypten der ersten Mutter-Stadt, Memphis, war eine jungfräulige Mondgöttin. Sie hieß Men-Nefer. sie wurde durch das Dreieck dargestellt.

Das Dreieck ist ein Zeichen der weiblichen Dreieinigkeit.

Ziel der Dreieck-Verehrung (Yantra-Verehrung) ist, die Einheit mit der Mutter des Universums zu erlasngen, und zwar in ihrer Gestalt als Geist, Leben und Materie. Dies ist die Vorbereitung auf die yogische Vereingung mit ihrer wahren Gestalt, - dem reinen Bewutsein. Quelle Woodroffe, 428.

Den Gnostikern bedeutete das Dreieck den kreativen Intellekt. Quelle Koch, 8f, 54.

Die sakrale Kunst des Ostens hat als das bedeutendste Ornament das Dreieck. Das Dreieck ist das Zeichen der Göttin. Kali-Yantra oder das Urbild.

Ein weibliches Dreieck mit einem Punkt (oder bindu), dem Funken des Lebens, in der Mitte, stand für die genitale Kraft, mit der die Göttin Leben erschaffen konnte.

Die 21 bezifferten Tarot-Trümpfe erscheinen wie geschaffen für die Form dess YANTRA. Sieben Karten auf jeder Seite des Dreiecks. Der un-numerierte Narr als BINDU in seiner Mitte.

Die Form des Dreiecks war Zigeunerinnen sehr geläufig, weil sie verstanden, da das Dreieck für "weiblich" stand und daß die Göttin die dreifaltige Herrscherin des Schicksals war.

Der Narr ist das Symbol des neugeborenen Kindes, das seine Lebensreise antritt.

angie
13.03.2006, 08:28
Clown, im gleichen Buch - Das geheime Wissen der Frau - habe ich auch etwas über das Hexagramm gefunden:

"Der wirkliche Ursprung des Hexagramms lag im tantrischen Hinduismus, bei dem es für die Vereinigung der Geschlechter stand. Das nach unten weisende Dreieck symbolisierte das schon vor der Erschaffung des Universums existierende weibliche Urbild oder Yoni Yantra. Im Laufe der unendlichen Zeit empfing die Göttin in ihrem Dreieck einen Lebensfunken, den bindu, der schließlich geboren wurde und sich zu einem Mann entwickelte. Sein Symbol war das aufrecht zeigende Dreieck. Er vereinigte sich mit seiner Mutter zu dem Ur-Androgyn. Das Zeichen dieser Vereinigung war ein Hexagramm, das sogenannte Shri Yantra oder Große Yantra. Das nach unten weisende Dreieck ist ein Symbol des Weiblichen, der Yoni entsprechend

Yoni: Vulva, Mittelpunkt der religiösen Verehrung im Tantrismus. Als Verkörperung der Yoni trug die Göttin Kali den Titel Cunti oder Kunda, aus dessen Stammwurzel sich in fast allen indoeuropäischen Sprachen sinnverwandte Wörter gebildet haben.......Das Yoni-Yantra oder Dreieck galt als das Urbild, das die große Mutter als Quelle allen Lebens darstellte. Das geometrische Yantra-Symbol versinnbildlichte den in der Vulva der Göttin liegenden Brennpunkt ihrer göttlichen Energie und wurde ebenso stark verehrt, wie das Kreuz bei den ChristInnen.

Als Personifikation des großen Yantra galt die Bindumati „Mutter des Bindus“, die in den Mythen als göttliche Hure erschien. Sie beherrschte die Naturgewalten. Mit ihrer magischen Kraft gebot sie über die Stürme und konnte das Strömen der Flüsse anhalten – eine Wundertat, die auf mehrere ägyptische Heilige und später auf Mose übertragen wurde.
Aus dem tantrischen Hexagramm der beiden Geschlechter entstand eine jüdische Glaubensströmung, in der die Sexualität verehrt wurde. Diese Strömung war sowohl mit mittelalterlichen Kabbala verknüpft als auch mit jener rabbinischen Überlieferung, nach der in der Bundeslade nebst den Gesetzestafeln ein Bild gelegen sein soll, das einen Mann und ein Weib in inniger Umarmung, in Hexagrammform zeigten.

Die Grundannahme der Kabbala war, dass alle Übel der Welt aus dem Verlust der Verbindung Gottes mit seiner weiblichen Ergänzung der Schechina, stammen, einer Version der Shakti .Gott ist in Bruchstücken vorhanden, und nur die Schechina hat die Kraft „Gott wieder zusammenzusetzen“.

Das oben genannte Buch ist wirklich eine fulminante Quelle mit einer geballten Ladung Energie.

Die folgenden Symbol-Erläuterungen stammen aus einer anderen Quelle:

"Sechsstern. Ein sechszackiger Stern aus zwei ineinander geschobenenen gleichschenkligen Dreiecken. In vielen alten Kulturen stand (steht) das Hexagramm in hohem Ansehen. Als traditionelle Deutung gibt BIEDERMANN die Zusammensetzung des Hexagramms aus den Symbolen für Feuer (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/elemente/feuer.htm) und Wasser (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/elemente/wasser.htm) an. Feuer (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/elemente/feuer.htm) steht dabei für das männliche, Wasser (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/elemente/wasser.htm) für das weibliche Prinzip, das Hexagramm steht für das Dualsystem in geschlossener Harmonie (Lexikon der Symbole (http://www.dasschwarzenetz.de/x.php3?X=Bu&A=101), S. 188).
Nach hinduistischem System hat der Körper des Menschen sieben Energiezentren. Das Symbol für das mittlere dieser Chakren beinhaltet ein Hexagramm. Es wird das Herz-Chakra genannt und in ihm berühren sich Himmel und Erde, ein Symbol für die Urkraft des Universums, der Liebe.
Das Hexagramm ist in diesem Sinne aus zwei Dreiecken zusammengesetzt, das untere, das außerdem Symbol der Erde ist steigt mit seiner Spitze in den Himmel empor, während dieser, symbolisiert durch das kopfstehende Dreieck, in die Erde dringt.
Solche Vorstellungen finden sich auch in Schöpfungsberichten, sei es in der Bibel der aus Lehm (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/alchemie/lehm.htm) (Erde (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/elemente/erde.htm)) geschaffene und vom Hauch Gottes (Luft (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/elemente/luft.htm)) belebte Adam (http://www.sungaya.de/schwarz/juden/adam.htm) (1. Mose 2,7) oder der aus den von den Feuern (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/elemente/feuer.htm) Muspelheims (http://www.sungaya.de/schwarz/germanen/muspell.htm) geschmolzenen Eiswassern (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/elemente/wasser.htm) Eliwagars (http://www.sungaya.de/schwarz/germanen/elivagar.htm) enstandene Urriese Ymir (http://www.sungaya.de/schwarz/germanen/ymir.htm) der nordischen Überlieferung (Edda (http://www.sungaya.de/schwarz/germanen/edda.htm)).
In Erweiterung dieser oder jener Ansicht läßt sich das Hexagramm (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/symbole/hexagramm.htm) auch aus allen vier Elementensymbolen zusammensetzen.
http://www.sungaya.de/schwarz/bilder/ssiegelkr.jpg
Siegel Salomos
Eine bekannte Form des Hexagramms ist das „Siegel Salomos (http://www.sungaya.de/schwarz/juden/salomo.htm)”, das in der Zauberei (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/zukunft/zukunft.htm) als mächtiges magisches Symbol hochgeschätzt ist. Denn mit dem Hexagramm, in dessen Mitte der Gottesname (Tetragrammaton) stand, beschwor Salomon (http://www.sungaya.de/schwarz/juden/salomo.htm) Engel (http://www.sungaya.de/schwarz/christen/engel.htm) und Dämonen (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/daemon.htm). Wohl zum Schutz vor der Kraft des Symbols ist es häufig in einen magischen Kreis (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/hexerei/magischerkreis.htm) eingeschlossen.
Das Hexagramm ist heute Bestandteil der Flagge des Staates Israel (Davidsstern oder Zionsstern), als roter Stern auf weißem Grund Symbol der jüdischen Krankenhilfeorganisation (vgl. Rotes Kreuz, Roter Halbmond).
Früher stand dieses Symbol für das Bierbrauen (http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/gewerke/brauer.htm). Die sechs Zacken symbolisierten für die drei am Brauen beteiligten Elemente Feuer, Wasser und Luft sowie die Zutaten Wasser, Malz und Hopfen. (LINK (http://www.zoigl.de/Kommunbrauer/zoiglstern.html))"

angie
13.03.2006, 22:34
Köln, Römisch-Germanisches Museum


Der Pfauhahn
Eros auf einem Löwen
Ente
Sittiche vor einem mit Gartengeräten beladenen Wagen
Das Panthermädchen mit dem blauen Halsband
Familienidylle: Satyr, flötenspielende Mänade und Satyrkind


Details aus dem Dionysos - Mosaik 3.Jh.n.Chr

Gesamtmaß des Mosaiks: 7 mal 10,5 m

Clown
17.11.2006, 23:16
Eris ist die Göttin der Zwietracht, des Streits. Ich hänge ein Bild an.

angie
22.12.2006, 22:38
Ich habe mal nachgeschaut, wer denn Eris (http://www.mythologica.de/eris.htm) nun eigentlich war, und bin auf folgendes gestoßen:

"Eris, die Göttin der Zwietracht, ist eine Tochter der Nyx (http://www.mythologica.de/nyx.htm) oder von Hera (http://www.mythologica.de/hera.htm) und Zeus (http://www.mythologica.de/zeus.htm). In der letzteren Version ist sie Schwester von Ares (http://www.mythologica.de/ares.htm) und Enio (http://www.mythologica.de/enio.htm).
Als Peleus (http://www.mythologica.de/peleus.htm) und Thetis (http://www.mythologica.de/thetis.htm) ihre Hochzeit feierten, nahmen alle olympischen Götter daran teil. Nur Eris wurde vergessen. Die Göttin der Zwietracht brach deswegen in Wut aus und ihre Rache hatte verherrende Folgen in der ganzen hellenischen Welt. Heimlich warf sie unter die Anwesenden einen goldenen Apfel, der die zweideutige Aufschrift Der Schönsten trug. Es entstand sofort Streit zwischen Athena (http://www.mythologica.de/athena.htm), Hera und Aphrodite (http://www.mythologica.de/aphrodit.htm), den Paris (http://www.mythologica.de/paris.htm) entscheiden sollte.
Aphrodite erhielt den Apfel nach der Zusicherung, Paris bei der Gewinnung der Helene (http://www.mythologica.de/helene.htm) zu helfen. Der Richterspruch wurde mittelbar der Anlaß zum Trojanischen Krieg."

Das erinnert mich doch sehr an unser Märchen "Dornröschen" Die 13. Fee wurde vergessen und nicht zur Taufe des Kindes eingeladen. Sie rächte sich bitter - smile!

Digger
02.02.2007, 23:18
Der philosophisch - religiöse Begriff Titanismus bezeichnet den Glauben alles beherrschen, unendliche Perfektion erreichen, und allem auf den Grund gehen zu können.

Die Titanen sind demnach Willensträger und Urheber der Menschheitsgeschichte bzw. im weiteren Sinne der kosmischen Geschichte.

Durch ihre olympischen Söhne und der listigen, vielfach betrogene Gattin Zeus´, Hera, wurden die Titanen von der Macht über die Welt abgelöst, und in den Tartaros geworfen. Sie waren nun in ihrem Wirkungsbereich eingeschränkt, blieben aber trotzdem urgewaltige Seinsmächte, mit denen die Götter des Olymp immerzu rechnen mußten. Hera überredete die Titanen ihren bastardischen Enkel Dionysos Zagreus, Sohn von Zeus und Persephone, also das Einheitsbewußtsein(!), zu zerreißen.

Auf Heras Befehl machten Titanen Zagreus ausfindig und versuchten, diesen aus seiner bewachten Höhle zu locken, um ihn zu töten. Zuerst versprachen sie ihm Äpfel, welche es ihm ermöglichen sollten, die Gestalt einer Frau anzunehmen. Weiters versprachen sie ihm die Gabe Tierlaute zu verstehen. Zagreus ließ sich aber erst vom dritten Geschenk, einem Spiegel, aus der Höhle locken. Zagreus, welcher es vermochte, sich jederzeit in Tiergestalten zu verwandeln, vergaß beeindruckt von seinem Spiegelbild die Vorsicht, worauf die Titanen sich auf ihn stürzten. Zagreus verwandelte sich im Kampf gegen die Titanen in einen Löwen und anschließend in einen Stier, unterlag diesen jedoch.

Er wurde von ihnen in sieben Teile zerissen, in einem Kessel, der auf einem Dreifuß stand gekocht, über dem Feuer gebraten und verschlungen.

Doch die Hörner des gebratenen Kindes erinnern daran, daß es sich um ein geopfertes Zicklein oder Kälbchen handelt, dessen Leiden denen des Gottes sich genau entsprachen.

Über diesen Frevel erzürnt erschlug der Göttervater Zeus mit seinen Blitzen die Titanen, welche zu Staub zerfielen.

Der Staub der Titanen vermischte sich im Regen mit den übrig gebliebenen Resten des verspeisten Zagreus und bildete eine eigenartige, schlammige Masse. Aus diesem göttlichen Schlamm formte Prometheus den Menschen, welcher eine gute und eine schlechte Seite aufweist, genauso wie der Schlamm, der aus einer Mischung des göttlichen, guten und reinen Zagreus und der schlechten und unreinen Titanen besteht.

Nach Meinung der Orphiker konnte man durch Reinigung und Initiationen das titanische Element verlieren und ein Dionysos (http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysos) (ein ins Leben zurückgekehrter Zagreus) werden. :)


Auf die Zeit der Gemeinsamkeit von Göttern und Menschen erfolgt eine Scheidung zwischen ihnen, die doch ursprünglich eines Stammes waren, von einer Mutter, der Mutter Erde. Die Einheit von Gott und Mensch war vorbei. Die Verbindung zwischen ihnen muß von da an im Opferdienst gesucht werden.

Hervorhebungen von mir.

Quelle 1 (http://de.wikipedia.org/wiki/Titanismus)
Quelle 2 (http://de.wikipedia.org/wiki/Zagreus)

Flora
13.06.2007, 16:51
Danke, Clown, für den Text (hier Dein Eingangspost).
Ich habe mal eine "Deutung" der Geschichte von Aphrodite, Hephaistos und Ares versucht.

Weibliche Schönheit, sinnliche Begierde (Aphrodite) hat sich mit Feuer und Kraft (Hephaistos) vereinigt. Die Göttliche hat sich mit dem von den Göttern verstoßenen, dem Ungeliebten, Ungewollten, Lahmen, Häßlichen vermählt. Gegensätze werden sehr deutlich, Überlegenheit, Unterlegenheit. Die Liebe kann die Mängel nicht ausgleichen, kann durch Zwang nicht zusammengehalten werden.

Es braucht Aggression, Männlichkeit in Auftreten und äußeren Attributen (Ares). Für den, der sich ewig zurückgesetzt fühlt, wird es bedrohlich, sobald Aggression ins Spiel kommt. Die Angst, die Liebe an einen anderen, attraktiveren zu verlieren. Das ruft Rachegelüste hervor, den Drang, zu beschämen und zu verspotten vor aller Öffentlichkeit. Mit Zwang und Kraft soll die Liebe festgehalten werden. Sie entgleitet doch, der Spott der anderen und die Niederlage sind gewiß.

Aggression, Durchsetzungskraft, Kämpfenkönnen, auch offene Furcht verbindet sich dauerhaft mit Liebe und Sinnlichkeit. Harmonie entsteht im Ausgleich der wilden und der zarten Anteile beider, nicht im zwanghaften Niederhalten, Festhaltenwollen. Die Liebe pflanzt sich immer wieder fort. Manchmal verbunden mit Furcht davor, keine Erwiderung zu erhalten, dann wieder im Gleichklang, im immer neuen Stiften von liebevollen Gefühlen.

Zur Tragik des Hephaistos:
Das lange ungeliebte und ungewollte Kind mit den körperlichen Makeln, unübersehbar, erhält von der Mutter keine Liebe. Sie, die sich selbst ständig betrogen sieht, sich unverstanden fühlt, eifersüchtig ist, reagiert nicht auf das Kind. Obgleich das Kind die Mutter anbetet, sie auf einen Thron setzt, entweicht sie ihm. Kein anderer konnte helfen. Die Mutter war unerreichbar für das Kind, verleugnet es.

Erst als der, der sich selbst als abgelehnt, häßlich und zurückgewiesen sieht, von seinem Wunsch, eine Mutter zu haben, abläßt, sagt: Ich habe keine Mutter, realisiert, verändert sich etwas. Er lernt die Lebensfreude kennen und läßt sie zu, läßt sich vom Sinnenrausch trunken machen. Erst da wird er gleich den anderen, die er anbetet. Sein Neid kann verschwinden, weil er den anderen gleich wird und deren Wertschätzung erhält.

Flora

Emilia
13.06.2007, 21:49
Angie, ich hab gerade andächtig die Mosaike bewundert... :)

angie
13.06.2007, 22:07
Angie, ich hab gerade andächtig die Mosaike bewundert... :)

Ja Emilia, sie sind wunderschön, stammen zwar von den Römern, aber dennoch. Ich gehe mindestens zweimal die Woche am Römisch-Germanischen Museum vorbei und werfe von außen einen Blick auf dieses herrliche Mosaik. :)

angie
17.09.2008, 20:58
Sisyphus , lateinisch (griechisch Sisyphos), dem griechischen Sagenkreis nach ein Sohn des thessalischen Königs Äolus, Gründer und erster König der Stadt Korinth, des alten Ephyra.

Es wird berichtet, dass Sisyphus sehr schlau war und sogar den Tod (* Thanatos) (https://freemailng6301.web.de/jump.htm?goto=http%3A%2F%2Fwww.beyars.com%2Fkunstl exikon%2Flexikon_8978.html) überlistete und fesselte. Nachdem dieser von * Ares (https://freemailng6301.web.de/jump.htm?goto=http%3A%2F%2Fwww.beyars.com%2Fkunstl exikon%2Flexikon_598.html) befreit worden war und Sisyphus den Weg in die Unterwelt antreten musste, gelang es ihm, auch * Hades (https://freemailng6301.web.de/jump.htm?goto=http%3A%2F%2Fwww.beyars.com%2Fkunstl exikon%2Flexikon_3766.html) zu hintergehen. Als Strafe für seine Betrügereien wurde Sisyphus dazu verurteilt, in der Unterwelt einen schweren Stein einen Berg hinaufzuwälzen, der aber immer wieder, knapp vor Erreichen des Gipfels, zurückrollte. Auf diese Sage Bezug nehmend, wird eine mühevolle Tätigkeit, die zu keinem Erfolg führt, "Sisyphusarbeit" genannt.

Weniger bekannt ist die Sagenvariante, nach der Sisyphus aus Rache, dass Autolykos seine Rinder gestohlen hatte, dessen Tochter Antikleia vergewaltigte und dabei * Odysseus (https://freemailng6301.web.de/jump.htm?goto=http%3A%2F%2Fwww.beyars.com%2Fkunstl exikon%2Flexikon_6445.html) zeugte. (Üblicherweise werden Antikleia und Laertes als Eltern des Helden angeführt.)

enfant de la lune
17.09.2008, 22:07
Ich mag die Deutung nach Albert Camus:
"Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen..."

Frankster_70
17.09.2008, 23:25
Mal als relativ spontane, undurchdachte Deutung in den Raum geworfen:

Kann die Verherrlichung des weiblichen Prinzips in den verschiedenen Mythologien nicht ganz plump der Versuch sein, Frauen eine mystische Macht und/oder Bedeutung einzureden, die sie nicht haben, um sie davon abzulenken, dass sie in fast allen dieser Kulturen keine politische, weltliche Macht besaßen? Und liegt die Tragik von Hepheistos / Aphrodite nicht eher darin, dass Frauen das tatsächlich geglaubt haben und offenbar bis heute tun?

Die meisten Mythen entstehen doch vor einem religiösen Hintergrund - und Religionen entstehen imho, um weltliche Macht über andere zu gewinnen ...

Nur mal so als Frage und kontroverse Diskussionsgrundlage ...

Clown
18.09.2008, 10:18
Wie soll, der über himmelblauen Kies
sich mit den Nymphen drehte, leicht,
nicht denken, dass ein Pfeil der Artemis
im Wald noch irrt und ihn zuletzt erreicht?

(Paul Celan)

angie
18.09.2008, 19:25
Mal als relativ spontane, undurchdachte Deutung in den Raum geworfen:

Kann die Verherrlichung des weiblichen Prinzips in den verschiedenen Mythologien nicht ganz plump der Versuch sein, Frauen eine mystische Macht und/oder Bedeutung einzureden, die sie nicht haben, um sie davon abzulenken, dass sie in fast allen dieser Kulturen keine politische, weltliche Macht besaßen? Und liegt die Tragik von Hepheistos / Aphrodite nicht eher darin, dass Frauen das tatsächlich geglaubt haben und offenbar bis heute tun?

Die meisten Mythen entstehen doch vor einem religiösen Hintergrund - und Religionen entstehen imho, um weltliche Macht über andere zu gewinnen ...

Nur mal so als Frage und kontroverse Diskussionsgrundlage ...

Ich denke, Mythen sind entstanden, weil Menschen sich die Welt erklären wollten.
Ich glaube auch nicht, dass Frauen sich selbst und ihre Fähigkeiten verherrlichen, nur weil ihnen das jemand einreden möchte, um sie von ihrer eigentlichen Machtlosigkeit abzulenken. So dumm sind die Frauen nicht, denn dann wären sie nicht da, wo sie inzwischen sind. Außerdem sind Frauen in der Regel den elementaren Dingen des Lebens innig verbunden, also bodenständig.
Ich glaube, dass Mythen Frauen besondere Macht zu sprechen, weil sie ein Kind gebären und stillen können, und weil das Geheimnis dieser lebensspendenden und lebenserhaltenen Vorgänge zu der Zeit, als die Mythen entstanden, noch nicht enträtselt war

Frankster_70
21.09.2008, 23:18
Hallo Angie - hmm, ich hatte mit mehr und vehementerem Widerstand gerechnet... ;) Offen gesagt ist diese Idee nicht von mir, sondern von einer feministischen Journalistin, über deren Blog ich zufällig bei der Suche nach etwas ganz anderem gestolpert bin. Und ebensowenig, wie ich mich in diesem Blog wohlgefühlt habe, würde ich diese These vorbehaltlos unterschreiben. Allerdings auch nicht die, "Frauen seien in der Regel den elementaren Dingen des Lebens innig verbunden, also bodenständig" ... ;)

In dem Blog war es nicht direkt auf Mystik bezogen, sondern eher auf eine "moralische und spirituelle Überlegenheit, die Frauen sich einreden (haben lassen), um von ihrer tatsächlichen Machtlosigkeit abzulenken" (oder so ähnlich) - ich habe es einfach auf die Mystik übertragen, weil ich meinte, einen Hinweis darauf in einer der Deutungen hier wiederzufinden ... Ich hatte auf eine sinnstiftende Diskussion gehofft, weil ich finde, dass der Gedanke nicht ganz aus der Luft gegriffen ist, ich aber auch im Moment keine Zeit habe, mich damit länger zu beschäftigen.
Schade, dass sich das nicht ergeben hat, aber danke für eure Meinungen!

angie
24.09.2008, 21:08
ohne Zweifel, aber ich denkle, es ist an einer anderen Stelle im Forum besser augehoben. :)

Tarantl
26.10.2008, 23:27
Ich finde, dass die griechische Mythologie sehr tiefgründig und interessant ist. Bei weitem interessanter, als die meisten anderen Mythologien, denn es steckt einfach so viel dahinter. Vielleicht liegts auch daran, dass ich die anderen nicht ganz so genau aufs Detail kenne...;-)
Alles Liebe,
Roxanne

Clown
19.11.2008, 18:31
Roxanne, abweichend vom Thema (die Griechen) hier einmal ein Hinweis auf eine Geheimlehre.
Die Alchemie ist die Chemie des Mittelalters. Die Alchemisten suchten den „Stein der Weisen". Durch geduldiges Ausprobieren, Vergleichen und Beobachten erlernten sie aber beispielsweise auch, wie man Glas herstellt oder Metalle aus den Erzen gewinnt und zu nutzbaren Legierungen verarbeitet. Die Alchemisten mußten ihre Experimente mit größter Vorsicht betreiben. Alchemie galt als heidnische und unchristliche Wissenschaft.
Die alchymische Hochzeit ist der Höhepunkt der geheimnisvollen chemischen Verwandlungen. Es ist aber in einer Geheimlehre etwas höchst Geistiges. So hat der Engländer John Dee, Mathematiker, geglaubt, die Sphäre über den Himmeln mit Hilfe der Engel, mit denen er durch mathematische Komputationen in verbund trat, zu enträtseln. Das entsprach kabbalistischer Tradition. Dee vereinte Magia, Cabala und Alchymia, wie man sagte. Dee verliess Engalnd 1583 und ging nach Europa, wirkte in Boehmen, wo die Winterkönig Friedrich (Kurfürst der Pfalz) und die Winterkönigin (engl. Königstochter) so kurz regierten, 1620. Das Buch von der Chymischen Hochzeit wurde 1616 geschrieben. Der volle Titel lautet Chymischen Hochzeit Christiani Rosencreutz. Die Rosenkreuzer, esoterischer internationaler Bruderorden, entwickelte sich in Deutschland nach der Veröffentlichung der Chymischen Hochzeit und der Schriften Fama Fraternitatis und Confessio fraternitatis. Verfasser sind der Theologe und Dichter Johann Valentin Andreä und seine Freunde. Das Symbol der Rosenkreuzer ist die Verbindung von Rose und Kreuz.

Clown
21.11.2008, 16:27
Der griechische Gott Dionysos war dem Mythos nach von Mainaden umgeben, die dem Gott der Ekstase in wildem Taumel und ausgelassener Lust folgten. Sie waren seine ständigen Begleiterinnen. Böses Unheil traf diejenigen Menschen, welche sich dem ekstatischen Gott in den Weg stellte.
Ekstase und Enthusiasmus
Mit seinen Begleiterinnen, den Mänaden, hat es eine besondere Bewandtnis: Für ihr rauschhaftes, lustvolles Treiben hat das Griechische zwei Begriffe entwickelt, die uns vertraut sind: Ekstase und Enthusiasmus. Ekstase und Enthusiasmus sind eng mit einander verbunden. Doch sie sind nicht identisch.
Ekstase bedeutet so viel wie: Aus sich heraustreten: Ex-stase. Im Kult um Dionysos wird deutlich, dass Ex - stase und nur Ekstase dazu führen kann, dass ein Mensch sich den göttlichen Kräften öffnet. Sich selbst als göttlich zu erleben ist die größte Glück, das einem Menschen erfahren kann: Enthusiasmus, unvorstellbare Freude, Gott-erfülltheit.
Man kann auch sagen, die in wilder Lust tanzenden Mänaden rasen nicht selbst, sondern sie sind von Dionysos erfüllt. Er ist es, der in ihnen voll wilder Lust tanzt. Die Sehnsucht vieler Religionen der Menschheit, die Verschmelzung des Menschen mit seinem Gott ist im Kult des Dionysos das zentrale Thema. Daher ist es kein Wunder, dass sich der Kult des Gott Dionysos mit unwiderstehlicher Macht verbreitete.
Mit Dionysos hat sich in Griechenland ein erstaunlicher Gott entwickelt. Der Gott Dionysos ist nicht nur typisch griechisch, sondern erzählt von der größten Sehnsucht des Menschen auf archetypische Weise. So ist es auch kein Wunder, dass der große Myrhenforscher Joseph Campbell Dionysos als Inbegriff der Mythen der Menschheit gewählt hat.
(online "Die Götter der Welt")

Clown
21.11.2008, 18:25
Die Welt im Zauber. Zuerst war Delphi ein kleines Orakelheiligtum der Erdmutter, bis dann Apollo delphinios, der junge Gott mit dem Delphin einzog. Auch Delos, diese Insel, auf der "nichts" ist, wurde durch sein Heiligtum eine Insel des Orakels und der Schatzhäuser.


Opis und Arge, diese weißarmigen Nordmädchen, kamen mit dem Gott Apoll und seiner Schwester Artemis nach Delos. Auf der heiligen Insel beim Tempeldienst gefiel es ihnen so gut, dass sie blieben. Noch heute opfern die griechischen Mädchen, bevor sie heiraten, auf ihrem Grab, das dort immer noch besteht, eine Haarlocke, indem sie sie um eine Spindel wickeln.

angie
21.11.2008, 21:23
Gern lese ich noch viel mehr von der griechischen Mythologie, Clown.
Du reichst es uns sehr appetitlich in Fingerfood-Größe an. Das macht Lust auf mehr. :)

Echo
24.04.2010, 09:23
Interessante Diskussion, die ihr da führt. Weil dabei auch von Göttinnen die Rede ist (Harmonia, Aphrodite, Sophia, Eris) möchte ich euch auf einer meiner absoluten Lieblingsseiten im weltweiten Netz aufmerksam machen: www.artedea.net.
Dort findet ihr jede Menge Infos zu den erwähnten und auch vielen anderen Göttinnen. Sehr aufschlussreich finde ich auch "Warum "artedea" - oder wozu brauchen wir Göttinnen?" zum Thema Mythenbildung (findet ihr unter "Inspirationen"). Und wenn ihr an Symbolen interessiert seid, dann schaut einmal beim Stichwortverzeichnis unter "Zuständigkeit, Attributen, Eigenschaften".
Alles Liebe
wünscht euch
Echo

Clown
24.04.2010, 09:52
Wie soll, der über himmelblauen Kies
sich mit den Nymphen drehte, leicht,
nicht denken, dass ein Pfeil der Artemis
im Wald noch irrt und ihn zuletzt erreicht?

(Paul Celan)