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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer ist schuld an Arbeitslosigkeit??


Eros
20.08.2004, 17:41
Hallo Leute,

wer ist Eurer Meinung nach Schuld an der hohen Arbeitslosigkeit??

Für mich der staat und für Euch??


Tendus

zenzero nero
20.08.2004, 20:45
@ Tendus
Wenn man den Staat als Gemeinsames Unternehmen der Mitglieder (=Staatsbürger) versteht, ist der Staat verantwortlich.
Das Problem mit dem wir heute zu kämpfen haben ist doch das seit dem 2.Weltkrieg anfangs weniger, später aber umso mehr, aus dem Vollen geschöpft wurde. Geld war da, das wurde umverteilt ohne das nachhaltige Vorsorge getroffen wurde. ZB Rentenversicherung: Da sollte in den 50er Jahren der Nachhaltigskeitsfaktor eingeführt werden, der die Bevölkerungsentwicklung mit berücksichtigt. "Der Alte vom Rhein", Konrad Adenauer hat es abgebügelt mit den Worten: "Kinder kriegen die Leute immer.". Die Folgen sind ja dramatisch, die Kinder kamen nicht und wurden sogar immer weniger: Die Renten sinken weil niemand sie bezahlen kann.
Ebenso waren es hohe Lohnzuwächse und ständig erweiterte Sozialleistungen, die den Faktor Arbeit immer mehr verteuerten. Heute sind wir nicht mehr nur ein paar Industrienationen, sondern wir stehen im Wettbewerb mit Ländern wie China und Indien, wo es mittlerweile immer mehr gut ausgebildete Menschen gibt die das was wir machen auch können und das zu einem Bruchteil der Kosten. Schau doch mal in Deinen PC und zähle die Teile, die nicht in Fernost (nicht in Japan, ist mittlerweile auch zu teuer) hergestellt wurden und frage Dich dann, ob Du bereit bist das europäische Pendant für das Doppelte zu kaufen.
Unserer Gesellschaft täte uns da etwas mehr Einkaufsbewusstsein gut. Wäre aber mit (Konsum-)Verzicht verbunden und da sehe ich hier wenig Bereitschaft.
Insofern haben wir alle ein gerütteltes Maß an Verantwortung für unsere soziale Gegenwart und Zukunft.

zenzero

Eros
21.08.2004, 17:42
@ Tendus
Wenn man den Staat als Gemeinsames Unternehmen der Mitglieder (=Staatsbürger) versteht, ist der Staat verantwortlich.
Das Problem mit dem wir heute zu kämpfen haben ist doch das seit dem 2.Weltkrieg anfangs weniger, später aber umso mehr, aus dem Vollen geschöpft wurde. Geld war da, das wurde umverteilt ohne das nachhaltige Vorsorge getroffen wurde. ZB Rentenversicherung: Da sollte in den 50er Jahren der Nachhaltigskeitsfaktor eingeführt werden, der die Bevölkerungsentwicklung mit berücksichtigt. "Der Alte vom Rhein", Konrad Adenauer hat es abgebügelt mit den Worten: "Kinder kriegen die Leute immer.". Die Folgen sind ja dramatisch, die Kinder kamen nicht und wurden sogar immer weniger: Die Renten sinken weil niemand sie bezahlen kann.
Ebenso waren es hohe Lohnzuwächse und ständig erweiterte Sozialleistungen, die den Faktor Arbeit immer mehr verteuerten. Heute sind wir nicht mehr nur ein paar Industrienationen, sondern wir stehen im Wettbewerb mit Ländern wie China und Indien, wo es mittlerweile immer mehr gut ausgebildete Menschen gibt die das was wir machen auch können und das zu einem Bruchteil der Kosten. Schau doch mal in Deinen PC und zähle die Teile, die nicht in Fernost (nicht in Japan, ist mittlerweile auch zu teuer) hergestellt wurden und frage Dich dann, ob Du bereit bist das europäische Pendant für das Doppelte zu kaufen.
Unserer Gesellschaft täte uns da etwas mehr Einkaufsbewusstsein gut. Wäre aber mit (Konsum-)Verzicht verbunden und da sehe ich hier wenig Bereitschaft.
Insofern haben wir alle ein gerütteltes Maß an Verantwortung für unsere soziale Gegenwart und Zukunft.

zenzero



Hallo Leute,

@ zenzero

meinst Du, es wäre nicht schon Konsumverzicht vorhanden?? Es machen doch schon viele Einzelhändler ihre Läden dicht.


Tendus

zenzero nero
21.08.2004, 18:03
meinst Du, es wäre nicht schon Konsumverzicht vorhanden?? Es machen doch schon viele Einzelhändler ihre Läden dicht.
Tendus

Konsumverzicht ist eine andere Sache. Ich meinte eher bewussten Konsum insofern als das hingeschaut wird was kaufe ich da, wo wird es hergestellt und wie wird es produziert, wo kaufe ich ein, beim Fachhändler mit Service und Beratung oder billig beim Discounter. Insgesamt bedeutet das einen Konsumverzicht, weil ich mir dann nicht mehr so viel kaufen kann. Andererseits kaufe ich dann auch Produkte die meinen Nachbarn Lohn und Arbeit geben und eben nicht werweisswo unter wasweissichbedingungen hergestellt werden. An diesen Fakten sind schon ganze Industriezweige zerbrochen. T-Shirts aus der Hongkong sind nunmal billiger als solche aus der EU. Uns hier in Europa täte es gut wenn wir uns mehr auf unsere eigenen Produkte konzentrieren würden.
zenzero

LastAngel21
22.08.2004, 22:26
Hi Tendus,

ich find Deine Frage sehr weitreichend. Ich denke, es gibt eine riesige Anzahl von Faktoren, die "schuld" an der Arbeitslosigkeit ist.

Wenn Du sagst, es sei für Dich der Staat, dann erläutere das doch bitte mal. Ich finde, das ist eine sehr pauschale Behauptung; es wäre schön, wenn Du sie begründen könntest, so dass eine Diskussion möglich wäre.

Abgesehen davon, denke ich, dass diese Thematik zu meiner Schublade "Endlos-Themen" gehört *g*.


Gruß, Diana. :)