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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kein Cent mehr für die Ex


Anevay
15.01.2008, 16:19
"Eine Prozesswelle rollt auf die Familiengerichte zu. Das neue Unterhaltsrecht gilt auch für seit Jahren geschiedene Paare. Viele Männer wollen sich nun ihrer alten Verpflichtungen entledigen.
...
"Früher wurden solche Verträge abgeschlossen, um Ansprüche auszuschließen. Jetzt sind sie nötig, damit Frauen, die Kinder erziehen, nicht zum Sozialfall werden." Sie hat ihre Zweifel, ob die Reform, die eigentlich dem Kindeswohl dienen soll, wirklich kinderfreundlich ist."

Quelle (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,528227,00.html)


Wie findet ihr das?

ps. noch einen Beitrag zum Thema Unterhaltsreform
"Kinderfreundlich ist das alles nicht" (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,528405,00.html)

pink_ringo
15.01.2008, 16:41
Ich bin alleinerziehen und war noch nie Verheiratet. Ich kenne nur meine Seite und mußte immer Vollzeit arbeiten. Bei uns gab es auch immer genügend Kitaplätze und ich habe für mich und meine Kinder alleine Geld verdient. Für mich war es immer selbstverständlich sich um seinen Unterhalt selber zu kümmern. Tut mir leid das ich da nicht mitreden kann. Wir wurden da anders erzogen.

kritisches_Auge
15.01.2008, 16:58
Ich hätte es nicht geschafft,Vollzeit zu arbeiten und ein kleines Kind zu haben.

Vielleicht hat das neue Gesetz zur Folge, dass mehr Väter für ihre Kinder sorgen müssen.

pink_ringo
15.01.2008, 17:02
Ich hätte es nicht geschafft,Vollzeit zu arbeiten und ein kleines Kind zu haben.

Vielleicht hat das neue Gesetz zur Folge, dass mehr Väter für ihre Kinder sorgen müssen.

Ich hatte drei kleine Kinder und mir blieb nix anderes übrig. Bei uns war das selbstverständlich und ich hatte auch nie die Wahl. Es mußte schon gehen. Alleinerziehende hatten es ja noch nie einfach, in keiner Kultur.
Wäre schön wenn aus Männern auch Väter werden könnten und nicht nur Männer mit Kindern.

Robin
15.01.2008, 17:58
Wäre schön wenn aus Männern auch Väter werden könnten und nicht nur Männer mit Kindern.

Wie wahr...

Flora
15.01.2008, 18:29
..

kritisches_Auge
15.01.2008, 19:00
Meiner Meinung nach widersprechen sich hier zwei Dinge.
Zwei Kinder im Alter von sechs und drei Jahren zu haben, ist ein Fulltimejob, gerade wenn man seine Erziehungsaufgabe ernst nimmt und dann auch noch der Haushalt dazukommt.

Ich finde es schlimm wenn Kinder in den Kindergarten gehen MÜSSEN weil die Mutter arbeitet.

Man beklagt heute die Jugendkriminalität, ich glaube ein Grund dafür ist auch, dass man zuwenig Zeit für die Kinder hat.Wenn Mutter oder Vater nach einem Arbeitstag nach Hause kommen, ist es schwer, die Gelassenheit aufzubringen das Kind am Fernsehen oder am Computerspielen zu hindern, das kostet Zeit und Energie.

Viele Menschen haben Probleme wieder in den Beruf zurückzufinden wenn eine Pause von drei oder sechs oder neun Jahren da war.

Mir kommt es manchmal so vor, als würden die Menschen auf Zitronenpressen gedrückt, mehr arbeiten, mehr Leistung bringen mehr mehr mehr.

Ich gebe zu, es ist sehr schwer menschliches Zusammenleben mit Gesetzen zu regeln.

Ich finde es nicht ganz fair, Frauen die Doppelbelastung von Kind und Beruf zuzumuten währen Männer nur ihren Beruf ausüben müssen. Es ist das gemeinsame Kind oder die gemeinsamen Kinder und auch nach einer Trennung sollten sich Mann und Frau die Belastung teilen.
Wie das möglich sein könnte, weiß ich allerdings auch nicht.
Auge

summer
15.01.2008, 19:02
.

Flammenvogel
15.01.2008, 19:09
ziemlich inkompetent. während es gut ist, zweitehen vollständig auf erstehen-niveau aufzustocken, ist es asozial diesen erstehen komplett den hahn abzudrehen.

die bisherige finanzille keule selbst war gut. wer heiratet, soll auch konsequenzen haben wenn die ganzen tollen versprechen nur aus hohler scheisse bestanden. eheversprechen werden zu leicht genommen.
es wäre nur vorteilhafter gewesen, mehr gleichberechtigung für männer einzuführen. waren es bisher doch immer überwiegend männer, denen vor das recht abgenommen wurde, vater sein zu dürfen. die mutter arbeiten schicken und sie ihre alte familie alimente zahlen lassen?? wo kämen wir denn da hin!
nein, stattdessen werden nun pauschal fast alle alleinerziehende mit H IV infiziert.
gewohnt hochintelligente arbeit.


- edit -
auges beitrag ist nicht schlecht. kinder sind ein fulltimejob. dreijährige in die kita stecken zu MÜSSEN ist keine alternative. es wird zwar als allheilmittel der geldgeilen leistungsgesellschaft verkauft, aber eine kita ist leider nunmal kein ersatz für einen elternteil. dafür gibt es keinen.
es hätte gereicht, den erziehenden elternteil mehr zum eigenverdienst zu "ermuntern".
stattdessen wird die lästige last "kind" in irgendwelche sammelbecken gelagert während der dumme alleinerziehende in die arbeitswerke geschickt wird, um seine pflicht für's vaterland zu leisten.
bleibt zu hoffen, daß keiner mehr so dumm ist, kinder in die welt zu setzen. soll der staat das problem der überalterung mit dem import indischer informatiker lösen.

kritisches_Auge
15.01.2008, 19:13
warum sollte ich das nicht ernst meinen, Matilda? Es ist mein voller Ernst.

Und wenn man kleine Kinder hat,sollte man sich eine Trennung sehr gut überlegen.

Flammenvogel
15.01.2008, 19:18
eben gerade wegen kleinen kindern ist eine (einvernehmliche) trennung oft sinnvoll. lieber wachsen kinder unter getrennten aber konstruktiven verhältnissen auf, als in einer dysfunktionalen, kaputten, ehe voller gefühlsarmut oder streit.

summer
15.01.2008, 19:23
.

Dreamer
15.01.2008, 19:27
Meiner Meinung nach widersprechen sich hier zwei Dinge.
Zwei Kinder im Alter von sechs und drei Jahren zu haben, ist ein Fulltimejob, gerade wenn man seine Erziehungsaufgabe ernst nimmt und dann auch noch der Haushalt dazukommt.

Kommt darauf an. Wenn die Eltern der Kinder in einer festen Partnerschaft leben, sehe ich da kein Problem. Sowohl den Haushalt als auch die Kindeserziehung sind imho gemeintschaftliche Aufgaben. Das sollte niemals nur auf einen abgewälzt werden. Nicht umsonst heißt es Partnerschaft und Vater. Zum Vater wird man nicht, weil man der Erzeuger des Kindes ist. Um das Vater sein, muß man(n) sich bemühen.

Ich finde es schlimm wenn Kinder in den Kindergarten gehen MÜSSEN weil die Mutter arbeitet.

Das ist in vielen Partnerschaften so. Die Gehälter sind mittlerweile so niedrig, daß die Familie nur als Doppelverdiener finanzierbar ist.

Man beklagt heute die Jugendkriminalität, ich glaube ein Grund dafür ist auch, dass man zuwenig Zeit für die Kinder hat.Wenn Mutter oder Vater nach einem Arbeitstag nach Hause kommen, ist es schwer, die Gelassenheit aufzubringen das Kind am Fernsehen oder am Computerspielen zu hindern, das kostet Zeit und Energie.

Ich glaube ehr, daß die Ghettoisierung und Bildung von Parallelkulturen, da eine viel größere Rolle spielen.

Dreamer
15.01.2008, 19:29
Und wenn man kleine Kinder hat,sollte man sich eine Trennung sehr gut überlegen.

Kinder spüren fast alles und eine kaputte Beziehung kann oft mehr anrichten als eine wohlüberlegte Trennung.

Eiskristallin
15.01.2008, 19:43
kinder gehören min. ab 4 jahren in einen kindergarten, wegen des sozialen miteinder.meiner ansicht nach ist das auf gar keinen fall dermaßen verallgemeinerbar.

grace
15.01.2008, 20:16
-bleibt zu hoffen, daß keiner mehr so dumm ist, kinder in die welt zu setzen. soll der staat das problem der überalterung mit dem import indischer informatiker lösen.

?????

Flammenvogel
15.01.2008, 20:21
das war zynismus. man wird immer mehr für's kinderkriegen bestraft.
macht mir heute irgendeine frau die grosse liebe glauben, ich bin so blöd und spring drauf an, wir bauen 'rum und auf, setzen kinder in die welt, sie haut ab und ich steh da, krieg ich auch noch keinen cent.
da freut man sich doch drauf, 'ne familie zu gründen, oder?

Eiskristallin
15.01.2008, 20:23
sie haut ab und ich steh dabzw. aus ihrer sicht: du haust ab und sie steht da....ist ja immerhin auch möglich ;)

Anevay
15.01.2008, 20:25
hatte ich schon vermutet.
was ich damit sagen wollte. sein kind auf dem lebensweg begleiten geht mit kindergarten, mit grippe und auch mit arbeit und mindert nicht im geringsten irgend etwas.

...jo, gibt ja 6 Tage lt. Arbeitsrecht frei, wenn Kinder krank sind. Da müssen sich die Kids aber auch dran halten, sie dürfen auch keinerlei Lernstörungen entwickeln oder gar behindert sein, autistisch... Du bist Deutschland. *coole Sache die*

Es sollte frei wählbar sein, ob Kinder in einer Familie, wo sich wenigstens ein Elternteil kümmern kann oder ideal sogar beide Elternteile abwechselnd (zwei Teilzeitjobs).

Aber hier geht es z.B. auch um den Fall, wo ein Partner freiwillig während der Ehezeit den andern Partner finanziert. Das geschieht ja nicht unter Zwang, erst nach der Trennung wird es kritisch, wenn derjenige sich überlegt: "Och, ich habe jetzt eigentlich keine Lust mehr für meine Entscheidungen aus der Vergangenheit zahlen zu sollen."

Und heutzutage sind Kindererziehungszeiten beruflich für viele Menschen ein großes Problem, häufig genug finden die Menschen nicht mehr in den Arbeitsmarkt zurück und sind auf Unterhalt und Versorgung angewiesen.

Das der Gesetzgeber hier Änderungen bewirkt finde ich grundsätzlich nicht falsch, jedoch so den alleinerziehenden Partner in Armut zu stürzen ist imho nicht gerechtfertig, nur weil ein ehemaliges Abkommen per Gesetz nun gebrochen werden kann. Hat der alleinerziehende Elternteil nämlich kein Geld, haben es die Kinder auch nicht.

Wer hier in Vorurteilen lebt oder egozentrisch denkt, wird das schwer nachvollziehen können, ebenso wieviel Aufwand und Energie die Kindererziehung kostet. Es ist kein Nebenbei, mal eben so.

Würden die Konsequenzen derartiger Gesetzgebung durchschlagen, gäbe es noch niedrigere Geburtenraten, denn welcher intelligente und vorausschauende Mensch will ernsthaft Kinder in die Welt setzen und auf einen glatten Lebenslauf verzichten, der bei einer möglichen Trennung (und die ist statistisch sehr hoch) in die Verarmung führt?

Kinder sind ein arschteures "Hobby", das man sich leisten können muß. Wird auch gerne vergessen. ;)

Lieben Gruß,
Susann

Eiskristallin
15.01.2008, 20:27
oh susann,
in diesem thread sind wir mal wieder völlig einer meinung (kommt ja immerhin auch dann und wann vor :D )

Flammenvogel
15.01.2008, 20:28
bzw. aus ihrer sicht: du haust ab und sie steht da....ist ja immerhin auch möglich ;)

korrekt. da frauen bei der thematik aber sowieso schon streckenweise maßlos bevorzugt werden, benutze ich gern bewusst die version, deren existenz irgendwie scheinbar nicht so richtig wahrgenommen wird. sei es auf der strasse oder vor gerichten.

Anevay
15.01.2008, 20:35
korrekt. da frauen bei der thematik aber sowieso schon streckenweise maßlos bevorzugt werden, benutze ich gern bewusst die version, deren existenz irgendwie scheinbar nicht so richtig wahrgenommen wird. sei es auf der strasse oder vor gerichten.

*grummel*

Was habe ich da verpasst in meinem Leben? Bin nie bevorzugt worden, was habe ich falsch gemacht? :mad:

Mein Exmann hingegen konnte sich eine Firma aufbauen, fährt Porsche und einmal im Jahr 6 Wochen nach Brasilien. Und hat außer den Mindestunterhalt für sein Kind für mich nie einen Pfennig bzw. Cent gezahlt. Trotz Unterhaltsurteil, weil der sich einfach arm gerechnet hat als Selbständiger.

Erzähl mir nix von der Bevorzugung von Frauen. :mad: Statistiken belegen sogar, daß alleinerziehende Männer erheblich besser zurechtkommen, mehr soziale Unterstützung erfahren als Frauen, von denen das automatisch erwartet wird, wie auch das Vorurteil von matilda belegt, sie das mal so nebenbei leisten sollen.

Männer die wo ich kenne, die alleinerziehend sind, werden bestaunt wie achte Weltwunder, wie toll das doch ist, was sie da leisten usw.... *unfug* Warum das? Wegen dem y-Chromosom?

*grummelgrummelgrummel* ;)
Susann

Dreamer
15.01.2008, 20:35
...jo, gibt ja 6 Tage lt. Arbeitsrecht frei, wenn Kinder krank sind. Da müssen sich die Kids aber auch dran halten, sie dürfen auch keinerlei Lernstörungen entwickeln oder gar behindert sein, autistisch... Du bist Deutschland. *coole Sache die*

Es sollte frei wählbar sein, ob Kinder in einer Familie, wo sich wenigstens ein Elternteil kümmern kann oder ideal sogar beide Elternteile abwechselnd (zwei Teilzeitjobs).

Wäre aber in der Form nur möglich, wenn alle mitziehen (z.b. durch angemessene Löhne).

Aber hier geht es z.B. auch um den Fall, wo ein Partner freiwillig während der Ehezeit den andern Partner finanziert. Das geschieht ja nicht unter Zwang, erst nach der Trennung wird es kritisch, wenn derjenige sich überlegt: "Och, ich habe jetzt eigentlich keine Lust mehr für meine Entscheidungen aus der Vergangenheit zahlen zu sollen."

Und heutzutage sind Kindererziehungszeiten beruflich für viele Menschen ein großes Problem, häufig genug finden die Menschen nicht mehr in den Arbeitsmarkt zurück und sind auf Unterhalt und Versorgung angewiesen.

Das der Gesetzgeber hier Änderungen bewirkt finde ich grundsätzlich nicht falsch, jedoch so den alleinerziehenden Partner in Armut zu stürzen ist imho nicht gerechtfertig, nur weil ein ehemaliges Abkommen per Gesetz nun gebrochen werden kann. Hat der alleinerziehende Elternteil nämlich kein Geld, haben es die Kinder auch nicht.

Stimmt so nicht zwangsläufig. Das neue Gesetz begünstigt die Kinder. D.h. die Ehefrau geht leer aus, weil das Geld eben nur für die Kinder reicht und sie in der Rangfolge erst nach allen ehelichen und unehelichen Kindern kommt.


Würden die Konsequenzen derartiger Gesetzgebung durchschlagen, gäbe es noch niedrigere Geburtenraten, denn welcher intelligente und vorausschauende Mensch will ernsthaft Kinder in die Welt setzen und auf einen glatten Lebenslauf verzichten, der bei einer möglichen Trennung (und die ist statistisch sehr hoch) in die Verarmung führt?

So ist es aber bei der alten Gesetzgebung vielen Männern ergangen. Meiner Meinung nach ist weder die alte noch die neue Gesetzgebung der Stein der Weisen.

Anevay
15.01.2008, 20:37
So ist es aber bei der alten Gesetzgebung vielen Männern ergangen. Meiner Meinung nach ist weder die alte noch die neue Gesetzgebung der Stein der Weisen.

Hier sind sogar wir mal einer Meinung. :D

aseptor
15.01.2008, 20:37
meiner ansicht nach ist das auf gar keinen fall dermaßen verallgemeinerbar.
Doch, ich finde das kann man sehr gut verallgemeinern.
Vielleicht nicht auf absolute Zahlen wie Altersgrenzen bezogen, aber zB Sozialverhalten und ausgefeilte Kommunikationformen erlernt man ab einem gewissen Punkt nicht mehr nur auf Mutters Schoss und neue Freunde findet man dort auch nur sehr selten. Dazu braucht es irgendwann auch mal den regelmässigen Umgang mit Gleichaltrigen. Je früher, desto besser, denn dort geschehen auch die ersten, zaghaften Schritte Richtung Selbstständigkeit.

Um mal aus meinem persönlichen Nähkästchen zu plaudern, gerade diese Dinge, die ich oben erwähnt habe, haben mich den Kindergarten als sehr angenehmen Ort erleben lassen und nicht etwa als Verwahranstalt, die Kindergärten sicherlich _nicht_ sind. Ich habe mich trotzdem in meiner Familie (plus KiGa) bestens aufgehoben gefühlt.
Ich denke mal, das ausgewogene Zusammenspiel von beidem macht's.

DIe wesentlich grössere Katastrophe für mich war, als die Familie dann durch Scheidung zerbrochen ist. Da war ich leider schon zu alt, als dass mich Erzieher oder Lehrer hätten auffangen können.

Eiskristallin
15.01.2008, 20:38
Doch, ich finde das kann man sehr gut verallgemeinern.
Vielleicht nicht auf absolute Zahlen wie Altersgrenzen bezogeneben. es war aber auf eine altersgrenze bezogen.

Anevay
15.01.2008, 20:42
Doch, ich finde das kann man sehr gut verallgemeinern.

Hi aseptor,

und was würdest Du z.B. mit HSP-Kindern machen, oder anderen, die es seelisch nicht können ab einem Punkt X von der Bezugsperson getrennt zu sein?

Menschen sind sehr verschieden in ihren Bedürfnissen, ich habe Schule gehasst und mich schrecklich gefühlt und froh nicht in eine Kita zu müssen.

Ich kenne die genauen Zahlen nicht, aber weiß von der Kita hier nebenan, das eine Betreuerin ein Dutzend Kinder (ca. 3-4 Jährige) betreuen sollen. Meine Tochter, die dort ein Praktikum machte, war reichlich entsetzt das über eine Grundversorgung in Sachen Sozialverhalten keinerlei Ressourcen mehr frei waren.

Die Kita-Mitarbeiterinnen sind vollkommen überfordert gewesen. Und denke ich an das, was Lehrer heutzutage bewältigen sollen, ist dort auch keine Zeit für eine soziale Betreuung gegeben. :(

Lieben Gruß,
Susann

Flammenvogel
15.01.2008, 20:45
Männer die wo ich kenne, die alleinerziehend sind, werden bestaunt wie achte Weltwunder, wie toll das doch ist, was sie da leisten usw.... *unfug* Warum das? Wegen dem y-Chromosom?

vielleicht, weil sie so selten sind. und vielleicht hat das gründe.

im allgemeinen hast du sicher nicht unrecht. dennoch neigen die gerichte dazu lieber einer drogensüchtigen und ihrer alkoholikerfamilie die kinder in die hand zu drücken als aus dem ehemaligen ehemann einen vater zu machen.
wo kämen wir denn da auch hin, wenn die frau malochen gehen müsste. geht doch mal so gar nicht mit der rollenverteilung konform.

Anevay
15.01.2008, 20:50
vielleicht, weil sie so selten sind. und vielleicht hat das gründe.

im allgemeinen hast du sicher nicht unrecht. dennoch neigen die gerichte dazu lieber einer drogensüchtigen und ihrer alkoholikerfamilie die kinder in die hand zu drücken als aus dem ehemaligen ehemann einen vater zu machen.
wo kämen wir denn da auch hin, wenn die frau malochen gehen müsste. geht doch mal so gar nicht mit der rollenverteilung konform.

Jo,

daher meinte ich auch, so verkehrt ist das Gesetz nicht. Bin keine Freundin von Rollenklischees, mein Dad bekam für mich auch kein Sorgerecht, das war aber in den 70ern und da gab es sogar noch das Schuldrecht bei Scheidungen. :lol:

Es ist ja nicht so, daß ich keinen umgekehrten Fall kennen würde, wo ein Mann gerade mal ein paar Wochen verheiratet war und bis heute mit dem Sozialamt kämpft wegen Ehegattenunterhalt, die ihm jahrelang vorschreiben wollten, wieviel qm seine Wohnung haben darf. :eek:

Es kommt halt drauf an, Schubladen helfen hier sicher nicht weiter, viel zu grob und ungerecht.

Lieben Gruß,
Susann

aseptor
15.01.2008, 20:51
Hi Susann,

natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren, dass ist schon klar. Aber mei, was soll ich sagen, ein HSP-Kind war ich ja selbst mal....

Was du da beschreibst, sehe ich dann aber als ein Zeichen dafür, dass man an den Knackpunkten einfach und unbedingt für ein Umfeld sorgen muss, wo die Betreuerinnen eben nicht überfordert sind und mehr als eine Grundversorgung möglich ist. Sprich: mehr Kohle ins Erziehungs- und Bildungssystem für mehr und besser geschultes Personal. Mehr Kommunikation mit den Eltern (siehe Zusamenspiel), etc...

/Offtopic Ende.

kritisches_Auge
15.01.2008, 20:56
Ich habe garnichts gegen Kindergärten, ich habe ja ausdrücklich MÜSSEN geschrieben. Das Angebot muß da sein und wenn das Kind gerne geht, ist das sehr schön.

Ich habe etwas dagegen, sehr kleine Kinder aus dem Schlaf zu reißen, eben dass sie zu einer bestimmten Zeit da sein müssen.

Meine Tochter war extrem schüchtern und scheu und zwei Jahre lang habe ich jeden Tag um halb 12 mit ihr am Kindergarten gestanden und sie beobachten lassen, gerade weil ich wollte, dass sie gerne geht. Sie ist dann gerne gegangen, ich hatte nie Probleme. Oft ging sie auf eigenen Wunsch sogar nachmittags, aber sie mußte nicht.

Das Spiel meiner Kinder war mir heilig, es wurde nach Möglichkeit nicht unterbrochen und meine Kinder hatten nie Konzentrations- oder Lernschwierigkeiten sie liefen auch nicht während des Essens herum.

Mir taten die armem Würmchen immer furchtbar leid, die in den Kindergarten gehen mußten und weinten und weinten.

summer
15.01.2008, 21:06
...jo, gibt ja 6 Tage lt. Arbeitsrecht frei, wenn Kinder krank sind. Da müssen sich die Kids aber auch dran halten, sie dürfen auch keinerlei Lernstörungen entwickeln oder gar behindert sein, autistisch... Du bist Deutschland. *coole Sache die*





immer das schlimmste annehmen, gell susann :p

Krippe = kinderkrippe

nicht die krankheit, schreibfehler von mir, mehr auch nicht

Anevay
15.01.2008, 21:08
Nö matilda,

aber 6 Tage Krankheit (wo sich die Bezugsperson kümmern muß und nciht arbeiten kann) im Jahr sind für Kinder unrealistisch, das schaffte schon eine Entlausung in der Kita, da braucht das Kind nicht mal selbst krank sein, oder einmal Rotavirus...

Abgesehen davon ist ein Pessimist ein Optimist mit Erfahrung. :p

Lachend,
Susann

summer
15.01.2008, 21:09
.

summer
15.01.2008, 21:15
.

summer
15.01.2008, 21:18
eben. es war aber auf eine altersgrenze bezogen.

du magst doch überhaupt keine kinder, warum schreibst du mit?

kritisches_Auge
15.01.2008, 21:19
Mathilda, ich habe eine sehr gute Freundin die zwei kleine Kinder hat, der Vater beteiligt sich sehr am Haushalt und an der Erziehung. Sie hat halben Lehrauftrag in einer Schule und ist oft total erschöpft, trotz Tagesmutter und trotz Hilfe ihres Mannes.

Ich hätte es nicht ertragen, ein weinendes Kind im Kindergarten zurückzulassen und ich bin sehr dankbar, dass ich keine feste Anstellung hatte und nachmittags meine Nachhilfe gab, was ich heute auch noch tue, manchmal bis zu vier Stunden. Das ließ sich sehr gut mit Kindern vereinbaren.

Le chat noir
15.01.2008, 21:19
Ein heißes Thema.

Interessant finde ich, daß auch alte Fälle wieder aufgerollt werden können. Mir fällt da nichts Vergleichbares ein. :kratz:

summer
15.01.2008, 21:21
.

Anevay
15.01.2008, 21:24
was denn für ein vorurteil. unterstelle mir nicht dinge, die DICH betreffen. du weißt doch gar nichts über mein leben.

Dann möchte ich konkret nachfragen, wie dein Satz hier zu verstehen ist:

sein kind auf dem lebensweg begleiten geht mit kindergarten, mit grippe und auch mit arbeit und mindert nicht im geringsten irgend etwas.

So wie ich diesen Satz verstehe, bist Du der Ansicht, daß die Betreuung eines eigenen Kindes oder mehrer Kinder "nicht im geringsten irgend etwas mindert", sprich es keinen Einfluß auf irgendetwas hat, sie großzuziehen?

Lieben Gruß,
Susann

Eiskristallin
15.01.2008, 21:26
du magst doch überhaupt keine kinder, warum schreibst du mit?willst du's mir verbieten? :rolleyes:

(1. war ich selbst mal kind und 2. muß ich nicht scharf auf kinder sein um hierzu was zu sagen zu haben.)

summer
15.01.2008, 21:29
.

Anevay
15.01.2008, 21:33
kinder die in eine kinderkrippe gehen oder kindergarten, weil ihre mama arbeitet, sind ebenso gut versorgt und geliebt, wie kinder deren mütter den ganzen tag zu hause sind.

:eek: ok, wenn Du das meinst, in mir sträubt sich bei deiner Aussage da alles innerlich, ist aber nicht persönlich gegen dich.

Es gibt ja durchaus Menschen, die mit Kita sehr positive Erfahrungen haben. Du selbst auch? Ich fand es als Kind schrecklich mit Gleichaltrigen, die waren grob, gemein, laut... hast Du selbst Kinder? Sind sie hs? Welche persönlichen Erfahrungen konntest Du machen?

Lieben Gruß,
Susann

Le chat noir
15.01.2008, 21:34
Ups, ist das jetzt hier eine Diskussion über die neue gesetzliche Regelung oder darüber, wer die "bessere" Mutter ist? :kratz:

Anevay
15.01.2008, 21:37
Ups, ist das jetzt hier eine Diskussion über die neue gesetzliche Regelung oder darüber, wer die "bessere" Mutter ist? :kratz:

Es geht um Erfahrungen nicht um Schwanzvergleich, le chat. Und es geht in eben diesem Gesetz um die Kinder und ihre Besserstellung dadurch, daß den verbleibendem Partner, der Unterhaltsansprüche hat, diese auch rückwirkend entsagt bekommt.

Falls dir da was entgangen ist, sind wir hier ganz dolle On Topic. ;)

Lieben Gruß,
Susann

summer
15.01.2008, 21:37
.

Anevay
15.01.2008, 21:38
sry...zu persönlich für ein öffentliches forum.

ok :)

summer
15.01.2008, 21:45
edit:
ich hätte nicht schreiben sollen, ist ja auch egal

zurück zum threadthema :)

Anevay
15.01.2008, 21:59
Jo,

es gibt sicherlich erwerbslose Mütter, die darunter leiden, besonders aufgrund horizontaler Feundseligkeit, "nur" Mutter zu sein.

Auch traurig.

Ich selbst bin keine Hausfrauenmutti, war ich noch nie, werde ich in diesem Leben auch nicht mehr sein. :D

Lieben Gruß,
Susann

Le chat noir
15.01.2008, 22:14
Es geht um Erfahrungen nicht um Schwanzvergleich, le chat.
Wie meinst Du das denn?

Daß es letztendlich um die Kinder geht, behauptet ja immer jeder. :rolleyes:

Ich finde die Diskussion durchaus interessant. Auch, ohne daß ich geschieden bin bzw. Kinder habe. Über eine Streiterei, ob die Kinder nun im Kindergarten oder wo auch immer besser aufgehoben sind als zu Hause unter Mutters Fittiche, kann sie aber durchaus hinausgehen.

@ Flora, das mit der Eigenverantwortung ist ja gut und schön, aber scheint mir doch nicht ohne weiteres wirklichkeitsnah ... Zum einen kannst Du einfach nicht bei jedem jungen Menschen die Reife und Weitsicht voraussetzen, die nächsten Jahrzehnte mit all ihren Möglichkeiten und Gefahren zu überschauen, der ein Kind zeugen bzw. empfangen kann. Und zum anderen: Wie soll z. B. eine junge Frau, die zugunsten der Familienplanung ihre Berufswünsche pragmatisch gestaltet hat, dann zum Schluß aufrechnen? Und in Anbetracht des heutigen Arbeitsmarktes ist es - gleich gar nicht in strukturschwachen Gebieten - ohne weiteres zu bewerkstelligen, als alleinerziehende Mutter einen Ganztagsjob nebst Kinderbetreuung etc. zu bekommen, und mit der geringer honorierten Ausbildung kann sich nicht jede Mutter, die ganztags arbeitet, eine Tagesmutter leisten.

Bei diesem Gesetz schießt man, nachdem man jahrelang in eine Richtung geschossen hat, nun zur Abwechslung mal in die andere. Und dies möglicherweise auch noch rückwirkend, wobei die Lebensentwürfe dann ja schon modizifiert sein dürften. :kratz:

Wenn es um DIE Kinder geht, dann geht es um ALLE Kinder, die aus erster und die aus zweiter Ehe.

Le chat noir
15.01.2008, 22:16
es gibt sicherlich erwerbslose Mütter, die darunter leiden, besonders aufgrund horizontaler Feundseligkeit, "nur" Mutter zu sein.

Auch traurig.
Wie meinst Du das?

Anakin
15.01.2008, 22:22
Es geht um Erfahrungen nicht um Schwanzvergleich.

Das mit dem Schwanzvergleich ist aber ein Thema was wir hier noch nicht hatten, frage mich ob es sich lohnt dafür einen Thread aufzumachen.

Anevay
15.01.2008, 22:24
Horizontale Feindseligkeit beschreibt hier das gleichgeschlechtliche Konkurrenz- und ggfls. Kampfverhalten.

Beispiel:

Eine Frau, die neben voller Berufstätigkeit ein Kind großzieht vertritt die Meinung, eine andere Frau ruhe sich als Vollzeitmutter aus und könnte auch voll arbeiten gehen. Dadurch wertet sie sich auf, weil sie ja Beides "kann". Gesamtgesellschaftlich gibt es diese Tendenzen in Form von geläufigen moralisch-wertenden Vorurteilen und Vorstellungen. Die Folge könnte z.B. sein, daß eine Frau, die Vollzeitmutter ist, sich zunehmend als minderwertig fühlt.

p.s. PW beschrieb das auch einmal, daß er vor allem durch andere Männer Diskriminierung erfuhr, weil er Hausmann ist. Auch das ist horizontale Feindseligkeit.

Lieben Gruß,
Susann

Le chat noir
15.01.2008, 22:27
Danke für die Erläuterung, @ Susann. Ich hatte aufgrund des Tippfehlers "horizontale Freudlosigkeit" gelesen. :D

Anevay
15.01.2008, 22:28
Danke für die Erläuterung, @ Susann. Ich hatte aufgrund des Tippfehlers "horizontale Freudlosigkeit" gelesen. :D

Freudlosigkeit. :lol: aber nun bin ich freudlos, weil müde und will ins Bett. N8 :)

kritisches_Auge
15.01.2008, 22:29
Ich hätte mir die Erziehung und die Prägung meiner Kinder nicht aus der Hand nehmen lassen wollen, mit ich meine ich ich oder der Vater der Kinder.

Ich halte es auch für möglich, dass zwei Menschen, wenn sie sich eingestehen, dass die Liebe vorbei ist, dennoch ohne großen Streit in einer Art WG miteinander leben könnten.

Der Einzelfall muß gesehen werden und das kann durch kein Gesetz geschehen.

Ansonsten klinke ich mich jetzt aus der Diskussion aus, die unterschwellig brodelnde Feindseligkeit gefällt mir nicht.

Lieben Gruß Auge

Le chat noir
16.01.2008, 00:45
Ich kann nicht beurteilen und kenne auch keine Zahlen darüber, ob nun Kinder mit Vollzeitmüttern oder Kinder mit früher sozialer Integration in Horte, Krippen, Kigas die schönere Kindheit oder die bessere Zukunft haben. In meinem [recht großen] Bekanntenkreis ist persönliche Zufriedenheit, beruflicher Erfolg und soziale Kompetenz im Erwachsenenalter nicht von dem einen oder von dem anderen abhängig gewesen. Es gibt Beispiele in allen Kombinationen.

Alleinerziehende Mütter oder Väter mögen wesentlich seltener die Wahl haben, ob sie für ihre Kinder den einen oder den anderen Weg vorgeben. Viele sind gezwungen, in ganz unterschiedlichem Maße dazuzuverdienen. Dies trifft aber auch auf die meisten Paare zu, die Kinder haben. Die im von Susann verlinkten Artikel genannten Beispiele mit Top-Ausbildung und Jahreseinkommen von 200.000 Euro eines Einzelverdieners sind ja nun nicht die gerade Durchschnittsverdiener.

Interessanter wäre es, die Familien zu betrachten, die in sozial und monetär durchschnittlichem Status Kinder haben und sich trennen. Wie lief es bisher, wie wird es in Zukunft sein?

In der Vergangenheit war vieles nicht gerecht (ich kenne aber ohnehin kein Gesetz so gut, daß ich es gerecht nennen könnte). Ich kenne müde-gammelige-Vollzeit-„Mütter“, die dem lieben Gott den Tag stahlen, deren Kinder weitgehend von den Großeltern großgezogen wurden. Ich kenne Ex-Männer, die sich arbeitslos um den Unterhalt drückten ganz bewußt, aber einmal im Jahr nach Thailand flogen. Ich kenne sehr tüchtige, alleinerziehende Frauen, die – wie auch immer sie es machten – perfekt organisiert waren und die Runde kriegten und weißgott keine lieblosen Mütter, ich kenne auch Väter, die nach einer Trennung verantwortungsbewußten und liebevollen Bezug hatten zu ihren Kindern. Ich kenne aber auch andere Varianten.

Bei dem neuen Gesetz wurde ja angestrebt, die Kinder aus Zweitehen gleichzustellen, wenn ich das richtig verstanden habe. Das finde ich vom Grundsatz her richtig. Dennoch: Der Familienvater (zum Beispiel!!! @ Flammenvogel), der sich von seiner ersten Familie trennt, in der es zwei Kinder gibt, hätte sich vielleicht auch dort keine vier Kinder leisten können. Möchte er nun mit seiner neuen Partnerin Kinder haben, muß einer von den beiden dies finanzieren können. Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte man alt und erfahren genug sein, dies abzuwägen. Fürsorgepflicht nicht für die eigenen Wünsche, sondern für die Kinder, die schon da sind? Wenn nicht nur einer, sondern beide Partner aus ersten Ehe heraus einen neuen Partner finden, oft mit ähnlichem Hintergrund (Patchwork-Familien), dürfte sich das ganze doch irgendwie reihum ausgleichen. Kindergeld, Beihilfen, unterstützende Zahlungen und auch Unterhalt gehören doch längst in den durchschnittlichen Haushalten zum Familieneinkommen, sind nicht personenbezogen in der Realität (wenn ja, korrigiert mich und schreibt auch gleich dazu, wer das überprüft).

Männer sind in den vergangenen Jahrzehnten oft über den Tisch gezogen worden, wenig [keine] Rechte, viele Pflichten. Ich glaube dennoch nicht, daß es die Männer waren, die das neue Gesetz „angeschubst“ haben, sondern eher die zweiten Frauen …

Wären sich alle einig, bräuchte man ja eh keine Gesetze. Ich bin gespannt, was sich daraus entwickelt. Hoffentlich Gutes für die Kinder.

Frankster_70
16.01.2008, 01:13
Ich denke, dass solche Gesetze nie allen gerecht werden können und ganz persönlich möchte ich mal anmerken: egal wie ein Gesetz oder ein Vertrag lautet, wenn ich mir einen Anwalt leisten kann, der es drauf hat, komm ich schon irgendwie aus der Geschichte raus und das sogar mit reinem Gewissen, weil es ja sozusagen durch gerichtlichen Beschluss auch moralisch gerechtfertigt ist. Wenn ich mein Wort gebe oder mich nur auf mein Gerechtigkeitsgefühl verlasse - da komme ich nicht wieder raus, da gibt es keine Hintertürchen oder Schlupflöcher... Ich plädiere also für weniger Gesetze und mehr Verantwortungsgefühl, aber das ist wohl Utopie...

Namara
16.01.2008, 02:01
...jo, gibt ja 6 Tage lt. Arbeitsrecht frei, wenn Kinder krank sind. Da müssen sich die Kids aber auch dran halten, sie dürfen auch keinerlei Lernstörungen entwickeln oder gar behindert sein, autistisch... Du bist Deutschland. *coole Sache die*

Na ganz so ist das ja auch nicht. Die 6 Tage gelten ja nur für die Arbeitgeber. Darüber hinaus stehen einem noch 10 Tage für ein Kind pro Elternteil oder 20 Tage für Alleinerziehende über die Krankenkasse zu. Da wird man dann vom Arbeitgeber unbezahlt beurlaubt und bekommt von der Krankenkasse Kinderkrankengeld (70 - 90 % vom Gehalt). Ausnahme: man hat nur einen Minijob, dann hat man Pech.

Und wenn Kinder Auffälligkeiten haben und betreut werden "müssen" um sich gut zu entwickeln, dann sind das Ausnahmefälle, wo durchaus eine alleinerziehende Mutter (oder Vater, die gibt es ja auch) zuhause bleiben dürfen und Unterhaltsberechtigt sind.

Bei den Normal- und Geringverdienern kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen, dass es große Auswirkungen hat. Wenn ein Mann nur etwa 2.500,- € Netto verdient wird er alles bis auf seinen Freibetrag für die Kinder einsetzen müssen und das nun nur nicht mehr zwischen seinen Kindern und der Ehefrau aufteilen. Aber das Ergebnis dürfte unterm Strich in etwas das gleiche bleiben, wenn er nicht mehrer Kinder von verschiedenen Frauen hat. Dann ist es allerdings auch nur legitim, dass sich die finanziellen Zuwendungen gerecht auf alle "Kinder" verteilen, immerhin geht es ja in erster Linie um die Kinder.

Gerade als Alleinerziehende einer nichtehelichen Tochter habe ich es nie verstehen können, warum mir nur etwa die Hälfte von dem Betrag zustand, den die ehelichen Kinder nach der Scheidung jeweils zugesprochen bekamen (vom Unterhalt an die Mutter mal abgesehen). Unsere Situation war doch die gleiche, nur dass ich viel mehr strampeln musste um unsere Finanzen aus eigener Tasche zu regeln. Aus dieser Perspektive empfinde ich es als sehr fair, dass sich die Unterhaltspflicht jetzt gleichmäßig auf alle drei Kinder aufteilt. Dadurch bekommt sie immer noch den Löwenanteil, aber ein paar Euro mehr gehen an mich. Die Summe, die aufgeteilt wird, bleibt die gleiche.

Und die Aufregung darüber, dass geschiedenen Frauen jetzt zugemutet werden kann, was Müttern nichtehelicher Kinder bisher zugemutet wurde, nämlich ein wenig zum Unterhalt beizutragen, kann ich auch nur bedingt teilen. Die Aufregung darüber, dass Mütter nichtehelicher Kinder natürlich Vollzeit arbeiten müssen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, habe ich irgendwie immer vermisst und jetzt geht es ja sogar nur um Halbeitarbeit, zumindest bei kleineren Kindern.

Für ältere Frauen, die immer schon vom Geld ihres geschiedenen Mannes lebten, tut es mir ein wenig leid. Sie kommen aus anderen Zeiten mit anderen Einstellungen zur Ehe. Bei den heutigen Frauen, die zumeist eine Berufsausbildung haben, überwiegend sogar arbeiten, bei Kindern oft nur in Erziehungsurlaube gehen (was es früher ja nicht gab) und dann wieder anfangen, die kaum noch Probleme haben ihre Arbeitszeit in Teilzeit umzuwandeln und über eigene Rentenansprüche verfügen, sieht das ein wenig anders aus. Ich denke aber, dass den Familiengerichten in dieser Hinsicht je nach Fall ein gewisser Entscheidungsfreiraum zur Verfügung steht (im Artikel wurde bereits angedeutet das es viele Passagen gibt, mit schwammigen Formulierungen. Ich denke, es muss eine Zumutbarkeit und auch eine reelle Möglichkeit für die Frauen bestehen, sich selber zu versorgen.

@Kritisches Auge: Es wäre schön, wenn es so wäre wie du andeutest. Aber leider ist es in den meisten Fällen eben nicht so, dass sich die Erwachsenen im Guten trennen, sondern dass es Gesetzte braucht um das Schlimmste zu verhindern.

Le chat noir
16.01.2008, 02:18
..............

Le chat noir
16.01.2008, 02:22
..................

Le chat noir
16.01.2008, 02:34
..........

Namara
16.01.2008, 02:48
*

Dreamer
16.01.2008, 05:26
Hier werden einige Dinge außer Acht gelassen.

Einfach mal ein paar Einwürfe:

1. Nicht jede Mutter hat die Möglichkeit Unterhaltsansprüche geltend zu machen, denn aus dem Grab gibt es kein Geld mehr. Man hat dann die Möglichkeit sich am unteren sozialen Rand aufzuhalten oder anzupacken (Jobmäßig) und sich und seinen Kindern ein schöneres Leben zu ermöglichen. Solche Kinder spüren trotz Betreuungsangebote die Aufopferung, die Liebe und den Einsatz der Mutter. Aus solchen Kinder werden oft sehr angenehme Erwachsene (Eigene Erfahrungswerte).

2. Kann es in manchen Familien ein großer Vorteil sein, wenn die Kinder in Betreuungsangebote müßen. Ich spreche vor allem von Familien in denen kein deutsch gesprochen wird (Die Sprachbarriere könnte frühzeitig durchbrochen werden und damit die Chancen erhöht) oder Familien in denen die Mutter offensichtlich vollkommen überfordert ist.

3. Könnten viele Familien gar nicht bestehen, wenn nicht beide Geld verdienen würden.

Flora
16.01.2008, 13:06
..

Pferdeflüsterin
16.01.2008, 15:24
Ich verhalte mich da lieber risikoavers: D.h. ich werde weder heiraten noch Kinder haben ;)

Peaceful Warrior
16.01.2008, 16:57
kinder sind ein fulltimejob. dreijährige in die kita stecken zu MÜSSEN ist keine alternative. es wird zwar als allheilmittel der geldgeilen leistungsgesellschaft verkauft, aber eine kita ist leider nunmal kein ersatz für einen elternteil. dafür gibt es keinen.
.

so ist es :)

Anevay
16.01.2008, 17:03
Jo,

ein Vollzeitjob eben, egal ob für Mann oder Frau. ;)

Und entsprechend traurig werde ich, wenn Leute meinen Kinder erziehen sich so nebenbei und von alleine.

WAS dabei herauskommt erlebe ich zur Zeit täglich, Vereinsamung von Jugendlichen und andere schlimme Folgen für ihre Gesundheit. Meist sind die Verletzungen unsichtbar, vesteckt hinter einer Fassade von Rebellion, Blockaden und Wut.

Menschen brauchen von Beginn ihres Lebens an gesunde Beziehungen, Erlebnisse, Berührungen um gesund aufzuwachsen. Keine Kitaangestellte, die ein Dutzend und mehr Kinder versorgen muß, kann auch nur annähernd das bieten.

Lieben Gruß,
Susann

Peaceful Warrior
16.01.2008, 17:13
Die politische Frage ist nur wer steckt dahinter, die Kinder möglichst früh in eine staatl. Aufbewahrunghierarchie zu stecken ?

Eine (feministische) Ideologie ?

Eine Wirtschaftslobby, die bei einer großen Masse von dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Männern und Frauen die Löhne massiv senken kann ?

Der materialistische Kosum-Zeitgeist ?

Unsere Kultur (sowohl im Sozialismus wir im Kapitalismus wurde/wird Arbeit als höchster Wert definiert) ?

Dreamer
16.01.2008, 17:20
Menschen brauchen von Beginn ihres Lebens an gesunde Beziehungen, Erlebnisse, Berührungen um gesund aufzuwachsen. Keine Kitaangestellte, die ein Dutzend und mehr Kinder versorgen muß, kann auch nur annähernd das bieten.

Auch wenns nicht gerne gehört wird. Kinder brauchen noch etwas ganz anderes, daß sie heute viel zu selten bekommen: Grenzen.

Jane
16.01.2008, 17:49
Ich kann die Mütter schon gut verstehen, obwohl ich nie verheiratet war und kein Unterhalt bekomme.
Es gibt kaum Arbeit, nach wie vor nicht und wie sollen sie da denn 8 Stunden arbeiten gehen? Mal ganz davon abgesehen, dass es zeitlich sowieso nicht funktioniert. Die Schulen beginnen hier 8.15 Uhr. Ehe man auf Arbeit ist, natürlich ohne Auto, ist es 9 Uhr. 8 Stunden dazu+ gesetzlicher Pause und Rückweg...!!! 18 Uhr macht der HOrt zu, wenn er überhaupt so lange offen hat. Ich kann meine Tochter nicht alleine in die Schule schicken. Sie ist 7 Jahre und muss 5 Haltestellen mit dem Bus fahren, dazu muss sie eine große Hauptstraße überqueren...! Dafür ist sie mir einfach zu jung. Wer verantwortet das, wenn ihr was passiert? Aber wozu gibt es noch die Omas, sofern sie im Ort wohnen, nicht wahr?!
Wenn der Unterhalt gekürzt wird, dann müssen eben auch Arbeitsstellen frei sein, damit die alleinstehenden Mütter auch arbeiten gehen können. Dann wäre auch ein Ausgleich geschaffen zu der Kürzung des Unterhaltes. Aber davon mal abgesehen, auch ich habe kein Anspruch auf Unterhalt und danach kräht kein Hahn, ich muss das seit 3 Jahren schon alleine auf die Reihe bekommen, egal wie.
Kinderfreundlich ist Deutschland nicht mehr und wird es auch nie mehr werden.
Die Frauen, die nun von den Kürzungen betroffen sind, sind doch auch bloß die nächsten Hartz IV Empfängerinnen.
Arbeit ist eben nach wie vor nicht genug vorhanden. Der Aufschwung findet wohl vermutlich nur in den oberen Etagen statt.;)

Das hier könnte ich endlos weiterführen, aber das nutzt nichts. Im Endeffekt entscheide nicht ich, sondern die Herren und Damen an der Spitze, die nicht mit meinem kleinem Gehalt auskommen müssen.

Anevay
16.01.2008, 18:13
Auch wenns nicht gerne gehört wird. Kinder brauchen noch etwas ganz anderes, daß sie heute viel zu selten bekommen: Grenzen.

läuft bei mir unter "gesunde Beziehungen" ;)

Anevay
16.01.2008, 18:14
Eine (feministische) Ideologie ?

Oder eine patriarchatische? :p

Jane
16.01.2008, 19:14
:eek: ok, wenn Du das meinst, in mir sträubt sich bei deiner Aussage da alles innerlich, ist aber nicht persönlich gegen dich.

Es gibt ja durchaus Menschen, die mit Kita sehr positive Erfahrungen haben. Du selbst auch? Ich fand es als Kind schrecklich mit Gleichaltrigen, die waren grob, gemein, laut... hast Du selbst Kinder? Sind sie hs? Welche persönlichen Erfahrungen konntest Du machen?

Lieben Gruß,
Susann

Ach Susann,

dann müssten ja deiner Aussage zur Folge alle Kinder, die in Kitas waren oder noch sind, zukünftige gestörte Persönlichkeiten sein. Das halte ich für völlig aus der Luft gegriffen. Meine Tochter hat keine Geschwister und sie hat es schon immer geliebt, mit anderen Kindern spielen zu können. Das kann ich ihr zu Hause nur begrenzt bieten. Davon mal ganz abgesehen, dass sie es dort am besten gelernt hat, sich innerhalb der Gruppe sozial zu verhalten. Im Gegensatz zu deinen Erkenntnissen. Ich kann absolut nichts negatives über ihre Kita sagen. Die Erzieherinnen waren sehr liebevoll und sehr bemüht um die Kinder.
Ich selber sowie auch meine Schwester und viele meiner Freunde sind auch immer in der Kita und dann auch im Schulhort gewesen. Uns hat es nicht geschadet. Absolut nicht.
Natürlich belässt fast niemand sein Kind dort von morgens 6 Uhr bis abends 18Uhr. Meistens sind es doch nur für ein paar Stunden.

Du möchtest etwas leben, was die meisten Menschen so nicht praktizieren können, eben weil sie Geld verdienen MÜSSEN. Kein Verständnis habe ich natürlich bei den Eltern, die wirklich mehr als genug Geld verdienen und die Kinder sich selbst überlassen. Da kann ich die "Diskussion" gut verstehen. Leider hat der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht diesen Luxus. Somit würde ich auch niemals behaupten, dass es eine feministische Einstellung ist, das Kind in die Kita zu schicken.

Anevay
16.01.2008, 19:21
Ach Susann,
dann müssten ja deiner Aussage zur Folge alle Kinder, die in Kitas waren oder noch sind, zukünftige gestörte Persönlichkeiten sein.

Ich kann diese Verdreherei nicht leiden. :mad:

ich schrieb und Du hast es sogar noch zitiert:
Es gibt ja durchaus Menschen, die mit Kita sehr positive Erfahrungen haben.

bitte lesen was da steht. Danke. :)

Lieben Gruß,
Susann

Jane
16.01.2008, 19:22
Ich hätte es nicht geschafft,Vollzeit zu arbeiten und ein kleines Kind zu haben.

Vielleicht hat das neue Gesetz zur Folge, dass mehr Väter für ihre Kinder sorgen müssen.


Hallo,

die Väter sind doch schon seit sehr langer Zeit gesetzlich verpflichtet, sich um ihre Kinder zu kümmern. Daran halten sich aber leider viele, sehr viele nicht und was nutzt es, wenn ich klage deswegen und er es dann trotzdem nicht tut. Zwingen kann ich niemanden. Lust dazu hätte ich trotzdem!;)

Gruß
Jane

Jane
16.01.2008, 19:25
Ich kann diese Verdreherei nicht leiden. :mad:

ich schrieb und Du hast es sogar noch zitiert:
Es gibt ja durchaus Menschen, die mit Kita sehr positive Erfahrungen haben.

bitte lesen was da steht. Danke. :)

Lieben Gruß,
Susann

Da hast du recht, diesen einen Satz habe ich übersehen! Somit habe ich dich auch nicht zitiert! Jedenfalls war das nicht meine Absicht!

Der Rest ist aber nicht verdreht, oder?!:rolleyes: ;)

Anevay
16.01.2008, 19:33
Hallo Jane,

nein, ich habe zwar zu oft gegenteilige Erfahrungsberichte gehört und auch erlebt im direkten Bekanntenkreis, aber ich will dir ganz sicher nicht deine Erfahrungen in deinem Umfeld absprechen.

Es scheint sehr große regionale Unterschiede in der Kinderbetreuung zu geben. :(

Wenn es um Tagesmütter geht, ah, da gruselt es mich, so schlimme Erlebnisse habe ich da mitbekommen bei Freunden. Da wurden Kinder kaum versorgt und die Jugendämter hier kontrollierten zumindest damals ungenügend. Wie es aktuell aussieht weiß ich allerdings nicht, alle Kinder in meinem Umfeld sind entweder viel zu klein oder schon zu groß.

Es sollte imho möglich sein, das eine Familie sich frei entscheiden darf und klar, ebenso ob die Kids mit der Kita klarkommen. Das wäre so meine Kernaussage. :)

Lieben Gruß,
Susann

Jane
16.01.2008, 19:46
Hallo Susann,

ja, natürlich ist es regional unterschiedlich gelagert. Ich bin so aufgewachsen, sowie auch viele meiner Bekannten. Das war eben das System und wir haben es NICHT als verkehrt empfunden. Vielleicht gehen wir dadurch auch lockerer damit um. Idealerweise würde ich es so haben wollen, dass ich 4-6 Stunden arbeiten kann, den Rest der Zeit verbleibt für meine Tochter. Wenn das finanziell so machbar wäre, einfach super.

Es gäbe noch so vieles mehr zu schreiben zu diesem Thema. Das ganze System läuft verquer und es wird sich nicht mehr zum Besseren ändern. LEIDER. Da braucht sich wohl niemand mehr zu wundern, wenn die doch so beklagte Kinderarmut in Deutschland immer weiter ansteigt. ( Bachtenswert, dass dabei die Frauen nur noch 1-2 Kinder haben!)

Gruß
Jane

Eiskristallin
16.01.2008, 20:21
Es gibt ja durchaus Menschen, die mit Kita sehr positive Erfahrungen haben.sorry, off topic: aber ich beziehe das wort immer irgendwie spaßhalber auf mich (keetah = kita - gesprochen). und dieser satz war so gesehen, noch dazu von dir, susann, irgendwie ulkig *gg*. hab heute einen blöd-humorigen tag, sorry. bin auch schon wieder weg vom off-topic-gelaber. sorry....

Dreamer
16.01.2008, 21:56
Es sollte imho möglich sein, das eine Familie sich frei entscheiden darf und klar, ebenso ob die Kids mit der Kita klarkommen. Das wäre so meine Kernaussage. :)

Angesichts zu niedriger Löhne ist dies leider kaum noch möglich. Ein Gehalt reicht kaum noch um die Grundbedürfnisse der Familie zu finanzieren. Ein großer Teil des Geldes verschwindet zwischen unanständig niedrigen Löhnen, Teuerung (z.b. Benzin um überhaupt der Arbeit nachgehen zu können, Lebensmittel) und neuen staatlichen und vorsorgenden Abgaben (z.b. Mehrwertssteuererhöhung, Rentenversicherung, Zusatzkrankenversicherung für die Zähne etc etc). Die Kitas sind oft die einzige Überlebenschance für eine Familie.

Ob Kitas schaden oder nicht kommt imho wohl hauptsächlich darauf an, was die Kinder zu Hause vorfinden. Finden sie ein liebevolles, sich kümmerndes und bemühendes Umfeld vor, wird der Kitabesuch fast keinem Kind schaden. allerdings kann eine Kita nicht das beheben, was zu Hause nicht funktioniert. eine Kita kann nur der Unterstützung dienen.

Und ehrlich gesagt kenne kaum jemanden, dem ein Kitabesuch geschadet hätte.

Anevay
16.01.2008, 23:25
Und ehrlich gesagt kenne kaum jemanden, dem ein Kitabesuch geschadet hätte.

Ich leider schon. :( Das ist eben das, was nicht zwingend sichtbar ist. Hier sind z.B. viele Leute, die nicht kämpfen und das Hierarchiegetummel in Kindergärten mitmachen können. Viele die dort bereits Mobbing erlebten.

Was ist mit denen?

Eigenverantwortung schön und gut und sicher, da stimme ich dir zu: die Basis = Familie sollte stimmen. Auf Geld kommt es dabei meiner Ansicht nach weniger an. Und zwei Partner die jeweils 30 Stunden arbeiten, leicht zeitversetzt, wäre auch eine Möglichkeit noch genug zu verdienen die Mäuler zu stopfen. Und nicht jeder Mensch muß zwingend ein Auto haben oder teure Versicherungen oder Reisen.

Und, ehrlich, bevor ein Mensch sich der Familienplanung hingibt, sollte da das Finanzielle nicht wohlweislich geklärt sein? Bevor man sich vermehrt und durch Kinder in finanzielle Not kommt?

Ebenso wie in einer Ehe ab sofort ohne Ehevertrag nicht geht. Um eben da die Versorgung des "Vollzeitberufselternteils" zu gewährleisten. Wenigsten so lange, bis die Kinder auf eigenen Beinen stehen?

Das wären und sind gedanklich meine Konsequenzen. Denn auf den Staat ist kein Verlaß mehr (zunehmender Sozialabbau), auf den unterhaltspflichtigen Partner eh noch nie wirklich... und Kinder muß man sich doch leisten können. Ich *kotze* seelisch bei dem "Du-bist-Deutschland"-Werbespot mit schöner Regelmäßigkeit... :mad:

Lieben Gruß,
Susann

Dreamer
17.01.2008, 00:55
@Susann

Deine Haltung finde ich ehrlich gesagt ein wenig naiv.

Es ist heutzutage kaum mehr möglich einen 30 Stunden Job zu bekommen. Die Tendenz zeigt ehr in Richtung Mehrarbeit und nicht in weniger. Es wird Vollzeitjobs mit hoher Stundenzahl und niedrigen Lohn geben und es wird Minimaljobs geben, durch die man ein paar Euros verdient.

Das finanzielle kann man nicht wirklich abklären. Man kann nur die aktuelle Situation beurteilen. Niemand kann einem garantieren, daß man in zwei Jahren immer noch einen Job hat. Außerdem ist man nach einem Jahr Arbeitslosigkeit bereits bei Hartz 4. Der Absturz ist rasend schnell möglich und kann unvermittelt kommen. Zudem sind befristete Arbeitsverträge der Standard und nicht die Ausnahme. Auch das Auto wird mehr und mehr zur Pflicht, zumindest wenn man nicht alle Nase lang, aus Jobgründen, umziehen möchte. Mobilität ist auf dem hutigen Arbeitsmarkt Pflicht. Allein darum ist Absicherung so wichtig. womit wir bei den teueren Versicherungen werden.

Teuere Versicherungen muß sich jeder leisten. Zumindest wenn man nicht vollständig in die Armut abstürzen möchte. Die Krankenkasse zahlt im Bereich Zahnbehandlung kaum noch etwas und wer will schon mit kaputten Zähnen rumlaufen, deren Restaurierung man sich einfach nicht leisten kann. Auch Brillen werden zunehmend aus dem Leistungskatalog rausgenommen. Die Rentenversicherung ist enorm richtig. Wer glaubt, daß einer aus unserer Generation, noch eine Rente bekommt, die über die Grundsicherung hinausgeht, macht sich was vor. Wer nicht in die Altersarmut und auf Sozialhilfeniveau leben möchte, sorgt vor und zwar besser heute als morgen. Je später man anfängt, um so teuerer wird es sich eine angemessene, kostendeckende Rente ansparen. Dann kommt noch die Unfallversicherung dazu. Eine enorm wichtige Absicherung. Der Staat zahlt im Falle einer arbeitsbedingten Invalidität praktisch gar nichts mehr. Eigenverantwortliche Absicherung ist heute ein enorm wichtiges Thema mit dem sich ausnahmslos jeder zwigend beschäftigen muß. Zumindest dann, wenn man nicht tief fallen möchte.

Und da kommt es sehr wohl aufs Geld an. Je mehr Mitglieder eine Familie hat, umso mehr müßen auch abgesichert werden. Umso mehr Ausgaben kommen hinzu. Die Bildung zum Nulltarif ist Geschichte. Wenn man den Kinder alle Möglichkeiten offen halten will (Bildung außerhalb der Schule, im Elternhaus, empfinde ich als sehr wichtig; Hinzu kommt die Kostenabsicherung für ein eventuelles Studium).

Es kommt aufs Geld an. Da sind wir uns uneinig. Aber in einem sind wir uns einig. Wir steuern immer mehr auf einen Sozialstaat A.D. hin. Ich setze da lieber auf kluge durchdachte Absicherung. Die kostet mir einiges. Aber ich kann der Zukunft gelassener und zuversichtlicher entgegen gehen.

Pferdeflüsterin
17.01.2008, 06:49
Und, ehrlich, bevor ein Mensch sich der Familienplanung hingibt, sollte da das Finanzielle nicht wohlweislich geklärt sein? Bevor man sich vermehrt und durch Kinder in finanzielle Not kommt?



Das sehe ich genauso. Das Perverse ist ja auch, dass ständig auf den Kinderlosen rumgehackt wird und letztendlich sind es ja die Kinderlosen, die die kinderreichen Familien mit ihren (höheren) Abgaben unterstützen.

Jane
17.01.2008, 08:30
Das sehe ich genauso. Das Perverse ist ja auch, dass ständig auf den Kinderlosen rumgehackt wird und letztendlich sind es ja die Kinderlosen, die die kinderreichen Familien mit ihren (höheren) Abgaben unterstützen.

Es gibt doch kaum noch kinderreiche Familien!! (in Deutschland)

Was macht ihr eigentlich mit der Planung, wenn etwas "Unvorhergesehenes" passiert???:rolleyes:

Pferdeflüsterin
17.01.2008, 08:51
Es gibt doch kaum noch kinderreiche Familien!! (in Deutschland)

Was macht ihr eigentlich mit der Planung, wenn etwas "Unvorhergesehenes" passiert???:rolleyes:

Die Migranten haben ja meist kinderreiche Familien, die aber nichts in die Sozialkassen einzahlen.

Zu einer vernünftigen Planung gehört auch, dass man sich über mögliche Probleme Gedanken macht und entsprechend vorsorgt. Wenn man das nicht kann und etwas passiert, muss man halt die Konsequenzen tragen und nicht ständig nach staatlicher Unterstützung schreien.

Jane
17.01.2008, 08:57
Wenn man das nicht kann und etwas passiert, muss man halt die Konsequenzen tragen und nicht ständig nach staatlicher Unterstützung schreien.

Was ist das für ein Todschlagargument? Völliger Blödsinn. Selbst wenn ich mich auf die Hinterbeine stelle und alles versuche kann es durchaus sein, dass ich immer noch auf staatliche Hilfe angewiesen bin! Scheinbar leben wir in völlig verschiedenen Welten.;)

Eiskristallin
17.01.2008, 09:22
(Als Antwort auf Dreamers Aussage: "Und ehrlich gesagt kenne kaum jemanden, dem ein Kitabesuch geschadet hätte."):
Ich leider schon. :(
ich auch.

Pferdeflüsterin
17.01.2008, 09:27
Scheinbar leben wir in völlig verschiedenen Welten.;)


Das ist wohl wahr :rolleyes:

Peaceful Warrior
17.01.2008, 09:41
Hallo,

die Väter sind doch schon seit sehr langer Zeit gesetzlich verpflichtet, sich um ihre Kinder zu kümmern. Daran halten sich aber leider viele, sehr viele nicht und was nutzt es, wenn ich klage deswegen und er es dann trotzdem nicht tut. Zwingen kann ich niemanden. Lust dazu hätte ich trotzdem!;)

Gruß
Jane

Du meinst als Zahlesel und Besuchsonkel ?? :D

Bevor ich Hausmann und Vollzeitvater wurde, war ich Zeugungsverweigerer.

Anevay
17.01.2008, 13:33
@Susann

Deine Haltung finde ich ehrlich gesagt ein wenig naiv.

Es ist heutzutage kaum mehr möglich einen 30 Stunden Job zu bekommen.

... :rolleyes: wer hier wohl naiv ist, ich habe direkten Zugang zu eben diesen Informationen.

Du argumentierst leider wieder sehr realitätsfern. Alleine das es rechtlich gesichert ist zu jeder Zeit die Arbeitszeit reduzieren zu dürfen, scheinst Du übersehen zu haben oder tatsächlich nicht zu wissen.

Klar, Duckmäuser und Angsthasen, die sich nicht trauen ihre Rechte auch aktiv zu leben, werden sich maßlos drangsaliert und unterdrückt fühlen in diesem Land. Allerdings nur wer eben den Schritt wagt geltendes Recht zu beanspruchen, kann es auch durchsetzen. Tat ich schon mehr als einmal in meinem Leben und brachte mir noch nie Nachteile.

Das es auch mit dem Bildungsstand zu tun hat und beruflicher Qualifikation ist logisch, nur dafür ist auch jeder selbst zuständig. Einem einfachen Arbeiter/in (Niedriglohnsektor: KFZ-Heini, Friseurin usw. oder gar ungelernt) wird es hier natürlich viel schwerer fallen die eigenen Interessen durchzusetzen. Das sind aber wieder individuelle Probleme und nicht zu verallgemeinern.

Wenn ich sowas hier lese:
Teuere Versicherungen muß sich jeder leisten.

Sag mal, in welcher Realtität lebst Du? :rolleyes:

Beispiel:
Ich zahle gerade mal 60,- Euro im Jahr für eine mehr als ausreichende Haftplichtversicherung. Nur wer sich nicht informiert und für gleiche Leistungen 200,- zahlt ist auch selbst dafür verantwortlich und braucht sich nicht zu beschweren.

Lieben Gruß,
Susann

Jane
17.01.2008, 15:54
Du meinst als Zahlesel und Besuchsonkel ?? :D

Bevor ich Hausmann und Vollzeitvater wurde, war ich Zeugungsverweigerer.


Das heißt also, die Frauen haben dich vorher zur "Fortpflanzung" genötigt?:rolleyes:

Hhhm, sicherlich ist es in vielen Fällen so, dass der Vater kaum Rechte hat. Aber nicht in jedem! Nein, bei der Klage ging es nicht ums liebe Geld. Verallgemeinere bitte nicht, was du erlebt hast. Das Geld ist zweitranging für mich. Ich habe auch nie von meinem Recht Gebrauch gemacht, sein Gehalt überprüfen zu lassen. Mir geht es einfach darum, dass er dazu verurteilt wird, seine Pflichten, damit meine ich das Besuchsrecht, das Umgangsrecht, die Verantwortung für das Kind zu übernehmen. Denn davor drückt er sich schon seit langer Zeit! Das Kind kann nichts dafür und BEIDE Elternteile, ob nun Trennung oder nicht, tragen weiterhin die Verantwortung für das Kind. Somit würde ich dem Vater niemals seine Rechte/die Pflichten auf das Kind verwehren. Es geht mir einfach um das Wohlergehen des Kindes.

Ich bin davon überzeugt, dass beide Seiten mindestens gleichwertig auf die "Gegenseite" schimpfen können.:rolleyes: ;)

Anevay
17.01.2008, 16:06
Bevor ich Hausmann und Vollzeitvater wurde, war ich Zeugungsverweigerer.

:yahoo:

Wie wird man das? Zeugungsverweigerer?

Machst Du dir ein Schild, bevor Du mit deiner Frau schläfst, wie bei einer Demo, wo draufsteht: "Heute wird nicht gezeugt!"

Also nachdem Du dich mit dem Beitrag hier als Faker (http://www.empfindsam.de/showpost.php?p=288731&postcount=424) geoutet hast... :rolleyes: frag ich mal nach.

Lachend,
Susann

Pferdeflüsterin
17.01.2008, 16:29
:yahoo:

Wie wird man das? Zeugungsverweigerer?



Das geht bei Männern ganz einfach ;). Schnipp, schnapp, ...... ab :D

Peaceful Warrior
17.01.2008, 16:55
Das heißt also, die Frauen haben dich vorher zur "Fortpflanzung" genötigt?:rolleyes:

Hhhm, sicherlich ist es in vielen Fällen so, dass der Vater kaum Rechte hat. Aber nicht in jedem! Nein, bei der Klage ging es nicht ums liebe Geld. Verallgemeinere bitte nicht, was du erlebt hast. Das Geld ist zweitranging für mich. Ich habe auch nie von meinem Recht Gebrauch gemacht, sein Gehalt überprüfen zu lassen. Mir geht es einfach darum, dass er dazu verurteilt wird, seine Pflichten, damit meine ich das Besuchsrecht, das Umgangsrecht, die Verantwortung für das Kind zu übernehmen. Denn davor drückt er sich schon seit langer Zeit! Das Kind kann nichts dafür und BEIDE Elternteile, ob nun Trennung oder nicht, tragen weiterhin die Verantwortung für das Kind. Somit würde ich dem Vater niemals seine Rechte/die Pflichten auf das Kind verwehren. Es geht mir einfach um das Wohlergehen des Kindes.

Ich bin davon überzeugt, dass beide Seiten mindestens gleichwertig auf die "Gegenseite" schimpfen können.:rolleyes: ;)

Meine Ex wollte mir ein Kind anhängen, nachdem sie sich eine eigene Wohnung angemietet hatte - also Alleinerziehende werden. Folglich wäre ich als Beamter (Scheiß Job !) lebenslang anzapfbar, juristisch festgezurrt ohne Rechte als Vater geblieben. Als Kampfkünstler und HSP reicht mann so einen Braten allerdings und ich ließ die Finger von ihr......:D

Dann habe ich gekündigt und bei der nächsten Partnein wurde ich dann Hausmann :)

Aber Deine Einstellung ehrt Dich - sind leider nicht alle so.;)

Peaceful Warrior
17.01.2008, 16:56
:yahoo:

Wie wird man das? Zeugungsverweigerer?

Machst Du dir ein Schild, bevor Du mit deiner Frau schläfst, wie bei einer Demo, wo draufsteht: "Heute wird nicht gezeugt!"

Also nachdem Du dich mit dem Beitrag hier als Faker (http://www.empfindsam.de/showpost.php?p=288731&postcount=424) geoutet hast... :rolleyes: frag ich mal nach.

Lachend,
Susann

Nichtvögeln, denn auch Kondome können reißen ;)

pink_ringo
17.01.2008, 16:57
Nichtvögeln, denn auch Kondome können reißen ;)

Wahre Worte!!:cool:

Peaceful Warrior
17.01.2008, 16:57
Das geht bei Männern ganz einfach ;). Schnipp, schnapp, ...... ab :D

Und bei Frauen wird dann getackert ...... ?? :confused:

Anevay
17.01.2008, 17:30
:lol:

da wird verschweißt :D und zwar die Eileiter.

pink_ringo
17.01.2008, 17:31
:lol:

da wir verschweißt :D und zwar die Eileiter.

Schneiden geht auch! Und ist sicherer!

Dreamer
17.01.2008, 19:46
Beispiel:
Ich zahle gerade mal 60,- Euro im Jahr für eine mehr als ausreichende Haftplichtversicherung. Nur wer sich nicht informiert und für gleiche Leistungen 200,- zahlt ist auch selbst dafür verantwortlich und braucht sich nicht zu beschweren.

Ich habe nie dafür plädiert die teuerste Versicherung zu wählen. Aber die Menge machts. Rentenversicherung, Zahnbehandlungsversicherung, Invaliditätsrentenversicherung, Haftpflichtversicherung sind Minimum. Wer nicht böse erwachen will läßt sich auch noch Rachtschutz, Brandschutz und Lebensversichern. Schließlich will man ja, daß die Familie abgesichert ist falls man unvorhergesehen das zeitliche segnet.

Meine Argumentation ist alles andere als Realitätsfern. Sie ist Realität pur.

Natürlich kanns du deine Rechte nötigenfalls auch einklagen. Ob das dann allerdings den gewünschten Effekt erziehlt ist eine andere Frage. Was nützt einen die 30 Stunden-Woche, wenn man dann 30 Stunden die Woche dauergemobbt wir. Ich weiß nicht ob du schon mal am Arbeitsplatz gemobbt wurdest. Das kann sehr extreme Ausmaße annehmen. Ist immer ein abwägen, ob man sich dafür seine Psyche und seine Gesundheit ruinieren lassen sollte.

Hat dich das Leben niemals gefordert? Hat es dich niemals in schier ausweglose Situationen geführt, die du nur durch Beharrlichkeit und Disziplin überwinden konntest? Wenn "Nein", dann hast du schlichtweg Glück gehabt. Das Leben ist verdammt hart und es wird nichts geschenkt. Man muß schon etwas dafür tun.

Dreamer
17.01.2008, 19:50
Zu einer vernünftigen Planung gehört auch, dass man sich über mögliche Probleme Gedanken macht und entsprechend vorsorgt. Wenn man das nicht kann und etwas passiert, muss man halt die Konsequenzen tragen und nicht ständig nach staatlicher Unterstützung schreien.

Das ist Unsinn. Das Leben und unser System bieten genug Gefahren gegen die man sich eben nicht absichern kann.

Was machst du z.b. wenn dir morgen gekündigt wird? Wenn du keine Arbeit findest und in Hartz 4 landest? Was machst du, wenn du morgen einen Unfall hast, weder Arme noch Beine bewegen kannst? Ein Leben lang ans Bett gefesselt?

Anevay
17.01.2008, 19:55
Hallo Dreamer,

wieso wirst Du schon wieder persönlich und feindselig mir gegenüber, nur weil ich eine andere Sichtweise habe und andere Erfahrungen. Sprich sie mir bitte nicht ab, denn ich habe sehr viel erlebt in meinen knappen und kurzen 39 Lebensjahren. ;)

Wenn Du der Ansicht bist Du musst dich so teuer und umfangreich versichern, ist das ja ok. Deine Freiheit, deine Eigenverantwortung. Nur bist Du nicht das Maß der Dinge und tatsächlich irrst Du dich oft genug oder gibst auch falsche Informationen, wie z.B. das Recht auf Teilzeit.

Ein Arbeitgeber muß schon ziemlich asozial und abgewichst sein sich gegen geltendes Arbeitsrecht zu stellen. Dann hat ein Mensch den falschen Chef gewählt oder arbeitet im falschen Beruf (Billiglohnsektor, gerade auch im sozialen Berufsfeld läuft vieles menschenunwürdig ab). Und manchmal ist das Risiko einer Arbeitslosigkeit einzugehen sinnvoller als sich versklaven, verarschen und ausbeuten zu lassen. Aber das ist ein anderes Thema.

Hier geht es ja um Ehegattenunterhalt. ;)

Lieben Gruß,
Susann

Dreamer
17.01.2008, 20:05
Ein Arbeitgeber muß schon ziemlich asozial und abgewichst sein sich gegen geltendes Arbeitsrecht zu stellen. Dann hat ein Mensch den falschen Chef gewählt oder arbeitet im falschen Beruf (Billiglohnsektor, gerade auch im sozialen Berufsfeld läuft vieles menschenunwürdig ab). Und manchmal ist das Risiko einer Arbeitslosigkeit einzugehen sinnvoller als sich versklaven, verarschen und ausbeuten zu lassen. Aber das ist ein anderes Thema.

Stell dir vor die Erfahrung hab ich auch schon gemacht. :rolleyes:

Hier geht es ja um Ehegattenunterhalt. ;)

Eigentlich schon. Allerdings spielt da ja vieles mit rein.

Anevay
17.01.2008, 20:09
Hallo Dreamer,

auch? :confused: Ich habe diese Erfahrung eben noch nicht gemacht und keinerlei Probleme Arbeitszeit zu reduzieren. ;)

Das ich renitent sein kann, wenn ich Ungerechtigkeiten erlebe, ist dir ja bekannt. Dann gehe ich und sag: Klei mi an Mors, mok din Schiet alleine weiter. :D

Lieben Gruß,
Susann

Peaceful Warrior
17.01.2008, 20:30
Was nützt einen die 30 Stunden-Woche, wenn man dann 30 Stunden die Woche dauergemobbt wir. Ich weiß nicht ob du schon mal am Arbeitsplatz gemobbt wurdest. Das kann sehr extreme Ausmaße annehmen. Ist immer ein abwägen, ob man sich dafür seine Psyche und seine Gesundheit ruinieren lassen sollte.

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Gegen Mobbing am Arbeitsplatz hilft Stalking :cool:

Pferdeflüsterin
18.01.2008, 06:37
Das ist Unsinn. Das Leben und unser System bieten genug Gefahren gegen die man sich eben nicht absichern kann.

Was machst du z.b. wenn dir morgen gekündigt wird? Wenn du keine Arbeit findest und in Hartz 4 landest? Was machst du, wenn du morgen einen Unfall hast, weder Arme noch Beine bewegen kannst? Ein Leben lang ans Bett gefesselt?

Von solchen Problemen habe ich nicht geschrieben, hier geht es ja um Kinder und Ehegattenunterhalt. Aber auch für die oben genannten Fälle gibt es Versicherungen, wie Susann ja schon beschrieben hat.

Allerdings gibt es immernoch viele Leute, die blauäugig Kinder bekommen, weil sie "so süß" sind und dann in keinster Weise an die Zukunft der Kinder denken. Die merken dann plötzlich, dass Kinder doch irgendwie teuer sind und schreien nach staatlicher Unterstützung. Solche Leute meinte ich mit meinen Aussagen :rolleyes:

Babapapa
31.01.2008, 21:34
das neue unterhaltsrecht ermöglicht alleinerziehenden frauen die berufliche selbstverwirklichung und ist somit sehr fortschrittlich und ein schritt in die richtige richtung!

Pferdeflüsterin
01.02.2008, 07:08
das neue unterhaltsrecht ermöglicht alleinerziehenden frauen die berufliche selbstverwirklichung und ist somit sehr fortschrittlich und ein schritt in die richtige richtung!

Vorausgesetzt, es gibt genug bezahlbare Betreuungsmöglichkeiten für das Kind ;)