Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Geld braucht man (wirklich) zum Leben?
glasperlenspielerin
14.08.2004, 12:32
ich hatte ja vor ner zeit einen thread ins forum gestellt mit dem titel "liste, von dingen, auf die ihr verzichten könntet.."...-im hintergrund hatte ich damals auch so ein bißchen die frage "was ist wirklich lebensnotwendig?".. ich denke nämlich, daß viele von den alltagsgegenständen/konsumgütern, von denen wir umgeben sind, wirklich unnötig und überflüssig sind.....
jetzt würd ich euch gerne fragen: wieviel geld würde euch reichen, damit ihr das gefühl hättet: es ist wirklich alles da.
ich mache mir da grad so meine gedanken drum........... :rolleyes:
mein ausbildungsgehalt (referendariat) in den nä. beiden jahren nach dem studium wird sowas um 900-1000 euro brutto (KV, miete, monatsticket ÖPNV, arbeitsmittel etc. gehen also noch ab) betragen. ein gehalt, über das sich viele junge referendare sehr beschweren und beklagen.
für mich wird es aber das meiste geld sein, das ich je in meinem leben zur verfügung hatte. für mich persönlich -ich sags ehrlich- sind diese 900 euro brutto oder was traumhafte aussichten. denn: eine ganze wohnung brauch ich gar nicht (ein altbau -WG-zimmer mit gemeinsamer küchen- und badbenutzung würde mir vollkommen genügen, auch wenn ich berufstätig wäre-vorausgesetzt natürlich, man hat die richtigen mitbewohner), ein auto werde ich mir auf keinen fall leisten-auch 2,3 h stunden bahnfahrt inkl. warterei würde ich gut verschmerzen (zumal ich die zeit zum arbeitsplatz wahrscheinlich noch gut nutzen könnte für vorbereitungen u.ä.); unmengen gel dfür kleidung ausgeben, würde mir auch nicht passieren, da ich sehr viel gebraucht (flohmarkt), im schlußverkauf oder bei H&M einkaufe. bleibt nur noch essen: ich kaufe gern preisgünstig-von daher nicht so das problem; allerdings würde ich mir bei dem gehalt dann auch mal obst und gemüse vom markt/bauern oder aus dem bioladen gönnen.
anonsten hoffe ich, daß immer noch etwas geld für musik, bücher (die ich auch oft gebraucht oder im angebot bei amazon kaufe) und ein paar kleinere "luxusartikel" (z.b. mp3-player, ab und zu ein konzertticket, ein sportkurs etc.) übrig bleibt.
etwas würde ich auch immer noch in reserve legen (sofern was ürbig bliebe) für die berühmten "schlechten zeiten" -also z.b. für den fall, daß mir meine zähne ausfallen sollten o.ä. ;)
urlaub vllt alle paar jahre mal-aber dann auch nur camping o.ä. und auch nur inenrhalb von europa (geflogen bin ich noch nie, hätte auch angst davor-wie gut, daß es bei all dem auch noch die umwelt schont :D )
Eiskristallin
14.08.2004, 12:48
900-1000 euro brutto wären auch für mich traumhaft viel. auch ich hab noch nie so viel verdient, nichtmal halb soviel.
glasperlenspielerin
14.08.2004, 12:53
900-1000 euro brutto wären auch für mich traumhaft viel. auch ich hab noch nie so viel verdient, nichtmal halb soviel.
mir ist es auch absolut schleierhaft, daß 90% aller leute und jeder zweite beitrag auf dem referendarsforum sich um das thema "wie komme ich nur mit meinem gehalt aus?" dreht... oft hört man auch so kommentare wie: "hilfeeee! ich habe weniger geld wie als student!´" jetzt kann ich mir keine dreimal die woche mehr essen gehen erlauben!" .. :ichnicht: ich vermute auch ganz stark, daß dies die lehrerkinder sind, die von ihren eltern während des studiums jeden monat 600-800 euro taschengeld in den hintern gesteckt bekommen.
nach meiner eigene kalkulation, müßte ich so mind. 200 euro/monat sogar noch übrig behalten -je nachdem, wo ich die miete zahle (köln oder ruhrgebiet macht sicher nen gewaltigen unterschied) udn wieviel kilometer ich mit der bahn zurücklegen muß.
ahja-auf einen luxus möchte ich auf keinen fall verzichten: meinen internetzugang. :D ..der sollte noch drin sein. lieber würd ich in zerschlissenen klamotten rumlaufen und mich nur noch von aldi-toast ernähren, als nicht mehr ins internet zu können. :lol:
The Sentinel
14.08.2004, 14:00
ahja-auf einen luxus möchte ich auf keinen fall verzichten: meinen internetzugang. ..der sollte noch drin sein. lieber würd ich in zerschlissenen klamotten rumlaufen und mich nur noch von aldi-toast ernähren, als nicht mehr ins internet zu können.
-> So würde es mir auch gehen. Wobei mein Internetzugang dank DSL inzwischen nicht mehr viel kostet.
Es ist immer positiv, wenn man mit wenig Geld auskommen kann. Allerdings gewöhnt man sich auch rasch daran, wenn man mehr Geld zur Verfügung hat. Als Student bin ich manchmal auch mit ca. 750 Euro den ganzen Monat ausgekommen. Mittlerweile habe ich eine Wohnung, die leider nicht ganz billig ist, relativ hohe Abschlagszahlung für Strom, Gewerkschaftsbeitrag, Telefonrechnung und einigen anderen Krimskrams. Oft kommt auch was unvorhergesehens dazu und dann ist es schon gut, wenn man ein bisschen mehr Geld zur Verfügung hat.
Viele FH-Absolventen haben derzeit Gehaltsvorstellungen von 40.000 Euro brutto im Jahr. Und diese Gehälter gibt es auch. Bei ALDI bekommt man z. B. als Trainee ein Jahresgehalt von 54.000 Euro brutto. Dafür darf man dann aber auch ordentlich schuften.
Gruß,
The Sentinel
Hallo Leute,
also Geld spielt schon eine Rolle: Sieht man auch bei meinem Bruder, wie der vor 3 Jahren mal für länger als 1 Jahr arbeitslos war, liefen ihm auch die Freunde weg. Deswegen würde ich schon sagen, das Geld für Menschen sehr wichtig ist. Oder könntet Ihr einen Penner, der nicht viel Geld hat, als Freund haben, dann müssten die Leute ja aus Mitleid denen Geld geben auf der Straße!!
Tendus
augenland
14.08.2004, 22:29
900-1000 euro brutto wären auch für mich traumhaft viel. auch ich hab noch nie so viel verdient, nichtmal halb soviel.
Da ich allein für meine Wohnung warm ca. 700 Euro im Monat blechen muss, käme ich damit wohl nicht hin. :ichnicht: Und so besonders doll ist meine Wohnung nicht. Aber so ist es halt in einer Großstadt, wenn man gute Verbindungen mit den Öffentlichen und trotzdem eine ruhige Lage will.
jetzt würd ich euch gerne fragen: wieviel geld würde euch reichen, damit ihr das gefühl hättet: es ist wirklich alles da.
Mit dem, was ich verdiene, habe ich nicht das Gefühl, dass alles da ist. Ich muss zwar nicht hungern, aber ich muss bei allem, was ich kaufe, schauen, dass ich in einem günstigen Bereich liege. Vor der Euro-Umstellung habe ich nicht darauf achten müssen, wo ich einkaufe und konnte ganz automatisch jeden Monat was sparen. Das geht jetzt nicht mehr.
Damit ich das Gefühl hätte, dass alles da ist, dürfte es also gerne noch ein bisschen mehr sein. ;) Halt so, dass man nicht so viel rechnen muss. ;) ;)
@glasperlenspielerin:
Meiner Meinung nach müßtest du damit auskommen können. Das größte Loch in den Finanzen schlägt meistens das Wohnen inkl. Möbelbeschaffung. Da sparen zahlt sich wirklich aus.
Wieviel ich haben müßte, damit ich alles habe - schwer zu sagen.
Wenn ich von meinen Ausgaben rausrechne Wohnung, Strom, Telefon/Internet, Essen und alles sonstige, was ich bar bezahlt habe - dafür hab ich letztes Jahr ca. 9000.- ausgegeben. (Wobei da sicher auch noch Sparmöglichkeiten da sind.) Dabei hab ich schon ein bißchen aufs Geld geschaut, aber nicht so, daß es streßt.
@Sentinel:
Bei ALDI bekommt man z. B. als Trainee ein Jahresgehalt von 54.000 Euro brutto. Dafür darf man dann aber auch ordentlich schuften.
Allerdings. Das ist die Sorte Job, wo sie einem schon beim Einstellungsgespräch sagen: "Nach diesem Jahr werden Sie krank sein." :eek:
die sägefischin
05.11.2006, 22:35
Hallo Leute,
also Geld spielt schon eine Rolle: Sieht man auch bei meinem Bruder, wie der vor 3 Jahren mal für länger als 1 Jahr arbeitslos war, liefen ihm auch die Freunde weg. Deswegen würde ich schon sagen, das Geld für Menschen sehr wichtig ist. Oder könntet Ihr einen Penner, der nicht viel Geld hat, als Freund haben, dann müssten die Leute ja aus Mitleid denen Geld geben auf der Straße!!
Tendus
sind genau so menschen wie du und ich auch - weiß ja nicht, ob du dich schon mal mit welchen unterhalten hast - ich wohl - und ich bin auf leute getroffen, die jede menge im kopf hatten, absolut keine "dummquassler" oder so, sondern leute, die einfach tierisch viel pech im leben hatten. also keine standesdünkel bitte!
war in meinen jahren, wo ich in köln lebte viel in der bauwagen- und hausbesetzerszene unterwegs - gut, aus der erwägung heraus, daß du im squat in der kalten jahreszeit echt in der kälte sitzt, mangels heizung und warmwasser wäre das nur bedingt was für mich - ok, manche leute schnorren sich schon mal was oder haben sich techniken und strategien der selbstversorgung und selbstorganisation angeeignet - aber: sie kriegen's auch hin - wenn auch u.u. wirklich mühsam! - und sowie ich mit den leuten, mit denen ich intensiven und interessanten kontakt hatte etwas teilen konnte, ohne selber in unverhältnismäßige prekaritäten zu geraten habe ich das getan - und wenn es die sache war, daß ich leute mit ins wohnheim genommen habe, daß die mal warm duschen oder klamotten waschen konnten.
zur ausgangsfrage: ich habe keinen so teuren lebensstil, was sein muß ist gutes essen, dach überm kopf - teure klamotten oder so müssen's nicht sein, man kann auch von und mit second-hand und gebraucht gut leben - unter die 900 € dürfte es bei mir nicht fallen, wenn ich nicht auf meine taz, auf schwimmen, kieser und kulturelles leben verzichten wollte - d.h. mir verblieben in dem fall abzüglich miete noch 500 € fürs dsl, für essen. lektüre, katze, kultur & konzerte .... teuerster posten ist bei mir die miete - die region, wo ich lebe hat einen sehr hohen mietspiegel.
indigoeyes
06.11.2006, 00:47
jetzt würd ich euch gerne fragen: wieviel geld würde euch reichen, damit ihr das gefühl hättet: es ist wirklich alles da.
also, diese frage ist im grunde einfach zu beantworten: so viel, dass ich das gefühl habe, einigermaßen gut leben zu können (was nicht schwelgen im luxus bedeutet) und noch was beiseite legen zu können für "schlechte zeiten", sprich unvorhergesehene größere reparaturen etc.
bei mir nimmt auch im moment die miete den löwenanteil meines zur verfügung stehenden geldes ein - bin ich ja auch vor kurzem in eine größere wohnung gezogen.
klar, in einer kleineren ging es auch oder im WG-zimmer (kenn ich ja beides), aber platz ist für mich momentan der größte luxus, auf den ich nur ungern wieder verzichten möchte.
denn: platz beinhaltet auch mehr möglichkeiten, ordnung zu halten, was für mich und meine psychische gesundheit doch recht wichtig geworden ist.
dafür, um die paar quadratmeter mehr an platz bezahlen zu können, schränke ich mich nun bei anderen dingen ein - eben solche "luxusgüter" wie klamotten, mp3-player, cds, bücher etc.
das einzige, wo ich tendentiell eher mehr geld ausgebe als früher sind lebensmittel, da ich bio-qualität nicht mehr missen möchte. sowohl qualitativ als auch geschmacklich.
gut, klar, wenn es wirklich sein müsste, weiter zurückzuschrauben, würde ich es problemlos in kauf nehmen, mal eine zeit lang nicht im bio-laden einzukaufen. das ist ja gar kein thema.
das einzige, was ich an meiner momentanen finanziellen situation bemängeln muss ist eben, dass nichts groß mehr übrigbleibt, zum beiseite legen.
das heisst, man lebt so mehr oder weniger in der ständigen angst, dass keine größeren reparaturen an haushaltsgegenständen wie pc oder herd oder sowas anfallen, denn das wäre nicht so einfach, da mal schnell ein paar hundert euro abzudrücken, sage ich mal.
jedenfalls: das gemecker wegen 900 euro brutto kann ich nicht verstehen, ich finde, damit kann man sehr gut auskommen. klar, 3 mal die woche essen gehen plus ständige aufwändige reisen etc. sind dann halt nicht andauernd drin, aber da muss man eben prioriäten setzen, ganz klar.
Takatalvi
06.11.2006, 01:00
thema "wie komme ich nur mit meinem gehalt aus?" dreht... oft hört man auch so kommentare wie: "hilfeeee! ich habe weniger geld wie als student!´" jetzt kann ich mir keine dreimal die woche mehr essen gehen erlauben!" .. :ichnicht: ich vermute auch ganz stark, daß dies die lehrerkinder sind, die von ihren eltern während des studiums jeden monat 600-800 euro taschengeld in den hintern gesteckt bekommen.
Ich glaube eher, das sind auch Leute, die neben dem Studium arbeiten und da kann man bei guter Qualifikation in bestimmten Bereichen schon deutlich mehr verdienen, als man als Referandar bekommt. Und Studentenjobs sind auch noch wesentlich leichter zu kriegen, als normale Jobs. Im Referendariat bleibt dann natürlich keine Zeit mehr, um nebenbei noch arbeiten zu gehen, das ist dann schon eine Umstellung (zumal es in dem Alter auch so langsam mit Familiengründung usw. los geht und man da dann deutlich mehr Geld braucht, als für sich allein).
... naja, nichts gegen diese Leute, aber es ist schon ein hartes Leben, so wie die sägefischin es schildert. Ich könnte so nicht leben, das weiß ich genau.
Es muß in unserem Land kein Mensch auf der Straße leben. Es gibt Häuser für diese Menschen, wo sie vorübergehend wohnen können, sie können sehr preiswert essen. Man bezahlt ein Zimmer, sie bekommen die Mittel für das Nötigste. Ich weiß das aus Erfahrung. Dass diese Leute teilweise ein hartes Leben hinter sich haben, keine Frage. Kein Standesdünkel - aber muß ich deswegen so ein Leben für mich akzeptieren?
Wenn es ganz dicke kommt, würde ich in einem kleinen Zimmer leben mit einer Kochplatte, einem Waschbecken. Nur warm müßte es sein, und wenn ich mit Holz, Kohle oder Briketts stochen müßte.
Das Sparen habe ich gelernt, ich bin ein Nachkriegskind, da gab es nicht viel und die Menschen waren auch glücklich. Ich habe auch sehr gute Zeiten erlebt, wo ich nicht auf die Mark schauen mußte. Da war ich nicht glücklicher als heute, wo ich den Euro doch mehrmals rumdrehe. Also Minimum wären 750 Euro heute für mich. 844 Euro wären Grundsicherung vom Staat. Da würde ich von 750 Euro noch 50 Euro sparen. Damit käme ich nur gerade über die Runden. Sonderwünsche, Konzert, oder sich irgendetwas leisten, das ginge nicht. Internet muß sein, immer! Das ist geistige Nahrung für mich. Dafür würde ich am Essen einsparen. Kleidung - es gibt so schöne, preiswerte Sachen und es gibt Billigläden. Kein Problem.
Aber immer ganz eng sparen, das ist schon hart auf Dauer und irgendwann grenzt es auch aus. :(
Ich würde immer versuchen, meine Lage zu verbessern, da wäre ich mir für keine Arbeit zu fein. Ich würde auch putzen gehen - wenn es sein müßte.
Es hat Zeiten gegeben, da habe ich drei Jobs am Tag gemacht.
Von 900€ brutto würden mir 700€ netto bleiben. Das wäre schon recht wenig. Ich habe 500€ feste Kosten pro Monat und dann hab ich noch nichts gegessen, hab keine einzige Zeitung oder kein einziges Buch gelesen, habe keine Kleidung gekauft oder war mal mit jemandem was trinken. Rücklagen für größere Anschaffungen oder mal ein Urlaub wären dann auch nicht drin.
Ich wohne hier sehr preiswert, ein WG-Zimmer wäre wahrscheinlich teurer und auch sonst brauche ich keinen besonderen Luxus. Aber ich könnte auf Dauer nicht damit leben immer grade so eben mit meinem Geld auszukommen. Ich möchte auch mal spontan Geld für irgendwas 'unnötiges' ausgeben können ohne dass ich mir dann Gedanken machen muss, die nächsten zwei Wochen hungern zu müssen.
900€ netto wären für mich also durchaus vertretbar, dann wären wir bei ca. 1200€ brutto.
Also, ich bin in der Hinsicht ganz zufrieden. Ich arbeite seit 20 Jahren, verdiene etwas mehr als € 1000,-- netto monatlich. Mein Vater hat mir eine Eigentumswohnung finanziert, wodurch ich nur noch Betriebskosten zahlen muss, so habe ich nach Abzug aller Fixkosten (BK, Strom, Gas, Handy, Jahresnetzkarte, Versicherungen, Patenkinder, etc.) noch 600 bis 700 € monatlich zum Essen, Leben, Lektüre, Kleidung, Kosmetik etc. übrig.
Ein wenig zurücklegen konnte ich auch schon, Bausparvertrag läuft auch, große Ausgaben überlege ich auf jeden Fall lange Zeit. Auto habe ich keins, PC-Anschluss zu Hause auch nicht (nur im Büro), ich gehe nicht viel aus, fallweise zum Essen, bin gerade kein Schnäppchenjäger, aber wenn es Angebote gibt, die zur Zeit gerade in mein Einkaufskonzept passen, dann nehme ich schon die billigeren Sachen.
Es geht mir also ganz gut, habe also keine finanziellen Sorgen; würde mir nur wünschen, dass auch mein emotionales Leben gesättigt wird, damit ich mit mir und meinem Leben zufriedener sein kann, denn da fehlt es an allen Ecken und Enden.
LG Gertrud
Wassermann
06.11.2006, 14:42
... naja, nichts gegen diese Leute, aber es ist schon ein hartes Leben, so wie die sägefischin es schildert. Ich könnte so nicht leben, das weiß ich genau.
Es muß in unserem Land kein Mensch auf der Straße leben. Es gibt Häuser für diese Menschen, wo sie vorübergehend wohnen können, sie können sehr preiswert essen. Man bezahlt ein Zimmer, sie bekommen die Mittel für das Nötigste. Ich weiß das aus Erfahrung. Dass diese Leute teilweise ein hartes Leben hinter sich haben, keine Frage. Kein Standesdünkel - aber muß ich deswegen so ein Leben für mich akzeptieren?
Wenn es ganz dicke kommt, würde ich in einem kleinen Zimmer leben mit einer Kochplatte, einem Waschbecken. Nur warm müßte es sein, und wenn ich mit Holz, Kohle oder Briketts stochen müßte.
Das Sparen habe ich gelernt, ich bin ein Nachkriegskind, da gab es nicht viel und die Menschen waren auch glücklich. Ich habe auch sehr gute Zeiten erlebt, wo ich nicht auf die Mark schauen mußte. Da war ich nicht glücklicher als heute, wo ich den Euro doch mehrmals rumdrehe. Also Minimum wären 750 Euro heute für mich. 844 Euro wären Grundsicherung vom Staat. Da würde ich von 750 Euro noch 50 Euro sparen. Damit käme ich nur gerade über die Runden. Sonderwünsche, Konzert, oder sich irgendetwas leisten, das ginge nicht. Internet muß sein, immer! Das ist geistige Nahrung für mich. Dafür würde ich am Essen einsparen. Kleidung - es gibt so schöne, preiswerte Sachen und es gibt Billigläden. Kein Problem.
Aber immer ganz eng sparen, das ist schon hart auf Dauer und irgendwann grenzt es auch aus. :(
Ich würde immer versuchen, meine Lage zu verbessern, da wäre ich mir für keine Arbeit zu fein. Ich würde auch putzen gehen - wenn es sein müßte.
Es hat Zeiten gegeben, da habe ich drei Jobs am Tag gemacht.
Ich hatte das Problem, mir meinen Lebensstandard zu halten. Ich war früher im öffentlichen Dienst mit Wechselschicht und verheiratet. Meine Frau ging mit arbeiten und wir hatten richtig Geld, somit einen hohen Lebensstandard!
Jetzt musste ich mit 45 in EU-Rente, meine Frau trennte sich von mir. Ich war aber noch den hohen Lebensstandard gewöhnt und konnte mich nur langsam an die neue Situation gewöhnen. So kam auch der ein oderandere Kredit hinzu, bevor ich richtig aufgewacht war.
Ich zog die Notbremse und plötzlich waren die "Freunde" weg.
Da ich 100% schwerbehindert bin, brauche ich eine entsprechende Wohnung, die in Köln teuer ist. Ich kann kein Auto fahren und habe Kosten des ÖPNV.
So habe ich bei meiner Rente noch ca. 300 Euro für Leben, Telefon, PC, Kleidung, Kultur, mal ins Kino....... Urlaub ist schon nicht mehr drin.
Rente und krank sein, geht nicht. Aber ich lebe auch mein Leben.
Wassermann:(
Halbmond
06.11.2006, 15:43
Wenn ich die Fixkosten von 450 Euro abziehe, dann bleiben mir ungefähr 250 Euro zum leben. Es reicht vorne und hinten nicht, liegt aber daran, daß ich manchmal unvernünftig bin:) .
Ich hatte auch Zeiten, in denen ich mit 150 Euro ausgekommen bin, aber dann war es schon eng. Und das war vor der Zeit, als ich noch nicht die Tabakindustrie tatkräftig unterstützt habe und in D-Mark, da waren Lebensunterhaltskosten noch niedriger..... also 200 geht zum Leben, aber ohne Urlaub (mein letzter ist ungefähr zehn Jahre her), ohne Extras und man muß schauen, wo man einkauft.
Satt wird man auf jeden Fall und für neue Klamotten bei einem secondhand-Laden reicht es auch noch. Und das ist das wichtigste. Alles eine Sache der Organisation, die ich nicht so wirklich besitze:D
Halbmond
ich weiß, dass es schwer ist, von einem höheren Lebensstandard sich bescheiden zu müssen. Umgekehrt ist es leichter. Aber wenn es denn so ist, und bei mir ist es auch so, dann geht es auch. Weißt Du, ich sage mir immer: ich habe viel vom Leben bekommen, wofür ich sehr, sehr dankbar bin. Und nun, wo ich älter bin, habe ich eben nicht mehr so viel. Da zählen andere Dinge: nette, freundliche Menschen, mein Zuhause, wo ich leider noch nicht so zur Ruhe gekommen bin, ich habe mein Auto verkauft und dafür habe ich einen neuen PC und einen Laptop und das Internet - mein Fenster in die Welt. Früher war mein Auto so wichtig für mich - es bedeutete Freiheit. Ich bin viel essen gegangen, oft war es Frustessen. Heute koche ich für mich und es schmeckt mir immer :) Ich koche auch einfache Gerichte, so Hausmannskost, wie bei Muttern, und wenn ich mir dann mal ein Ministeak leiste, ist es immer ein kleines Fest für mich und noch ein Gläschen Wein dazu - hm, lecker. Ich mach es mir immer nett, nie so hingehauen. Das kostet nichts und man fühlt sich einfach - nun, so bißchen erhaben. Geld alleine ist es nicht, was einem Menschen gut tut. Man muß einfach auch zu sich selber gut sein. Das habe ich auch lernen müssen. Einfach mal sich selber seine Wünsche erfüllen, sich auch mal belohnen. Es müssen ja nicht immer große Digne sein.
Heute fahre ich gerne mit der Straßenbahn oder mit dem Zug, dabei kann ich ganz in Ruhe die Menschen beobachten, mir meine Gedanken machen, ich bin Mitten im Leben. Was ich bei meinem "besseren" Leben nicht war. Ich war da doch sehr isoliert. Die Prioritäten haben sich verschoben, vieles ist auch Ansichtssache. Man muß einfach die richtige Einstellung zu seinem Leben finden. Auch wenn man nicht mehr arbeitet, oder gar arbeitslos ist. Ich weiß, daß das schwer ist, aber man muß auch bedenken: man hat Zeit. Zeit ist ein kostbares Gut. Zeit ist eigentlich das Schönste was man hat. Was kann man alles damit machen?
Und wenn die Menschen nicht mehr so viel Geld zur Verfügung haben, dann rücken sie auch wieder zusammen. Vielleicht finden wir auch wieder zu alten Werten zurück, die waren nämlich nicht so schlecht.
Ich habe bißchen zu diesem Thema ausgeholt, nicht dass ihr denkt, ich will belehren, ich plauder einfach mal aus meinem Leben.
Ich wünsche uns allen, daß wir immer genügend zu essen haben und ein Dach über dem Kopf - und daß wir nett zueinander sind, das kostet doch nichts und es tut allen gut.
In diesem Sinne
Rena :)
ich habe auch 250 Euro zum Leben. Weißt Du, wie ich es mache?
Ich gebe mir jede Woche 50 Euro. Für Montag, Dienstag, Mittwoch zusammen 20 Euro. Die stecke ich mir in die Geldbörse.
Für Donnerstag, Freitag, Samstag wieder 20 Euro. Die nehm ich aber erst am Donnerstag.
10 Euro halte ich in Reserve, für besondere Ausgaben. Frisör spare ich an. Wenn ich das Geld zusammen habe, geh ich. Also 10 Euro immer in Reserve halten. Oft spare ich von den 40 Euro, die ich mir zugebilligt habe. Manchmal geht es ganz gut, manchmal ist es schon eng.
Und noch etwas: Mit einer großen Spardose von der Stadtsparkasse, die man nur bei der Sparkasse öffnen kann, denn die haben den Schlüssel, habe ich beste Erfahrungen gemacht. Was ich damit alles zusammengespart habe. Man soll es nicht glauben. Wenn es nicht anders geht, muß man sich selbst überlisten.
:)
Hallo,
würden alle so denken und auch Jobs annehmen, die unter der Armutsgrenze liegen, die Wirtschaft würde sich sicherlich über billige Arbeitskräfte freuen.
Wir kommen auch mit wenig Geld aus, sprich an der Armutsgrenze, aber es macht einsam, weil Freunde und Bekannte, die erheblich mehr ausgeben, einen nicht mehr fragen, ob man mit geht. Und ein Besuch zu Zweit in der Kneipe kostet heutzutage schon viel Geld. Kino z.B. kostet uns zu Dritt locker 50,- Euro.
Wer da nur 300 - 500 Euro monatlich zum Leben übrig hat, muß sich sehr genau überlegen, wofür er es ausgibt. Und was passiert, wenn die Zähne ersetzt werden müssen oder Medikamente nicht mehr von der Kasse übernommen werden, auf die man angewiesen ist?
Es ist und bleibt Armut, wenn man gerade so viel hat, daß es für das Notwendigste ausreicht. Wer freiwillig spart merkt das natürlich nicht, wer aber keine Esparnisse hat und bangen muß, ob die nächste Stromabrechnung eine Nachzahlung bedeutet, an der man dann Monate abstottern muß...
Toll, wenn man nicht einmal was dafür kann, weil der Vermieter die Miete erhöht oder der Winter besonders kalt wird, oder man aufgrund eines Unfalles oder Krankheit plötzlich mehr Geld für eine Kur hinzugeben muß, als man eigentlich für sich selbst braucht.
Mal ehrlich, höre ich mir die Summen hier teilweise an, das kann nur klappen, wenn man sich insgeheim auf Sozialhilfe verlässt, wenn ein Notfall eintritt.
Mein Gefühl sagt mir, daß man etwa das 1,5 Fache gerechnet von der Armutsgrenze (und Hartz IV liegt etwa 20% darunter) zur Verfügung hat und Rücklagen bilden kann, auch mal Urlaub machen darf und nicht nur SecondHand einkaufen muß (!) oder sich sorgen muß, weil eine Nachzahlung oder Kurkosten einen finanziell reinreiten.
Und das Freunde wegbleiben oder ihre teuren Vergnügungen lieber alleine angehen, ohne schlechtes Gefühl einem etwas spendieren zu müssen - ich kenne da beide Seiten - ist logisch. Weder fühlt es sich gut an zu wissen, ein Freund kann nciht mal einen Kaffee to Go mit einem trinken, weil es dann am Essen fehlt, noch ist es ein gutes Gefühl zuzusehen, wie andere sich Dinge gönnen können, die man sich selbst nicht leisten kann. Zudem meine Erfahrung innerhalb einer damals sehr finanzschwachen Clique war, daß fast schon abgegeben werden mußte, wenn man erzählte man hat mal einen Hunni mehr von Oma zugesteckt bekommen. :mad:
Not schweißt zusammen? Habe ich nur erlebt, wenn dann alle ganz arm waren. Sonst ist dort Neid vielleicht noch schlimmer als unter den Leuten, die ein gutes Einkommen haben.
LG,
Susann
Halbmond
06.11.2006, 20:25
....so ähnlich nehme ich es mir auch immer vor. Brauche nur eine Spardose ohne Schlüssel;)
Sehr interessanter Thread:
Um die Fragen direkt zu beantworten: eigentlich braucht man gar kein Geld zum Leben ;) aber die meisten Menschen auch ich! sind so in der westlichen kommerziellen Welt verwurzelt, dass es ohne kaum vorstellbar ist.
Jedenfalls, kann man mit viel weniger Geld gut leben als oft zu hören ist, und
900 Euro Brutto sind ne ganze Stange Geld!
Ich komme mit weit weniger aus ohne, dass ich den Eindruck habe auf etwas verzichten zu müssen. Rena's Tipps sind schon ganz gut :-) mache ich ähnlich aber monatsbasiert. Ansonsten gibt es noch viel mehr Sparmöglichkeiten und Geldquellen, z.B. fragt euch mal bei allen Gegenständen die ihr habt ob ihr sie wirklich braucht oder noch behalten wollt, oder nicht ein (gebraucht) Verkaufen sinnvoller ist...
Oft ist es auch so dass Leute deren finanzielle Situation sich ändert, vorher stöhnen "poah, da kann ich mir dann aber nix mehr leisten", sind sie dann aber in dieser Situation wissen sie oft gar nicht mehr wohin mit dem vielen Geld.
Im Wesentlichen sollte es aber so sein, dass man nicht fragt was kann/werde ich verdienen, sondern, dass man sein Bestes gibt und tut was man liebt, dann verdient man auch genug zum Leben ;)
Halbmond
06.11.2006, 20:42
@Susann: so schlimm ist es auch wieder nicht. Ich arbeite vierzig Stunden die Woche, das ist meine Ausbildungsvergütung und vorher habe ich neben dem Studium halbtags gejobbt und ungefähr dasselbe verdient. Ich kenne es nicht anders und ich habe hauptsächlich, nein, nur Freunde, die genausowenig übrig haben. Von wegen hoffen auf Sozialamt. Wie denn, als Student oder als Vollzeitbeschäftigte? Ich habe das Sozialamt noch nie in Anspruch nehmen müssen.
Und wenn ich oder meine Freundin sagt, keine Knete für Kaffee, dann ist das was völlig Normales und wir trinken stattdessen den Kaffee bei uns zuhause. Und ja, man hilft sich tatsächlich aus, deine Assoziationen an dieser Stelle haben mich ein wenig irritiert.
Ich romantisiere nicht, manchmal geht mir die Knappheit auf den Keks, aber sterben tue ich auch nicht daran. Ich hatte eine Menge Extraausgaben in den letzten paar Monaten, sprich Gasherd repariert, hier eine Nachzahlung, dort ein kaputtes Küchengerät, das ist Mist, ja, aber irgendwie geht es bei mir immer seit all den Jahren jetzt.
Vielleicht kannst du es dir nicht vorstellen, aber für mich ist es normalität und mit mir eine masse an studenten, die das schon jahrelang so machen.
Ich habe die Auszubildenden vergessen;)
Wo fängt denn bei dir Armut an? Wenn man sich nicht den neusten Computer kaufen kann? Es gibt eine große Grauzone, und für mich bedeutet persönlich Armut, wenn ich meine Bude und mein Essen nicht mehr bezahlen kann. Ich habe wenig, aber genug. Ich hätte gerne mehr, aber genug ist es.
Halbmond
timbalera
06.11.2006, 23:05
[QUOTE=Susann;151715]
würden alle so denken und auch Jobs annehmen, die unter der Armutsgrenze liegen, die Wirtschaft würde sich sicherlich über billige Arbeitskräfte freuen.
Auch wenn es hier bisher mehr um persönliche Erfahrungen geht...mir
wird bei dem Thema immer ganz politisch und sozialkritisch zumut.
Ähnlich wie Susann...:kratz:
Egal, wieviel Geld man zur Verfügung hat, man sollte stets bewusst (und damit meine ich nicht: PREISbewusst) umgehen. Geld ist ein politisches Mittel.
Geld bewegt unsere Welt. Und sehr nachhaltig an deren Gedeih (und Verderb) beteiligt.
Mir gefällt das nicht und ich versuche mit meinen Mitteln möglichst sinnvoll umzugehen. Natürlich hat man, je weniger Geld man zur freien Verfügung hat, auch dementsprechend weniger Möglichkeiten, zu wählen (Aldi oder Bioladen). Aber ich glaube, das wichtigste ist das Bewusstsein für diese Dinge. Ist es wirklich ein Verlust, auf die Massentierhaltungsplastikwurstscheiben zu verzichten? Wenn man nur einmal gesehen hat (oder auch nur davon gehört), wie es den Tieren ergangen ist, die so endeten, ... naja.
Ich bin Mitglied bei einer Zeitbörse (Tauschbörse) und bin von der Idee
sehr angetan. Zur Erklärung: Zeit- oder Tauschbörsen sind so etwas wie Interessengemeinschaften, es gibt sie mittlerweile in vielen Städten. Dort kann man ohne Geldwert Dinge/Dienstleistungen aller Art tauschen. Susi
backt für Paulchen zwei Kuchen. Paulchen hilft Franzl beim Umzug. Franzl macht für Susi die Steuererklärung.
Das läuft alles ohne Geld ab, sondern nur per symbolischem Wert.
Vielleicht ist das mit der Tauschbörse ja für den ein oder anderen
eine kleine Inspiration. Gerade wenn man auf sein Geld so furchtbar
aufpassen muss. Aber nicht nur dann - finde ich. Für mich war es
jedenfalls die Entdeckung des Jahres!
Hallo,
ich hab mal 6 Monate ganz ohne Geld gelebt. Ich meine gar nichts. Das ging nicht wirklich gut ,aber es ging. ich hab in der Zeit es tatsächlich geschafft (weil ich da wirklich stur bin) Bio zu leben. Ich habe in unserer Food Coop geputzt und konnte dafür im Tausch für 70 € Lebensmittel mitnehmen. Leider hat sich in all den Monaten mein Mitgliedsbeitrag angehäuft, den konnte ich nicht mehr bezahlen. Gelebt habe ich im Bauwagen , das tue ich noch Heute, denn das ist unglaublich nah an der Natur, und das möchte ich nie wieder missen.
Was allerdings in der Zeit passiert ist, und ich erst viel später realisiert habe, war der Stress den meine Freunde damit hatten, und keiner hat was gesagt, erst als ich mich dann beim Amt gemeldet habe und ALG 2 beantragt habe, meinte eine Freundin zu mir" Gott sei dank". Sie war völlig überfordert damit mich zu fragen ob wir was miteinander unternehmen, Tanzen z. B. das konnte sie nicht vorschlagen denn dann hätte sie mich ja einladen müssen.
Einmal ist was irres passiert. Ich bekam 20€ von jemandem Geschenkt, und war echt in Nöten mich zu entscheiden wofür ich das Geld denn nun ausgebe.
Ich lebe auf dem Land, und in meiner Umgebung interessiert es kein Mensch welches Label die Klamotten haben die man trägt.
Tja , und Heute ist es so dass ich mit 345,--€ nicht rumkomme, weil ich ja stur bin und Bio lebe, einschliesslich meines Hundes. So geb ich denn 2/3 des Geldes für essen aus.Das tut mir gut zu wissen dass der Kaffee den ich trinke fair bezahlt ist und der Planet nicht durch meinen Konsum auch noch vergiftet wird. Ich bin froh das ich all das Giftzeug nach und nach aus meinem Körper bekomme und mein Über Ich lässt mich ruhig schlafen.
Der Witz an der Sache ist egal wieviel ich habe , es ist zu wenig. Das ging mir selbst so bei einem Gehalt von 1600 € Netto. Freie Kost und Logis und 14 Tage im Monat keine Möglichkeit Geld auszugeben. Da staune ich immer noch drüber.Am liebsten Tausche ich. Tauschring ist was feines.Leider braucht es hier ein Auto für , weil die Entfernungen doch weit sind und ÖPNV ist eigentlich manchmal richtig scherzhaft. Dann gibt es noch das Rad , welches mien Hauptbeförderungsmittel ist, und auch das kostet Geld in der Unterhaltung. Alles in allem Geld ist was schönes wenn man ausreichend davon hat, und genügend Bewusstsein für das Wesentliche.
Bis dann, irgenwann im talerland
@Susan
Genau das will die Wirtschaft ja auch, dass man für nen Appel und nen Ei arbeiten geht und wahrscheinlich noch dankbar sein soll.... formbare und verschiebbare Masse ( Jobs)...damit sie immer mehr abgreifen können ...
80/20 Regel
Dazu passen auch solche Bücher: "Die Kunst des stilvollen Verarmens" - Durhalteparolen ...stellt euch nicht so an... ihr sollt nicht merken, wie wir euch ausbeuten...
Hallo,
also, verzichten kann ich gut, wenn ich nicht muß. Wir leben mit drei Personen von monatlich etwa 500,- Euro (auf 53 qm ohne Luxus wie Bad oder Balkon), von denen Lebensmittel uvm. bezahlt werden. Das ist, vor allem mit einem Teenager im Haus, wenig. Auto haben und brauchen wir auch nicht.
Aufgrund meiner ADS-Problematik habe ich meinen Haushalt minimalisiert, weil ich sonst Probleme mit Ordnung bekomme. So wenig wie möglich besitzen und die Welt ist in Ordnung. Lustig, wir waren eine Woche im Urlaub, hatten uns ein Appartement gemietet, sind jeweils nur mit 5kg Handgepäck angereist und wurden von der Dame am Flughafen, der Empfangsdame im Hotel sehr seltsam angeschaut, weil wir nur so wenig Gepäck dabei hatten.
Und viel mehr Geschirr als in der dortigen Miniküche haben wir hier Zuhause auch nicht. :D 3 Töpfe in verschiedenen Größen, eine große und eine kleine Pfanne... eine Auflauf-Bräter-Form.
Teuer ist aus meiner Sicht nicht sich zu ernähren, das geht, wenn man selbst kocht sogar viel günstiger und gesünder als Kantinen, Restaurant oder Tütenmenü. Nein, was mich aufregt ist, daß man in diesem Land so viel Geld braucht für eine Wohnung, Heizkosten, Strom und Krankenversicherung/Sozialabgaben.
Und wer anders leben möchte, wie z.B. im Bauwagen, der darf das entweder nicht, oder bewegt sich am Rande der Legalität. Man muß unabhängig vom Einkommen Krankenversichrung zahlen und ist dann schnell bei 300,- Euro monatlich. He, da denke ich mir dann, wo leben wir hier eigentlich? Sozialstaat schön und gut, wenn er denn sozial wäre.
Ich empfinde es als abartig nur um atmen zu dürfen schon an die 1.000 Euro berappen zu müssen, nur für Wohnung, KV und die ganzen Pflichtabgaben.
LG,
Susann
Halbmond
07.11.2006, 11:11
@Susann
Bei den Lebenserhaltungskosten, damit meine ich auch KV und Wohnung, hast du völlig recht. Könnte einfacher sein. Es gibt wenig Alternativen zwischen einer "normalen" Lebensweise mit entsprechenden Kosten und Bauwagen, was ich oft bedauere. Ich bin eine Frostbeule, und ich brauche meine regelmäßige warme Dusche. Sonst hätte ich es mir bestimmt schon mal überlegt.
Ich kenne eine Reihe an Menschen, die auf Bauwagenplätzen leben und ich kriege mit, wieviel Ärger das manchmal bedeutet mit Umwelt,Behörden etc. dieses entweder/oder nervt mich. Das Wort "aussteigen" allein heißt doch schon, daß es einen überdimensionalen Apparat gibt, der es einem nicht leicht macht, eine Variation zu leben.
Nischen finden - dasselbe. Eine Nische ist eine kleine versteckte Ecke in einer feststehenden Landschaft.
was ich schon längst gestrichen habe in meinem leben, das sind ziergegenstände und luxusartikel! ich glaub, man gibt das meiste geld für unnötiges aus. also zu allererst hat natürlich jeder mensch so seine luxusecke. der eine beim wohnen, der andere beim fortgehn... ich hab diese beim essen.
also für wohnung geb ich sehr wenig aus, ein wg zimmer reicht mir völlig aus, denn ich hab keine lust für eigenes bad und klo 200€ mehr aus zu geben. dann ist mir auch immer noch internet wichtig, na ja, das handy muss man in unserer gesellschaft wohl notgedrungen haben, dann hab ich noch zwei katzen...
ich gebe sicher mehr geld für essen aus als fürs wohnen. auch klamotten sind mir absolut unwichtig, ich kauf mir mal was und damit hat sichs, dannmuss ich mich regelrecht wieder überwinden mir was neues zuzulegen. fixkosten betragen bei mir 350€, dann noch 150 sparen und der rest, na ja, essen und so diverse kelinigkeiten die man halt so im alltag benötigt.
Lisa Simpson
10.11.2006, 11:14
... 1300 €/Monat. (aktuelle Energiepreissteigerung bereits einbezogen, keinerlei Ermäßigungen oder Befreiungen, gell) Das bezahlt vom Nettogehalt, d.h. den Staat und die Sozialleistungsbeiträge für mich und meine Mitbürger bereits mitfinanziert. Strassen, auf denen wir uns bewegen, Krankenhäuser, in die wir uns retten, Kindergärten und ja, auch Panzer. Wer glaubt, er bräuchte kein Geld, der denkt nur nicht weitreichend genug.
Liebe Grüße, Lisa
Da muss man lisa rechtgeben.....
also wenn alle so leben würden wie ich, funktioniert nix mehr.
Seit jahren bin ich in teilzeit und bekomme so wenig raus, dass ich aufs jahr gesehen keinen cent an lohnsteuer zahle....
Funktioniert natürlich nur, wenn man sein leben dementsprechend umstellt.
Da ich jahrelang mal mehr als genug verdient hatte, war das recht schwierig.
Allerdings hatte das auf meine sozialen beziehungen ( freunde/bekannte) keinerlei einfluß. Also alle die mir in finanziell guten zeiten wichtig waren, sind auch heute noch da.
mich störts auch nicht, das ich bei treffen eben nicht die küchenspezilitäten der lokalität testen kann sondern höchsten mal ein paar bier....und "meine" leute kratzt das auch nicht.
Inzwischen ist es mir erheblich wichtiger viel zeit für mich selber zu haben und mir beim frühstück zu überlegen, wie ich den tag gestalte. Das ist für mich ein enormer gewinn an lebensqualität....andere brauchen dafür wohl ihren materialismus, ich zum glück nicht.
da ich vor 20 jahren schon mit so schwassinigen taten wie rauchen oder dem konsumieren von bestialisch gequälten kraturen, aufgehört habe, kann ich mir sogar überwiegend bio-lebensmittel erlauben.
also ich denke, wenn man mal die zeit hat, länger über seine wirklichen bedürfnisse und das was einem wichtig ist, nachzudenken und ebent auch in diese richtung das leben umstellt, kommt man mit sehr wenig hin.
Wie gesagt, das geht aber nur, weil ich eben auch von den dingen ( öffentl. einrichtungen z.b.) partizipiere, die von anderen in dieser gesellschaft finanziert werden....also universallösung dient meine art zu leben nicht.
Wie gesagt, das geht aber nur, weil ich eben auch von den dingen ( öffentl. einrichtungen z.b.) partizipiere, die von anderen in dieser gesellschaft finanziert werden....also universallösung dient meine art zu leben nicht.
Wieso das?? du zahlst z.B. auch Mehrwertsteuer, bald 19%!!!
Damit finanzierst du genauso die Gesellschaft! du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben!!=> damit wären wir beim bedingungslosen Grundeinkommen!!!!(das ja allein über eine Steuer, die Mehrwersteuer finanziert werden soll und uns wahrscheinlich eine bedeutend bessere "Lebensqualität" zusichern würde)
Wetterleuchten
11.02.2008, 21:57
Also, ich komme zur Zeit mit etwa 180 Euro im Monat aus. Das bleibt übrig nach Abzug der Miete, NK, Strom, Telefon, Internet, Versicherungen etc.. Ich leiste mir einen kleinen alten Kastenwagen, die Steuer ist glücklicherweise gering, so dass ich monatlich dafür nur ca. 8,50 Euro zurücklegen muss, um das dann auf einen Schlag bezahlen zu können. Das Vorteilhafte daran ist, dass ich bestimmen kann, wohin es gehn soll und nicht auf öffentliche VKmittel angewiesen bin, die sowieso nie dahin fahren, wo ich hin will bzw. echt teuer sind, find ich!! Auch kann ich mal weiter fahren und drin übernachten. ;)
Mir ist meine Ernährung wichtig, ich steh auf Bio-Brot, weil das viel nahrhafter ist und Bio-Gemüse/-Obst, weil's besser schmeckt, gesünder sowie auch viel nahrhafter ist. Ich koch gern selbst ab und an, ernähr mich aber auch viel von Salat und Äpfeln. Trinke niemals Alkohol, rauche nicht. Mal nen guten Saft leiste ich mir, ansonsten trink ich Wasser und Tee. Großartig weggehen kann ich nicht, treffe ab und an Freunde, um mit ihnen zu kochen, ab und an gehen wir auch günstig essen. Konzerte etc. sind nicht drin! Wenn ich das doch mal will, spar ich mir das Geld dafür vom Mund ab. Klamotten gibt's second-hand, alle paar Jahre, wenn überhaupt. Oder ich näh mir selbst aus alten Sachen Neue oder besorge irgendwo günstigen Stoff.
Ab und an leiste ich mir Bücher und außergewöhnliche Gewürze... frau gönnt sich ja sonst nix... :D
Ich komm gut mit dem wenigen Geld aus. Bleibt mir ja auch nix anderes übrig. Training ist alles. Und geübt hab ich das schon lang. Mit der Zeit hab ich nen anderen Blick darauf bekommen. Es gibt so vieles, das sein Geld nicht wert ist, so vieles, das ich wirklich nicht brauche bzw. nicht bereit bin, dafür soo viel Geld zu bezahlen. Und es gibt andere Dinge, die ihr Geld - wie ich finde - wert sind, z. B. gesunde Ernährung, sehr selten Bio-Fleisch.
hm, also hier in münchen könnte es eng werden, ich bin kein wg typ und ein apartement kostet auch warm schon 400€ plus. und hier is noch nicht mal die beste gegend, kurz vorm hasenbergl, harthof, wers kennt. also schon eher die billige ecke....
mit 1000 könnte ich auch gut hinkommen, ich kann nur mit geld nicht umgehen, deswegen komme ich damit nicht wirklich aus, mein konto is chronisch im minus, auch wenn ich mir immer vornehme, sparsamer zu leben :rolleyes:
aber letzten endes, je weniger ich hab, desto weniger mach ich mir einen kopf drumm, wo nix is... :D
was mich ärgert, sind die fünzig euro im monat krankenversicherung, da man ja gezwungen ist, mehr zu verdienen als das bisserl, mit dem man in der familienversicherung bleiben könnte. fahrkarte kostet hier auch recht viel, der studententarif ist nicht wirklich billiger als die normale monatskarte. andere städte scheinen da semestertickets für wesentlich weniger geld zu haben...
also mit 1000€ kann man durchaus auskommen. soviel hab ich in etwa auch zur verfügung, wenn prüfungen sind, sinds auch mal nur 500 oder 600, das wird dann schon kritisch, aber sind meistens nur ein, max. zwei monate. und gegen ende des studiums bekommt man schon recht gut bezahlte nebenjobs, zum glück....
edit: ich kauf mir auch kaum noch kitsch und sowas, man brauchts echt nicht. wo ich mich nicht beherrschen kann, sind bücher....
edit2: so wie rena mach ichs zurzeit auch, bei ec-zahlungen usw verlier ich nur den überblick. aber für jede woche 50 euro im geldbeutel, das is ein guter richtwert, imo.
Bookster
11.02.2008, 22:28
Ja wenn ich nicht das (aller) meiste für drogen (aka bio-medizin) ausgeben würde, könnte ixch tatsächlich von dem minimalbetrag, den mir meine rente und mein zuasatzeinkommen liefern, recht gut leben.
aber da dem nicht so ist, bin ich einer der ärmsten überhaupt.
aber immerhin kann ich in irgendeiner form am konsuj teilnehmen...
nur schade, dass ich mir keine frau leisten kann
Frankster_70
11.02.2008, 23:18
Hui - also ich arbeite wenns hart auf hart kommt bis zu 70/80 Stunden in der Woche, letztes Jahr habe ich von Ende Mai bis Ende September durchgearbeitet, ohne einen einzigen freien Tag, insgesamt komm ich 2007 auf vielleicht 15-20 freie Tage, wenn überhaupt... und habe nicht annähernd 6000 Taler pro Monat, nichtmal ansatzweise... da werd ja sogar ich neidisch... ;) Und ich hab eigentlich keinen Grund zu klagen, ich komm gut klar und liebe meinen Job... muss schon sagen, mutig, das so offen zu sagen, auch wenn es natürlich keine Frage von "Schuld" oder so ist. Aber trotzdem, versuch doch mal zumindest für ein paar Wochen mit einem der Leute hier zu tauschen, die mit dem allernötigsten auskommen. Ich wette, es wäre eine sehr lehrreiche Erfahrung.
Le chat noir
12.02.2008, 00:00
Hm, ich muß sagen, ich hab da so alle Facetten durch im Laufe meines Lebens und kann nicht behaupten, daß ich mit viel Geld glücklicher und mit wenig Geld unglücklicher gewesen sei.
Wenn ich’s mal am Wohnumfeld festmache: Großgeworden bin ich zunächst auf dem Land in geräumigen Mietwohnungen (u. a. weil dort billig) und später im kleinen Fertighaus-Eigenheim meiner Eltern mit großem Garten, aber auch jahrelang im Wohnwagen als Vagabundenkind. Später hatte ich einen reichen väterlichen Freund mit tollem Haus und Feriendomizilen an schönen Erdenfleckchen. Dann folgten die Studentenbuden, in Mainz 16 qm ohne Bad, Luxemburg als Au-Pair ein Zimmerchen, in Florenz teilte ich mir EIN Zimmer 20 qm mit einer Kanadierin, in Marokko noch weniger Raum, Bude in der Bretagne schätzungsweise 10 qm. Danach durch meine Partnerschaft eine schicke, riesige Villa in der Bretagne mit Blick auf den Atlantik und *hust* Personal. Danach, zurück in Deutschland, bin ich noch 6 x umgezogen, immer so zwischen 80-110 qm (2 Personen) und 1 x 65 qm, als ich allein wohnte. Platz brauch’ ich mittlerweile, sonst fühle ich mich eingeengt.
Mein verfügbares Einkommen variierte ähnlich wie die Wohnverhältnisse. Von ganz viel bis ganz wenig (inklusive näherer Bekanntschaft mit Vollstreckungsbeamten und einem netten Gerichtsvollzieher, der meinen handgebrühten Kaffee sehr liebte :D) hab’ ich alles durch.
Heute ich froh, wenn’s so bleibt, wie es ist, daß wir eine geräumige 3-Zimmer-Wohnung haben, die erforderlichen Autos, Geld für die Katzen (Reihenfolge so, da ohne die Wohnung die Katzen keine Bleibe haben und ohne die Autos kein Katzenfutter :D). Ich lege Wert auf private Altersvorsorge mit mehreren 100 Euro im Monat und freue mich, daß wir diese Verträge über die Saure-Gurken-Zeit retten konnten. Und verreisen können, wobei die diesjährige Seychellen-Reise ein Geburtstagsgeschenk meiner Schwiegermutter ist und eine Ausnahme. Nach Abzug fester Kosten geben wir (ohne Benzin und Tabak) ca. 400 bis 500 Euro im Monat aus. Geld für Klamotten und Schnickschnack brauche ich verhältnismäßig wenig. Während ich dies so aufzähle, fühle ich mich schon gut bedient. Wenn ich was übrig hab’, gebe ich gerne was ab. Ich hab’ allerdings auch in Zeiten, wo’s mir beschissen ging, schon meinen letzten Heller freudig weggegeben in der Erwartung, daß er mir eh nix nutzt und sich was tun muß. :D – Hat auch immer geklappt bisher. :)
Vor zehn Jahren hätte ich bestimmt behauptet, daß es mir völlig egal sei, ob ich genug habe oder zu wenig. Heute bin ich träger geworden und bin zufrieden über einen gewissen Grundstock. Ich hatte in den Jahren ohne Geld viele glückliche Stunden und in den Jahren mit Geld auch. Es waren aber auch viele Achterbahnen dabei, die das Ganze interessant machten, Herausforderungen. Rückblickend, fände ich "immer nur wenig" anstrengend, "immer nur viel" langweilig. Ich bin froh,, daß mein bisheriges Leben mir die ganze Palette geboten hat. :)
Le chat noir
12.02.2008, 00:13
@ Ninchen, als ich ungefähr so alt war wie Du jetzt bist, hatte ich (siehe unten - ich hab's nämlich auch so sortiert :D) eine "reiche" Phase. Obwohl meine Tochter dann schon da war und meine Fürsorge beanspruchte, hab' ich stundenweise in meinem alten Job weitergearbeitet und wenige Stunden für einen Regionalsender und für eine Art Industrie- und Handelskammer. Es war gut fürs Ego und das Gefühl der Unabhängigkeit und auch Ausgleich. Einen finanziellen Anreiz sah ich zunächst gar nicht, da ich das Geld ja nicht brauchte.
Dann hab' ich damals aber eine sehr sympathische Frau kennengelernt, die sich für ein spendenabhängiges Projekt einsetzte, das mir gefiel. Ich hab' dann einfach für mich beschlossen, daß dies mein finanzieller Anreiz ist und immer die Hälfte vom Selbstverdienten zurückgelegt. Ich war mächtig stolz, wenn ich am Jahresende die zusammengesparte Summe übergeben konnte. Ohne Brimborium, das hatte ich anderweitig genug, einfach, als stiller Spender. :)
Wetterleuchten
12.02.2008, 00:29
Wow, le chat, Deine Wohnungsgeschichten hören sich ja toll an http://www.cosgan.de/images/midi/froehlich/a040.gif... Du bist schon so viel in der Welt rumgekommen... wow... das find ich wirklich bemerkenswert.... freut mich für Dich, dass Du solch ein "reiches" Leben führst. Du sagst ja auch,
Es waren aber auch viele Achterbahnen dabei, die das Ganze interessant machten, Herausforderungen. Rückblickend, fände ich "immer nur wenig" anstrengend, "immer nur viel" langweilig. Ich bin froh, daß mein bisheriges Leben mir die ganze Palette geboten hat.
Wetterleuchten
12.02.2008, 00:39
... nur schade, dass ich mir keine frau leisten kann
Ich find das immer so schade, dass die Möglichkeit zu Beziehung vom Geld abhängig gemacht wird. Das passiert m.E. viel zu häufig. Vielleicht sind Frauen so anspruchsvoll (?), aber vll ist es auch nur eine Annahme von Dir, dass Frauen so hohe Ansprüche stellen.
http://www.cosgan.de/images/smilie/verschiedene/s025.gif
Vll bin ich in dieser Beziehung auch ganz anders als andere Frauen. Ich find völlig unwichtig, ob ein für mich interessanter Mann was hat oder nicht! Das ist nicht relevant für mich! Der kann auch arm sein und nichts besitzen, das würd der Sache keinen Abbruch tun!
Für mich ist relevant, WER der Mensch ist.
"Haben" ist nicht wichtig. "SEIN" dagegen sehr wichtig!!!
Es ist schon so, dass sich die Bedürfnisse dem jeweiligen Lebensabschnitt anpassen können und man trotzdem, so man sich denn seine Würde und seinen Lebensmut bewahren kann, zufrieden sein kann.
Als Finanzchaot leide ich zeit meines Lebens an Geldmangel inkl. mehr oder weniger Schulden :cool:. Es gab Zeiten, in denen ich mir mal eben 1000 Euro geschnappt und in meinen Lieblingsklamottenladen "Aust" getragen habe. Oder 2000 Euro in der Spielbank gelassen habe. In dieser Phase meines Lebens habe ich das in vollen Zügen genossen und wohl auch gebraucht. Schulden habe ich trotzdem gemacht.
In anderen Phasen habe ich manchmal Essen von meinen Eltern mitgenommen, damit wir über die Woche kommen. Oder wie le chat schön Käffchen mit dem Gerichtsvollzieher getrunken :D. Schulden auch hier, logo.
Zur Zeit brauche ich nichts. Geld für die Versorgung meiner Tochter ist da, für ihre Klavierstunden, für Essen und für die Miete, alles andere ist (mir) unwichtig. Anfallende Kosten bezahle ich nach Dringlichkeit, d.h. kurz vor der Vollstreckung :p. Und wer Erfahrung mit solchen Dingen hat, entwickelt auch die nötige Gelassenheit dafür.
Nun, ich habe meine Malsachen, meine Bücher, langsam meinen Seelenfrieden und die rechte Gehirnhälfte voller Pläne, die nur noch von der linken abgesegnet werden müssen. In dieser Phase meines Lebens brauche ich definitiv nur ein Minimum an Geld und bin trotzdem zufrieden.
... ähm *hüstel*, im Januar hat meine linke Gehirnhälfte was von Rentenversicherung gestottert ... das hab´ ich dann auch gemacht ....
Peaceful Warrior
12.02.2008, 10:52
ich hatte ja vor ner zeit einen thread ins forum gestellt mit dem titel "liste, von dingen, auf die ihr verzichten könntet.."...-im hintergrund hatte ich damals auch so ein bißchen die frage "was ist wirklich lebensnotwendig?".. ich denke nämlich, daß viele von den alltagsgegenständen/konsumgütern, von denen wir umgeben sind, wirklich unnötig und überflüssig sind.....
jetzt würd ich euch gerne fragen: wieviel geld würde euch reichen, damit ihr das gefühl hättet: es ist wirklich alles da.
ich mache mir da grad so meine gedanken drum........... :rolleyes:
mein ausbildungsgehalt (referendariat) in den nä. beiden jahren nach dem studium wird sowas um 900-1000 euro brutto (KV, miete, monatsticket ÖPNV, arbeitsmittel etc. gehen also noch ab) betragen. ein gehalt, über das sich viele junge referendare sehr beschweren und beklagen.
für mich wird es aber das meiste geld sein, das ich je in meinem leben zur verfügung hatte. für mich persönlich -ich sags ehrlich- sind diese 900 euro brutto oder was traumhafte aussichten. denn: eine ganze wohnung brauch ich gar nicht (ein altbau -WG-zimmer mit gemeinsamer küchen- und badbenutzung würde mir vollkommen genügen, auch wenn ich berufstätig wäre-vorausgesetzt natürlich, man hat die richtigen mitbewohner), ein auto werde ich mir auf keinen fall leisten-auch 2,3 h stunden bahnfahrt inkl. warterei würde ich gut verschmerzen (zumal ich die zeit zum arbeitsplatz wahrscheinlich noch gut nutzen könnte für vorbereitungen u.ä.); unmengen gel dfür kleidung ausgeben, würde mir auch nicht passieren, da ich sehr viel gebraucht (flohmarkt), im schlußverkauf oder bei H&M einkaufe. bleibt nur noch essen: ich kaufe gern preisgünstig-von daher nicht so das problem; allerdings würde ich mir bei dem gehalt dann auch mal obst und gemüse vom markt/bauern oder aus dem bioladen gönnen.
anonsten hoffe ich, daß immer noch etwas geld für musik, bücher (die ich auch oft gebraucht oder im angebot bei amazon kaufe) und ein paar kleinere "luxusartikel" (z.b. mp3-player, ab und zu ein konzertticket, ein sportkurs etc.) übrig bleibt.
etwas würde ich auch immer noch in reserve legen (sofern was ürbig bliebe) für die berühmten "schlechten zeiten" -also z.b. für den fall, daß mir meine zähne ausfallen sollten o.ä. ;)
urlaub vllt alle paar jahre mal-aber dann auch nur camping o.ä. und auch nur inenrhalb von europa (geflogen bin ich noch nie, hätte auch angst davor-wie gut, daß es bei all dem auch noch die umwelt schont :D )
Habe vor vielen jahren einmal eine Experiment gemacht: Ich wollte mit einem absoluten Minimum auskommen. D.H. Ich habe Essen geschnorrt, mir NULL gekauft usw. usw.
Ergebnis: Ich kam mit der Hälfte des damaligen Sozialhilfesatztes hin.
bastiane
12.02.2008, 11:11
dank der konsumgeilheit, wird der mensch immer unzufriedener, mit dem was er hat.
ich habe beide seiten erlebt, die der bitteren armut und die des (für mich) reichtumes.
jeder definiert reichtum anders, für mich bedeutet es das ich mir mal etwas leisten kann, und das ich nicht jeden euro zweimal umdrehen muss, bevor ich ihn ausgebe.
durch die konsumgeilheit bleibt sehr viel menschliches auf der strecke, man verliert den blick für das was im leben wirklich wichtig ist, man verliert die wertschätzung.
obwohl ich es nicht nötig hätte, gehe ich arbeiten, das ist meine selbständigkeit die ich nicht aufgeben möchte.
ich will nicht den ruf bekommen
"die gibt ja nur das geld vom mann aus! was kann die überhaupt ausser geldausgeben!"
da darf ich mich auch nicht wundern wenn ich nicht mehr respektiert werde, ausser von leuten die in den selben verhältnissen leben.
ich habe die letzten jahre damit verbracht, mir geld für meinen traumwagen zusammen zusparen. wenn ich diesen wagen habe, habe ich auch die nötige wertschätzung, es ist nicht nur ein auto das mit geld bezahlt wurde.
es ist mein auto, für das ich jahrelang gespart habe.
als mein mann mir den wagen zum geburtstag schenken wollte, lehnte ich dankend ab.
da wir keine kinder haben, geben wirdas geld für unsere autos aus, ich für meines, mein mann für seines.
mir ist es zum teil schon sehr peinlich mit autos der Oberklasse bzw. Luxusklasse durch die gegend zu gondeln.
es ist nicht schön wenig geld zu verfügung zu haben, aber ich kann sagen das es eine bereicherung ist auch mal mit weniger aus kommen zu müssen.
und ich beneide niemanden der geld im überfluss hat, denn dieser jemand weiß nicht zu leben, für ihn bedeutet leben = geldausgeben, das hat aber nichts mit der realität zu tun!
und ich beneide niemanden der geld im überfluss hat, denn dieser jemand weiß nicht zu leben, für ihn bedeutet leben = geldausgeben, das hat aber nichts mit der realität zu tun!
Das ist sehr engstirnig gedacht und kann so als Pauschalaussage nicht hingestellt werden.
Eiskristallin
12.02.2008, 11:50
ja, also....ninchen und bastiane....falls euch euer ganzes geld mal belastet.....nur her damit, ich teile eure lasten. ich bin ja sooooo selbstlos ...:D
Frankster_70
12.02.2008, 12:09
Wie gesagt, ich versuche schon mir das beizubringen, mit Geld umzugehen.
Aber es ist schwer.
Man wird immer gleich abgestempelt als oberflächliche Tussi, die außer Geldausgeben nichts kann etc.
Viele übersehen einfach ,daß ich zB es selbst nicht toll finde.
Aber man verzichtet natürlich auch nicht drauf, das würde keiner an meiner Stelle. Ist einfach so. Ob man es jetzt anders sagt oder nicht, im Endeffekt mag jeder ein bequemes Leben. Zumindest zeitweise.
Fühle mich deshalb schon irgendwie minderwertig.. würde auch gerne mal das Gefühl haben, daß ich zB auf der Arbeit gebraucht werde (arbeite ja nicht, nur Zuhause als Hobby). Das ist sicher ein tolles Gefühl und gut fürs Ego.
Das gibt einem viel mehr als neue Schuhe oder Handtaschen.
Ich wollte dich auf keinen Fall "abstempeln" oder so etwas, ist auch in keinster Weise böse gemeint. Aber ich bin zum Beipiel nach Abbruch meiner Ausbildung nur ganz knapp der Obdachlosigkeit entkommen, das Arbeitslosengeld bemessen an der Ausbildungsvergütung hat kaum fürs essen gereicht und ich war so stolz bzw. dumm, nicht zusätzlich zum Sozialamt gehen zu wollen... das war eine harte Zeit, aber eine, die ich im Nachhinein nicht missen möchte. Und ohne Hilfe von meinen (auch alles andere als wohlhabenden) Eltern, hätt ich es nicht geschafft.
Und was die Arbeit angeht - glaub mir, du fühlst dich 1000 Mal besser, wenn du etwas Sinnvolles tust, und Dinge, die du dir von "selbst verdientem" Geld kaufst, fühlen sich ebenso 1000 Mal besser an. Nur weil du nicht musst, kannst du doch trotzdem arbeiten gehen, muss ja nicht Vollzeit und hochbezahlt sein, es gibt auch jede Menge ehrenamtliche Tätigkeiten, dann hättest du auch nicht das Gefühl, jemand einen Job "wegzunehmen", der ihn vielleicht dringender braucht...
Und wenn du nicht arbeitest, hast du doch Zeit - du kannst doch mal 2 Wochen Urlaub bei jemand machen, der am Existenzminimun nagt. Vielleicht fühlst du dich danach in deiner Situation wohler, weißt es mehr zu schätzen.... Reichtum ist ja keine Schande und Neid muss man sich auch erst verdienen.
es ist nicht schön wenig geld zu verfügung zu haben, aber ich kann sagen das es eine bereicherung ist auch mal mit weniger aus kommen zu müssen.
Ist es das? Was ist denn daran bereichernd?
und ich beneide niemanden der geld im überfluss hat, denn dieser jemand weiß nicht zu leben, für ihn bedeutet leben = geldausgeben, das hat aber nichts mit der realität zu tun!
Finde ich zu verallgemeinert. Es gibt sehr wohl wohlhabende Menschen, die es verstehen zu leben. Und nicht jeder wohlhabende Mensch wird gleich zu einem endlos geldausgebenden Konsumsüchtigen, der sonst nichts mehr mit seinem Leben anzufangen weiß.
Eiskristallin
12.02.2008, 13:21
Es gibt sehr wohl wohlhabende Menschen, die es verstehen zu leben. Und nicht jeder wohlhabende Mensch wird gleich zu einem endlos geldausgebenden Konsumsüchtigen, der sonst nichts mehr mit seinem Leben anzufangen weiß.ja. man ist ja nicht gezwungen, sein leben zu einer louis vuitton und co -orgie zu machen, sowas wäre ja zb auch möglich wenn man viel geld hat: http://www.gut-aiderbichl.com
Ist es das? Was ist denn daran bereichernd?
Ich empfinde es auch als bereichernd, weil ich erst durch wenig Geld wieder gelernt habe, das was ich habe richtig zu schätzen. Weil ich für mich festgestellt habe, was ich eigentlich wirklich brauche und womit ich mich eigentlich nur balaste. Weil ich mich wieder richtig über Dinge freuen kann, die ich ansonsten für selbstverständlich gehalten habe. Und nicht zuletzt, dass ich gerade in einer bescheidereren Phase in jungen Lebensjahren festgestellt habe, welche Menschen es wirklich gut mit mir meinen und welche bei Schwierigkeiten gleich die Flucht ergreifen.
Das ist alles sehr kompliziert zu diskutieren, es gibt auch kein Richtig und kein Falsch.
Ach,
natürlich gibt es das Richtung und Falsch, natürlich nicht pauschalisiert. Wer einen Kopf hat für mehr als nur Schminke, weiß, dass das "Woher das Geld kommt" auch eine Kehrseite der Medaille hat. Nicht provozieren lassen, Ninchen, bitte, das ist nur eine Gegenüberstellung. Ich gehe davon aus in deinem Kopf ist auch "mehr als nur Mode", das zeigen ja deine Beiträge. ;)
Auch hier gibt es selbstverständlich redliche Menschen und Idioten, die gibt es aber unabhängig vom Geldbeutel (und dessen Beschaffenheit).
Ja, ich kenne beide Welten. Dazwischen fühle ich mich persönlich am wohlsten, also genug Geld um nicht in Not zu geraten und nicht zuviel um anmaßend auftreten zu müssen gegenüber den meisten Menschen.
Ein Leben im Überfluß muss anderswo weggenommen werden. Entweder anderen Menschen oder der Natur. Wer mehr hat als ihm/ihr zusteht (das ist relativ, ich weiß) beutet aus. Eine Firma die Shareholder Value den Vorzug gibt, beutet aus, der Arbeitsgeber der am Lohn spart, weil es eben geht, nutzt die Not von Menschen aus usw.
Und da gibt es für mich persönlich Grenzen, die leider zu oft von von den Menschen überschritten werden, die in Maßlosigkeit abgleiten, die zu viel haben. Und auch hinter Unternehmen, der Regierung, dem Staat stehen Menschen, die Verantwortung tragen, ob sie wollen oder nicht, durch ihre Macht, Geld, Einfluß, wie sich unsere Menschheit, Gesellschaft entwickelt.
Lieben Gruß
Susann
Hm, das ist ein Thema, was gerade zu Verallgemeinerungen einlädt.
Aber gerade hier können diese sehr ungerecht sein.
Ich kann vielleicht Geld nicht wirklich wertschätzen, ja.
Aber ich kann sehr wohl das Leben mit all seinen Kleinigkeiten wertschätzen.
Ich kenne die dunklen Seiten des Lebens- und was ich erlebt habe, ist vllt sogar dunkler, als daß man mal 2 Wochen nur trockenes Brot essen musste aus Geldnot.
Daß ich nur Louis Vuitton Taschen habe zeugt nicht von Oberflächlichkeit oder sonstigem. Ich finde, das wird aller sehr übertrieben.
Davon abgesehen sind Louis Vuitton Taschen auch kein Indiz für Dummheit oder ähnliches..
Wird aber leider oft so hingestellt.
Ich mein jetzt nicht hier im Forum, sondern generell.
Und warum mußt du das immer wieder betonen? Kann es dir nicht egal sein, was andere über dich denken? Außerdem gibt es Dinge, die halt negativ auffallen können. Du schreibst z.b. immer wieder die Markennamen der Taschen und Schuhe. Warum schreibst du nicht einfach teuere Taschen und Schuhe. Wenn man oft Markennamen verwendet entsteht schnell der eindruck, man wolle seinen Status zur Schau tragen. Auch die Art wie man sich ausdrückt beeinflußt sie Aussenwirkung.
Klar ist es immer eine Frage der Außenwirkung:
Wer mich sieht, wird schon vllt denken ,daß ich viel Wert auf Äußeres lege und vllt sonst nicht viel im Kopf habe.
Aber deswegen werde ich nicht aufhören, mich zu schminken, mit Louis Vuitton Täschen und Gucci Schuhen durch die Gegen zu laufen.
Wer sich davon blenden lässt, der ist es nicht wert, den Menschen in mir kennen zu lernen, den brauche ich auch nicht.
Und wer so denkt, der ist engstirniger, als er manch einen Reichen für hält.
Ich meine, bin ich ein schlechterer Mensch, nur weils mich vor Flohmärkten gruselt & ich eher sterben würde, als second hand zu tragen?!
Kann ich das Leben weniger ehrlich genießen, nur weil ich auf einer Mio. teuren Finka auf Mallorca sitze, und nicht in einem kleinen Wohnzimmer im 5. Stock eines Hochhauses?
Vertseht ihr ,was ich meine?
Das ist doch verallgemeinernd und nicht korrekt.
Diese Denkweise empfinde ich aber als genauso engstirnig. Das Äußere ist nun mal das erste was der Mensch wahrnimmt. Niemand kann anderen Menschen ihm Kopf schauen. Es bedarf des aufeinander zu gehen von beiden Seiten
Natürlich gibts reiche Schnösel.
Aber erstens sind das meistens Neureiche, und 2. gibts solche Idioten auch ohne Geld.
Das ist eine Frage des Charakters.
Auch ein Vorurteil. Ein Neureicher kann auch jemand sein, der sich seinen Wohlstand erarbeitet hat. Diese Leute wissen oft was Geld wert ist und verstehen es damit umzugehen. Sie heben nicht ab. Viel problematischer finde ich es im Reichtum geboren zu sein. Wenn die Eltern es nicht verstehen diesen Kinder den richtigen Umgang mit Geld näher zu bringen sind Probleme und der Weg nach unten oft schon vorprogrammiert.
Ich arbeite ja zB auch. Ok, von Zuhause aus ,aber ich arbeite auch.
Um Menschen zu helfen, und um Gutes zu tun, nicht des Geldes wegen.
Aber ist nicht gerade eine solche Arbeit sogar mehr wert, als manche, die lieblos nur wegen des geldverdienens ausgeübt wird?
Warum werten?Das kann man gar nicht miteinander vergleichen.
Das ist alles sehr kompliziert zu diskutieren, es gibt auch kein Richtig und kein Falsch.
Aber ich werd nicht gerne abgestempelt und hingestellt, als wäre ich weltfremd, nur weil ich mit Geld um mich schmeißen kann.
Ich denke ,das merkt man mir (hoffentlich) auch an.
Das hängt auch von dir ab. Vor allem solltest du dir abgewöhnen ständig darüber zu reden, daß du mit Geld um dich schmeißen kannst. Wenn man wirklich selbstbewußt und authentisch ist, braucht man sowas nicht zu erwähnen, man straft die Menschen durch sein eigenes Verhalten lügen.
Meine das jetzt alles nicht bzgl euch, sondern generell.
Weil man oft mit solchen Vorurteilen konfrontiert wird im Alltag..
Schubladendenken ist menschlich. Es ist sogar nötig, damit das menschliche Miteinander funktionieren kann (Gibt interessante Bücher zum Theme). Man muß sich nur bewußt sein, daß man Schubladen auch neu ordnen oder umräumen kann.
Le chat noir
12.02.2008, 14:49
Ninchen, eben argumentierst Du Dich um Kopf und Kragen. :eek:
Ja, schließe das Thema jetzt für mich auch
Und wech.. :bunny:
bastiane
12.02.2008, 14:58
Ich meine, bin ich ein schlechterer Mensch, nur weils mich vor Flohmärkten gruselt & ich eher sterben würde, als second hand zu tragen?!
Kann ich das Leben weniger ehrlich genießen, nur weil ich auf einer Mio. teuren Finka auf Mallorca sitze, und nicht in einem kleinen Wohnzimmer im 5. Stock eines Hochhauses?
ich denke nicht das du deswegen ein schlechter mensch bist, das habe ich auch nie behauptet.
Für dich wäre es unerträglich das alles zu verlieren. Das leben hätte für dich ohne diesen Reichtum keinen wert.
du schmeißt mit zahlen um dich herum das verdienen andere ihr ganzes leben nicht und das finde ich nicht in ordnung, für dich bedeutet es zu leben geld zu haben.
dann erwähnst du noch die neureichen, da musste ich nun wirklich lachen, hast du dir deine mio. finca auf mallorca erarbeitet? und arbeitest du soviel das du es dir leisten kannst alles zu kaufen? Ich denke nein.
du läßt dir die kohle richtig raushängen, indem du markennamen erwähnst, in dem du summen angibst, in dem du den wert eurer finca sagst, und das finde ich arrogant und oberflächlich, da darfst du dich nicht wundern.
ich kaufe mir wagen ohne typenbezeichnung, damit keiner sieht das unter der motorhaube geld verbaut ist. ich wohne in einer mietwohnung im 2ten stock, darauf habe ich bestanden, damit ich nie die wertschätzung verliere gegenüber denen die weniger haben wie ich.
niemand weiß was mein mann verdient (ausser ich und das finanzamt), niemand weiß was wir im monat ausgeben können.
geld zu haben, es genießen zu können ohne damit an zugeben, das ist eine kunst für sich, die nicht jeder beherrscht.
Ich finde es schade,
daß geistige Nahrung immer so viel mehr kostet,
als körperliche.
Ich bin davon überzeugt, daß ich eher am Mangel an geistiger Nahrung zugrunde gehen würde, als an körperlicher - ich brauche es einfach. Es ist für mich lebensnotwendig.
Es ist immer sinnvoll erstmal zu schauen welchen Anteil man selbst an allem hat. Das ist ähnlich wie der Chef ohne Authorität. Er muß ständig seine Position vor sich hertragen. Durch den ständigen Hinweis auf seine Position stellt er seinen Mangel an Authorität und seine Unsicherheit öffentlich zur Schau. Wirkliche Authorität muß nicht erwähnt werden. Sie wirkt.
@Ninchen
Das ist nicht bös gemeint. Aber wenn du ständig über deine finanziellen Möglichkeiten, deinem Besitz und wie sehr du doch charakterlich unterschätzt wirst redest, dann wirkst du allein dadurch sehr unsicher. Es wirkt als würdest du selbst zweifeln. Es wirkt nicht authentisch. Das bemerken auch andere Menschen und führt auch dazu, daß sie dich nicht ernst nehmen und deinen Worten keinen glauben schenken, dich vorverurteilen.
Manchmal hilft ein wenig Selbstkritik, um den Kern eines Problems zu erkennen.
Markennamen und Geldwerte sind für dein Problem nicht relevant. Auch durch ihre Nennung wirkst du unsicher und nicht selbstbewußt.
Eiskristallin
12.02.2008, 15:19
Also sorry, aber jetzt reichts mir mal!
VIELE haben erzählt, wieviel Geld sie im Monat ausgeben.
Und ich hab das auch gesagt.
Aber bei MIR wirds angekreidet, bei den anderen nicht.
Was soll das?
Ich hab nicht gesagt "boah hier geil, ich tolle Tussi, ich schmeiss hier das Geld nur so zum Fenster raus weil ich so super bin hey hey"-
ich hab gesagt, daß ichs scheiße finde ,daß ich mit Geld nicht umgehen kann und mir selbst wünsche, ich hätt es mal gelernt!
Und den Markennamen hab ich WIEDERHOLT von Jemandem um Bezug drauf zu nehmen, und nicht um zu sagen, wie toll dass ich das hab.
Und falls dus nicht gemerkt hast, hab ich zB den Wert der Finca gesagt, um meine Argumente besser dar zu legen.
Das ist auch ein Zeichen von Vertrauen, aber schön ,daß auch mal so gesehen wird
Ich hab das mit dem Geld nur 3x in Beiträgen erwähnt, weil wir diskutiert haben, ich hab das nicht RAUSHÄNGEN lassen an allen Ecken und Kanten.
warum ist es ok, wenn andre sagen, sie geben 150- 400 Euro im Monat aus?
Warum kann ich nciht sagen, daß es bei uns eben 6000 sind, ohne ,daß ICH angemacht werde? Ich hab das ganz normal und nicht überheblich gesagt.
Und selbst wenn ich damit angeben WOLLTE, WAS NICHT SO IST, dann wär ich nicht so dumm, das HIER zu tun, wo ich weiss, daß das hier keinen beeindruckt
mal etwas unsortierte gedanken dazu:
.) ich empfand es auch als sich durch verschiedene threads ziehendes "reichtum raushängen lassen" von ninchen, muß aber andererseits dazu sagen, daß es aber auch einfach mehr auffällt, wenn jemand zb mehrere fotos von deutlich teureren objekten postet als die anderen. ob das nun ein (bewußtes) "raushängen lassen" ist oder ob es nur einfach stärker wahrgenommen wird, weil es mehr auffällt, ist da schwer feststellbar.
.) die kombination aus reichtum herzeigen und jammern "ich kann mit geld nicht umgehen, buhu" wirkt leicht provozierend - besonders auf all jene, die wenig geld haben und damit umgehen können wie die tollsten sparmeister.
.) dennoch ist es natürlich ninchens gutes recht, dinge zu zeigen, summen zu nennen, ihr leben zu zeigen, wie es andere hier auch tun.
.) manche diesbezüglichen aussagen (wie etwa das mit den neureichen) finde ich dennoch auch überheblich - sorry, aber ist so
Frankster_70
12.02.2008, 15:22
@ Ninchen
und ich sag noch, "es ist mutig, das hier so offen zu schreiben" ;)
Trotzdem, Summen hin, Markennamen her, der Grund warum ich überhaupt auf das Posting reagiert habe war, dass du geschrieben hast, du wärst mit der Situation nicht uneingeschränkt glücklich, wenn ich mich recht entsinne, hast du sogar was von "minderwertig" oder "schlechtem Gewissen" geschrieben, kanns bloß nicht mehr nachgucken, ist ja gelöscht. Jemandem, der wenig hat und sich deshalb schlecht fühlt, kann man nicht sagen, "verdien doch einfach mehr", aber dir in deiner Situation kann man raten, mal für begrenzte Zeit die Rollen zu tauschen, um dich hinterher in deiner Rolle besser zu fühlen. Mehr wollte ich gar nicht sagen, deshalb hast du doch geschrieben, oder, weil du dich nicht 100%ig wohl fühlst..?
In 'nem anderen Thread können wir gerne mal alle diskutieren, wie viele Menschen sich wie lange vom Gegenwert eines Paars Gucci-Schuhe ernähren können und ob wirklich jemand "verdient" das zigfache dessen zu verdienen, was andere bekommen, die genau soviel Zeit und Herzensblut investieren, aber das war doch hier überhaupt nicht das Thema, oder seh ich das falsch?
.) dennoch ist es natürlich ninchens gutes recht, dinge zu zeigen, summen zu nennen, ihr leben zu zeigen, wie es andere hier auch tun.
Das schon. Die Mischung machts. Wie du erwähnt hast. Einerseits diese Dinge nennen, andererseits darüber "jammern"
(Mein Ego macht mich an diesem Punkt darauf aufmerksam, daß mein Beitrag völlig ignoriert worden ist ... ;) )
maerzhase
12.02.2008, 15:34
Speziell für Rogue's Ego. :p
Ich finde es schade,
daß geistige Nahrung immer so viel mehr kostet,
als körperliche.
Ich bin davon überzeugt, daß ich eher am Mangel an geistiger Nahrung zugrunde gehen würde, als an körperlicher - ich brauche es einfach. Es ist für mich lebensnotwendig.
Ähm ... weiß nicht. Sind denn Bibliotheksbenutzungen nicht frei? :kratz:
Eiskristallin
12.02.2008, 15:34
(Mein Ego macht mich an diesem Punkt darauf aufmerksam, daß mein Beitrag völlig ignoriert worden ist ... ;) )öh ja, was soll ich sagen... ich brauch schon erst was zu essen und dann erst ein buch....um mal eine etwas primitive antwort auf deinen kommentar abzugeben.
Frankster_70
12.02.2008, 15:35
(Mein Ego macht mich an diesem Punkt darauf aufmerksam, daß mein Beitrag völlig ignoriert worden ist ... ;) )
:troest:
Geh einfach davon aus, dass dein Beitrag so gut und richtig war, dass alle stillschweigend zugestimmt haben ;)
Ist ja auch was dran - und wenns ganz schlimm kommt, kann man ja zur Not seine Bücher mit ein bisschen Senf oder Ketchup auch noch essen, bevor man verhungert ;)
Speziell für Rogue's Ego. :p
Ähm ... weiß nicht. Sind denn Bibliotheksbenutzungen nicht frei? :kratz:
Aber die haben nie die *neuesten* Bücher ! :p
(Womit ich mich auch gerade um Kopf & Kragen argumentiert habe ... :p )
Ich finde es schade,
daß geistige Nahrung immer so viel mehr kostet,
als körperliche.
Ich bin davon überzeugt, daß ich eher am Mangel an geistiger Nahrung zugrunde gehen würde, als an körperlicher - ich brauche es einfach. Es ist für mich lebensnotwendig.
:jubel:
Vollste Zustimmung, Rogue. :) Und ich leihe auch gerne Bücher aus, auch gerne freundschaftlich, Leihbüchereien wählen nämlich auch aus und man findet teilweise nur vorzensierte Auswahl vor. *tiefseufz*
Ich könnte eher in einem leeren Faß hausen mit vielen Büchern und philosophieren den ganzen Tag. :lol: Na, etwas zu Essen und ein Computer mit DSL wäre schon nett. :D
ps. Mist, ich muß mir merken Threads zu abonnieren, weil ihr einfach editiert. Meine Neugier wieder.... achja...
Lieben Gruß
Susann
Viel problematischer finde ich es im Reichtum geboren zu sein. Wenn die Eltern es nicht verstehen diesen Kinder den richtigen Umgang mit Geld näher zu bringen sind Probleme und der Weg nach unten oft schon vorprogrammiert.
Ich finde es genau so problematisch "Geld geheiratet" zu haben und dann zu denken, man hätte sich dies selbst erarbeitet oder gar verdient ;) Noch dazu im Grunde des Herzens unglücklich mit dem gewählten Geld...äh Mann zu sein...jaja, auch das gibt's...hab so einen Fall im Bekanntenkreis ;)
P.S. für mich ein Kotzreizthema insgesamt, da alleinerziehend, ganz auf mich alleingestellt mit Halbtagsstelle....es stehen längst fällige Hosen und Schuhe für die Jungs an (natürlich von Kick ^^) und wenn ich dann hier manche Beiträge lesen...sorry, dann bekomme ich echt die Krise ;)
1) muß aber andererseits dazu sagen, daß es aber auch einfach mehr auffällt, wenn jemand zb mehrere fotos von deutlich teureren objekten postet als die anderen. ob das nun ein (bewußtes) "raushängen lassen" ist oder ob es nur einfach stärker wahrgenommen wird, weil es mehr auffällt, ist da schwer feststellbar.
Das Fotospiel ist ein Spiel, wo Leute das posten, was gewünscht war.
Warum wird da bei mir jetzt ein Unterschied gemacht?
Warum können alle anderen was posten, ohne ,daß es kommentiert wird- und bei mir sich gleich die Frage gestellt, ob ich das jetzt extra fotografiert hab etc.
Ich meine, darf ich jetzt meine Tasche nicht posten, weil sie teurer war als vllt andere?
Das ist nicht fair, daß ich wegen meiner Fotos jetzt so hingestellt werde ,als würd ichs raushängen lassen wollen.
Am besten es wird jetzt noch gesagt, ich hab das Fotospiel nur deshalb ausgesucht, um hier schön auf Krösus zu machen :rolleyes:
2) die kombination aus reichtum herzeigen und jammern "ich kann mit geld nicht umgehen, buhu" wirkt leicht provozierend.
Ich empfinde das "buhu" hinter dem Satz als sehr verletzend.
Ich hab ehrlich über meine Gefühle gesprochen, gesagt, womit ich ein Problem habe. Warum ist das provozierend? Und warum ist es nicht provozierend, wenn andere sagen, sie haben nur 150 Euro im Monat und damit ein Problem? Warum wird zwischen den Gefühlen/Problemen ein Unterschied gemacht?
3) ... dinge zu zeigen, summen zu nennen, ihr leben zu zeigen, wie es andere hier auch tun.
Warum macht ihr einen Unterschied zwischen den Dingen die ich poste, und allen anderen?
Warum kriege ich Fotos vom Fotospiel vorgehalten und hintenrum dann nachher reingedrückt und andere nicht?
Warum darf jeder sagen, wieviel er pro Monat hat & was es für ihn bedeutet, und ich nicht?
Warum darf Jdn anderes "louis Vuitton" sagen, und bei mir ist es gleich Scheiße?
Warum werden meine Sorgen (daß ich nicht mit Geld umgehen kann zB) lächerlich gemacht, und die von denen, die weniger haben, nicht?
Ich hab doch selbst gesagt daß ich nciht stolz darauf bin und es manchmal gern anders hätte!
Ich hab dafür andere Probleme.
Bin nicht selbstständig mit 24, weiss nicht, was es bedeutet Geld verdienen zu müssen und hab deswegen keine Disziplin zB- was mir im Alltag nachhängt.
Ich hab Schwierigkeiten Freunde zu finden, die mich meinetwegen mögen, und nicht, weil sie hoffen, was vom Stück Kuchen abzubekommen.
Mich mach das scheiß Geld einsam, und trotzdem bin ich es jetzt so gewohnt und hätte Probleme, es wäre plötzlich weg- was nicht gut ist. Denn es kann irgendwann alles weg sein, und dann hätte ich mehr dran zu knabbern, als wenn ich disziplinierter wäre.
Ich mag teure Sachen, aber ich mag genauso auch andere.
In dieser "reichen Liga" muß man gewisse Statussymbole etc haben, sonst wird man gemobbt- zumindest in meinem Alter.
Mein Schatz ist 37, all seine reichen Freunde sind älter, nehmen mich eh nicht ernst. Da muss ich wenigstens äußerlich gleich sein.
Mich macht das traurig, oft einsam, unzufrieden.
So schön es auch sein kann.
Warum kann ich das in einem Forum, das mir wichtig ist, nicht sagen, ohne ,daß man mich angreift?
Ich sag das nicht um aufzutrumpfen, sondern weil ich hier Vertrauen habe.
Ok, ich drück mich oft doof aus & komm dann anders rüber.
Aber ihr alle könntet es besser wissen, ich bin ja nicht erst seit gestern Mitglied hier :(
Das macht mich traurig.
Und NEIN ich will jetzt nicht bemitleidet werden oder auf armes Mäuschen spielen, ich bin einfach nur ehrlich.
Aber das wird sicher auch gleich in der Luft zerfetzt :(
cryingflannel
12.02.2008, 17:33
@risa: wenn das wirklich so einfach wäre...
die realität fragt dummer weise nicht danach, wer was verdient hat oder wer nicht. die realität kennt den begriff "etwas verdienen" nicht einmal... und die frage, wer was verdient hat ist so relativ, dass sie ohnehin jeder anders beantworten würde...
deswegen sind solche überlegungen, ob jemand seinen reichtum denn nun verdient habe oder nicht rein theoretisch und führen in der praxis letztlich zu nichts. bestenfalls zu pseudomoralischen verurteilungen, die auch keinem helfen.
jeder hat´s imho genauso verdient wie keiner...
und wer das glück hat, soll´s doch geniessen! viel spass dabei ;)
Eiskristallin
12.02.2008, 17:41
ninchen, deine überlegungen alle an meinem posting "aufzuhängen" finde ich nicht ganz fair, zumal in in meinem posting durchaus auch "pro-argumenhte für dich" (vereinfacht ausgedrückt) gebracht habe
Das Fotospiel ist ein Spiel, wo Leute das posten, was gewünscht war.es zieht sich ja nciht nur durchs fotospiel, aber wie gesagt, ich brachte je eh auch pro-argumente
Und warum ist es nicht provozierend, wenn andere sagen, sie haben nur 150 Euro im Monat und damit ein Problem?
weil es niemanden gibt, den das provoziert, während jemand, der jeden monat drum kämpft, sich genug zu essen kaufen zu können und die miete zahlen zu können, sich sehrwohl provoziert fühlen kann, wenn ein anderer sagt, "wir geben soooo viel geld aus, ich kann mit geld gar nicht umgehen, ich find das schlimm". ist halt nun mal so.
Ich hab Schwierigkeiten Freunde zu finden, die mich meinetwegen mögen, und nicht, weil sie hoffen, was vom Stück Kuchen abzubekommen.
Mich mach das scheiß Geld einsam, und trotzdem bin ich es jetzt so gewohnt und hätte Probleme, es wäre plötzlich weg- was nicht gut ist. ja, das glaub ich dir
In dieser "reichen Liga" muß man gewisse Statussymbole etc haben, sonst wird man gemobbt- zumindest in meinem Alter.
Mein Schatz ist 37, all seine reichen Freunde sind älter, nehmen mich eh nicht ernst. Da muss ich wenigstens äußerlich gleich sein. traurig. ich würde diese leute meiden oder mich bewußt von ihnen abgrenzen. ist dir ihre meinung so wichtig? was würde passieren, wenn du auf ihre konventionen pfeifst?
@risa: wenn das wirklich so einfach wäre...
die realität fragt dummer weise nicht danach, wer was verdient hat oder wer nicht. die realität kennt den begriff "etwas verdienen" nicht einmal... und die frage, wer was verdient hat ist so relativ, dass sie ohnehin jeder anders beantworten würde...
deswegen sind solche überlegungen, ob jemand seinen reichtum denn nun verdient habe oder nicht rein theoretisch und führen in der praxis letztlich zu nichts. bestenfalls zu pseudomoralischen verurteilungen, die auch keinem helfen.
jeder hat´s imho genauso verdient wie keiner...
und wer das glück hat, soll´s doch geniessen! viel spass dabei ;)
Ne, also mit "verdient haben" meinte ich das "verdienen durch Arbeit/ Leistung" im klassischen Sinne. Ich empfinde es als sehr unangenehm, wenn Menschen eben diese Mühe vergessen, bzw. meinen, sie seien - nun durch das angeheiratete/ geerbte Geld- etwas besseres. Da kann ich eher den Stolz nachempfinden, wenn jemand durch eigene schlaue Ideen/ Kraft vermögend geworden ist. Nur so meinte ich das mit dem "verdienen", ok? Was wer sonst wie wodurch verdient hat, ist müssig :D
@ Keetah
Das war nicht alles auf dich bezogen, habs nur als Aufhänger genommen, um den richtigen Start zu kriegen!! :kleeblatt
also ich kann vor allem ninchens letzten beitrag sehr gut nachvollziehen. und ganz ehrlich, ich hätte auch kein problem damit, 6000 euro im monat durchzubringen, ich würde einen großteil davon wahrscheinlich in rauch aufgehen lassen :p
aber es hat eben alles seine schattenseiten, so direkt möchte ich nicht mal tauschen. zumindest für mich wird es deutlich, dass sie sehr wohl leidet unter den zuständen, der oberflächlichkeit usw. aber jeder muß sehen, wie er mit seinem leben zurecht kommt, geld allein macht wohl wirklich nicht glücklich. warum sollte jemand ohne geldsorgen nicht genauso probleme haben, wie jemand, mit weniger geld?
und wenn sie halt auf markensachen steht, bitte. oder das in ihren kreisen eben so der gute ton ist. andere haben dafür drei jobs, um sich sowas zu leisten, wers mag, meinetwegen. jeder wie er möchte, und wenn jemand noch das geld dazu hat, warum nicht?
erinnert mich an ein anderes forum und eine "hetzjagt" zu einem ähnlichen thema, wo sich glatt jemand getraut hat, zu sagen, dass er sein studium komplett von seinen eltern finanziert bekommt. warum gehen da die leute so auf, wenns ums geld geht? anstatt dass sies ihm einfach gönnen. purer neid? letzten endes wirds immer einen geben, ders schlechter hat, und mit weniger auskommen muß.
ninchen, deine überlegungen alle an meinem posting "aufzuhängen" finde ich nicht ganz fair, zumal in in meinem posting durchaus auch "pro-argumenhte für dich" (vereinfacht ausgedrückt) gebracht habe
es zieht sich ja nciht nur durchs fotospiel, aber wie gesagt, ich brachte je eh auch pro-argumente
weil es niemanden gibt, den das provoziert, während jemand, der jeden monat drum kämpft, sich genug zu essen kaufen zu können und die miete zahlen zu können, sich sehrwohl provoziert fühlen kann, wenn ein anderer sagt, "wir geben soooo viel geld aus, ich kann mit geld gar nicht umgehen, ich find das schlimm". ist halt nun mal so.
ja, das glaub ich dir
traurig. ich würde diese leute meiden oder mich bewußt von ihnen abgrenzen. ist dir ihre meinung so wichtig? was würde passieren, wenn du auf ihre konventionen pfeifst?
Es tut mir leid ,wenn ich Jemanden vor den Kopf gestoßen habe..
Ich weiß, daß es nicht zu vergleichen ist, wenn Jemand kaum was zu Essen hat, oder ich nicht mit Geld umgehen kann ,weil ich nie keins hatte.
Aber es ist eben beides mit Problemen verbunden, die man so hat.
Und ich wollte eigentlich einfach nur sagen, daß ich auch Probleme habe ,weil die mich grade in letzter Zeit sehr mitnehmen.
Meine Eltern haben immer sehr gut verdient.
Aber soviel Geld wie jetzt durch meinen Schatz hab ich erst seit 2 Jahren.
Für mich ist das neu.
Ich kann damit nicht umgehen.. Noch nicht.
Ich muss das eben auch erst lernen.
Es ist sehr schwer, sich da so zu bewegen ,daß man sich selbst noch wohl fühlt. Etc.
Und mehr wollt ich eigentlich gar nicht sagen :(
Ich persönlich würde gerne auf die ganzen Dinge und Ansichten anderer schei***. Aber mein Schatz ist sehr labil und darauf bedacht, es allen recht zu machen. Er will ,daß man immer anständig über in denkt, er hat nicht genug Selbstbewusstsein, um der ganzen Etikette den Rücken zu kehren.
Das machts mir schwierig, es dennoch zu tun. Weil ich ja auch auf seine Gefühle Rücksicht nehmen muss.
Hallo Ninchen,
das mit der Tasche war ein Scherz von mir, zugegeben ein schlechter, aber sicher nicht böse gemeint. OK?
Ich kauf selbst gerne Markenware, so sie denn auch das "wert" ist, von der Qualität der Verarbeitung. Trage auch z.B. Marco Polo & Co, allerdings Second Hand und aufgrund gesellschaftlicher Vorteile, denn Kleider machen Leute.
So ist es doch, wer Billigware trägt wird von vielen Menschen auch Billigware behandelt, weil man Billigware oft genug ansieht.
Allerdings hört für mich die Vernunft auf, wo fast nur noch Name bezahlt wird. Es gibt auch günstige Produkte, die qualitativ problemlos mit Marke mithält. Und Leder bleibt Leder, es gibt auch einen maximalen Produktwert einer Sache, und genau da hört für mich die Lust etwas zu konsumieren auf, wo diese Grenze zum Irrsinn und Schickeria überschritten wird.
Das hat vielleicht auch mit persönlicher Entwicklung zu tun, diese Einsichten zu bekommen und auch beurteilen zu können, zu lernen, wo es noch persönlicher Genuß ist und ab wann peinliches und tatsächlich künst-lich (weil künstlich überhöhter Preis) "Ding-zur-Schau-tragen". Denn, obwohl es zu dem Schamthread nun passt, ich täte mich schämen etwas zu konsumieren, das ich nicht "verdiene". Und verdienen beschrieb ich zuvor global: Wo ich ausbeute und ungerechtfertigt wegnehme, z.B. in der Wüste einen Swimmingpool bauen und die Einheimischen (z.B. Afrika) haben Wassernotstand, da hört es für mich gänzlich auf mit dem Verständnis.
Ich könnte auch nie Urlaub machen wo Menschen hungern, das täte mir in der Seele weh alleine zu wissen, das hinter dem bewachten Zaun Menschen existentielle Not leiden. Vielleicht bin ich in diesem Punkt tatsächlich anders als die meisten Menschen, ich weiß es nicht. Nur habe ich immer versucht sie zu lindern und tu das heute noch, wenn z.B. meine Nachbarin mit ihrem Wenigen nicht über den Monat kommt, ihr aus meinem Kühlschrank Essen abzugeben.
Das ist mein persönlicher Weltschmerz, mit dem ich schon immer lebte und ich möchte auch niemandem ein schlechtes Gewissen einreden, nur beschreiben, wie es bei mir innen drin aussieht zum Thema Reichtum. Und hoffe das wird auch entsprechend verstanden und nicht das hier wieder Begriffe wie "Neid" auf den Plan kommen, denn ich bin nicht neidisch. Ich würde mit dir ganz sicher nicht tauschen wollen, Ninchen, aber weil ich so nicht leben wollte und vermutlich auch nicht könnte. :o
Lieben Gruß
Susann
Mit dem neid hab ich auch keinen direkt angegriffen, aber durch alle foren durch, wo ich mich die letzten jahre so bewegt habe, ist die diskussion bei DIESEM thema immer ähnlich ;) war eher ne halb rethorische frage....
Hallo Velvet,
ja, aber es wird von beiden Seiten schnell argumentativ verwendet. Ich betreue derzeit sehr arme Menschen, das tut einfach so weh. :(
Und wir haben auch hier ein Kastensystem, wie in Indien, nur unausgesprochen, durchsichtig, gläserne Decken, man wird hineingeboren in einen Status oder hat oft einfach nur Glück (Ausnahmen), oder eben Pech. Zu sagen es läge immer nur an einem selbst ist einfach falsch. Auch hier gilt es zu differenzieren und genau hinzuschauen.
Lieben Gruß
Susann
Eiskristallin
12.02.2008, 18:48
@ Keetah
Das war nicht alles auf dich bezogen, habs nur als Aufhänger genommen, um den richtigen Start zu kriegen!! :kleeblatt
ach so. alles klar :)
Eiskristallin
12.02.2008, 18:49
Ich persönlich würde gerne auf die ganzen Dinge und Ansichten anderer schei***. Aber mein Schatz ist sehr labil und darauf bedacht, es allen recht zu machen. Er will ,daß man immer anständig über in denkt, er hat nicht genug Selbstbewusstsein, um der ganzen Etikette den Rücken zu kehren.
Das machts mir schwierig, es dennoch zu tun. Weil ich ja auch auf seine Gefühle Rücksicht nehmen muss.ich versteh, ninchen. ist ein drahtseilakt.
pink_ringo
12.02.2008, 18:53
Ich hätte auch gerne etwas mehr zur verfügung als ich derzeit verdiene, aber daran kann ich leider nix ändern. Würde meinen Kinder gerne mal ihre Wünsche erfüllen und muß jeden Cent zweimal umdrehen, aber es geht uns noch einigermaßen gut. Wir werden satt und laufen nicht barfuß rum. Einmal soviel ausgeben wie man will *träum* wäre das schön. Können sich denn die gutbetuchten nicht mal eine ALGII Familie aussuchen und die Kinder neu einkleiden oder Muttern zum Frisör bringen? Das wäre mal was! Bei uns gibt es hier "die Arche" und die brauchen auch immer Spenden. Es gibt immer mehr Kinder die hungern müssen weil das Geld knapp ist.
Ich hätte auch gerne etwas mehr zur verfügung als ich derzeit verdiene, aber daran kann ich leider nix ändern. Würde meinen Kinder gerne mal ihre Wünsche erfüllen und muß jeden Cent zweimal umdrehen, aber es geht uns noch einigermaßen gut. Wir werden satt und laufen nicht barfuß rum. Einmal soviel ausgeben wie man will *träum* wäre das schön. Können sich denn die gutbetuchten nicht mal eine ALGII Familie aussuchen und die Kinder neu einkleiden oder Muttern zum Frisör bringen? Das wäre mal was! Bei uns gibt es hier "die Arche" und die brauchen auch immer Spenden. Es gibt immer mehr Kinder die hungern müssen weil das Geld knapp ist.
Ja, es ist wirklich sehr schlimm wenn gerade Kinder hungern müssen vor Armut. Es ist schrecklich.. man darf gar nicht dran denken.. da komm ich immer auch auf die Kinder in Entwicklungsländern etc..
Das Leben ist schon komisch.. manche viele, andere gar nichts.
Das ist nicht fair.
Ich zB spende viel für Forschungszwecke einer bestimmten Augenkrankheit & einer psych. wenig erforschten Störung.
Das liegt mir sehr am Herzen..
Andere spenden dafür für Kinder, SOS Dörfer o.ä.
Wichtig ist ,daß man es tut. Egal für was.
Wenn mans kann natürlich, mein ich. Dann empfind ich es sogar als menschliche Pflicht.
Es tut mir leid ,wenn ich Jemanden vor den Kopf gestoßen habe..
Ich weiß, daß es nicht zu vergleichen ist, wenn Jemand kaum was zu Essen hat, oder ich nicht mit Geld umgehen kann ,weil ich nie keins hatte.
Aber es ist eben beides mit Problemen verbunden, die man so hat.
Und ich wollte eigentlich einfach nur sagen, daß ich auch Probleme habe ,weil die mich grade in letzter Zeit sehr mitnehmen.
Ohne dein Problem schmällern zu wollen. Jemand der sich jeden Tag überlegen muß wie er überhaupt irgendwas zu Essen kaufen kann, wird mit deinen Problemen gerne tauschen wollen. Sicherlich leidet man unter beiden Problemen, aber man kann nicht einen Mangel an Lebensnotwendigkeiten (Lebensmittel) mit einem Überfluß vergleichen. An Überfluß ist noch niemand gestorben. Da muß man schon eine klare Grenze ziehen.
Meine Eltern haben immer sehr gut verdient.
Aber soviel Geld wie jetzt durch meinen Schatz hab ich erst seit 2 Jahren.
Für mich ist das neu.
Ich kann damit nicht umgehen.. Noch nicht.
Ich muss das eben auch erst lernen.
Es ist sehr schwer, sich da so zu bewegen ,daß man sich selbst noch wohl fühlt. Etc.
Und mehr wollt ich eigentlich gar nicht sagen :(
Ich persönlich würde gerne auf die ganzen Dinge und Ansichten anderer schei***. Aber mein Schatz ist sehr labil und darauf bedacht, es allen recht zu machen. Er will ,daß man immer anständig über in denkt, er hat nicht genug Selbstbewusstsein, um der ganzen Etikette den Rücken zu kehren.
Das machts mir schwierig, es dennoch zu tun. Weil ich ja auch auf seine Gefühle Rücksicht nehmen muss.
Das du auf seine Gefühle Rücksicht nehmen möchtest ist schon klar. Allerdings fühlst du dich doch scheinbar dabei nicht wohl und das ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache. In solchen Fällen muß man nach Kompromisse suchen. Es belastet die Beziehung schließlich, wenn einer ständig erträgt, um auf den anderen Rücksicht zu nehmen
pink_ringo
12.02.2008, 19:32
Ja, es ist wirklich sehr schlimm wenn gerade Kinder hungern müssen vor Armut. Es ist schrecklich.. man darf gar nicht dran denken.. da komm ich immer auch auf die Kinder in Entwicklungsländern etc..
Das Leben ist schon komisch.. manche viele, andere gar nichts.
Das ist nicht fair.
Ich zB spende viel für Forschungszwecke einer bestimmten Augenkrankheit & einer psych. wenig erforschten Störung.
Das liegt mir sehr am Herzen..
Andere spenden dafür für Kinder, SOS Dörfer o.ä.
Wichtig ist ,daß man es tut. Egal für was.
Wenn mans kann natürlich, mein ich. Dann empfind ich es sogar als menschliche Pflicht.
Das hört sich doch richtig gut an. Ich habe gerade genug um meine Kinder mit allem nötigen zu versorgen weil sie vom Amt kein Geld für ihre Ausbildung bekommen. Da muß ich noch ran. Aber es tut mir im Herzen weh wenn ich dran denke. Habe die Sachen und das Spielzeug immer verschenkt wenn ich es nicht mehr brauchte weil ich so wenigstens etwas dagegen tun konnte. Hatte genug um mich die es brauchen konnten, aber es werden halt immer mehr und das stimmt mich traurig und bin wütend auf die Politiker und Konzernbosse.
Le chat noir
12.02.2008, 19:39
[...] warum gehen da die leute so auf, wenns ums geld geht? anstatt dass sies ihm einfach gönnen. purer neid? [...]
Es ist oft Neid dabei, bestimmt, auch wenn dies niemand zugeben wird.
Wenn der Reiche dann noch schreibt, daß er auch / andere Probleme hat, geht dem, der den Pfennig rumdrehen muß, der Hut hoch, weil seine Träume, Illusionen, daß in den reichen, nach außen hin sorglosen "Palästen" die Welt immer rund und kuschelweich ist, einen Kratzer bekommen. Imo.
kann stimmen, so hab ich das auch noch nicht gesehen.
meine meinung ist halt, dass es immer noch jemanden geben wird, der ärmer drann ist, und man das so objektiv allgemeingültig eh nicht festmachen kann. der eine hat kein geld, aber is glücklich, der andere hats, und isses nicht, ich wäre mir mehr geld vll nicht glücklicher, aber es wäre ein großer posten weg, an den man denken muß. aber ehrlich gesagt, kümmerts mich auch nicht sonderlich, nichts kann man so schnell verlieren wie geld, am schluß gehen wir eh, wie wir gekommen sind, nämlich nackt :p
Le chat noir
12.02.2008, 19:46
ich versteh, ninchen. ist ein drahtseilakt.
Das ist ein absolut frank und freies, ehrliches Statement, keetah. Nicht mal zwischen den Zeilen kann man lesen, nur zwischen den Buchstaben. - Du verblüffst mich immer wieder. :)
An Überfluß ist noch niemand gestorben.
Bist Du Dir da so sicher? :D
pink_ringo
12.02.2008, 19:52
Ich hätte schon gerne die Möglichkeit etwas zu sparen um mir nach 18 Jahren mal wieder neue Möbel zu kaufen. Meine Waschmachiene ist seit Jahren hin und der Kühlschrank macht es nicht mehr lange. Auf Urlaubsreisen kann ich auch weiter verzichten, aber ich möchte mich in meinen vier Wänden noch wohl fühlen. Viele Sachen tragen noch das Siegel "Made in GDR" und das ist bedenklich. Und auf Raten kaufe ich nie wieder. Das Geld ist eh nicht da, also auch nicht für Raten. Ich habe hier ein Museum:D Ich trage auch meine Sachen bis sie mir vom Körper fallen nur um meine Kinder alles zu ermöglichen was drin ist.
...am schluß gehen wir eh, wie wir gekommen sind, nämlich nackt :p
Na, ich dachte das letzte Hemd hat keine Taschen... :lol: egal.
Es gibt so viele Dinge, die nicht käuflich sind. Ich las einmal irgendwo, ich weiß nicht mehr wo genau, da stand drin: wer wirklich freizügig gibt, traut sich auch zu 50,- Euro in einen Umschlag zu stecken und gänzlich anonym in einen Briefkasten zu tun. Ohne zu wissen, wer es bekommt oder in welcher Situation derjenige gerade lebt.
Das ist, finde ich, echte Selbstlosigkeit. Habe ich selbst noch nicht gemacht. :rolleyes: Müsste ich wohl mal tun, da fühlt sich gedanklich schon seltsam an, denn ich würde den Betrag natürlich eher jemandem "gönnen" der wenig hat als jemanden, der gut versorgt ist.
Lieben Gruß
Susann
Sicherlich leidet man unter beiden Problemen, aber man kann nicht einen Mangel an Lebensnotwendigkeiten (Lebensmittel) mit einem Überfluß vergleichen.
Wer meint man kann etwas nicht vergleichen, hat offenbar verglichen, damit er überhaupt zu so einem Schluss kommen kann :cool: ;).
LG Aisha
Le chat noir
12.02.2008, 20:13
Na, ich dachte das letzte Hemd hat keine Taschen... :lol: egal.
Ehrlich gesagt, Susann, nehme ich Dir Deine Entschuldigung an Ninchen (die ja keine Entschuldigung war, sondern ein Eingeständnis, verbunden bin der Forderung, darüber hinwegzusehen), daß es ein schlechter Scherz war, angesichts solcher, ins Lächerliche ziehenden Kommentare nicht ab. :(
Mach das doch mit den 50 Euro im Briefkasten. Und wenn Du's ganz genau nimmst, postest Du es dann als "gute Tat" im Selbstbeweihräucherungsthread. :p
p. S. Ist übrigens nicht ganz ernst gemeint - ist ein Scherz. :yahoo:
Können sich denn die gutbetuchten nicht mal eine ALGII Familie aussuchen und die Kinder neu einkleiden oder Muttern zum Frisör bringen? Das wäre mal was!
Das wäre mal was. :) Ich frage mich sowieso, wieso Subventionen, wie im Fall Nokia, nur an die gehen, die sie im Grunde nicht brauchen, und nicht dorthin, wo es Not täte. Und mir ist schon oft aufgefallen, dass es meist die Normalverdiener oder Ärmeren sind, die freimütig geben und helfen.
Und mir ist aufgefallen, daß es wohl stimmt: Geld geht immer dorthin, wo schon viel davon ist. Siehe auch diesen Link (http://www.verdi-bub.de/standpunkte/archiv/armut).
@LCN liegt mir nicht, was ich derzeit tu mache ich anonym. ;)
Lieben Gruß
Susann
Le chat noir
12.02.2008, 20:19
@ LCN liegt mir nicht, was ich derzeit tu mache ich anonym. ;)
Schön. :)
Ganz anonym wäre, hier nicht damit zu prahlen. :rolleyes:
Schön. :)
Ganz anonym wäre, hier nicht damit zu prahlen. :rolleyes:
Wieder einmal Langeweile und auf Sündenbocksuche? :cool:
Und mir ist aufgefallen, daß es wohl stimmt: Geld geht immer dorthin, wo schon viel davon ist. Siehe auch diesen Link (http://www.verdi-bub.de/standpunkte/archiv/armut).
Das gibt es auch als Sprichwort:
"Wer hat, dem wird [noch] gegeben."
@Le Chat & Susann : Na, seid ihr euch wieder am keppeln ? :D
bastiane
12.02.2008, 20:39
Können sich denn die gutbetuchten nicht mal eine ALGII Familie aussuchen und die Kinder neu einkleiden oder Muttern zum Frisör bringen? Das wäre mal was! .
eine gute idee, ich habe das mal ausprobiert. in unserem haus wohnte eine harz IV empfängerin. ich schämte mich wenn ich ihr begegenete, sie weiß das wir kohle habe, wir haben trotzdem ein herzliches verhältnis.
ich meinte es nur gut, als sie mal sagte ihre waschmaschine sei kaputt, und sie völlig verzweifelt war, und ich fragte sie ob ich ihr eine kaufen darf, sie hat diese hilfe nicht zugelassen, wohl weil sie sich schämte, und ich schämte mich auch.
letzendlich hat sie dann die waschmaschine bei mir abgearbeitet, indem sie mir die wohnung reinigte, das war der einzige deal auf dem sie sich einließ.
anderer fall, ich lerne ein mädel kennen das hoffnungslos verschuldet ist und von weniger als 100€ im Monat lebte, wieder bekam ich diese schamgefühl.
ich fragte sie was sie sich wünschen würde, ich bekam darauf hin eine liste, mit, für mich, erfüllbaren wünschen.
ich habe sie gefragt ob ich sie zum lebensmitteleinkaufen einladen dürfe, denn das war ein wunsch der auf deisem zettel stand, einmal einkaufen zu gehen ohne auf den euro achten zu müssen, es war ein schweiriges unterfangen, letzendlich stand ich an der kasse mit lebensmitteln für 15€, sie traute sich absolut nicht den wagen voll zu packen, ich wollte ihr das geld auch nicht im vorfeld geben, das wäre (glaube ich) noch demütigender gewesen.
nun ist ihre katze krank und sollte mal zum tierarzt, ok, ich sage gehe zum tierarzt ich regel das finanzielle, was bekomme ich zu antwort
"ich weiß nicht was ich tun soll!"
was kann ich noch machen?
letzhin habe ich sie zum schuldnerberater begeleitet, damit sie nicht allein ist, und der typ sie nicht fertig machen kann, diese hilfe hat sie dankbar angenommen.
ich spende an zwei organisationen, zum einen die arche, zum anderen an die tabalugastiftung von peter maffay -der es sich zur aufgabe gemacht hat schwer traumatisierten kindern zu helfen, für die es in unserem land leider keine oder nicht genug schutzräume gibt- trauriger zustand in einer reichen industrienation.
Das gibt es auch als Sprichwort:
"Wer hat, dem wird [noch] gegeben."
@Le Chat & Susann : Na, seid ihr euch wieder am keppeln ? :D
Ja Rogue,
das kenne ich auch.
OT: Zwei alternde Damen, drahtige Haare auf den Zähnen, das ist dann eine andere Form von Kuscheln. :lol:
Lachend,
Susann
zum anderen an die tabalugastiftung von peter maffay -der es sich zur aufgabe gemacht hat schwer traumatisierten kindern zu helfen, für die es in unserem land leider keine oder nicht genug schutzräume gibt- trauriger zustand in einer reichen industrienation.
...ich will jetzt nicht sagen, daß das Geld dort nie ankommt, wo es hin soll.
Aber glaub mir ,daß diese Stiftung und der dazugehörige Typ beide nicht so sind, wie man denkt oder denken soll... vllt spendest du lieber alles an die Arche :rolleyes:
Ich habe eine Freundin, die viel älter ist als ich.
Paarundvierzig.. hat ein Kind von 7.
Jedenfalls hatte sie bei ARD einen super bezahlten Job, alles top und oberste Position.. irgendwelche Träume haben sie dazu gebracht, den zu kündigen und in eine andere Stadt zu gehen..
Jetzt lebt sie von ALGII und hat wirklich ab Mitte des Monats nichts mehr zu essen..
aber wenn ich sie einlade, dem Kind was schenke, oder ihr etc.. dann will sies einfach nicht, wird agressiv.
Ich packe Päckchen, schicke sie ihr ganz spontan, mit einer Karte..
ich bring was vorbei, ich lade ein..
da ist man dann auch hilflos :(
Will ja nciht demütigen, sondenr helfen...
das wird schon auch oft einem schwer gemacht.. obwohl man ja helfen will.. ist so meine Erfahrung auch :(
Da merkt man mal wieder, was geld für ein verflucht heikles thema ist. man spricht nicht mal wirklich drüber, im rl.
wobei ichs einerseits schon verstehen kann, ich erhöh auch lieber nochmal meinen dispo, als zu meiner mutter zu gehen. ist wohl auch stolz, es alleine schaffen zu wollen. vll gerade auch mit kind, das man ja selbst versorgen möchte :confused:
oder es ist die angst vor der abhängigkeit, dann ewig dankbarkeit zeigen zu müssen oder ähnliches.... hm.
aber wenn ich sie einlade, dem Kind was schenke, oder ihr etc.. dann will sies einfach nicht, wird agressiv.
Ich packe Päckchen, schicke sie ihr ganz spontan, mit einer Karte..
ich bring was vorbei, ich lade ein..
da ist man dann auch hilflos :(
Will ja nciht demütigen, sondenr helfen...
das wird schon auch oft einem schwer gemacht.. obwohl man ja helfen will.. ist so meine Erfahrung auch :(
Ich kanns nachvollziehen. Es ist demütigend auf andere angewiesen zu sein. Es ist demütigend zu wissen das man sich Dinge nicht selber leisten kann. Dadurch verliert man auch ein Stück seiner Freiheit. Auch ich hätte, in einer solchen Situation, Schwierigkeiten solche Hilfe anzunehmen. Der andere meint es ja nett, aber es ist und bleibt, für den Betreffenden, demütigend.
Ich kanns nachvollziehen. Es ist demütigend auf andere angewiesen zu sein. Es ist demütigend zu wissen das man sich Dinge nicht selber leisten kann. Dadurch verliert man auch ein Stück seiner Freiheit. Auch ich hätte, in einer solchen Situation, Schwierigkeiten solche Hilfe anzunehmen. Der andere meint es ja nett, aber es ist und bleibt, für den Betreffenden, demütigend.
Dabei ist es gar nicht demütigend.. also ich meine ,kein Grund sich so zu fühlen.
Es kann JEDEN treffen, ganz unverschuldet.
Keiner, dems jetzt noch gut geht, ist davor sicher.
Also sollte es einem nicht so peinlich sein :(
Le chat noir
12.02.2008, 20:54
Wieder einmal Langeweile und auf Sündenbocksuche? :cool:
Spieglein, Spieglein an der Wand ... :rolleyes:
Hallo,
ja, denn ein Mensch möchte etwas wert sein und da braucht es wenigstens eine kleine Gegenleistung. Gerade weil bei uns Wert=Arbeit definiert wird. Dann funktioniert Hilfe eigentlich ganz gut, wenn derjenige in Gegenleistung treten darf.
Jeder Mensch, glaube ich, kann irgendetwas gut, gut genug um einem anderen Menschen einen Gegengefallen zu tun.
Zeit, Arbeitszeit, Lebenszeit, sind so Dinge, die in die Waagschale gegeben werden können.
Lieben Gruß
Susann
p.s. LCN ich denke Du hast mich auf ignore, wieso quatscht Du mich dann an? :p :lol:
Le chat noir
12.02.2008, 20:55
@Le Chat & Susann : Na, seid ihr euch wieder am keppeln ? :D
Was sagen die Einschaltquoten? :D
Hallo,
ja, denn ein Mensch möchte etwas wert sein und da braucht es wenigstens eine kleine Gegenleistung. Gerade weil bei uns Wert=Arbeit definiert wird. Dann funktioniert Hilfe eigentlich ganz gut, wenn derjenige in Gegenleistung treten darf.
Jeder Mensch, glaube ich, kann irgendetwas gut, gut genug um einem anderen Menschen einen Gegengefallen zu tun.
Zeit, Arbeitszeit, Lebenszeit, sind so Dinge, die in die Waagschale gegeben werden können.
Lieben Gruß
Susann
p.s. LCN ich denke Du hast mich auf ignore, wieso quatscht Du mich dann an? :p :lol:
Dabei müssen Menschen nicht immer etwas zurückgeben.
Sie sind schon dadurch genug wert, daß sie einfach da sind, daß es sie gibt.
Immer dieser Druck in unserer Gesellschaft, daß man gebraucht werden muss, was bringen muss etc- warum LEBEN wir nicht einfach alle so gut es geht :rolleyes: sind glücklich und gut is..Immer dieses ganze Gedenke!
Hallo Ninchen,
ich habe die ganze Diskussion verfolgt. Weißt du, ich empfinde es als normal, wenn sich hier jemand über deine Worte geärgert hat. Schon aus lauter Mitgefühl hätte ich vermutlich an deiner Stelle nichts geschrieben dazu oder wenn dann wegen der Einsamkeit in einem anderen Thread. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Natürlich hat auch Reichtum seine Schattenseiten.
Ninchen, es ist ein Unterschied, ob ich "nur einsam" bin oder ob ich nicht genug Geld habe, vernünftig über den Monat zu kommen. Wenn jemand von Hartz IV lebt, so ist er oftmals auch noch einsam und depremiert, weil er keine Bestätigung im Job oder ähnliches findet. Also alles aufeinmal.
Du hingegen, du hast diese Nöte nicht. Du hast einen Partner an deiner Seite, du hast einen Job, du hast viel Geld. Warum machst du nicht etwas ehrenamtliches um gegen die Einsamkeit anzukämpfen? Auf Mallorca gibt es bestimmt z. B. ne Menge Kinderheime, die Hilfe dringend benötigen könnten. Du könntest den Kindern vorlesen oder mit ihnen Spiele machen. Somit wirst du dich über die Einsamkeit nicht mehr beklagen können.
Das wäre jetzt mein Vorschlag dazu.
Die Problematik mit deinem Mann, wenn dein Selbstwertgefühl gestärkt ist, dann kannst du auch entsprechend deinem Mann helfen. Vielleicht findet ihr ja einen Weg da raus. Auch wenn das Verzicht bedeutend würde für euch???!!!
Lb.Gruß
Jane
Le chat noir
12.02.2008, 21:03
[...] ich erhöh auch lieber nochmal meinen dispo, als zu meiner mutter zu gehen. ist wohl auch stolz, es alleine schaffen zu wollen. [..]
@ Velvet, Du bist noch sehr jung. Ich wünsche es Dir nicht, aber genau in dem Moment, wo man arbeitslos wird, kündigen die Banken den Dispo und fordern Rückzahlung (wenn sie sehen, daß statt Gehalt ALG eingeht) - wo man dann eh' kein Geld hat und Verpflichtungen (Verträge), die man nicht hoppladiehopp loswird.
Über Lebenssituationen im Konjunktiv läßt sich immer sehr leicht urteilen.
Dabei ist es gar nicht demütigend.. also ich meine ,kein Grund sich so zu fühlen.
Es kann JEDEN treffen, ganz unverschuldet.
Keiner, dems jetzt noch gut geht, ist davor sicher.
Also sollte es einem nicht so peinlich sein :(
ja, manchmal sollte man sich weniger gedanken machen, und dinge einfach annehmen. aber gerade geld ist ein sehr brisantes thema hier, ich hab inzwischen auch eine andere einstellung. die bank ist mein bester kunde, und inzwischen isses mir eigentlich egal, hab auch schon unternehmungen auf ein wochenende später verschoben, weil mal wieder kein geld mehr fürn kaffee da war oder so :D und das auch ganz ehrlich so gesagt. gut, hängt auch immer von den leuten ab, aber wer mich deshalb schief anschaut, mein gott, sein problem. hat aber auch ne weile gebraucht, zu so einer einstellung. (bei meiner mutter isses was anderes, da kommen wieder ewig vorträge über haushalten usw)
ne, eigentlich brauchts keinem peinlich zu sein, es kann heutzutage echt jedem passieren. firma pleite, länger krank usw. und schon gehts finanziell abwärts.
da teil ich eigentlich ninchens einstellung total.
ich hab auch schon phasenweise immer mal für asb, aktion tier usw gespendet, aber dann kam ne pleitephase, und ich habs gekündigt. aber wenn ich mal einen normalen regulären job hab, dann werd ich auf jeden fall wieder eine organisation in der richtung unterstützen.
le chat noir: da hätte ich vll eher einen absatz reinmachen sollen. das mit meiner mutter isn anderes thema, warum ich sie nicht frag, siehe dieses posting. ich weiß auch gleichzeitig, sie hat genug geld auf der hohen kante, um mir das im zweifelsfalle zu geben. würde sie auch, aber ich mag weder ihre vorträge hören, noch ihr gutes gewissen bezahlt bekommen.
warum LEBEN wir nicht einfach alle so gut es geht :rolleyes: sind glücklich und gut is..Immer dieses ganze Gedenke!
Ja, solange Menschen genug haben um Leben zu können, was auch in Deutschland seit den Hartz-Reformen definitiv nicht mehr der Fall ist, 7,5 Mio Arbeitslose, 6,5 Mio Menschen die nah an Hartz IV in Lohnarbeit stehen.
Dadurch beginnen die Menschen zu denken. Durch bestehende Not. Es gilt auch als erwiesen, daß Gesellschaften, in denen der Abstand zwischen Arm und Reich weniger ausgeprägt ist, die Stimmung sehr viel gesünder und freundlicher ist.
Das Problem wird verursacht durch die Realität, durch die tatsächlichen Lebensbedingungen, ich glaube nicht die Menschen wollen immer unzufrieden sein. Und Du erlebst es sicherlich auch, vorsichtig sein zu müssen. Mein Exfreund lebte ein halbes Jahr in Peru und wurde zwei Mal überfallen, brutal, weil er zu reich aussah.
Das ist ja auch umgekehrt traurig, ich stelle es mir auch nicht schön vor, zwar Geld zu haben, aber es verstecken zu müssen aus Furcht, entführt oder überfallen zu werden, sich nur in "ReichenReservaten" aufhalten zu dürfen. Davon gibt es auch immer mehr, wären es Arme, würde man von Ghetto sprechen. Das ist auch hier in der Großstadt zu beobachten, wo private Wachdienste beauftragt werden um Eigentum zu schützen.
Das finde ich auch gruselig.
Lieben Gruß
Susann
Le chat noir
12.02.2008, 21:04
LCN ich denke Du hast mich auf ignore, wieso quatscht Du mich dann an? :p :lol:
Das Spektakulum gratis lass ich mir doch langzeit nicht entgehen. :D
Hallo Ninchen,
ich habe die ganze Diskussion verfolgt. Weißt du, ich empfinde es als normal, wenn sich hier jemand über deine Worte geärgert hat. Schon aus lauter Mitgefühl hätte ich vermutlich an deiner Stelle nichts geschrieben dazu oder wenn dann wegen der Einsamkeit in einem anderen Thread. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Natürlich hat auch Reichtum seine Schattenseiten.
Ninchen, es ist ein Unterschied, ob ich "nur einsam" bin oder ob ich nicht genug Geld habe, vernünftig über den Monat zu kommen. Wenn jemand von Hartz IV lebt, so ist er oftmals auch noch einsam und depremiert, weil er keine Bestätigung im Job oder ähnliches findet. Also alles aufeinmal.
Du hingegen, du hast diese Nöte nicht. Du hast einen Partner an deiner Seite, du hast einen Job, du hast viel Geld. Warum machst du nicht etwas ehrenamtliches um gegen die Einsamkeit anzukämpfen? Auf Mallorca gibt es bestimmt z. B. ne Menge Kinderheime, die Hilfe dringend benötigen könnten. Du könntest den Kindern vorlesen oder mit ihnen Spiele machen. Somit wirst du dich über die Einsamkeit nicht mehr beklagen können.
Das wäre jetzt mein Vorschlag dazu.
Die Problematik mit deinem Mann, wenn dein Selbstwertgefühl gestärkt ist, dann kannst du auch entsprechend deinem Mann helfen. Vielleicht findet ihr ja einen Weg da raus. Auch wenn das Verzicht bedeutend würde für euch???!!!
Lb.Gruß
Jane
Danke..
Ja, wie gesagt.. ich war da wohl zu unsensibel- weil ich es nicht anders kenne ,mir gar nicht vorstellen kann, wie schlecht es einem gehen kann.. kenne diese Nöte nicht und hab dementsprechend nicht bedacht, was dabei meine Worte bedeuten..
Ich weiß, daß es mir eigentlich sehr gut geht.. ich hab halt andere Probleme.
Aber ich arbeite ja was schönes, mache ehrenamtliich 3 Dinge und bin sicher ,daß auch mein Schatz eines Tages drüber stehen kann.. ich könnte es schon jetzt ,aber muß sein Tempo respektieren..
Das Spektakulum gratis lass ich mir doch langzeit nicht entgehen. :D
Du HSS Du :D ... muss nun doch mal :umarm:
Das ist ja auch umgekehrt traurig, ich stelle es mir auch nicht schön vor, zwar Geld zu haben, aber es verstecken zu müssen aus Furcht, entführt oder überfallen zu werden, sich nur in "ReichenReservaten" aufhalten zu dürfen. Davon gibt es auch immer mehr, wären es Arme, würde man von Ghetto sprechen. Das ist auch hier in der Großstadt zu beobachten, wo private Wachdienste beauftragt werden um Eigentum zu schützen.
Das finde ich auch gruselig.
Lieben Gruß
Susann
Nein,traurig ist das für mich nicht, Susann. Sie haben doch die Wahl. Sie müssen so nicht leben und schon gar nicht in Ländern, wo andere vor Hunger sterben!!!! Sie wollen den hohen Standart behalten also müssen sie auch den Preis dafür bezahlen! SORRY, dafür habe ich kein Mitleid oder Verständnis.
Le chat noir
12.02.2008, 21:09
ich habe die ganze Diskussion verfolgt.
Sorry, Jane ... Echt? Dann verstehe ich Deinen nachfolgenden Beitrag nicht. :confused:
Nein,traurig ist das für mich nicht, Susann. Sie haben doch die Wahl. Sie müssen so nicht leben und schon gar nicht in Ländern, wo andere vor Hunger sterben!!!! Sie wollen den hohen Standart behalten also müssen sie auch den Preis dafür bezahlen! SORRY, dafür habe ich kein Mitleid oder Verständnis.
Was heißt hier man muß den hohen Standart nicht haben, wo andere Leute in anderen Ländern sterben?!
Mehr als Gutes tun und spenden und ehrenamtlich helfen etc, kann man auch nicht oder?
Ich meine, wenn man Geld hat, wirft mans doch nicht auf die Straße, nur weil woanders Leute an Hunger sterbe ,da haben sie auch nix von!
Und wenn du dein Auto nur ausserhalb der Stadt parken kannst, weils sonst von Neidern zerkratzt wird, dann ist das auch TRAURIG.
Anders traurig und nicht lebensbedrohlich ,NEIN, aber auch ein Problem.
Ob man das jetzt belächelt oder nicht.
Klar ist alles andre viel schlimmer.
Aber immer zu sagen, man braucht ja den Standart nicht haben, ist einfach Unsinn. Du würdest das Geld auch nicht im Klo runterspülen ,sondern dir eben dann das kaufen, was du magst. Und wärst traurig, wenn einfach viele es beschädigen (bSp Auto)
Sorry, Jane ... Echt? Dann verstehe ich Deinen nachfolgenden Beitrag nicht. :confused:
Tut mir leid, wenn du nicht verstehst.;) Aber ich versteh ja auch nicht alles!:D
Nein,traurig ist das für mich nicht, Susann. Sie haben doch die Wahl. Sie müssen so nicht leben und schon gar nicht in Ländern, wo andere vor Hunger sterben!!!! Sie wollen den hohen Standart behalten also müssen sie auch den Preis dafür bezahlen! SORRY, dafür habe ich kein Mitleid oder Verständnis.
Hallo Jane,
nein in der Form Mitleid habe ich nicht. Aber ich sehe nicht ein, hier geht es ja um konkrete Gewalt und Diebstahl, Einbruch und evtl. Entführung oder Mord, das gutzuheissen und schadenfroh zu sein.
Ich wäre aber sehr zufrieden über Verdienst- und Vermögensbeschränkungen nach oben, das z.B. bestimmte Geldsummen dem kompletten Wirtschaftskreis zur Verfügung gestellt werden muß, und nicht nur "bei den oben Zehntausend" gehalten wird. Geld will, Geld muß fliessen soll es allen Menschen einigermaßen gut gehen. Und das tut es immer weniger. Mir ist klar wie unrealistisch dieser Wunsch ist, solange es Länder gibt, die eine Zuflucht für unanständigen Reichtum bieten.
Da komme ich glatt zum Eingangthema. :o Kein Mensch braucht Millionen von Euro um gut Leben zu können. Was will ein einzelner Mensch mit einem Privatvermögen von mehreren Millarden Euro? Tut es nicht auch eine Million? Und der Rest fliesst wieder zurück in die Wirtschaft?
Lieben Gruß
Susann
Le chat noir
12.02.2008, 21:19
Du HSS Du :D ... muss nun doch mal :umarm:
Suse, wir verlegen den Valentinstag einfach nach vorn und vertragen uns mal - wäre mein Vorschlag. :rolleyes:
Manchmal haste recht und bist auch noch herzlich. :knuddel:
Als Teenager machte ich Babysitting. Beim Spaziergang mit dem 4-jährigen Buben war er sehr quengelig. Ich sagte: "Ich finde das blöde, wenn Du mich nicht leiden kannst!" Und: "Dann komm' ich eben nicht mehr."
Daraufhin sagte der Kleine mit treuherzigem Augenaufschlag (in superblau mit megalangen Wimpern): "Dann leid' ich Dich eben lieber!" :rolleyes: :D
Ninchen, pass auf, mir ist es egal, ob ich belächelt werde oder nicht. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn z. B. in Afrika jemand, so wie von Susann beschrieben lebt und nebenan die Einwohner vor Hunger sterben! Sorry, aber das darf doch jeder sehen, wie er mag. Das ist meine Meinung dazu. Und ja, ich würde vermutlich mein letztes Hemd geben, damit niemand vor Hunger stirbt.
Warum ist die kriminalitätsrate denn so hoch? Was stehlen sie denn? Warum stehlen sie das?usw.usw.
Da komme ich glatt zum Eingangthema. :o Kein Mensch braucht Millionen von Euro um gut Leben zu können. Was will ein einzelner Mensch mit einem Privatvermögen von mehreren Millarden Euro? Tut es nicht auch eine Million? Und der Rest fliesst wieder zurück in die Wirtschaft?
Lieben Gruß
Susann
Eben, das meine ich doch!
:eek:
Hey, le chat,
und wo soll ich dann mit meinem Feindbild hin? :lol:
Versuchen wir es. :)
Lieben Gruß
Susann
@Ninchen
Das hat nicht wirklich was mit Neid zu tun. Ehr mit Phänomen die starke Armut nun mal nach sich ziehen. Wenig bis keine Bildung, keine Betreuung, Gewalt als Konfliktlösung, Verwahrlosung, Gangbildung etc. Das sind soziale Brennpunkte. Wer in dieser aufgeheizten, gewaltätigen Stimmung seinen Reichtum zur Schau stellt, weiß worauf er sich einläßt. Wir sollten niemals vergessen was Armut in diesen Ländern bedeutet. Das ist für uns Europäer schwer bis gar nicht vorstellbar. Für viele Menschen dort ist fließend Wasser ein Luxus. Es gibt weder Strom, noch sonstwas von alle dem was für uns selbstverständlich ist.
Le chat noir
12.02.2008, 21:25
und wo soll ich dann mit meinem Feindbild hin? :lol:
Frag mal Aisha (s. Signatur) :D
Okay. :) - Auf ein Neues. :kleeblatt
le chat
Geld will, Geld muß fliessen soll es allen Menschen einigermaßen gut gehen. Und das tut es immer weniger.
Stimmt! Aber das ist nicht nur ein Problem der ganz Reichen, die ihr Geld horten. Es fängt gerade in der Mittelschicht an. Denn diese ganze Panik vor Arbeitslosigkeit und die ganzen Ängste vor zukünftigen Möglichkeiten, hält viele davon ab sich Dinge zuzulegen, die sie sich gut erlauben könnten und es statt dessen auf irgendwelchen Konten zu parken, wo die Inflation sie womöglich noch mindert. Und dabei vergisst man zu leicht, dass gerade diese Konsumeinschränkung wie ein sich selbst erfüllendes Orakel zum Abbau weiterer Stellen und neuer Armut führen wird.
Egal ob reich oder Arm, ein wenig mehr Optimismus würde uns allen gut tun.
Das stimmt Namara, da hast du recht. Aber müssen wir nicht auch an die Zukunft denken? Arbeitslosigkeit kann doch immer eintreten und gerade, wenn ich ein Kind habe, alleinerziehend bin, dann muss ich an die Zukunft denken. Und was ist mit der künftigen Rente? Von was soll ich mal leben können, wenn ich nicht jetzt dafür spare? Sofern ich das überhaupt kann!
Ich glaube, da könnten wir wieder endlos lange diskutieren und debattieren, nicht wahr?!;-)
Le chat noir
12.02.2008, 21:37
Und ja, ich würde vermutlich mein letztes Hemd geben, damit niemand vor Hunger stirbt.
Wieviele Hemden hast Du zur Zeit?
Ich wäre mit so einer Aussage vorsichtig! Wenn ich recht kombiniere, hast Du ein Kind und lebst in einer Wohnung.
Ich bitte Dich, nun alles wegzugeben in diesem Moment, was Du hast, und Solidarität zu zeigen mit den Armen dieser Welt, wie Du es "vermutlich" angekündigt hast. DENN: In diesem Moment stirbt garantiert irgendwo auf der Welt ein Mensch hungers.
Ich hasse große Klappen. :( (hab aber selbst eine :D)
@Ninchen
Das hat nicht wirklich was mit Neid zu tun. Ehr mit Phänomen die starke Armut nun mal nach sich ziehen. Wenig bis keine Bildung, keine Betreuung, Gewalt als Konfliktlösung, Verwahrlosung, Gangbildung etc. Das sind soziale Brennpunkte. Wer in dieser aufgeheizten, gewaltätigen Stimmung seinen Reichtum zur Schau stellt, weiß worauf er sich einläßt. Wir sollten niemals vergessen was Armut in diesen Ländern bedeutet. Das ist für uns Europäer schwer bis gar nicht vorstellbar. Für viele Menschen dort ist fließend Wasser ein Luxus. Es gibt weder Strom, noch sonstwas von alle dem was für uns selbstverständlich ist.
Naja, also ich sprach von Berlin..
Daß ich mit der Bahn wo hin fahren muss, weil ich nicht das Auto nehmen kann und nicht dort parken kann, weil ich es sonst zerkratzt wie einen Katzenbaum wieder vorfinde.
Das find ich auch nicht unbedingt okay.
Armut, Wut und Resignation hin oder her- aber nur weil ich nichts habe, kann ich nicht das zerstören, was andere haben.
Irgendwo hört das Verständnis auch mal auf..
Ich gebe gerne. Nicht nur Geld oder so, sondern vorallem Liebe.
Das bedeutet Leben auch für mich.
Aber ich bin ehrlich und da auch egoistisch: Ich würd nicht wie Jane mein letztes Hemd für einen anderen geben, nein.
Und ich bin gespannt, wer das wirklich tun würde, wenn es denn so wäre..
reden tun viele.. nur wenige sagen einfach ehrlich ,daß sies nicht tun würden. So wie ich. Klar ist man dann der Arsch. Bin ich ja hier sicher eh schon teilweise.
Aber ich kann es nicht ab, so zu tun, als seien wir alle Brüder und Schwestern und ich Mutter Teresa.
Bin ich nicht, will ich nicht sein. Und im Übrigen hat sogar die was ihre Hilfsbereitschaft angeht gelogen und Geld etc hinterzogen, wie nach ihrem Ableben bekannt wurde :D
Ich hasse große Klappen. :( (hab aber selbst eine :D)
Nein, so eine hast du nicht.
Wieviele Hemden hast Du zur Zeit?
Ich wäre mit so einer Aussage vorsichtig! Wenn ich recht kombiniere, hast Du ein Kind und lebst in einer Wohnung.
Ich bitte Dich, nun alles wegzugeben in diesem Moment, was Du hast, und Solidarität zu zeigen mit den Armen dieser Welt, wie Du es "vermutlich" angekündigt hast. DENN: In diesem Moment stirbt garantiert irgendwo auf der Welt ein Mensch hungers.
Ich hasse große Klappen. :( (hab aber selbst eine :D)
Wie bist du nur drauf, Le Chat!!!!! Traurig! Ich würde abgeben, wenn ich damit den Tod verhindern kann. Wir kommen schon irgendwie über die Runden!
Wie bist du nur drauf, Le Chat!!!!! Traurig! Ich würde abgeben, wenn ich damit den Tod verhindern kann. Wir kommen schon irgendwie über die Runden!
Kannst ja alles was du hast verkaufen und mit dem Geld nach Afrika ziehen um einen Brunnen zu bauen. Dann bleibst du da leben.
Denn ist ja unanständig hier in Deutschland gut zu leben, während in Afrika Leute sterben...
Machste nich wa?
Also! Dann sags auch nich..
Ist doch nur Gerede sowas.
Und Menschen, die es doch tun, sagens nicht..
glasperlenspielerin
12.02.2008, 21:46
Und ich bin gespannt, wer das wirklich tun würde, wenn es denn so wäre..
reden tun viele.. nur wenige sagen einfach ehrlich ,daß sies nicht tun würden. So wie ich. Klar ist man dann der Arsch. Bin ich ja hier sicher eh schon teilweise.
@ninchen: ich find, dass du recht hast damit, dass die meisten menschen eben nicht so sind, aber die wenigsten es zugeben. trotzdem gibt es wirklich aus tiefsten herzen sehr aufopferungsvolle und äußerst hilfsbereite menschen, bei denen ich mir sogar vorstellen könnte, dass sie ihr "letztes hemd" geben würden. ich habe solche schon kennengelernt (v.a. im ehrenamtlichen bereich).
@ninchen: ich find, dass du recht hast damit, dass die meisten menschen eben nicht so sind, aber die wenigsten es zugeben. trotzdem gibt es wirklich aus tiefsten herzen sehr aufopferungsvolle und äußerst hilfsbereite menschen, bei denen ich mir sogar vorstellen könnte, dass sie ihr "letztes hemd" geben würden. ich habe solche schon kennengelernt.
Meine Freundin ,von der ich erzählte, die von 100 Euro im Monat lebt..
die gibt wirklich ihr letztes. Leiht andren Geld und isst selbst ne Woche nix..
Gibt wirklich solche Menschen..
aber die werden auch Gründe haben, so zu sein...
verdrängtes schlechtes Gewissen o.ä.
Umsonst und einfach so ist kein Mensch so selbstaufopfernd.
Jeder hat selbst was davon, und wenns nur das Wissen ist, dass man gebrauccht wird oder so was nettes getan hat....
Ich bin da ganz ehrlich und sage offen, daß ich das für mein Ego nicht brauche.
Ich helf gern, aber ich übertreib nicht. Weil ich auch so vor mir selbst bestehen kann.
Kannst ja alles was du hast verkaufen und mit dem Geld nach Afrika ziehen um einen Brunnen zu bauen. Dann bleibst du da leben.
Denn ist ja unanständig hier in Deutschland gut zu leben, während in Afrika Leute sterben...
Machste nich wa?
Also! Dann sags auch nich..
Ist doch nur Gerede sowas.
Und Menschen, die es doch tun, sagens nicht..
Ninchen, das habe ich so nicht gesagt!
Irgendwo hört das Verständnis auch mal auf..
Ich gebe gerne. Nicht nur Geld oder so, sondern vorallem Liebe.
Das bedeutet Leben auch für mich.
Aber ich bin ehrlich und da auch egoistisch: Ich würd nicht wie Jane mein letztes Hemd für einen anderen geben, nein.
Hallo Ninchen,
von Liebe wird nun niemand satt. ;) Obwohl Respekt auch wichtig ist und selbstverständlich sein sollte, ebenso wie fremdes Eigentum und Menschen unversehrt zu lassen. Ich täte mir wohl an deiner Stelle einen alten Zweitwagen kaufen, einer der nicht zerkratzt wird, Bahn fahren in Berlin ist schrecklich.
Hier in Hamburg kann man nicht jede Strecke als Frau gefahrlos öffentliche Verkehrsmittel benutzen, vor allem nicht spät abends. :( Und ich bin alles andere als wohlhabend und vermeide das.
Sein letztes Hemd geben macht auch keinen Sinn, denn dann sind beide Menschen irgendwann arm. Sinn macht imho zuerst für sich selbst zu sorgen und dann, was über ist, abgeben kann, es zu tun. Das muß auch nicht immer Geld sein, Sachspenden, mal einen Kuchen mitbringen oder Kekse.
Lieben Gruß
Susann
Le chat noir
12.02.2008, 21:51
Wie bist du nur drauf, Le Chat!!!!! Traurig! Ich würde abgeben, wenn ich damit den Tod verhindern kann. Wir kommen schon irgendwie über die Runden!
Ich mag einfach kein Großgekotze mit nix dahinter. :(
Was machst Du nochmal ehrenamtlich, @ Jane?
Ninchen, das habe ich so nicht gesagt!
Weiß ich, wollte nur mal provozieren..
denn wirklich sein Letztes geben, tut man schon des Selbsterhaltungstriebes wegen nicht.. :kleeblatt
glasperlenspielerin
12.02.2008, 21:51
Jeder hat selbst was davon, und wenns nur das Wissen ist, dass man gebrauccht wird oder so was nettes getan hat....
gehört dieses gefühl denn aber nicht zu einem sinnerfüllten leben dazu?
gehört dieses gefühl denn aber nicht zu einem sinnerfüllten leben dazu?
Doch, selbstredend!!
Aber einfach so, und nicht um ein anderes Defizit auszugleichen.
Letzteres ist doch auch nur Symtomverschiebung und widerum unehrlich.
Weiß ich, wollte nur mal provozieren..
denn wirklich sein Letztes geben, tut man schon des Selbsterhaltungstriebes wegen nicht.. :kleeblatt
Ich habe so viel bekommen von anderen, Ninchen. Ich gebe gerne was ich bekommen habe, auch wenn es für mich bedeutet, noch einmal von vorne anfangen zu müssen. Ich habe es einmal geschafft und schaffe es auch noch einmal. Deswegen stehe ich auch zu dem was ich gesagt habe, Ninchen. Es war ernst gemeint. Das das nicht für jeden etwas ist, kann ich verstehen. Jeder hat eben seine eigenen Erfahrungen gemacht, jeder hat seine eigenen Ansichten und das sei jedem gegönnt. Es ist MEINE Art zu leben und zu denken, ok?!
Lb.Gruß
Jane
Ich habe so viel bekommen von anderen, Ninchen. Ich gebe gerne was ich bekommen habe, auch wenn es für mich bedeutet, noch einmal von vorne anfangen zu müssen. Ich habe es einmal geschafft und schaffe es auch noch einmal. Deswegen stehe ich auch zu dem was ich gesagt habe, Ninchen. Es war ernst gemeint. Das das nicht für jeden etwas ist, kann ich verstehen. Jeder hat eben seine eigenen Erfahrungen gemacht, jeder hat seine eigenen Ansichten und das sei jedem gegönnt. Es ist MEINE Art zu leben und zu denken, ok?!
Lb.Gruß
Jane
:kleeblatt
Frankster_70
12.02.2008, 22:09
Ich glaub, wenn du einem Hungernden ein Stück Brot gibst, ist ihm herzlich egal, ob du dabei ehrlich bist oder nicht. Und ich glaube, man kann wirklich beobachten, dass die, die wenig (zu verlieren) haben, mit dem Wenigen freigiebiger umgehen... und es gibt tatsächlich wirklich von Herzen selbstlose Menschen, die dann aber naturgemäß niemals reich oder berühmt werden. Aber trotzdem... Hallo? sind wir jetzt hier im "wer ist der bessere Mensch"-Thread gelandet?
Gibt wirklich solche Menschen..
aber die werden auch Gründe haben, so zu sein...
verdrängtes schlechtes Gewissen o.ä.
Umsonst und einfach so ist kein Mensch so selbstaufopfernd.
Jeder hat selbst was davon, und wenns nur das Wissen ist, dass man gebrauccht wird oder so was nettes getan hat....
Ich bin da ganz ehrlich und sage offen, daß ich das für mein Ego nicht brauche.
Ich denke nicht, dass es nur egoistische Gründe gibt dafür- auch wenn es für einen selbst ein wenig unangenehmer wird- helfen zu wollen :)
Ich denke nicht, dass es nur egoistische Gründe gibt dafür auch -wenn es für einen selbst ein wenig unangenehmer wird- helfen zu wollen :)
So schwarzweiss meinte ich das auch nicht...
gibts aber schon auch!
cryingflannel
13.02.2008, 11:46
Ne, also mit "verdient haben" meinte ich das "verdienen durch Arbeit/ Leistung" im klassischen Sinne. Ich empfinde es als sehr unangenehm, wenn Menschen eben diese Mühe vergessen, bzw. meinen, sie seien - nun durch das angeheiratete/ geerbte Geld- etwas besseres. Da kann ich eher den Stolz nachempfinden, wenn jemand durch eigene schlaue Ideen/ Kraft vermögend geworden ist. Nur so meinte ich das mit dem "verdienen", ok? Was wer sonst wie wodurch verdient hat, ist müssig :D
danke für die erläuterung! dann sind wir uns ja einig ;)
gehört dieses gefühl denn aber nicht
zu einem sinnerfüllten leben dazu?
Da Sinn etwas subjektives ist, kann dies nicht pauschal mit ja beantwortet
werden. Im Grunde geht es um die Befriedigung von Bedürfnissen. Das
Bedürfnis gebraucht zu werden muß nicht in jedem Menschen gleichstark
ausgeprägt sein. Ein leidenschaftlicher Mathematiker kann aus dem Lösen
einer Gleichung eine ähnliche Befriedigung ziehen wie ein Anderer bei
der Hilfe eines Menschen. Dies kann nun nicht als schlecher/besser,
gut/böse bewertet werden, da beides einem Bedürnis entstammt, für das
sich nicht bewußt entschieden wurde, sondern einfach nur ist.
Leicht off topic, aber da sich in diesem Thread der eine oder andere mit akuten Geldsorgen zu Wort gemeldet hat, ein passender Filmtipp: Aki Kaurismäkis "Wolken ziehen vorüber" ist ein ganz wunderbar warmherziger Film über ein Paar, wo beide kurz nacheinander arbeitslos werden. Es gibt auch ein schönes ungekünsteltes happy end. Ich empfand den Film als sehr tröstlich als ich ihn in ebenfalls klammer Lage gesehen hatte.
Tja, was brauche ich ...
.. vielleicht eine obsolete Frage, wenn man von Hartz IV lebt. Vielleicht ... Was mir helfen würde, wäre nicht unbedingt mehr Geld. Es könnte sogar weniger sein. Was brauche ich Internet ... Aber ich müsste Fahren können, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das ist in Hamburg so teuer ... Und ich brauche Musik, muss Tanzen können. Aber wir sind nicht in Kuba, es gibt nicht am Wochenende spontane Straßenmusik mit Tanz. Hamburgs Diskotheken kosten nicht wenig Eintritt, und die Getränke sind so teuer ... und die Luft meist so schlecht (obwohl: mit dem Rauchverbot ..)
Was ich brauche sind soziale Kontakte. Einfach mit anderen Frauen zusammen Kochen, auf Kinder aufpassen.
An Kleidung begnüge ich mich mit Second-Hand. Neu könnte ich mir so schöne Sachen nie leisten. Und selbst wenn ich das Geld dafür hätte: Mein Gewissen würde nie zulassen, dass ich 100 Euro und mehr für ein Kleidungsstück ausgebe.
Essen: Gesundes Essen ist teuer. Und dabei rede ich nicht von Bio, oder Reformhaus und so. Weis nicht was sich die Hartz-Planer so gedacht haben. 130 Euro im Monat für Essen? Bei uns geht fast unser ganzes Geld dafür drauf, und wir haben wirklich nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller.
Mein ganzes Leben lang war ich arm. Trotzdem konnte ich mir das eine oder andere anschaffen: Bücher, Schallplatten, Schnickschnack. Mittlerweile sehe ich vieles als Ballast. Menschlichen Kontakt, menschliches Miteinander kann nichts ersetzen. Scheiß Hörbücher. Warum sind Vorleseabende so teuer? Warum muss alles, wirklich alles zur Ware gemacht werden? Sind die Lateinamerikanischen Länder wirklich so arm?
Ein festes Dach über dem Kopf ist gut. Eine geschützte Intimsphäre ist gut. Fließend Wasser ist gut. Fließend warmes Wasser ist Luxus. Ein Kühlschrank ist toll, Strom ist ... unfassbar. Jeden Tag satt essen ... ein Wunder
Aber all das ist ... wenn man Einsam ist ... nichts, GAR NICHTS
Ich habe einen Partner. Wir lieben uns innig. Das gibt Trost. Aber trotzdem leben wir in einer Art Gefängnis, wir kommen kaum unter Menschen, können uns keine Kultur leisten (von "Konserven" wie Bücher oder Medien mal abgesehen). Ohne Fahrkarte .. in Hamburg ...
Ich wünschte mir, dass die Hartz-Entscheider mal ein Jahr von diesem Geld in einer Sozialwohnung leben müssten. Wenn man schon Jahre in Armut lebt ... das laugt so aus. Ist Tanzen gehen wirklich so ein Luxus?
Hallo Hanna,
kenne ich gut, diese Einsamkeit. Wenn man auch noch etwas schüchtern ist, ist es nicht so leicht Menschen kennen zu lernen.
Hast du schon mal daran gedacht, eine Anzeige aufzugeben um Gleichgesinnte zu finden? Spieleabende kosten z. B. wenig Geld und können riesig Spaß machen, mit oder ohne Kinder. Oder Ausflüge mit anderen Familien z. B., das kann man auch günstig gestalten (Picknick im Park z. B.). Und Tanzen kann man auch in privaten Kreis, wenn man ein paar ähnlich Interessierte kennen lernt. Ich denke, es geht vielen wie dir und die warten nur darauf, dass ihnen so eine Gelegenheit über den Weg läuft.
Kontakte kann man auch oft über die Kirche finden. Erkundige dich doch mal, ob es nich bei euch so etwas wie ein Frauen- oder Familienfrühstück gibt. Hier wird sowas regelmäßig nach der Messe angeboten. Oft gibt es dort auch Gesangsgruppen, wenn du Musik magst, oder Handarbeitskreise, Kartenspielgruppen etc., an denen man sich beteiligen könnte, ohne dass es groß Geld kostet.
Ich weiß, dass so ein Schritt überwindung kostet, aber wenn man was investiert, kann man auch neue Bekannte kennenlernen, ohne in Diskos zu gehen oder viel Geld auszugeben.
Liebe Grüße
Namara
@Hanna: Du hast recht, einfach alles kostet Geld. Sich bewegen kostet, Geselligkeit kostet, Kultur sowieso. Man merkt es erst, wenn man wirklich nichts zum ausgeben hat und jeden Euro umdrehen muss. In der Tat, es könnten viel mehr Dinge kostenlos sein, zumindest für diejenigen, die nichts haben. Warum muss z.B. der Bibliotheksausweis Geld kosten? Wenn man dann noch Kinder hat und Eintritte nicht einmal sondern fünfmal zu zahlen sind, werden selbst einfachste Bedürfnisse schnell unerschwinglich.
@Hanna: Du hast recht, einfach alles kostet Geld. Sich bewegen kostet, Geselligkeit kostet, Kultur sowieso. Man merkt es erst, wenn man wirklich nichts zum ausgeben hat und jeden Euro umdrehen muss. In der Tat, es könnten viel mehr Dinge kostenlos sein, zumindest für diejenigen, die nichts haben. Warum muss z.B. der Bibliotheksausweis Geld kosten? Wenn man dann noch Kinder hat und Eintritte nicht einmal sondern fünfmal zu zahlen sind, werden selbst einfachste Bedürfnisse schnell unerschwinglich.
Natürlich ist es für Menschen, die nichts übrig haben, schlimm ,daß alles was außer Nahrung noch zu einem lebenswerten Leben gehört, etwas kostet..
Aber auch verständlich oder?!
Überlege dir mal, was passieren, würde, die Bibliothek wäre zB kostenlos?
Es würde Geld fehlen, um die Angestellten zu zahlen, um dort sauber zu machen. Zum Beispiel!
Es ist nunmal nichts umsonst auf der Welt- nicht mal der Tod :eek:
Hallo Hanna,
kenne ich gut, diese Einsamkeit. Wenn man auch noch etwas schüchtern ist, ist es nicht so leicht Menschen kennen zu lernen.
Hast du schon mal daran gedacht, eine Anzeige aufzugeben um Gleichgesinnte zu finden? Spieleabende kosten z. B. wenig Geld und können riesig Spaß machen, mit oder ohne Kinder. Oder Ausflüge mit anderen Familien z. B., das kann man auch günstig gestalten (Picknick im Park z. B.). Und Tanzen kann man auch in privaten Kreis, wenn man ein paar ähnlich Interessierte kennen lernt. Ich denke, es geht vielen wie dir und die warten nur darauf, dass ihnen so eine Gelegenheit über den Weg läuft.
Kontakte kann man auch oft über die Kirche finden. Erkundige dich doch mal, ob es nich bei euch so etwas wie ein Frauen- oder Familienfrühstück gibt. Hier wird sowas regelmäßig nach der Messe angeboten. Oft gibt es dort auch Gesangsgruppen, wenn du Musik magst, oder Handarbeitskreise, Kartenspielgruppen etc., an denen man sich beteiligen könnte, ohne dass es groß Geld kostet.
Ich weiß, dass so ein Schritt überwindung kostet, aber wenn man was investiert, kann man auch neue Bekannte kennenlernen, ohne in Diskos zu gehen oder viel Geld auszugeben.
Liebe Grüße
Namara
Deine Ideen fand ich sehr sehr konstruktiv und liebevoll :)
Natürlich ist es für Menschen, die nichts übrig haben, schlimm ,daß alles was außer Nahrung noch zu einem lebenswerten Leben gehört, etwas kostet..
Aber auch verständlich oder?!
Überlege dir mal, was passieren, würde, die Bibliothek wäre zB kostenlos?
Es würde Geld fehlen, um die Angestellten zu zahlen, um dort sauber zu machen. Zum Beispiel!
Es ist nunmal nichts umsonst auf der Welt- nicht mal der Tod :eek:
Was würde dann passieren? Vielleicht gar nichts. ;)
Schließlich gibt es auch die Möglichkeit sowas gemeinnützig oder aus Steuermitteln zu finazieren. Steuermittel dienen zum Erhalt der Infrastruktur und des Gemeinwohls. Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Es hätte nur Vorteile sowas kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Was würde dann passieren? Vielleicht gar nichts. ;)
Schließlich gibt es auch die Möglichkeit sowas gemeinnützig oder aus Steuermitteln zu finazieren. Steuermittel dienen zum Erhalt der Infrastruktur und des Gemeinwohls. Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Es hätte nur Vorteile sowas kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Ok, die Bib war jetzt vllt nicht das Beste Beispiel.
Aber es ist doch generell einfach so, daß das Meiste nicht aus Spaß Geld kostet. Damit müssen ja andere Dinge finanziert werden.
Wer soll die Damen bezahlen, die dir dann das Buch ausleihen?!
Oder wer soll die bezahlen, die die Bib nach einem besucherreichen Tag sauber machen? Etc etc.
Dafür bedarf es einfach Einnahmen.
Und die Bücher auszuleihen kostet doch auch pro Tag/Woche Geld.
Ist ja nicht nur der Ausweis.
Aber würde das kein Geld kosten, schwöre ich dir, würden mindestens die Hälfte der Bücher verloddert wieder zurückgebracht werden, weil man einfach mit Dingen, die man zahlt oder zahlen muss wenn man sie kaputtmacht, anders umgeht, wie mit welchen, die man kostenlos kriegt, kostenlos hat..
Du und ich vllt nicht, aber die breite Masse ist einfach so.
Ganz zu Anfang der Bib Geschichte wars ja alels mal kostenlos!
Aber eben deshalb heute nicht mehr..
Über die Steuerfrage, was da gerechtfertigt ist und was nicht, ist zu streiten.
maerzhase
22.02.2008, 10:34
Und die Bücher auszuleihen kostet doch auch pro Tag/Woche Geld.
Ist ja nicht nur der Ausweis.
Im Ernst? :eek:
Also ich war wohl schon zu lange nicht mehr in Bibliotheken, aber ich meine doch, dass ich mal weder für den Ausweis noch für das Ausleihen was bezahlen musste.
Oder hab ich das nur geträumt? :o
Ok, die Bib war jetzt vllt nicht das Beste Beispiel.
Aber es ist doch generell einfach so, daß das Meiste nicht aus Spaß Geld kostet. Damit müssen ja andere Dinge finanziert werden.
Wer soll die Damen bezahlen, die dir dann das Buch ausleihen?!
Oder wer soll die bezahlen, die die Bib nach einem besucherreichen Tag sauber machen? Etc etc.
Dafür bedarf es einfach Einnahmen.
Und die Bücher auszuleihen kostet doch auch pro Tag/Woche Geld.
Ist ja nicht nur der Ausweis.
Aber würde das kein Geld kosten, schwöre ich dir, würden mindestens die Hälfte der Bücher verloddert wieder zurückgebracht werden, weil man einfach mit Dingen, die man zahlt oder zahlen muss wenn man sie kaputtmacht, anders umgeht, wie mit welchen, die man kostenlos kriegt, kostenlos hat..
Du und ich vllt nicht, aber die breite Masse ist einfach so.
Ganz zu Anfang der Bib Geschichte wars ja alels mal kostenlos!
Aber eben deshalb heute nicht mehr..
Über die Steuerfrage, was da gerechtfertigt ist und was nicht, ist zu streiten.
Auch kostenpflichtige Büchereien kennen das Problem der zerfledderten Bücher. Das ist kein Problem kostenloser Bibliotheken. Außerdem muß auch in einer kostenlosen Bücherei, ein kaputtgemachtes Buch bezahlt werden. Ein pfleglicher Umgang wird immer erwartet. Was ich kaputt mache, muß ich bezahlen. Da muß man gar nicht drüber diskutieren. Es gibt übrigens auch eine Vielzahl kostenloser Büchereien, die hervorragend funktionieren. Es ist dort sauber. Das Personal wird bezahlt. Die Bücher sind gepflegt. Alles in Ordnung.
Es gibt eine menge Bücher, die ich lesen aber nicht kaufen wollte. Ich hab sie gelesen, aber bisher nicht einmal dafür bezahlt. Es geht alles, wenn man es nur will.
cryingflannel
22.02.2008, 10:43
Aber auch verständlich oder?!
Überlege dir mal, was passieren, würde, die Bibliothek wäre zB kostenlos?
Es würde Geld fehlen, um die Angestellten zu zahlen, um dort sauber zu machen. Zum Beispiel!
der staat hat explizit laut grundgesetz die aufgabe der kultur- und bildungsförderung und dieser aufgabe kommt er nach, indem er z.B. öffentliche bibliotheken unterhält.
ninchen, das stimmt so nicht ganz. weil nämlich diese leistungen des staates explizit _allen_ bürgern zur verfügung stehen müssen (und zwar gemäss grundgesetz) wäre es imho durchaus konsequent und richtig, im sinne einer gesicherten grundversorgung '(zu der nach definition eben einiges mehr gehört, als ein dach überm kopf und genug zu essen), solche einrichtungen für menschen mit geringem einkommen kostenfrei zu halten.
die öffentlichen bibliotheken werden ohnehin _nicht_ durch die gebühren für ausweise usw. finanziert bzw. diese einnahmen machen nur einen winzigen bruchteil der kosten aus - der überwältigende rest wird durch staatliche fördermittel aufgebracht. träger der öffentlichen bibliotheken ist die "öffentliche hand" - also die bundesländer (für die landesbibliotheken) bzw. städte / gemeinden für die regionalen bibliotheken.
für die rechnung, wieviel geld ein mennsch wirklich braucht spielt so etwas also nur indirekt eine rolle...
für die rechnung, wieviel geld ein mennsch wirklich braucht spielt so etwas also nur indirekt eine rolle...
Diese Rechnungsfrage ist ohnehin nicht wirklich ernsthaft zu beantworten:
Ein Mensch braucht vllt nur so und so viele Euros zum überleben (Essen, Trinken, Umstände zum Leben die nicht die Gesundheit beeinträchtigen etc etc).. aber überleben ist eben nicht gleich leben.
Zum Leben- und das auch noch so ,daß es lebenswert ist, gehört weitaus viel mehr.
Es ist einfach eine schöne Illusion ,daß alles wirklich Schöne auf der Welt nichts kostet. Liebe vllt nicht, aber von der ist auch noch keiner satt geworden.
Wieviel ein Mensch zum leben also wirklich braucht, kann man erst dann diskutieren, wenn feststeht, was man unter diesem leben versteht.
Diese Rechnungsfrage ist ohnehin nicht wirklich ernsthaft zu beantworten:
Ein Mensch braucht vllt nur so und so viele Euros zum überleben (Essen, Trinken, Umstände zum Leben die nicht die Gesundheit beeinträchtigen etc etc).. aber überleben ist eben nicht gleich leben.
Zum Leben- und das auch noch so ,daß es lebenswert ist, gehört weitaus viel mehr.
Es ist einfach eine schöne Illusion ,daß alles wirklich Schöne auf der Welt nichts kostet. Liebe vllt nicht, aber von der ist auch noch keiner satt geworden.
Wieviel ein Mensch zum leben also wirklich braucht, kann man erst dann diskutieren, wenn feststeht, was man unter diesem leben versteht.
Und das kann man leider nicht. Das ist eine sehr individuelle Frage.
Genauso ist es eine Illusion, zu glauben, alles schöne sei käuflich.
- Man kann sich falsche Freunde kaufen, aber keine wahren.
- Man kann sich falsche Liebe kaufen, aber keine wahre.
- Man kann etwas für seine Gesundheit tun, aber man kann sich keine körperliche und psychische Gesundheit erkaufen.
- Man kann sich kein längeres Leben erkaufen.
- Man kann sich nicht von Schicksalsschlägen freikaufen.
- Man kann sich kein Glück erkaufen.
- Man kann sich keine zufriedenheit erkaufen.
- Man kann sich nicht von psychischen Altlasten aus der Kindheit freikaufen.
- Man kann sich nicht von allen Problemen freikaufen.
- Man kann sich keine Zuneigung und keinen Respekt erkaufen.
Geld macht vieles einfacher und bietet mehr Möglichkeiten. Aber ein schönes Leben kann man sich dennoch nicht erkaufen.
tibidabo
22.02.2008, 11:25
Zum Thema Bibliotheken:
ich bin seit meiner Kindheit leidenschaftlicher Bibliotheksnutzer und ich könnte meinen ganzen Tag in einer unserer Bibliotheken verbringen. Die Bibliotheken gehören fürwahr zu meinen Lieblingsplätzen in dieser Stadt...
Hier kostet die Nutzung der Bibliotheken erst seit einigen Jahren etwas, vorher wars kostenlos. Wer arbeitslos ist muss übrigens nur einen geringeren Betrag zahlen. Der Beitrag ist aber sowieso niedrig und ich finde den Gegenwert, den man dafür bekommt riesengroß...
Geld macht vieles einfacher und bietet mehr Möglichkeiten. Aber ein schönes Leben kann man sich dennoch nicht erkaufen.
Klar, da hast du total Recht.
Natürlich kann man kein schönes Leben kaufen.
Vieles Schöne hat mit Geld nichts zu tun.
Ebenso wenig kann man aber ohne Geld ein schönes Leben haben.
...ein Mittelding würde ein Leben schön machen, finde ich.
Einfach, simpel, schön und dennoch auch anspruchsvoller.
Aber grade den "Mittelstand" gibts ja kaum noch/ wird es bald gänzlich nicht mehr geben..
womit man bei der Diskussion wäre, wohin das in unserem Land alles noch führen mag..:rolleyes:
Zum Thema Bibliotheken:
ich bin seit meiner Kindheit leidenschaftlicher Bibliotheksnutzer und ich könnte meinen ganzen Tag in einer unserer Bibliotheken verbringen. Die Bibliotheken gehören fürwahr zu meinen Lieblingsplätzen in dieser Stadt...
Hier kostet die Nutzung der Bibliotheken erst seit einigen Jahren etwas, vorher wars kostenlos. Wer arbeitslos ist muss übrigens nur einen geringeren Betrag zahlen. Der Beitrag ist aber sowieso niedrig und ich finde den Gegenwert, den man dafür bekommt riesengroß...
Zweifelsohne.
Aber wer nichts hat, für den ist schon ein geringer Betrag nicht machbar :(
cryingflannel
22.02.2008, 11:45
Diese Rechnungsfrage ist ohnehin nicht wirklich ernsthaft zu beantworten:
Ein Mensch braucht vllt nur so und so viele Euros zum überleben (Essen, Trinken, Umstände zum Leben die nicht die Gesundheit beeinträchtigen etc etc).. aber überleben ist eben nicht gleich leben.
Zum Leben- und das auch noch so ,daß es lebenswert ist, gehört weitaus viel mehr.
Es ist einfach eine schöne Illusion ,daß alles wirklich Schöne auf der Welt nichts kostet. Liebe vllt nicht, aber von der ist auch noch keiner satt geworden.
Wieviel ein Mensch zum leben also wirklich braucht, kann man erst dann diskutieren, wenn feststeht, was man unter diesem leben versteht.
da hast du natürlich recht!
ich wollte auch bloss darauf hinaus, dass zumindest versucht wird, so ein lebenswertes umfeld für möglichst alle zu schaffen. und da gehören imho eben solche öffentlichen einrichtungen eindeutig dazu ;)
die illusion, dass man erreichen könnte, dass alles schöne nichts kostet habe ich garnicht...
Ebenso wenig kann man aber ohne Geld ein schönes Leben haben.
Das stimmt so nicht. Ich sah vor kurzem eine Dokumentation über die Glücksforschung. Man will herausfinden was Menschen glücklich macht. Interessanterweise waren oft die Ärmsten auch gleichzeitig die Glücklichsten. Man fand heraus das oft Völker die sich ihr eigenes essen anbauen und jagen unter kargen und klimatischen ungünstigen Bedingungen leben, die glücklichsten waren. Ein interessantes Ergebnis.
Das was ein schönes glückliches Leben ausmacht kann man sich nicht erkaufen. Man kann sich nur Annehmlichkeiten erkaufen.
Frankster_70
22.02.2008, 12:02
... aber überleben ist eben nicht gleich leben.
Natürlich hast du aus "unserer" Sicht recht, aber frag mal einen Hungernden (also nicht eine Kollegin, die vor der Mittagspause schon Magenknurren hat, sondern jemand, der wirklich kurz vorm Verhungern steht)... Ich glaube so schmerzhaft richtiger Hunger auch sein kann, er kann helfen, das Wesentliche wieder zu erkennen.
Insofern stimmt es, dass man auch mit wenig Geld glücklich sein kann, allerdings gilt dabei zu beachten, dass es unglücklich macht, wenn man gleichzeitig mit Menschen zu tun hat oder auch nur von ihnen weiß, die deutlich mehr haben.
Interessanterweise waren oft die Ärmsten auch gleichzeitig die Glücklichsten. Man fand heraus das oft Völker die sich ihr eigenes essen anbauen und jagen unter kargen und klimatischen ungünstigen Bedingungen leben, die glücklichsten waren.
Leider ist arm sein in Deutschland nicht das gleiche wie arm sein in z.B. Peru. Und das nicht nur, weil in Deutschland die allermeisten schon ganz komfortabel leben können und Armut deshalb hierzulande umso bitterer ist. Nein, auch weil einfach jedes Stückchen Erde in Deutschland einen Eigentümer hat. Man kann sich also nicht einfach irgendwo niederlassen, sich eine Hütte bauen und von ganz wenig leben. Miete ist also schon einmal ein ganz wesentlicher Faktor. Unabhängig von den Eigentumsverhältnissen ist es auch viel trostloser, in Deutschland als Minderbemittelter in einem ekligen Wohnblock mit massivem Verkehrslärm und anderen "unmenschlichen" Einflüssen zu hausen als in der freien Natur. Insofern kann ich dieses Ergebnis der Glücksforschung sehr gut nachvollziehen. Allerdings habe ich noch nie Hunger gelitten, da kann ich nicht mitreden.
Und das kann man leider nicht. Das ist eine sehr individuelle Frage.
Genauso ist es eine Illusion, zu glauben, alles schöne sei käuflich.
- Man kann sich falsche Freunde kaufen, aber keine wahren.
- Man kann sich falsche Liebe kaufen, aber keine wahre.
- Man kann etwas für seine Gesundheit tun, aber man kann sich keine körperliche und psychische Gesundheit erkaufen.
- Man kann sich kein längeres Leben erkaufen.
- Man kann sich nicht von Schicksalsschlägen freikaufen.
- Man kann sich kein Glück erkaufen.
- Man kann sich keine zufriedenheit erkaufen.
- Man kann sich nicht von psychischen Altlasten aus der Kindheit freikaufen.
- Man kann sich nicht von allen Problemen freikaufen.
- Man kann sich keine Zuneigung und keinen Respekt erkaufen.
Geld macht vieles einfacher und bietet mehr Möglichkeiten. Aber ein schönes Leben kann man sich dennoch nicht erkaufen.
Tja, so habe ich auch mal gedacht und bin so idealistisch ins Leben gestolpert.
Vieles geht, wenn man allein ist und jung.
Ganz sicher will ich hier nicht dem Materialismus huldigen, ich habe gesehen, wie vieles Wertvolle, manchmal alles in meinen Augen verloren geht, wenn Menschen sich vorrangig ihr Leben mit Gelderwerb verbrauchen.
Aber
- man hat Mühe, passende Menschen kennen zu lernen, wenn man sich nicht leisten kann, in einer "vernünftigen" Gegend eine Wohnung zu bezahlen. Das gilt auch für die Kinder, die nicht eingeladen werden, wenn sie in entsprechenden Gegenden wohnen.
- man kann psychisch erkranken, wenn die ständige Sorge um die notwendigen finanziellen Mittel einen plagen.
- man kann sich nachweislich nicht so gesund ernähren, wenn man finanziell eingeschränkt ist. Und man muss viel wissen, um das annähernd auszugleichen.
- man muss sich Bildung/Ausbildung/Weiterbildung zu einem großen Teil "erkaufen".
- es ist belastend für eine Familie, schafft Steit und Stress, wenn man sich Urlaub nicht leisten kann und zu sehr vielen berechtigten Bedürfnissen der Kinder "nein" sagen muss. Stress macht psychisch und körperlich krank.
- Theoretisch kann man einige "Sonderleistungen" für sich und seine Familie in Anspruch nehmen, aber es ist nicht selten demütigend, muss verschwiegen werden. Es greift das Selbstwertgefühl an, wenn man herablassend und respektlos behandelt wird.
- Ständige Not und Sorgen wirken sich auch belastend auf eine Partnerschaft aus, stapazieren die Liebe oft ganz schön.
- Man kann sich nicht von allen Problemen freikaufen, aber man hätte sehr viele Probleme nicht, wenn man genug Geld hätte.
- Man kann sehr viel ausgleichen, selber machen, kreativ handeln, aber das kostet oft viel Kraft und Zeit, da bleibt nicht viel für einen selber übrig.
- Manchmal ist einem der innere Reichtum verdammt egal, wenn man eine Rechnung von Kiefernorthopäden im Briefkasten findet, die Kupplung des Autos kaputt ist, 300 Euro für eine Klassenfahrt anstehen, die Waschmaschine, die 12 Jahre alt ist, komische Geräusche macht, und die Nachbarin fragt, warum man die Möhren nicht im Bioladen kauft, weil doch jeder weiß, wie schadstoffbelastet sie sonst sind!
Dumm und arm geht noch, da kann man zufrieden vorm TV sitzen und seine Billigkost essen, man will auch gar nichts anderes, weil man eh träge ist und fett wird.
Vorübergehende Notlagen kreativ zu bewältigen, kann sogar Spaß machen als Herausforderung. Über lange Zeit aber nicht nur keinen Luxus sondern am Notwendigen immer etwas zu wenig zu haben, erschöpft und macht mutlos. Besonders, wenn man arbeitet und sich müht, aber kein Ende in Sicht ist.
Ja, ich weiß, das ist provozierend. Nicht mehr provozierend, als die Menschen, die einem verständnislos gute Ratschläge geben, aber noch nie in solch einer Situation ware.
Ich will gar keine Gegenthese aufstellen, nur ein wenig zur Vorsicht mahnen.
Immer ein bisschen zu wenig beim Notwendigen ist ganz schön hart. Da mag man solche Sprüche, dass das wirklich Wichtige im Leben ja nichts kostet, nicht hören.
Insgesamt bin ich aber schon ein Freund privatwirtschaftlicher Anbieter. Wenn ich nur daran denke, was mit meinen Steuermitteln so alles passiert, allein von meinen bisher gezahlten Steuern (und das war lange Zeit nicht wenig) könnte ich bei sparsamer Lebensweise noch viele Jahre lang auskommen. Dann würde ich auch gerne 10EUR für meinen Bibliotheksausweis zahlen, allerdings hätte die Stadtbücherei dann wohl auch ganz andere Öffnungszeiten, kundenorientiert nämlich.
grenzgaengerin
22.02.2008, 12:21
Aber
- man hat Mühe, passende Menschen kennen zu lernen, wenn man sich nicht leisten kann, in einer "vernünftigen" Gegend eine Wohnung zu bezahlen. Das gilt auch für die Kinder, die nicht eingeladen werden, wenn sie in entsprechenden Gegenden wohnen.
- man kann psychisch erkranken, wenn die ständige Sorge um die notwendigen finanziellen Mittel einen plagen.
- man kann sich nachweislich nicht so gesund ernähren, wenn man finanziell eingeschränkt ist. Und man muss viel wissen, um das annähernd auszugleichen.
- man muss sich Bildung/Ausbildung/Weiterbildung zu einem großen Teil "erkaufen".
- es ist belastend für eine Familie, schafft Steit und Stress, wenn man sich Urlaub nicht leisten kann und zu sehr vielen berechtigten Bedürfnissen der Kinder "nein" sagen muss. Stress macht psychisch und körperlich krank.
- Theoretisch kann man einige "Sonderleistungen" für sich und seine Familie in Anspruch nehmen, aber es ist nicht selten demütigend, muss verschwiegen werden. Es greift das Selbstwertgefühl an, wenn man herablassend und respektlos behandelt wird.
- Ständige Not und Sorgen wirken sich auch belastend auf eine Partnerschaft aus, stapazieren die Liebe oft ganz schön.
- Man kann sich nicht von allen Problemen freikaufen, aber man hätte sehr viele Probleme nicht, wenn man genug Geld hätte.
- Man kann sehr viel ausgleichen, selber machen, kreativ handeln, aber das kostet oft viel Kraft und Zeit, da bleibt nicht viel für einen selber übrig.
- Manchmal ist einem der innere Reichtum verdammt egal, wenn man eine Rechnung von Kiefernorthopäden im Briefkasten findet, die Kupplung des Autos kaputt ist, 300 Euro für eine Klassenfahrt anstehen, die Waschmaschine, die 12 Jahre alt ist, komische Geräusche macht, und die Nachbarin fragt, warum man die Möhren nicht im Bioladen kauft, weil doch jeder weiß, wie schadstoffbelastet sie sonst sind!
Dumm und arm geht noch, da kann man zufrieden vorm TV sitzen und seine Billigkost essen, man will auch gar nichts anderes, weil man eh träge ist und fett wird.
Vorübergehende Notlagen kreativ zu bewältigen, kann sogar Spaß machen als Herausforderung. Über lange Zeit aber nicht nur keinen Luxus sondern am Notwendigen immer etwas zu wenig zu haben, erschöpft und macht mutlos. Besonders, wenn man arbeitet und sich müht, aber kein Ende in Sicht ist.
Ja, ich weiß, das ist provozierend. Nicht mehr provozierend, als die Menschen, die einem verständnislos gute Ratschläge geben, aber noch nie in solch einer Situation ware.
Ich will gar keine Gegenthese aufstellen, nur ein wenig zur Vorsicht mahnen.
Immer ein bisschen zu wenig beim Notwendigen ist ganz schön hart. Da mag man solche Sprüche, dass das wirklich Wichtige im Leben ja nichts kostet, nicht hören.
Du hast das sehr gut "auf den Punkt" gebracht. Ich kann dem eigentlich nur beipflichten und vielleicht noch zufügen: Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt. :rolleyes:
Das stimmt so nicht. Ich sah vor kurzem eine Dokumentation über die Glücksforschung. Man will herausfinden was Menschen glücklich macht. Interessanterweise waren oft die Ärmsten auch gleichzeitig die Glücklichsten. Man fand heraus das oft Völker die sich ihr eigenes essen anbauen und jagen unter kargen und klimatischen ungünstigen Bedingungen leben, die glücklichsten waren. Ein interessantes Ergebnis.
Das was ein schönes glückliches Leben ausmacht kann man sich nicht erkaufen. Man kann sich nur Annehmlichkeiten erkaufen.
Das mag in der Theorie, oder in Ländern die von Geld nichts wissen, stimmen.
Aber zeig mir in Deutschland einen Menschen, der OHNE Geld gut leben kann, schön leben kann, gänzlich glücklich ist.
Also meine Meinung dazu :
Ich finde es schwierig diese Frage zu beantworten, will es aber mal versuchen.
Jeder Mensch braucht mindestens soviel, dass er sich die grundlegenden Verbrauchsgüter leisten kann. Erst wenn das gelöst ist, dann merkt man, dass der eine etwas mehr, und ein anderer mit weniger und gewissen Einschränkungen zufrieden ist. Es hängt davon ab, was man liest, sieht und von den Kontakten, die man hat. Auch kommt es auf das Alter an. Viele junge Leute müssen einen Kredit aufnehmen, um sich einen gewissen Lebensstil und einen geeigneten Wohnort und ein Auto leisten zu können.
maerzhase
22.02.2008, 12:58
Meine Meinung dazu:
Ich brauche genau so viel Geld, dass ich mir um Geld keine Gedanken mehr machen muss.
Und dann bitte weder weniger noch mehr!
@Grace
Meine Haltung ist alles andere als idealistisch. Ich hab nie behauptet, daß ein armer Mensch in Deutschland glücklicher lebt. Es ging mir allein um die Tatsache, daß man sich ein glückliches Leben nicht erkaufen kann. Es gibt soviele Störfaktoren, die man eben nicht mit Geld beheben kann.
Von daher sehe ich in deinem Post keinen Wiederspruch zu meinem.
Ich mag zwar noch relativ jung sein, aber für einen radikal Idealismus bin ich mittlerweile zu alt und zu erfahren. Außerdem weiß auch ich einige Seiten des Materialismus zu schätzen. Ich bin sicherlich kein Asket.;)
Dumm und arm geht noch, da kann man zufrieden vorm TV sitzen und seine Billigkost essen, man will auch gar nichts anderes, weil man eh träge ist und fett wird.
Absolut zutreffend. Ich wohne in einem Viertel mit vielen solcher Bürger. TV läuft den ganzen Tag, nur zum Rauchen gehts vor die Tür. Echt krass. Die brauchen sonst wirklich nichts zum Leben, außer ihre zahlreichen Ärzte. Wegen denen wurde die Praxisgebühr eingeführt.
glasperlenspielerin
22.02.2008, 13:11
Zum Thema Bibliotheken:
ich bin seit meiner Kindheit leidenschaftlicher Bibliotheksnutzer und ich könnte meinen ganzen Tag in einer unserer Bibliotheken verbringen. Die Bibliotheken gehören fürwahr zu meinen Lieblingsplätzen in dieser Stadt...
Hier kostet die Nutzung der Bibliotheken erst seit einigen Jahren etwas, vorher wars kostenlos. Wer arbeitslos ist muss übrigens nur einen geringeren Betrag zahlen. Der Beitrag ist aber sowieso niedrig und ich finde den Gegenwert, den man dafür bekommt riesengroß...
kann ich nur unterschreiben.
bis 18 jahre sind die meisten öffentlichen bibliotheken kostenlos nutzbar. in einer der städte, wo ich vorher wohnte, waren die ausweise auch für kinderreiche familien und sozialhilfeempfänger kostenlos.
möchte ansonsten noch sagen:
mittlerweile läuft auch in öffentlichen bibliotheken großer städte schon vieles über ehrenamtliche. in münster sollten zB schon zwei zweigstellen der stadtbücherei geschlossen werden. engagierte bürger haben sich aber zusammengetan und protestiert und schließlich selbst ein personal aus ehrenamtlichen zusammengestellt. in der stadt, wo ich jetzt wohne, passiert genau das gleiche.
ich find das so super und könnt mri sehr gut vorstellen, mich in diesem bereich ebenfalls zu engagieren. die stadtbibliothek hat mir damals zu schulzeiten wirklich den zugang zu "bildung" ermöglicht. in unserem bücherregal daheim stand nicht mal ein "brockhaus", geschweige denn klassische bildungsliteratur oder auch sonstige, gute sachliteratur. ich bin daher dieser einrichtung so unendlich dankbar.. und klar, es ist bis heute einer meiner lieblingsorte.. es ist so wichtig, dass jedem menschen die tür zu büchern offen steht. bei mir hats wirklich die ganze jugend geprägt. wie viel ich büchern verdanke, lässt sich gar nicht mehr in worte fassen.. eigentlich ALLES!
Wild_Child
22.02.2008, 13:45
Ich hab zwar net viel geld aber es reicht gerade so, weil ich na noch einige geldquellen hab. Manchmal beschwer ich mal aber ich hab besser wenig als garnichts !
Absolut zutreffend. Ich wohne in einem Viertel mit vielen solcher Bürger. TV läuft den ganzen Tag, nur zum Rauchen gehts vor die Tür. Echt krass. Die brauchen sonst wirklich nichts zum Leben, außer ihre zahlreichen Ärzte. Wegen denen wurde die Praxisgebühr eingeführt.
Ja, das stimmt.
Und solche Assis sind auch Schuld daran ,daß Arbeitslose (etc) einen so schlechten Stand in unserem Land haben- vom Leben, als auch vom Ansehen her.
Wenn ich manchmal mittags durchs TV zappe und diese ganzen Minderbemittelten in Talkshows sehe, wie sie bildlich nochmal darstellen, wie assig und dumm sie sind, dann könnte ich laut schreien und kotzen, daß auch MEINE Steuergelder solche Leute finanzieren.
Warum soll ich für solche Menschen aufkommen?
Die gerne Zuhause rumlungern, assozial sind, die Kinder über Kinder kriegen, weil sie selbst zum Vögeln zu dumm sind!?
Nee, also sorry, aber bei mir ist irgendwo auch eine Grenze an Hilfsbereitschaft und Verständnis.
(So, los -jetzt könnt ihr mich wieder angreifen wegen meiner harten Worte :D )
glasperlenspielerin
22.02.2008, 13:52
...die Kinder über Kinder kriegen, weil sie selbst zum Vögeln zu dumm sind!?
sind sie dann doch eben nicht!;)
sind sie dann doch eben nicht!;)
:extralol:
Weisst, wie ichs meine..
Ich find das einfach zutiefst traurig ,daß solche Menschen dafür verantwortlich sind ,daß viele ehrliche und gute Arbeitslose auch als schlecht angesehen werden.
Ich find das einfach zutiefst traurig ,daß solche Menschen dafür verantwortlich sind ,daß viele ehrliche und gute Arbeitslose auch als schlecht angesehen werden.
Verantwortlich dafür, wie er ehrliche und "gute" Arbeitslose ansieht, ist doch jeder selber :rolleyes: .
Kontaktgift
22.02.2008, 14:03
Verantwortlich dafür, wie er ehrliche und "gute" Arbeitslose ansieht, ist doch jeder selber :rolleyes: .
Na ja, Aisha, das kommt nicht nur auf den Arbeitslosen selbst an... Manche Mitbürger sehen halt - auch, wenn's abgedroschen klingt - wirklich nur das, was sie von vornherein sehen wollen. Allerdings denke ich, dass es, wenn man Hartz IV bekommt, größere Probleme gibt, als die Meinungen, die manche Leute von einem haben...
Manche Mitbürger sehen halt - auch, wenn's abgedroschen klingt - wirklich nur das, was sie von vornherein sehen wollen.
Das mein ich ja, wie er andere sieht...sehen will, liegt in der Verantwortung des Betrachters und Urteilers und nicht an den faulen Eiern, dies gibt.
cryingflannel
22.02.2008, 14:07
Ja, das stimmt.
Und solche Assis sind auch Schuld daran ,daß Arbeitslose (etc) einen so schlechten Stand in unserem Land haben- vom Leben, als auch vom Ansehen her.
Wenn ich manchmal mittags durchs TV zappe und diese ganzen Minderbemittelten in Talkshows sehe, wie sie bildlich nochmal darstellen, wie assig und dumm sie sind, dann könnte ich laut schreien und kotzen, daß auch MEINE Steuergelder solche Leute finanzieren.
Warum soll ich für solche Menschen aufkommen?
Die gerne Zuhause rumlungern, assozial sind, die Kinder über Kinder kriegen, weil sie selbst zum Vögeln zu dumm sind!?
Nee, also sorry, aber bei mir ist irgendwo auch eine Grenze an Hilfsbereitschaft und Verständnis.
aber nein... doch nicht angreifen... allerdings habe ich einen frage dazu:
was ist deiner meinung nach zu tun, um dem abhilfe zu schaffen? wie soll damit umgegangen werden?
das die grenzen der hilfsbereitschaft und des verständnisses erreicht sind ist völlig klar - bloss löst diese tatsache das problem nicht... also was machen?
Kontaktgift
22.02.2008, 14:12
Das mein ich ja, wie er andere sieht...sehen will, liegt in der Verantwortung des Betrachters und Urteilers und nicht an den faulen Eiern, dies gibt.
Du hast eindeutig recht. :D
(Und ich hatte eindeutig zu viel Kaffee.)
aber nein... doch nicht angreifen... allerdings habe ich einen frage dazu:
was ist deiner meinung nach zu tun, um dem abhilfe zu schaffen? wie soll damit umgegangen werden?
das die grenzen der hilfsbereitschaft und des verständnisses erreicht sind ist völlig klar - bloss löst diese tatsache das problem nicht... also was machen?
Wüsste ich, was man da machen kann, wäre ich Politiker.
Obwohl nee :D die wissens ja auch nicht..
Ist natürlich schwierig.
Und ich denke nicht so wie Aisha, daß es IMMER nur an einem selbst liegt,m wie man denkt. Und selbst wenn der Einzelne "richtig" denkt, so tut es die Masse eben nicht.
Sind sicher nur einige schwarze Schafe, aber die werden auch in den Mefiden so breit getreten ,daß man den Eindruck hat, es seien fast alle so.
Ja, das stimmt.
Und solche Assis sind auch Schuld daran ,daß Arbeitslose (etc) einen so schlechten Stand in unserem Land haben- vom Leben, als auch vom Ansehen her.
Wenn ich manchmal mittags durchs TV zappe und diese ganzen Minderbemittelten in Talkshows sehe, wie sie bildlich nochmal darstellen, wie assig und dumm sie sind, dann könnte ich laut schreien und kotzen, daß auch MEINE Steuergelder solche Leute finanzieren.
Warum soll ich für solche Menschen aufkommen?
Die gerne Zuhause rumlungern, assozial sind, die Kinder über Kinder kriegen, weil sie selbst zum Vögeln zu dumm sind!?
Nee, also sorry, aber bei mir ist irgendwo auch eine Grenze an Hilfsbereitschaft und Verständnis.
(So, los -jetzt könnt ihr mich wieder angreifen wegen meiner harten Worte :D )
:yahoo:
So kann nur wer schreiben, der selbst Talkshows guckt und zu viel BILD liest. Das ist unterste Medienschublade, Ninchen, wirklich. Denke bitte einen Moment nach. :p
Und ich kann dich beruhigen, ich bekomme eben diese Unterschicht täglich beruflich mit, die sind nicht so. ;)
Alles Medienhetzerei. :( Und Leute wie Du, die eigentlich gebildet sein sollten und Denkvermögen besitzen sollten, nehmen solche Hetzerei ungefragt auf? Schade. :(
Asozial lässt sich problemlos auf die Oberschicht anwenden, die ihr Geld horten und ihre Macht dafür praktisch einsetzen (weniger Löhne, Lobbyismus) das es der Mehrheit der Menschen immer schlechter geht. ;)
Lieben Gruß
Susann
:yahoo:
So kann nur wer schreiben, der selbst Talkshows guckt und zu viel BILD liest. Das ist unterste Medienschublade, Ninchen, wirklich. Denke bitte einen Moment nach. :p
Und ich kann dich beruhigen, ich bekomme eben diese Unterschicht täglich beruflich mit, die sind nicht so. ;)
Alles Medienhetzerei. :( Und Leute wie Du, die eigentlich gebildet sein sollten und Denkvermögen besitzen sollten, nehmen solche Hetzerei ungefragt auf? Schade. :(
Asozial lässt sich problemlos auf die Oberschicht anwenden, die ihr Geld horten und ihre Macht dafür praktisch einsetzen (weniger Löhne, Lobbyismus) das es der Mehrheit der Menschen immer schlechter geht. ;)
Lieben Gruß
Susann
Ich denke ,daß meine Intelligenz gerade noch so weit reicht ,daß ich keine Talkshows gucke (ich sprach hier von durchzappen) & auch keine Bild-Zeitung lese.
Im Übrigen- selbst wenn ich das tun würde, würde ich noch selbst so weit denken können ,daß ich das, was da gesagt wird, nicht als Gesetz sehe.
Dann sag du mir doch bitte mal, wie du dieses Verhalten von Menschen, die es SEHRWOHL gibt nennst, wenn nicht assozial.
Vorurteile und das schlechte Bild, das nicht ich habe, sondern von dem ich sagte ,daß es weit verbreitet ist, kommen ja nun nicht von alleine sondern haben einen Ursprung.
Ausserdem sagte ich, daß ich es schade finde ,daß eben eine solche Minderheit das Ansehen von den meisten ehrlichen zerstört.
Vllt liest du nächstes Mal einen Beitrag erst richtig, bevor du anfängst, unhöflich zu werden.
@Grace
Meine Haltung ist alles andere als idealistisch. Ich hab nie behauptet, daß ein armer Mensch in Deutschland glücklicher lebt. Es ging mir allein um die Tatsache, daß man sich ein glückliches Leben nicht erkaufen kann. Es gibt soviele Störfaktoren, die man eben nicht mit Geld beheben kann.
Von daher sehe ich in deinem Post keinen Wiederspruch zu meinem.
Ich mag zwar noch relativ jung sein, aber für einen radikal Idealismus bin ich mittlerweile zu alt und zu erfahren. Außerdem weiß auch ich einige Seiten des Materialismus zu schätzen. Ich bin sicherlich kein Asket.;)
Sei nicht böse mit mir, Dreamer. Ich kenne nur diese Aussagen oft so von Menschen, die nicht wissen, wie es wirklich ist, wenn man einfach zu wenig hat. Es ist schon klar, dass Geld allein nicht gewährleistet, dass man zufrieden ist, so sind wir sicher nicht im Gegensatz.
Nur 50 Euro im Monat zu wenig kann einen schon in eine Situation bringen, wo Zufriedenheit sehr schwer erreichbar ist.
Ich bin nicht mehr jung, aber ich kämpfe immer noch mit meinem Idealismus....wie blöd.;)
Hallo Ninchen,
der Missbrauch von Sozialleistungen liegt bei ca. 2 Prozent. Menschen die verhaltensgestört sind nenne ich nicht asozial, sondern sie sind eben verhaltensgestört, ganz oft sind es alkoholkranke Menschen oder ähnlich.
Was brauchen diese Menschen? Mitmenschen, die auf sie schimpfen und sie treten oder Hilfe?
Ich meine Hilfe. ;)
Irgendwoher musst Du deine Erfahrungen ja haben, sonst würdest Du nicht mitschimpfen, in den Tonfall der BILD einfallen. Und wegen einer derartigen Minderheit gehe ich nicht auf die Barrikaden und ärgere mich, das sind Peanuts, finanziell gesehen.
Geldverschwendungen finden ganz woanders statt, schau mal nach Liechtenstein, Subventionsbetrug von Konzernen, die wem gehören? Ganz sicher nicht den armen Menschen.
Lieben Gruß
Susann
Hallo Ninchen, Du äußerst ja hier so stark Deine Meinung. Sicher gibt man nicht immer an, worauf man sie begründet. Einer Nachfrage aber sollten man schon gewachsen sein. Ich bin sicher, das bist Du auch.
Ich frage also: Worauf begründest Du Deine Meinung?
Das würde ich gerne wissen und bin gespannt. Vielleicht können wir in unserem Meinungsaustausch ja von einander lernen, wenn wir nicht nur unsere Sichtweisen sondern auch deren Quellen zusammen tragen.
Hallo Ninchen, Du äußerst ja hier so stark Deine Meinung. Sicher gibt man nicht immer an, worauf man sie begründet. Einer Nachfrage aber sollten man schon gewachsen sein. Ich bin sicher, das bist Du auch.
Ich frage also: Worauf begründest Du Deine Meinung?
Das würde ich gerne wissen und bin gespannt. Vielleicht können wir in unserem Meinungsaustausch ja von einander lernen, wenn wir nicht nur unsere Sichtweisen sondern auch deren Quellen zusammen tragen.
Ich habe einfach -und das eben sehr krass ausgedrückt- einen Unterschied zwischen 2 "Sorten" Arbeitsloser gemacht:
Zum Einen sehe ich solche, die unverschuldet in diese Not geraten sind ,oder aus gesundheitlichen oder psych. Gründen einfach ihre Arbeit niederlegen mussten. Ich sehe auf dieser Seite Menschen, die gerne arbeiten würden, denen man aber keine Chance mehr gibt. Menschen, die darunter leiden, die alles geben würden, um es zu ändern. Menschen, die ehrlich sind, die aufrichtig sind und sich nicht darauf ausruhen daß sie vom Staat finanzielle Hilfe bekommen.
zb meine ich hier auch die Arbeitenden, die zwar arbeiten und dennoch WENIGER Geld am Ende raushaben, als ein H4 Empfänger.
Und auf der anderen Seite sehe ich eben solche, die nicht arbeiten gehen, weil sie mit H4 mehr bekommen ,als in manchem Job.
Die sich einen faulen Lenz Zuhause machen, sich darauf ausruhen ,daß die dummen Steuerzahler es ja finanzieren.
Ich seh auf dieser Seite eben solche Assis ,wie sie hier in Berlin in den Grenzvierteln vermehrt rumlaufen, die Kinder über Kinder haben, sie nicht erziehen können und wollen, weil sie den ganzen Tag saufen und vor der Glotze hängen. Arbeitslose, die gesundheitlich und psych. arbeiten gehen könnten, es aber nicht tun und Ausreden finden. Oder die typischen ALG Empfänger, die die meiste Zeit in Urlaub fahren, schwarz arbeiten etc etc.
Diesen Unterschied hab ich gemacht und ich hab gesagt ,daß ich letztere Gruppe assozial finde und daß es nicht gerechtfertigt ist, daß solche Menschen auch noch Geld vom Steuerzahler bekommen.
Sie nehmen denen, dies wirklich nötig haben, Geld weg und ich empfinde dieses Verhalten einfach als unmenschlich, ätzend und assozial.
Darüber hab ich mich ausgelassen.
Ich weiss jetzt nicht ,wieso mir hier gesagt wird, ich hätte BILD-Niveau, wenn es doch einfach eine Tatsache ist, daß es solche Menschen auch gibt.
Und nichts anderes habe ich gesagt.
Eiskristallin
22.02.2008, 16:26
edit (doch keine lust zu streiten)
Gertrud Heinen
22.02.2008, 17:00
@Ninchen, Deine Beiträge verschlagen sogar mir die Sprache.:mad:
Von wem hast Du das denn um Gottes willen?
Talkshows:
ALLE Beiträge sind von den Statisten auswendig gelernte, vorgefertigte, redaktionelle Texte.
Die Statisten, die die dargestellten Personen SPIELEN, erhalten für ihre Darstellungen ebenfalls Geld.
Das ist so ungeheuerlich, was Du ausführst, ich kann Dir nur wünschen, das Du niemals, wirklich niemals zu den H4-Empfängern gehören mußt.
Und dann selbstverständlich zu der "ersten", "guten" Sorte.
Ich hab geglaubt, sowas wie Deine Ausführungen gäbe es in Deutschland nicht mehr.
@Ninchen, Deine Beiträge verschlagen sogar mir die Sprache.:mad:
Von wem hast Du das denn um Gottes willen?
Talkshows:
ALLE Beiträge sind von den Statisten auswendig gelernte, vorgefertigte, redaktionelle Texte.
Die Statisten, die die dargestellten Personen SPIELEN, erhalten für ihre Darstellungen ebenfalls Geld.
Das ist so ungeheuerlich, was Du ausführst, ich kann Dir nur wünschen, das Du niemals, wirklich niemals zu den H4-Empfängern gehören mußt.
Und dann selbstverständlich zu der "ersten", "guten" Sorte.
Ich hab geglaubt, sowas wie Deine Ausführungen gäbe es in Deutschland nicht mehr.
Mein Gott ,das mit der Talkshow war doch nur ein Beispiel!
Selbst in den ARD Nachrichten hab ich schon Berichte über ALG Schummler etc gesehen!
Fazit:
Du sagst also, es gibt nur ehrliche Arbeitslose, die sich alle um Jobs bemühen, unverschuldet arbeitslos sind?
Ps: Nein, es sind eben nicht alle Beiträge unecht.
Hast du schonmal beim TV gearbeitet und kannst das mit Sicherheit sagen?
Ich hab 4 Jahre Erfahrung mit solchen TV Produktionen & weiss sehrwohl, daß da mehr wahr ist, als man sich wünschen würde.
Gertrud Heinen
22.02.2008, 17:23
Hab ich - war lange Jahre dabei. Letztes Jahr noch Castings gemacht, dann abgelehnt. Das war nicht mein Vokabular, meine Sprache.
Du schreibst ja eben nicht, das da ein paar Ausnahmen unter den Arbeitslosen sind, Du teilst in 2 Gruppen ein. Und das stimmt auf gar keinen Fall.
Beispiel: Wohnungssuche. Vor gut 10 Tagen war hier im Stadt-Anzeiger ein ganz kleiner Artikel, das 70 % der von der Arge bezuschußten Wohnungen nochmal überprüft werden müssen. Die Bescheide seien zu hoch. Sprich: Es gibt eine aktuelle Ghetto-Bildung. Hast Du kein Geld, kommst Du genau da hin, wo die Dich hinhaben wollen. Weil genau da, die Mieten den staatlichen Zuschüssen entsprechen. Sicher haben sich die H4-Empfänger das genau so vorgestellt und ausgesucht. Klar. (Blanke Ironie.)
Weißt Du, ich habe in meinem Leben gelernt, das jeder, wirklich jeder Mensch, sein eigenes Schicksal hat. Ich hüte mich davor, irgend Jemand zu ver- oder beurteilen.
Und das hast Du getan.
Selbst in den ARD Nachrichten hab ich schon Berichte über ALG Schummler etc gesehen!
ZWEI Prozent Leistungsmissbrauch! Quelle PDF-Datei zum Download (http://www.diakonie-rheinland.de/144_1439.php)
98 Prozent der Leistungsempfänger beziehen vollkommen legitim Sozialleistungen.
Medienkompetenz: ungenügend. :p Setzen, 6. :lol:
Aber macht Spaß auf den Schwachen zu trampeln, sonst tätest Du es nicht schreien und noch darauf beharren, dass Du Recht hast. Ja, zwei Prozent, aber sich derartig darüber zu erbosen... weiß nicht...
Schau mal die Steuerhinterzieher an, 4 Milliarden Euro (p.s. der gleichhohe Betrag, den die Agentur für Arbeit in 2005 für Eingliederungsmaßnahmen wie Umschulung, Weiterbildungen etc. ausgab für Arbeitslose) jedes Jahr, weil die Finanzämter Millionären nicht so genau in die Papiere schauen. Das ist ein Skandal.
Oder das ein Arge-Leiter gleichzeitig Geschäftsführer im Altersheim war, in dessen Stelle zwei Drittel der Leistungsbescheide falsch waren und Geld für 1-Euro-Jobber kassiert wurde, die dort nie waren. Das ist ein Skandal.
Lieben Gruß
Susann
ZWEI Prozent Leistungsmissbrauch! Quelle PDF-Datei zum Download (http://www.diakonie-rheinland.de/144_1439.php)
98 Prozent der Leistungsempfänger beziehen vollkommen legitim Sozialleistungen.
Medienkompetenz: ungenügend. :p Setzen, 6. :lol:
Aber macht Spaß auf den Schwachen zu trampeln, sonst tätest Du es nicht schreien und noch darauf beharren, dass Du Recht hast. Ja, zwei Prozent, aber sich derartig darüber zu erbosen... weiß nicht...
Schau mal die Steuerhinterzieher an, 4 Milliarden Euro (p.s. der gleichhohe Betrag, den die Agentur für Arbeit in 2005 für Eingliederungsmaßnahmen wie Umschulung, Weiterbildungen etc. ausgab für Arbeitslose) jedes Jahr, weil die Finanzämter Millionären nicht so genau in die Papiere schauen. Das ist ein Skandal.
Oder das ein Arge-Leiter gleichzeitig Geschäftsführer im Altersheim war, in dessen Stelle zwei Drittel der Leistungsbescheide falsch waren und Geld für 1-Euro-Jobber kassiert wurde, die dort nie waren. Das ist ein Skandal.
Lieben Gruß
Susann
Hab ich - war lange Jahre dabei. Letztes Jahr noch Castings gemacht, dann abgelehnt. Das war nicht mein Vokabular, meine Sprache.
Du schreibst ja eben nicht, das da ein paar Ausnahmen unter den Arbeitslosen sind, Du teilst in 2 Gruppen ein. Und das stimmt auf gar keinen Fall.
Beispiel: Wohnungssuche. Vor gut 10 Tagen war hier im Stadt-Anzeiger ein ganz kleiner Artikel, das 70 % der von der Arge bezuschußten Wohnungen nochmal überprüft werden müssen. Die Bescheide seien zu hoch. Sprich: Es gibt eine aktuelle Ghetto-Bildung. Hast Du kein Geld, kommst Du genau da hin, wo die Dich hinhaben wollen. Weil genau da, die Mieten den staatlichen Zuschüssen entsprechen. Sicher haben sich die H4-Empfänger das genau so vorgestellt und ausgesucht. Klar. (Blanke Ironie.)
Weißt Du, ich habe in meinem Leben gelernt, das jeder, wirklich jeder Mensch, sein eigenes Schicksal hat. Ich hüte mich davor, irgend Jemand zu ver- oder beurteilen.
Und das hast Du getan.
Was soll denn der Scheiß eigentlich?
Warum stellst du mich hin, als würde ich aus Spaß an der Freude auf irgendwelchen Menschen rumtrampeln?
Ich habe nie gesagt ,daß alle Arbeitslosen so sind.
Und ich hab im Übrigen, liebe Gertrud Heinen, auch nie Prozentzahlen genannt.
Natürlich weiss ich ,daß diese schwarzen Schafe die Minderheit ausmachen.
Muss ich das in rot markieren und nebendran schreiben oder was?!
Das ist doch klar ,daß ich das nicht auf die Mehrheit beziehe.
Ich habe in 2 Gruppen eingetelt weil das einfach die 2 Gruppen sind, die 2 Einstellungen. Ich hab nicht gesagt ,daß beide Gruppen gleich groß sind!
Es geht mir sowas von auf den Zeiger, daß man in diesem Forum ständig so wörtlich genommen wird, wie es überhaupt nicht gemeint ist. Und jeder kann sich denken daß ich zB nicht die Mehrheit in "Gruppe2" einteile.
Ich verurteile Menschen bestimmt nicht, ihr kennt mich nicht um das Gegenteil behaupten zu können.
Ich sprach davon ,daß es solche ätzenden Leute gibt, und dass DIE es meiner Meinung nach nicht verdient haben, so eine Unterstützung zu bekommen, im gleichen Maße, wie andere ,die ehrlicher sind.
Was zum verdammten Teufel ist an dieser markieren Aussage so schlimm!?
Es ist doch so! Und nichts anderes habe ich gesagt!
Die Steuerhinterzieher etc finde ich genauso scheiße- aber das war hier nicht das Thema. Also führ du das nicht an, Susann und sag mir dann, daß ich DAS nicht auch bemängle. Wäre es in dem Thread darum gegangen, hätt ich es auch gesagt.
Und was heisst ,daß ich mich derart drüber aufrege?!
Das ist doch auch Schwachsinn, ich habe EINEN EINZIGEN Beitrag darüber verfasst, alles andere waren nur Antworten auf Reaktionen.
Also tut mal nicht so, als hätt ich hier sonst wie oft sonstwas gesagt!
ich hab nicht alle über einen Kamm geschehrt und meine Meinung über die Minderheit ausgedrückt.
Ich find das nunmal zum kotzen und sag das so, wie ich es finde.
und wie im Übrigen tausende anderer das auch finden!
Dieses Pseudo-Verteidigen von euch nervt mich sowas von,
man darf hier nichts negatives sagen und da muß man alles verstehen, hier hat Jemand vllt das und das Schicksal gehabt und deshalb muß man da wieder sehen, daß der und der deshalb so und so reagiert...
So läufts in der Welt nicht. Und ich muss nicht hinter jedes Schicksal gucken und alles verstehen.
Das erwarte ich auch nicht ,daß es Jdn bei mir so tut.
Weil es einfach unmachbar ist & wir alle nicht Mutter Teresa sind.
Ich hab über die ehrlichen Leute NIE was gesagt, also verdammt nochmal, legt mir das nicht in den Mund!
Hallo Ninchen,
es geht um die Verantwortung eine Mehrheit nicht zu verunglimpfen, indem BILD-Medien-Meinungsmache auch noch angeheizt wird über Geschimpfe auf extreme Minderheiten. Und genau das hast Du hier getan.
Und genau daher meine Zahlen, um dir zu verdeutlichen, hier vorsichtig mit hetzerisch anmutenden Äusserungen zu sein. Und nicht in dieselbe Kerbe zu schlagen wie die Medienfuzzies. p.s. weil Du die ehrlichen Menschen automatisch mit in den Dreck ziehst, egal ob Du das willst oder nicht, das geschieht einfach.
Nicht mehr - nicht weniger.
Medienkompetenz bringe ich meinen U25ern btw. auch bei, denn eben diesem "ich habe aber immer ein Recht auf meine Meinung und Vorurteile" etwas entgegenzuwirken und aufzuzeigen, warum es oft sinnvoll ist, erst nachzudenken wo Informationen herkommen und wo man selbst evtl. Vorurteile hat und wie diese Vorurteile gesellschaftlich wirken.
Hast Du die PDF auch einmal gelesen? Dann empfehle ich es dir, dann wird schnell klar, anhand der dort genannten Fakten, wie hetzerisch und lebensfeindlich die Medien agieren.
Lieben Gruß
Susann
Ich beende meine Aktivität in diesem Thread jetzt ,weil ich wiederholt feststellte ,daß ich a) mich mal wieder missverständlich ausgedrückt habe, und b) das Gefühl habe, extra missverständlich verstanden zu werden..
Also.. http://www.smileygarden.de/smilie/Traurig/49.gif (http://www.smileygarden.de)
:(
Ich fühle mich von dir ebenso missverstanden, habe den Eindruck, Du hast nicht verstanden was ich schrieb und worum es bei der ganzen Sache geht, nämlich nicht um dich persönlich oder als Angriff gegen dich, sondern das es um die Wirkweise bestimmter Äusserungen geht.
Gruß
Susann
Gertrud Heinen
22.02.2008, 20:41
:(
Ich fühle mich von dir ebenso missverstanden, habe den Eindruck, Du hast nicht verstanden was ich schrieb und worum es bei der ganzen Sache geht, nämlich nicht um dich persönlich oder als Angriff gegen dich, sondern das es um die Wirkweise bestimmter Äusserungen geht.
Gruß
Susann
Bin bin beileibe kein Susann-Fan :), aber hier stimme ich ihr voll und ganz zu.
Nein Ninchen, ich hacke NICHT auf Dir rum. Hab Dich auch gefragt, wer Dir diesen Mist erzählt hat.
Wehret den Anfängen.
Kenne es zuwenig Geld zu haben. Zuwenig bedeutet: Es fehlt was, nicht: es ist wenig. Und das dann beim Notwendigen. Zum Notwendigen gehören zB. auch ggf. Sehhilfe, Zahnarztsonderkosten, Reparaturen und sei es ein neuer Siphon fürs Waschbecken. Zuwenig - gerade das dauerhafte Zuwenig - bedeutet, daß die Kleidung zusehends abgängiger wird, man anfängt sich zu schämen, weil die Hose kaputt ist, weil sie verschlissen ist und nicht, weil es in ist. Zuwenig bedeutet nicht zu wissen, wie man über den Monat kommt. Das ist belastend. Man kann sich einschränken, doch wenn Grunddinge nicht mehr machbar sind, irgendwann fällt darinnen glücklichsein schwer, weil die Panik überwiegt nicht mehr rumzukommen. Auch ist es nicht schön, Dauerverzicht zu üben. Üben zu müssen. Selbst, wenn man sich sehr bescheidet. Ich habe den Eindruck, manch einer weiß hier weniger, was ein Zuwenig an Geld bedeutet. Ein dauerhaftes Zuwenig. Es ist leicht zu verurteilen. Ich denke nicht, daß jemand auf die Welt kam um seinen Lebenstag vor dem Fernseher zu verbringen. Er braucht nicht Aburteil, sondern eine Perspektive, damit er aus seiner Motivation heraus, sein Leben gestalten kann.
Le chat noir
22.02.2008, 20:48
Leider ist arm sein in Deutschland nicht das gleiche wie arm sein in z.B. Peru. Und das nicht nur, weil in Deutschland die allermeisten schon ganz komfortabel leben können und Armut deshalb hierzulande umso bitterer ist. Nein, auch weil einfach jedes Stückchen Erde in Deutschland einen Eigentümer hat. Man kann sich also nicht einfach irgendwo niederlassen, sich eine Hütte bauen und von ganz wenig leben. Miete ist also schon einmal ein ganz wesentlicher Faktor. Unabhängig von den Eigentumsverhältnissen ist es auch viel trostloser, in Deutschland als Minderbemittelter in einem ekligen Wohnblock mit massivem Verkehrslärm und anderen "unmenschlichen" Einflüssen zu hausen als in der freien Natur. Insofern kann ich dieses Ergebnis der Glücksforschung sehr gut nachvollziehen. Allerdings habe ich noch nie Hunger gelitten, da kann ich nicht mitreden.
Deinen Einwand und Deine Perspektive finde ich sehr interessant, gogol.
*vergeßt es*Ninchen fühlt sich ja ständig angegriffen...die potentielle psychologische Beraterin.
Wer austeilt, muß auch einstecken können...
Le chat noir
22.02.2008, 21:12
- man hat Mühe, passende Menschen kennen zu lernen, wenn man sich nicht leisten kann, in einer "vernünftigen" Gegend eine Wohnung zu bezahlen. Das gilt auch für die Kinder, die nicht eingeladen werden, wenn sie in entsprechenden Gegenden wohnen.
- man kann psychisch erkranken, wenn die ständige Sorge um die notwendigen finanziellen Mittel einen plagen.
- man kann sich nachweislich nicht so gesund ernähren, wenn man finanziell eingeschränkt ist. Und man muss viel wissen, um das annähernd auszugleichen.
- man muss sich Bildung/Ausbildung/Weiterbildung zu einem großen Teil "erkaufen".
- es ist belastend für eine Familie, schafft Steit und Stress, wenn man sich Urlaub nicht leisten kann und zu sehr vielen berechtigten Bedürfnissen der Kinder "nein" sagen muss. Stress macht psychisch und körperlich krank.
- Theoretisch kann man einige "Sonderleistungen" für sich und seine Familie in Anspruch nehmen, aber es ist nicht selten demütigend, muss verschwiegen werden. Es greift das Selbstwertgefühl an, wenn man herablassend und respektlos behandelt wird.
- Ständige Not und Sorgen wirken sich auch belastend auf eine Partnerschaft aus, stapazieren die Liebe oft ganz schön.
- Man kann sich nicht von allen Problemen freikaufen, aber man hätte sehr viele Probleme nicht, wenn man genug Geld hätte.
- Man kann sehr viel ausgleichen, selber machen, kreativ handeln, aber das kostet oft viel Kraft und Zeit, da bleibt nicht viel für einen selber übrig.
- Manchmal ist einem der innere Reichtum verdammt egal, wenn man eine Rechnung von Kiefernorthopäden im Briefkasten findet, die Kupplung des Autos kaputt ist, 300 Euro für eine Klassenfahrt anstehen, die Waschmaschine, die 12 Jahre alt ist, komische Geräusche macht, und die Nachbarin fragt, warum man die Möhren nicht im Bioladen kauft, weil doch jeder weiß, wie schadstoffbelastet sie sonst sind!
Obwohl ich Deiner Zusammenstellung nicht Punkt für Punkt zustimme, spricht daraus überaus viel Lebenserfahrung und Blick für Lebenssituationen, durchaus sachlich und nachrangig emotional - schlicht und einfach realistisch.
Immer ein bisschen zu wenig beim Notwendigen ist ganz schön hart. Da mag man solche Sprüche, dass das wirklich Wichtige im Leben ja nichts kostet, nicht hören.
*zustimm*
Dumm und arm geht noch, da kann man zufrieden vorm TV sitzen und seine Billigkost essen, man will auch gar nichts anderes, weil man eh träge ist und fett wird.
Ich weiß - glaube ich - zwar, was Du meinst, aber ich finde hier die Wortwahl diskriminierend. Gerade in diesem Punkt - warum gibt es im Deutschen nicht so ein diplomatisches "may" - nicht zu übersehen, wie gesellschaftliche Umwelt und persönliche Entwicklung zusammenhängen ...
Vorübergehende Notlagen kreativ zu bewältigen, kann sogar Spaß machen als Herausforderung. Über lange Zeit aber nicht nur keinen Luxus sondern am Notwendigen immer etwas zu wenig zu haben, erschöpft und macht mutlos.
Beiden Aussagen stimme ich zu.
Besonders, wenn man arbeitet und sich müht, aber kein Ende in Sicht ist.
Imo ist das individuell verschieden (ich beziehe mich auf "Besonders ..."). Es kann Menschen auch besonders mutlos machen, keine Chance zu bekommen.
Ach, grace, danke für die Darstellung Deiner Gedanken. Sie bringen mich so oft ein Stück weiter im Nachdenken, auch wenn ich nicht immer Deiner Meinung bin.
Le chat noir
22.02.2008, 21:15
Ich wohne in einem Viertel mit vielen solcher Bürger. TV läuft den ganzen Tag, nur zum Rauchen gehts vor die Tür. Echt krass. Die brauchen sonst wirklich nichts zum Leben, außer ihre zahlreichen Ärzte. Wegen denen wurde die Praxisgebühr eingeführt.
Echt??? :confused: Woher weißt Du das denn? :confused:
Le chat noir
22.02.2008, 21:23
mittlerweile läuft auch in öffentlichen bibliotheken großer städte schon vieles über ehrenamtliche. in münster sollten zB schon zwei zweigstellen der stadtbücherei geschlossen werden. engagierte bürger haben sich aber zusammengetan und protestiert und schließlich selbst ein personal aus ehrenamtlichen zusammengestellt. in der stadt, wo ich jetzt wohne, passiert genau das gleiche.
ich find das so super und könnt mri sehr gut vorstellen, mich in diesem bereich ebenfalls zu engagieren. die stadtbibliothek hat mir damals zu schulzeiten wirklich den zugang zu "bildung" ermöglicht. in unserem bücherregal daheim stand nicht mal ein "brockhaus", geschweige denn klassische bildungsliteratur oder auch sonstige, gute sachliteratur. ich bin daher dieser einrichtung so unendlich dankbar.. und klar, es ist bis heute einer meiner lieblingsorte.. es ist so wichtig, dass jedem menschen die tür zu büchern offen steht. bei mir hats wirklich die ganze jugend geprägt. wie viel ich büchern verdanke, lässt sich gar nicht mehr in worte fassen.. eigentlich ALLES!
Ich verstehe zwar Deine Freude darüber, daß die Bibliotheken erhalten bleiben. Grundsätzlich jedoch bin ich ein Gegner, Angebote einfach auf Ehrenämter "umzuschichten", weil sich offenbar genug Menschen mit ausreichend Einkommen dafür hergeben und dann - im Nebeneffekt - anderen die Arbeitsplätze wegnehmen. :(
Ein Beispiel, das ich als Feuerwehrfrau in meiner Kleinstadt erlebe: Es gibt unter den Freiwilligen Feuerwehrleuten sog. Gerätewarte-Samstage, die ursprünglich dazu gedacht waren, die Fahrzeuge komplett zu überprüfen, ob alles am rechten Platz ist, zu säubern etc. - Mittlerweile wird an diesen Samstagen die Halle gestrichen, die EDV installiert, die Heizung repariert etc. - Den Handwerksbetrieben gehen diese Einnahmen verloren. Ist das etwa Sinn der Sache??? - Die öffentliche Hand wird entlastet, ja, aber langfristig zu welchem Preis?
Le chat noir
22.02.2008, 21:26
Ich hab zwar net viel geld aber es reicht gerade so, weil ich na noch einige geldquellen hab. Manchmal beschwer ich mal aber ich hab besser wenig als garnichts !
Du hast Dich wohl im Stockwerk geirrt, Wild_Child. Hier geht's um Diskussionen und nicht um Smalltalk. :D
glasperlenspielerin
22.02.2008, 21:27
@le chat noir:
über das geld , das nicht da ist, um arbeitsplätze zu finanzieren, kann man sich aufregen, aber dadurch werden die löcher nicht gestopft.. und dann lieber so wie gar nichts. deswegen bin ich keine person, die dagegen protestiert, sondern lieber selbst hand anlegt aus überzeugung.
mir ist wichtig, dass eine basisversorgung mit bildung erhalten bleibt und gewährleistet wird-wie auch immer.
Le chat noir
22.02.2008, 21:41
der Missbrauch von Sozialleistungen liegt bei ca. 2 Prozent. [...] Und wegen einer derartigen Minderheit gehe ich nicht auf die Barrikaden und ärgere mich, das sind Peanuts, finanziell gesehen.
Geldverschwendungen finden ganz woanders statt, schau mal nach Liechtenstein, Subventionsbetrug von Konzernen, die wem gehören?
Knapp und aus dem Zusammenhang gerissen: Wer den Pfennig nicht ehrt, braucht über den Taler nicht zu diskutieren. Steuerhinterziehungen liegen prozentual zu den Steuerzahlungen sicherlich auch nicht über 2 % (ich meine nicht die Summe, sondern die Anzahl) und sind dann plötzlich keine Peanuts. Ist das nicht ein wenig "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing"?
Deine Perspektive, @ Suse, ist aber hier durchgängig klar.
Besser hat es BAP ausgedrückt mit dem "Wellenreiter".
Le chat noir
22.02.2008, 21:48
ZWEI Prozent Leistungsmissbrauch! Quelle PDF-Datei zum Download (http://www.diakonie-rheinland.de/144_1439.php)
98 Prozent der Leistungsempfänger beziehen vollkommen legitim Sozialleistungen.
Medienkompetenz: ungenügend. :p Setzen, 6. :lol:
Aber macht Spaß auf den Schwachen zu trampeln, sonst tätest Du es nicht schreien und noch darauf beharren, dass Du Recht hast. Ja, zwei Prozent, aber sich derartig darüber zu erbosen... weiß nicht...
Schau mal die Steuerhinterzieher an, 4 Milliarden Euro (p.s. der gleichhohe Betrag, den die Agentur für Arbeit in 2005 für Eingliederungsmaßnahmen wie Umschulung, Weiterbildungen etc. ausgab für Arbeitslose) jedes Jahr, weil die Finanzämter Millionären nicht so genau in die Papiere schauen. Das ist ein Skandal.
Oder das ein Arge-Leiter gleichzeitig Geschäftsführer im Altersheim war, in dessen Stelle zwei Drittel der Leistungsbescheide falsch waren und Geld für 1-Euro-Jobber kassiert wurde, die dort nie waren. Das ist ein Skandal.
Lieben Gruß
Susann
Ich halte Deinen Beitrag für unsachlich bzw. nicht eindeutig mit Quellen hinterlegt.
Le chat noir
22.02.2008, 22:01
@le chat noir:
über das geld , das nicht da ist, um arbeitsplätze zu finanzieren, kann man sich aufregen, aber dadurch werden die löcher nicht gestopft.. und dann lieber so wie gar nichts. deswegen bin ich keine person, die dagegen protestiert, sondern lieber selbst hand anlegt aus überzeugung.
mir ist wichtig, dass eine basisversorgung mit bildung erhalten bleibt und gewährleistet wird-wie auch immer.
@ glasperlenspielerin, ich würde Dir voll und ganz zustimmen, wüßte ich nicht, wie schnell Geld "aus dem Hut gezaubert" wird. - Allerdings lebe ich in einer Kleinstadt im Rhein-Main-Gebiet. Vermutlich sind die Möglichkeiten regional sehr unterschiedlich. Ich hatte übrigens extra ein Beispiel gewählt unabhängig von den Bibliotheken, um meine grundsätzliche Überlegung dazu zu unterstreichen.
Ich wollte nur generell darauf hinweisen, daß ehrenamtliche Tätigkeit nicht immer nur eine gute, glänzende Seite der Medaille hat.
Du gehst beim Erhalt von Bibliotheken m. E. vom eigenen gusto aus - die Zeiten werden bald vorbei sein. Denn Bildung ist ohnehin schon lange unabhängig von der Verfügbarkeit von Büchern. Das wird Liebhaberei sein - sonst nix. Insofern ist dort der ehrenamtliche Einsatz sogar angebracht.
Le chat noir
22.02.2008, 22:11
Kenne es zuwenig Geld zu haben. Zuwenig bedeutet: Es fehlt was, nicht: es ist wenig. Und das dann beim Notwendigen. Zum Notwendigen gehören zB. auch ggf. Sehhilfe, Zahnarztsonderkosten, Reparaturen und sei es ein neuer Siphon fürs Waschbecken. Zuwenig - gerade das dauerhafte Zuwenig - bedeutet, daß die Kleidung zusehends abgängiger wird, man anfängt sich zu schämen, weil die Hose kaputt ist, weil sie verschlissen ist und nicht, weil es in ist. Zuwenig bedeutet nicht zu wissen, wie man über den Monat kommt. Das ist belastend. Man kann sich einschränken, doch wenn Grunddinge nicht mehr machbar sind, irgendwann fällt darinnen glücklichsein schwer, weil die Panik überwiegt nicht mehr rumzukommen. Auch ist es nicht schön, Dauerverzicht zu üben. Üben zu müssen. Selbst, wenn man sich sehr bescheidet.
Ohne Worte. :(
Ich habe den Eindruck, manch einer weiß hier weniger, was ein Zuwenig an Geld bedeutet. Ein dauerhaftes Zuwenig. Es ist leicht zu verurteilen. Ich denke nicht, daß jemand auf die Welt kam um seinen Lebenstag vor dem Fernseher zu verbringen. Er braucht nicht Aburteil, sondern eine Perspektive, damit er aus seiner Motivation heraus, sein Leben gestalten kann.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt verfällt unter solchen Umständen, wenn sie unerwünscht sind, jeder in eine Art Agonie. Nach der 100. Bewerbung ist es irre schwer, sich zur 101., 102. zu motivieren. Da greift soziale, psychologische Unterstützung zu spät und zu inkompetent. Imo.
Le chat noir
22.02.2008, 22:14
Und das dann beim Notwendigen. Zum Notwendigen gehören zB. auch ggf. Sehhilfe, Zahnarztsonderkosten, Reparaturen und sei es ein neuer Siphon fürs Waschbecken.
Um es mal frank und frei zu sagen: Letztes Jahr um die gleiche Zeit hing meine Entscheidung, ob ich nach Köln fahren kann zum Forumstreffen, nicht nur am Fahrgeld, sondern auch daran, ob ich es schaffe, eine kaputte, geklebte Brille gegen eine neue zu ersetzen, um mich nicht zu schämen. Daß ich drei Tage blieb, war ein Geschenk.
Vieles hing damit zusammen, daß ich im ersten Jahr meiner Selbständigkeit Hammerumsätze gemacht hatte und danach bemessen wurde bei allen Vorauszahlungen. Jetzt schwimme ich in den Rückzahlungen, die mich im letzten Jahr fast meine Existenz und meine Ehe gekostet hätten.
Le chat noir
22.02.2008, 22:20
Jetzt bin ich aber durch - durch den Thread - und sag erstmal nix mehr. :rolleyes:
[INDENT]Ich weiß - glaube ich - zwar, was Du meinst, aber ich finde hier die Wortwahl diskriminierend. Gerade in diesem Punkt - warum gibt es im Deutschen nicht so ein diplomatisches "may" - nicht zu übersehen, wie gesellschaftliche Umwelt und persönliche Entwicklung zusammenhängen ...
Ach, grace, danke für die Darstellung Deiner Gedanken. Sie bringen mich so oft ein Stück weiter im Nachdenken, auch wenn ich nicht immer Deiner Meinung bin.
.
Ja, war mir bewusst. Ich wollte auch provozieren, ironisch sein.
Kennst Du nicht den Seufzer, den man manchmal einen Bruchteil von Sekunden ernst meint: Ich wollte ich wäre dumm und seicht, dann wär´s nicht so schlimm!?
Ich habe aber auch niemanden damit angesprochen.
Es ist nicht so leicht, hier zu schreiben, Tonfall und Körpersprache fehlen so ganz. Das vergesse ich manchmal.
Hm....ich bin ja selbst nicht immer meiner Meinung.:rolleyes:
Und was wäre langweiliger als beständiges gemeinsames Nicken?
Es gelingt mir so oft nicht, mal eben kurz etwas differnziert zu schreiben, dass ich damit zufrieden bin. Aber manchmal möchte ich einfach einen Gegenpunkt setzen.
Die Mühe, sich selber differnzierter Meinungen zu bilden und dann auch nicht daraus eine unverrückbare Regel zu machen, wird sich schon jeder in seinem Leben selber machen müssen......und immer wieder darüber hinaus wachsen
Kannst Du mir mal schreiben, wie man so stückweise zitiert? Und dann was dazwischen setzen kann?
Le chat noir
22.02.2008, 23:10
Kennst Du nicht den Seufzer, den man manchmal einen Bruchteil von Sekunden ernst meint: Ich wollte ich wäre dumm und seicht, dann wär´s nicht so schlimm!?
Doch. Diesen Seufzer hab' ich schon mit vierzehn, fünfzehn Jahren kennengelernt und er hat mich nie wirklich verlassen. Allerdings hatte ich gute Lehrmeister dennoch. :rolleyes:
Die Mühe, sich selber differnzierter Meinungen zu bilden und dann auch nicht daraus eine unverrückbare Regel zu machen, wird sich schon jeder in seinem Leben selber machen müssen......und immer wieder darüber hinaus wachsen.
Ja, die MÜhe mache ich mir mit zunehmendem Alter immer öfter. Vielleicht ist es das, was man ganz spät dann Weisheit nennt - ich weiß es nicht. Aber insofern hat Wild_Child recht: "Wir sind jung - wir dürfen das!" - Das meine ich übrigens ernst. ;)
Kannst Du mir mal schreiben, wie man so stückweise zitiert? Und dann was dazwischen setzen kann?
Ich schreibe Dir eine PN dazu, okay? :umarm:
grenzgaengerin
22.02.2008, 23:17
Ich schreibe Dir eine PN dazu, okay? :umarm:
Kannst Du mir vielleicht eine mitschicken? Ich kanns nämlich auch noch nicht :schaem: :confused:
:lol:
le chat noir,
tapfer hast Du dich durchgebissen.
Ja, ich wäre wohl eine Sozialaktivistin. Und das Du die Verhältnismäßigkeit nicht siehst/sehen möchtest, nun ja, Du siehst eben einige Dinge anders als ich. Und mit Quellen belegen, wenn ich daaamit anfange, ich spreng das Forum und die nächsten User beschweren sich, ich wäre ein Korinthenkacker. :p
Wie ich es mache, es findet sich immer jemand, der das total beknackt findet.
Ansonsten schliesse ich mich grundsätzlich Robin an. Ich finde den fehlenden Unterschied mancher Beiträge erstaunlich, zu meinen Hartzies, die ich betreue.
Menschen sind und bleiben eben immer Menschen, völlig egal wieviel Geld sie haben oder ob Arbeit oder nicht. Diese Erlebnisse, Erfahrungen erfüllen mich mit Befriedigung, das Status und Geld sowas von belanglos sind, wenn es um Menschsein geht. :zusammen:
Lieben Gruß
Susann
Le chat noir
22.02.2008, 23:29
:lol:
le chat noir,
tapfer hast Du dich durchgebissen.
Oh, danke für die Brosamen von Deinem Tische. :D - Du erinnerst Dich richtig, daß ich genau diesen Smilie hasse wie die Pest. :yahoo:
Gertrud Heinen
22.02.2008, 23:36
Menschen sind und bleiben eben immer Menschen,[/I] völlig egal wieviel Geld sie haben oder ob Arbeit oder nicht. Diese Erlebnisse, Erfahrungen erfüllen mich mit Befriedigung, das Status und Geld sowas von belanglos sind, wenn es um Menschsein geht.
Das ist mir jetzt doch ein bißchen zu sehr abgehoben. *öhm*:o
Ohne Moos nix los, oder so ähnlich. Wir leben nunmal in einer Status orientierten Welt. Haste was, biste was. Nicht Jeder hat den inneren Stolz zu sagen, Ich pfeif auf die Welt. Ich bin mit mir und meinem Leben zufrieden. Nicht Jeder ist ein Kämpfer. Nicht Jeder ist so zäh, das man nicht aufgibt. Sich durchfragt, durchtelefoniert, sich von Nichts und Niemand beeindrucken läßt. Sich alleine durchzubringen, geht noch irgendwie. Überlebenskünstler. Bei Angehörigen, Kindern, sehr schwierig. Nicht Jeder kennt alle Möglichkeiten, durch den Monat zu kommen. Kennt die entsprechenden Stellen, an die man sich wenden kann. Hat den Mut Menschen anzusprechen. Offen über die eigene Situation zu reden.
Scham, diese fürchterliche, persönliche Scham. Dieses Gefühl, versagt zu haben. Was war falsch? Wo lag der Fehler? Und genau das, das ist falsch. Das ist sowas von falsch, falscher geht`s nicht.
Wieso gibt es für die vielen H4-Empfänger, alle, die am, unter dem Existenzminimum leben müssen, nicht endlich mal Listen mit all den Hilfen, Möglichkeiten, die Einem zustehen in dieser Situation.
Wieso gibt es für die vielen H4-Empfänger, alle, die am, unter dem Existenzminimum leben müssen, nicht endlich mal Listen mit all den Hilfen, Möglichkeiten, die Einem zustehen in dieser Situation.
Tja, warum wohl? :rolleyes:
Hallo le chat,
sorry, hatte ich vergessen. :o Und da war kein Brosamen... bin doch kein Krümelmonster.
Gertrud,
Menschsein als Basis, natürlich sind die Hartz-Gesetze in unserem Land so widerlich und grauenvoll das Menschsein tatsächlich unmöglich gemacht wird.
Aber ich sprach eben von den "inneren Werten", das, was ein Mensch mit Geld nicht kaufen kann. Die eigene Würde, Selbstachtung erhalten - trotz allem.
Lieben Gruß
Susann
Le chat noir
22.02.2008, 23:52
Ja, ich wäre wohl eine Sozialaktivistin.
Ich wäre so gerne vieles, würde Porsche fahren, Regenbogen stricken, junge Hunde kriegen im Regen etc. :rolleyes:
Und das Du die Verhältnismäßigkeit nicht siehst/sehen möchtest, nun ja, Du siehst eben einige Dinge anders als ich.
:cool: Hm. Wer genau sagt, wer von uns beiden die Verhältnismäßigkeiten nicht / nicht richtig / sieht? :confused:
Und mit Quellen belegen, wenn ich daaamit anfange, ich spreng das Forum und die nächsten User beschweren sich, ich wäre ein Korinthenkacker. :p
Achso. Bisher hattest Du ab und zu geschrieben, man könne ja auch nachfragen. Es war eine solche Nachfrage. :rolleyes:
Wie ich es mache, es findet sich immer jemand, der das total beknackt findet.
ess geht 'de Mensche wiede Leut - sagt man auf Hessisch. Das geht Dir so, mir so, Ninchen und vielen anderen. :)
Ich finde den fehlenden Unterschied mancher Beiträge erstaunlich, zu meinen Hartzies, die ich betreue.
Ich finde erstaunlich, daß Du die Menschen, mit denen Du beruflicherseits offenbar umgehst, verniedlichend als "Hartzies" bezeichnest. Und ich finde es erstaunlich, daß Du so einen Job bekommen hast. Oder ist mir eine entsprechende Ausbildung Deinerseits durch die Lappen gegangen, die länger als 14 Tage dauerte? Du bist da doch auch nur angelernter Laie?
Menschen sind und bleiben eben immer Menschen, völlig egal wieviel Geld sie haben oder ob Arbeit oder nicht. Diese Erlebnisse, Erfahrungen erfüllen mich mit Befriedigung, das Status und Geld sowas von belanglos sind, wenn es um Menschsein geht. :zusammen:
Ogott. :( Das finde ich haaresträubend. Selbstbefriedigung am Lebenslauf anderer. :(
Gertrud Heinen
22.02.2008, 23:52
@Grace, weil ich sie an den falschen Stellen veröffentliche? Hier im Forum gab es überhaupt keine Resonanz.
@Susann, ja, das versuchte ich oben deutlich werden zu lassen. Niemals, nie und nimmer, die innere, aufrechte Haltung verlieren.
Le chat noir
23.02.2008, 00:00
Kannst Du mir vielleicht eine mitschicken? Ich kanns nämlich auch noch nicht :schaem: :confused:
Ja, mach ich. Aber ich muß das für die kleinen Deppchen von den großen Deppchen schreiben, wie ich es selbst gelernt hab. :schaem: Das dauert ein wenig. Ist dann aber hoffentlich besser als Gebrauchsanweisung auf Chinesisch. :D
Gertrud Heinen
23.02.2008, 00:19
.....
Gehört nicht hierhin
@Grace, weil ich sie an den falschen Stellen veröffentliche? Hier im Forum gab es überhaupt keine Resonanz.
.
Nö, ich meinte, weil natürlich kein Amt irgendwelches Interesse daran hat, über Hilfen zu informieren, die es Menschen dann auch gewähren muss. Wer nicht weiß, kann auch nicht danach fragen. Und wer sich ohnehin schon klein und bedürftig vorkommt, hat noch mehr Scheu. Da kann man doch gut sparen!
Früher, als es noch finanziell besser aussah bei den Kommunen, gab es Infoheftchen......
Ach ja, und das alte BSHG machte Hilfe nicht von Antragstellung abhängig. Da musste beim Bekanntwerden einer Notlage gezahlt werden. Es war eine Art Bringpflicht.....naja, theoretisch. Aber immerhin im Gesetz verankert.
Natürlich ist es für Menschen, die nichts übrig haben, schlimm ,daß alles was außer Nahrung noch zu einem lebenswerten Leben gehört, etwas kostet..
Aber auch verständlich oder?!
Überlege dir mal, was passieren, würde, die Bibliothek wäre zB kostenlos?
Es würde Geld fehlen, um die Angestellten zu zahlen, um dort sauber zu machen. Zum Beispiel!
Es ist nunmal nichts umsonst auf der Welt- nicht mal der Tod :eek:
Welch tröstenden Worte, an die Menschen, die wirklich nichts haben, Ninchen! Meinst Du nicht, dass sie das wissen? Trotzdem bleibt der Tatbestand, das sie nichts haben und jeden "Cent" umdrehen müssen und an nichts teilnehmen können, was das gesellschaftliche Leben so bietet! Für sie selber mag es noch gehen, sie können sich ja selber helfen. Aber was ist mit den Kindern? Und es sind ja nicht gerade Wenige denen es so geht! Ninchen, wenn Du also psychologische Beraterin tätig bist oder werden willst, dann ist eine einfühlsame Seele ein MUSS, sonst könnte es leicht passieren, dass sie sich bei Dir nicht gut aufgehoben fühlen.
Nö, ich meinte, weil natürlich kein Amt irgendwelches Interesse daran hat, über Hilfen zu informieren, die es Menschen dann auch gewähren muss. Wer nicht weiß, kann auch nicht danach fragen. Und wer sich ohnehin schon klein und bedürftig vorkommt, hat noch mehr Scheu. Da kann man doch gut sparen!
Früher, als es noch finanziell besser aussah bei den Kommunen, gab es Infoheftchen......
Ach ja, und das alte BSHG machte Hilfe nicht von Antragstellung abhängig. Da musste beim Bekanntwerden einer Notlage gezahlt werden. Es war eine Art Bringpflicht.....naja, theoretisch. Aber immerhin im Gesetz verankert.
Genauso sieht es aus, Grace. Was ich kürzlich erfuhr, wenn man beim Amt die Heizkostenpauschale beantragt, dann werden pauschal erst einmal ein paar Prozente abegezogen, weil Kosten gespart werden sollen. Dem Empfänger steht aber die volle Summe zu. Leider weiß´das kaum jemand und nur wenige erheben Widerspruch und geben sich dann mit wengier zufrieden. Die Arbeitslosen, die einen Widerspruch leisten, bekommen dann die volle Summe.
Was soll so etwas???? Bösartig empfinde ich das! Diese Info gab mir im Übrigen eine Arbeitsamt-Mitarbeiterin.
Kenne es zuwenig Geld zu haben. Zuwenig bedeutet: Es fehlt was, nicht: es ist wenig. Und das dann beim Notwendigen. Zum Notwendigen gehören zB. auch ggf. Sehhilfe, Zahnarztsonderkosten, Reparaturen und sei es ein neuer Siphon fürs Waschbecken. Zuwenig - gerade das dauerhafte Zuwenig - bedeutet, daß die Kleidung zusehends abgängiger wird, man anfängt sich zu schämen, weil die Hose kaputt ist, weil sie verschlissen ist und nicht, weil es in ist. Zuwenig bedeutet nicht zu wissen, wie man über den Monat kommt. Das ist belastend. Man kann sich einschränken, doch wenn Grunddinge nicht mehr machbar sind, irgendwann fällt darinnen glücklichsein schwer, weil die Panik überwiegt nicht mehr rumzukommen. Auch ist es nicht schön, Dauerverzicht zu üben. Üben zu müssen. Selbst, wenn man sich sehr bescheidet. Ich habe den Eindruck, manch einer weiß hier weniger, was ein Zuwenig an Geld bedeutet. Ein dauerhaftes Zuwenig. Es ist leicht zu verurteilen. Ich denke nicht, daß jemand auf die Welt kam um seinen Lebenstag vor dem Fernseher zu verbringen. Er braucht nicht Aburteil, sondern eine Perspektive, damit er aus seiner Motivation heraus, sein Leben gestalten kann.
Ich kenne es auch zur Genüge! Am Anfang dieser Zeit habe ich mir gesagt, wenn die Panik kam, es geht vorüber. Irgendwann wird es besser. Aber es wird nicht besser und ich habe das Gefühl nie wieder aus diesem Sog herauszukommen. Inzwischen fühle ich mich, als wäre ich nicht intelligent genug, einen normalen Job zu haben. Als wäre ich an allem schuld, an der Arbeitsmarktsituation.
Es hat einfach kein Ende. Und jede Rechnung die kommt, versetzt mich in Panik.
Das ist so verdammt hart und schwer. An nichts teilnehmen zu können, weil einfach kein Geld vorhanden ist.
Hinzukommt, dass ich umgezogen bin, extra damit ich hier bessere Chancen habe. Nun sitze ich hier, fremde Stadt, wenig Bekannte und das fehlende Geld um daran etwas zu ändern. Es kostet ja doch immer und alles etwas. Und nur auf dem Spielplatz hocken oder nur spazieren gehen, das ist auf Dauer jedem Kind zu langweilig.
Ein Kreislauf, aus dem ich einfach nicht wieder herauszufinden scheine.
Lb.Gruß
Jane
Gertrud Heinen
23.02.2008, 10:12
Guten Morgen. Tief durchgeatmet, als ich die neuen Beiträge las.
Liebe Jane, hast Du schon mal daran gedacht, zu einem privaten Job-Vermittler zu gehen? Private Arbeitsvermittlung? Hier gibt es einige Anlaufstellen. Es steht deutlich über ihren Büros drüber.
Könnten wir nicht doch nochmal den Versuch starten, das, was die Einzelnen von uns wissen, bezgl. dessen, was Arbeitslosen, H4-Empfängern zusteht, dies hier aufzuschreiben? Aufzulisten?
Alle Möglichkeiten, um Geld zu sparen. Doch ein zufriedenes Leben zu führen?
Dieser Thread bewegt mich derart, das ich fast die ganze Nacht mir Gedanken gemacht habe. Wie kann man helfen? Kostenlos? Mir fielen etliche Dinge ein.
Hierbei wird aber vergessen, dass es nicht genügend Arbeitsplätze gibt!!!! Wo sollen sie denn arbeiten, wenn nur ungenügend da ist?
Also, einer muss sich schon bereit dazu erklären, zu Hause zu bleiben und arbeitslos zu sein, nicht wahr? (So und wenn jemand vor lauter Kummer anfängt mit dem Trinken oder was auch immer, nachvollziehen kann ich es, wenn jegliche Perspektive fehlt.)
Ich kann mir gut vorstellen, das die meisten der 5 Millionen Arbeitslosen nur zu gern tauschen würden, sie gehen arbeiten, haben einen normalen Job, werden nicht als faul oder dumm oder Sozialschmarotzer angesehen und dafür müssen dann 5 Millionen von den Arbeitenden ihren Job aufgeben.
Wer aber mag tauschen?????????????
Ich wäre ganz ganz vorsichtig, mit meinen Urteilen über "DIE oder ASSIS oder UNTERSCHICHT"!
Schmetterlin
23.02.2008, 10:18
...
Liebe Gertrud,
mir stehen die Tränen in den Augen. Ich fand einige Aussagen so hart hier in dieser Diskussion. Es tut so verdammt weh, in dieser Situation zu stecken. Und ich finde eben nicht heraus. Ich habe das Gefühl, mein Leben ist versaut, weil ich "nur" Bürokauffrau bin, obwohl ich das Zeug zu so viel mehr gehabt hätte.
Ich habe eigentlich alle Möglichkeiten durch, bis auf die private Arbeitsvermittlung. Ich weiß gar nicht, warum ich daran nicht gedacht habe. Verstehe ich echt nicht. Habe ich völlig vergessen. Bei Zeitarbeit habe ich auch null Chance. Habe ich schon alles probiert.
Ich hatte Aussicht auf einen Job, hatte schon angefangen da zu arbeiten und dann hat das Amt nur die Hälfte des förderfähigen Betrages zahlen wollen an den AG und der hat mich aufgrund dessen nicht genommen. Ich habe 1,5 Stunde mit der Mitarbeiterin vom Amt gesprochen und ihrem Vorgesetzen. Sie kamen mit dem Argument, der Steuerverschwendung. Ich sagte ihnen, dass es Steuerverschwendung wäre, wenn sie nur weil sie nicht den vollen Betrag zahlen wollen, ich den JOb nicht bekäme und sie dann weitere 2 Jahren zahlen müssten. Nichts hat geholfen. Ich bekam den Job dann nicht. Dafür aber eine fette Depression aus der ich mich kaum rausreißen konnte. Ich war völlig verzweifelt. Bin doch extra für den Job umgezogen, Freunde "verlassen". Die Kosten für dem Umzug bekam ich natürlich auch nicht. Also Schulden gemacht.
Dann stellt sich einfach die Frage...was kann ich denn noch machen um mich da herauszuholen???? Das ist eigentlich fast der ganze Grund für meine derzeitigen Depressionen. Ich komme einfach nicht auf die Strümpfe und immer sitzt mir die Angst im Nacken, was wenn ich den Nebenjob verliere, was wenn wieder REchnungen kommen, das Frühjahr steht an, neue Sachen werden benötigt usw. usw.!
Liebe Gertrud, ich möchte kein Mitleid. Das weißt Du, ja?!Ich brauche echt konstruktive Tipps, die uns weiterhelfen können.
Danke für deinen Rat mit der privaten Arbeitsvermittlung. Ich bin echt trottlig manchmal.;) Werde ich gleich nächste Woche versuchen.
Lb.Gruß
Jane
Gertrud Heinen
23.02.2008, 10:37
Auch ich dachte nicht daran, jemals in meiner derzeitigen Lebenssituation anzukommen. Konnte es mir einfach nicht vorstellen. Habe Jahre gebraucht, um wieder so klar zu werden, wie ich heute bin.Ja, zwischendurch hatte ich mich vollständig aufgegeben. Mir war restlos Alles egal. totaler Zusammenbruch. Glücklicherweise gab es immer wenigstens einen Menschen, der wütend über diese Haltung bei mir war. Diese Menschen wechselten im Lauf der letzten Jahre. Und wenn es die Menschen hier im Forum waren und nach wie vor sind, die mir Halt gaben und geben. :) So kam ich bis heute durch. Und werde mir immer ähnlicher. Wat für`n Glück. ;)
Also - die einfachste, effektivste, gesündeste Methode Geld zu sparen?
Selber kochen und backen. Einmal in der Woche fahre ich zu einem Markt, auf dem Bauern aus der Umgebung ihre Eigen-Erzeugnisse anbieten.Siehe da, für 50 Cent, 1,-- €, Teuerste 1,50 €, kann ich mich für eine Woche mit Obst, Gemüse, Salat eindecken. Die liebe Bekannte und ich teilen uns sogar den Preis. Sie kennt meine Situation. So komme ich nicht über 1,-- € hinaus. Pro Stck. selbstverständlich, pro kg bei Obst.
Selber kochen. In meiner Kindheit gab es sowas wie Reibekuchen, Pfannekuchen - süß, salzig. Eintopf, Suppe, auf Vorrat. Milchsuppe.
Das Gesündeste - Kartoffeln. Vollwert-Haferflocken. Viel Wasser, Tee. Milch enthält alle lebenswichtigen Bausteine für den Körper.
Nachdem ich mich lange Zeit (weit über 1 Jahr) so ernährt hatte, hatte ich die besten Blutwerte meines bisherigen Lebens. Hatte für eine ausreichende Versorgung meines Körpers gesorgt und Alles Überflüssige weggelassen.
In meiner Kindheit aß ich überwiegend Sonntags Kuchen und Fleisch.
Auch daran hab ich mich erinnert.
Wurstreste kaufen. Suppen- Fleischknochen.
Niemals betteln! Freundlich lächelnd fragen.
Medikamente - Kinderrezepte sind kostenlos. Es sind exakt die Medikamente, die Erwachsene erhalten. Es gibt keinen gesonderten Kinder-Markt.
Hm. Wenn es Euch nicht auf den Wecker fällt, setze ich mich hin und mache eine ganz lange Auflistung darüber, wie ich meinen Standard - das was mir persönlich wichtig ist - halten kann und mich dennoch meines Lebens erfreue. :)
Gertrud Heinen
23.02.2008, 10:45
Liebe Jane, weißt Du wie arm ich wirklich bin? Nur - aufgrund meines Lebensalters, meiner Lebenserfahrung, meiner Freunde und Bekannte, habe ich bisher nicht aufgegeben. Aus Scham habe ich gelöscht, was ich gestern Nacht geschrieben habe. Glaub mir Jane, auch bei Dir kommt noch die Wut, der Widerstand. Wer seid Ihr eigentlich? (Ämter usw.) Was bildet Ihr Euch ein? Mit mir nicht! Genau da bin ich für mich angekommen. Und siehe da - ich stehe erneut auf.
Klaro stubse ich hierüber Euch an, richte Euch auf. Bring Euch - soweit wie möglich - erfolgreich auf den Weg nach vorne. Zurück ins normale Leben.
Denn - aufgeben? Never!
Also direkt mal gucken - steht Ihr aufrecht? Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein. Und das Spiegelbild anlächeln, lächeln. Ja, genau so. Wenn es knackt und knirscht, Schuld eigene, viel zu lange schon krumm und gebeugt gegangen.
Ab sofort Schluß damit!
Danke :)
Gertrud Heinen
23.02.2008, 11:02
Hatte mich - nachdem die Schocks so langsam aber sicher aus mir rausgingen, mal hingesetzt und überlegt -
Was brauchst Du Gertrud? Worauf willst Du auf gar keinen Fall verzichten?
Was ist unnötig? Was ist Dir so wichtig, das Du es niemals aufgeben wirst?Das Erste? Das Wort niemals. Sage niemals nie.
Nach einer gründlichen Bestandaufnahme, auch von Menschen trennen, die Einen negativ beeinflussen "Das kannst Du Alles vergessen." "Du hast nichts mehr, Du bist nichts mehr wert." "Träum weiter, das schaffst Du nie." Und und und Weg von diesen Menschen, ganz schnell. Umdenken - mega wichtig. Ganz ganz schnell umdenken. Nicht, was ist mir Alles passiert, oh Gott, was mach ich jetzt? Ich komm nie wieder auf die Beine. Nein, Mensch - es hätte ja viel schlimmer kommen können. Positive Bestandsaufnahme machen. Jedes, wirklich jedes, noch so winzig kleine Teil aufschreiben, das man besitzt. Das mit dem Hervorheben der eigenen positiven Eigenschaften dauert was - erst starrt einen dieses weiße Blatt an. Macht nichts, fleißig weiter üben. Bei der Bestandsaufnahme steht nachher soviel auf dem Blatt, den Blättern, das reicht für Trödelmärkte, Sperrmüll allemal. Einer der wichtigsten Sätze: Ab sofort wird nichts mehr verschenkt! Und wenn es 10 Cent sind. Auch das kann man erfolgreich üben. Positiv - ausschließlich positiv denken trainieren. All das Negative, andere Blätter. Sofort rumdrehen, aus dem Blickwinkel entfernen, wenn man was Negatives geschrieben hat. Das wird irgendwann sowas von lächerlich. Diese Negativ-Blätter immer und immer wieder zerreißen, ab in den Müll damit.
Liebe Gertrud,
hab vielen vielen Dank für Deine aufbauenden Worte! Es tut einfach gut! Hhhm, die blöde Schuld-Frage. Ich habe diese Wut noch nicht. Einfach ein Ohnmachtsgefühl. Und wie gemein, von so einem Fall, wie es bei mir passiert ist, spricht niemand, Gertrud. Das ist wohl nicht zu skandalös? Nein, es soll ein klar verallgemeinerndes Bild aufrecht erhalten werden, was keine Daseinsberechtigung mehr hat!!!
DAS TUT WEH! Da kommen mir echt die Tränen.
Die Depression, die daraus entstanden ist, ist glaube ich überhaupt nicht wieder weggegangen. Ich nenne es depressive Grundverstimmung oder sowas. Manchmal habe ich ein paar gute Tage, diese sind aber recht selten.
Das ist jetzt seit einem Jahr so und nun nehme ich wieder die Medis, damit es mir mal zwischendurch etwas besser geht. Damit ich mal tief durchatmen kann, ich mal keine Angst habe, das es immer so bleibt.
Aufgegeben wird nicht! Das ist IMMER meine Devise-gewesen-Gertrud. Immer. Ich habe vor Kurzem zu meiner Freundin gesagt, dass ich es mir nicht leisten kann, zu jammern, aus Angst, dass ich nicht wieder aufstehe. Wenn ich es dann doch mal tue, wie momentan, dann kommen kleine schöne Dinge, wo ich sehe, es lohnt sich weiterzumachen, egal wie hart DIESES Leben ist.
Ich würde mich freuen, wenn Du eine Liste erstellen könntest! Derzeit hole ich mir eigentlich nirgendwo Hilfe. Mache das alles alleine.
Bei Deinen Zeilen habe ich jetzt wirklich gelächelt, lieb gelächelt! Es hat geholfen!
*Selbstmitleidmodusausschalt*;)
Lb.Gruß
Jane
Puh, das wird schwer für mich, es wieder nur positiv zu sehen, Gertrud. Ich glaube vor mir liegt ein ganz langes leeres Blatt! Aber ich werde es mal so probieren! Das richtet den Blick neu aus.
Ich war immer ein äußerst kämpferischer, kritischer Mensch! Ein Steh-Auf-Männchen! Wo ist dieser Teil denn nur hin????
Gertrud Heinen
23.02.2008, 11:25
Abba - Du hast gelächelt. Super! Na, Blätter schon rausgeholt? Hurtig, hurtig, der Tag wird auch nicht jünger. Mal lieb :umarm: en
Das, was Du derzeit erlebst Jane, ist vollkommen normal. Veränderungen brauchen Zeit, bis man sie annimmt. Hab grad geschmunzelt. Wie lange habe ich gesagt "Ich brauch Euch nicht, pffffffff, ich schaff das ganz allein." Stimmt nicht! Vorbildlich von Dir liebe Jane, das Du Dich niemals aufgegeben hast. Denn das kann Keiner von Außen für Dich machen. Gratulation!
Also hast Du - eine schöne Wohnung, Möbel, Radio, PC - welch ein Luxus! Flatrate? Na hoffentlich beim preiswertesten Anbieter. Ein Kind? Dann auch noch gesund. Welch ein Luxus. Jung, attraktiv, hübsch. Es wird ja immer mehr.
Du bist wirklich reich Jane. Mußt nur mal dran erinnert und etwas neu aufgebaut werden.
Mach ich herzlich gern.
Wünsche Dir und Deinem Kind? ein wunderschönes Wochenende.
Ganz liebe Grüße von Gertrud
So gaaaaanz langsam wird die Wohnung schöner! Ex hat mir nur alles "Alte" da gelassen. Der Tisch ist mächtig ramponiert, wackelt, Flurgarderobe genaus. Das Bett ist 17 Jahre alt und durchgelegen und so geht es immer weiter. Trotzdem wird die Wohnung langsam schöner! Nach und nach.
Den PC muss ich noch abbezahlen. Bin aber fast fertig damit. Dann kommen immer wieder so viele blöde Rechnungen...GEZ, Strom, Gas! Mehr erlaube ich mir ja eh nicht!:o ;)
Warum dauert das nur so verflixt lange, diese Veränderung. Habe echt geglaubt, ich trenne mich und dann wird alles gut!:eek: :rolleyes: :o
Ich nehme mir jetzt das Blatt vor und haben ganz großen Danke, liebe Gertrud. Das hat viel geholfen!
Meine Maus hat schon ein tolles WE! Hat ihre Freundin da. Hab auch Du ein schönes WE!!!!!
Lb.Gruß
Jane
P. S. :D Ja, ich denke wohl auch die meiste Zeit, dass ich alles alleine schaffen kann!:rolleyes: ;)
Cassandra
23.02.2008, 12:05
Was ich hier so lese, erschüttert mich :(
Ich finde es ganz ganz schlimm, daß es in einem Land wie unserem noch möglich ist, daß Menschen so sehr am Existenzminimum leben..
Ich selbst bin zum Glück nicht betroffen, verdiene mehr als gut in meinem Beruf. Aber bevor das so war, musste auch ich jeden Cent umdrehen & daher weiß ich also, wie schwer Armut (oder auch nur "recht wenig haben") das Leben macht.
Da viele Betroffene von euch ja Internet haben, wie man sieht, empfehle ich euch, nach SHG und ähnlichem zu suchen.
In Bad Homburg, wo ich herkomme ,haben wir uns einmal pro Woche getroffen. Gleichgesinnte.
Wir haben uns ausgetauscht, Kauf-Gemeinschaften gebildet (so wird manches günstiger) und uns gegenseitig geholfen: Wer stricken konnte, hat den anderen Schals gemacht; ein anderer konnte aus einem Stück einer Sorte Fleisch 12 unterschiedliche Gerichte machen, und hat das dann der Abwechslung halber immer für die anderen gekocht etc etc)
Es gibt viele Möglichkeiten, auch ohne viel Geld auszukommen.
Schön ist das nicht- aber es bringt einen auch nicht um.
Sucht in eurer Umgebung nach SHG, Oder sog. "AL-Treffs" :D
Mir hatte das immer geholfen.
Ich wünsch euch alles Gute :kleeblatt
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