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soulseek
28.09.2004, 17:27
Vor kurzem wurde im Bundestag ja wieder um Ladenöffnungszeiten debatiert. Was haltet ihr davon?
Brauchen wir einen 24-h-Supermarkt wie bei den Amerikanern? Sonntags ins kAUfhaus? Sonntagseinkauf bei ALdi? :confused:
Ich fände nur das Letzte super. Für mehr reicht mein Geld nämlich sowieso nicht. ;)
Ich fänd es ganz gut, wnen die Läden länger bzw. rundf um die Uhr geöffnet hätten. Nicht, dass ich kaufsüchtig bin oder so, aber wieso sollten die Läden nicht länger geöffnet haben? Unter Umständen würden sogar Arbeitsplätze geschaffen werden.... :rolleyes: Es wird ja auch sonst alles ameriknisiert, wieso also auch nicht die Ladenöffnungszeiten?!
Flo
Ich bin klar für eine völlige Liberalisierung der Öffnungszeiten! Den Sonntag kann man von mir aus so lassen wir er ist - aber unter der Woche sollte man alles komplett freigeben. Halte diese Regelung für absolut überflüssig. Klar, dass die Gewerkschaften dagegen wettern, aber die kann man ja sowieso nicht (mehr) wirklich ernst nehmen.
Das Argument, dass keiner nachts um 4 Uhr eine Teppich kaufen will halte ich übrigens für völlig unsinnig. Denn wenn es wirklich so ist (was ich ebenfalls auch glaube), dann wird kein Teppichladen um die Uhrzeit öffnen, nicht weil er nicht darf - sondern weil er nicht will! Und Zweiteres ist die weit bessere Alternative!
Was?!? Bei euch sind die Geschäfte bis 20h offen?!? :eek:
Das wär mir völlig ausreichend, wenn wir das hätten. :lol:
In Österreich dürfen manche Supermärkte am Sonntag offen haben, z.B. in Wien gibt´s ein paar bei Bahnhöfen. (muß irgendwie touristisch von Interesse sein oder so) Bin selten dorthin gekommen, aber wenn, war´s immer irgendwie komisch, an einem Sonntag einzukaufen.
Ich persönlich finde Rhythmik eine positive und dem Menschen physiologisch gemäße Sache, und ein Sonntag ohne Geschäfte ist Rhythmik.
Daß noch mehr Menschen in Spät- oder Nachtarbeit gehen müssen, fände ich auch nicht gut.
Ich bin sowieso einer von denen, die die Öffnungszeiten voll ausnutzen. Deswegen gehe ich z.B. auch gern zum LIDL, weil der von Montag bis Samstag von 8-20 Uhr offen hat. Am allerliebsten gehe ich so um 19:30 Uhr einkaufen! ;)
Aber man sieht ja schon jetzt, dass die Zeiten nicht völlig ausgenutzt werden (was aber für mich kein Argument GEGEN längere Öffnungszeiten ist, sondern eines DAFÜR!)
ALDI hat es z.B. offenbar nicht nötig länger aufzumachen, denn die machen hier in der Gegend allesammt schon um 18:30 Uhr dicht (Samstags glaube ich sogar schon um 14 Uhr??).
Für mich ist das einfach nur eine weitere Wettbewerbsmöglichkeit, die freigegeben werden sollte. So kann jeder selbst entscheiden - und zwar auf beiden Seiten. Das Argument, dass dadurch ein Öffnungszwang entstehen würde halte ich für absolut nicht haltbar (zumal man erkennt, dass dieser schon jetzt nicht besteht - sonst würden ja einige Läden nicht freiwillig schon früher zu machen).
Das Argument, dass dadurch ein Öffnungszwang entstehen würde halte ich für absolut nicht haltbarKommt auf den Ort an. In einem Kuhkaff mit einem einzigen Tante-Emma-Lädchen nicht, aber je mehr Konkurrenz um den Standort herum zu finden ist, desto größer dürfte auch der Öffnungsdruck werden.
Eiskristallin
28.09.2004, 22:09
ich schließe mich abit an.
zenzero nero
28.09.2004, 22:10
Als unser Wirtschaft noch boomte hatten wir kurze Öffnungszeiten und alle sind damit klargekommen. Ich wüsste auch nicht was das Gesamtwirtschaftlich bringen sollte weil das Geld nicht mehr wird und die Menschen auch nicht mehr einkaufen weil sie eh nicht mehr sondern weniger Geld haben. Es wäre bequemer, das ja, aber nur für die, die spät einkaufen. Ich hätte nach meinem Spätdienst überhaupt keine Lust noch einzukaufen. Ich wollte auch selber nicht solange im Laden stehen.
Als unser Wirtschaft noch boomte hatten wir kurze Öffnungszeiten und alle sind damit klargekommen. Ich wüsste auch nicht was das Gesamtwirtschaftlich bringen sollte weil das Geld nicht mehr wird und die Menschen auch nicht mehr einkaufen weil sie eh nicht mehr sondern weniger Geld haben. Es wäre bequemer, das ja, aber nur für die, die spät einkaufen. Ich hätte nach meinem Spätdienst überhaupt keine Lust noch einzukaufen. Ich wollte auch selber nicht solange im Laden stehen.
Ich sehe das genauso. Das Geld ist knapp. Der Nutzen wäre in diesen Zeiten sehr zweifelhaft. Die leute haben weniger Geld, weniger Zeit und sind verunsichert. Wirtschaftlich würde sich das für die wenigsten Geschäfte rentieren. Schon die Öffnungszeiten bis 20 Uhr rentieren sich nicht wirklich. Ist kein wirkliches Argument dagegen aber Warum wird jetzt darüber diskutiert wo es offentsichtlich keinen nutzen bringen würde?
Kommt auf den Ort an. In einem Kuhkaff mit einem einzigen Tante-Emma-Lädchen nicht, aber je mehr Konkurrenz um den Standort herum zu finden ist, desto größer dürfte auch der Öffnungsdruck werden.
Also ich sehe das so: Nehmen wir an, wir hätten eine Regulierung was die Qualität angeht. Also z.B. bei Brot (nur max. so und soviel Anteil an irgendwas ... egal...). Und dann würde man diese Regulierung aufheben... was würde passieren? Alle würden aufschreien, weil nun auf einmal einen Druck für Bäcker B gibt, die Qualität zu erhöhen, wenn Becker A das tut (oder zumindest denkt er, er müsse es tun, weil er vielleicht nicht bereit ist mit anderen Eigenschaften zu glänzen). Nun ist es aber so, dass es so eine Regulierung (glücklicherweise) nicht gibt - es ist normal - nennt sich freier Wettbewerb.
Und genau so sehe ich das auch mit der Zeit in der ein Geschäft geöffnet haben darf. Ich betone immer das DARF - weil es steht niergends, dass es MUSS. Wenn z.B. Becker A 24h geöffnet hat, aber die Brötchen nichts taugen, dann hat Becker B mit den bisheringen Öffnungszeiten sicherlich eine absolut gute Chance konkurrenzfähig zu bleiben.
NIEMAND muss länger aufmachen und NIEMAND muss mehr, öfters oder später einkaufen. Von daher ziehen für mich Argumente wie: "Ich will so spät gar nicht einkaufen!" eigentlich überhaupt nicht, denn es ist genau genommen gar keins.
Ich meine wenn z.B. Bäcker A bereit ist, z.B. bis 22 Uhr zu öffnen, dann ist es doch auch nur fair, dass er evtl. mehr Brötchen verkauft - oder nicht?
Außerdem haben wir ja schon heute die Situation, dass alles was nach 20h einkaufen möchte zur Tankstelle fährt. Aber dass die abkassieren dürfen und die anderen nicht - das ist für mich unfair. Also weg mit diesem völlig unsinnigen und überflüssigen Gesetz!!! :D
Ich sehe das genauso. Das Geld ist knapp. Der Nutzen wäre in diesen Zeiten sehr zweifelhaft. Die leute haben weniger Geld, weniger Zeit und sind verunsichert. Wirtschaftlich würde sich das für die wenigsten Geschäfte rentieren. Schon die Öffnungszeiten bis 20 Uhr rentieren sich nicht wirklich. Ist kein wirkliches Argument dagegen aber Warum wird jetzt darüber diskutiert wo es offentsichtlich keinen nutzen bringen würde?
Es ist nicht die Aufgabe des Staates über den Nutzen einer wirtschaftlichen Transaktion zu entscheiden - das sollte den Marktteilnehmern überlassen werden.
NIEMAND muss länger aufmachen und NIEMAND muss mehr, öfters oder später einkaufen. Von daher ziehen für mich Argumente wie: "Ich will so spät gar nicht einkaufen!" eigentlich überhaupt nicht, denn es ist genau genommen gar keins.
Na Ja, ein Aspekt fehlt hier. Der/Die Verkäufer/in kann nicht sagen er/sie darf länger arbeiten. Er/Sie muß länger arbeiten, sonst muß er/sie gehen.
zenzero nero
28.09.2004, 22:30
Ich sehe das genauso. Das Geld ist knapp. Der Nutzen wäre in diesen Zeiten sehr zweifelhaft. Die leute haben weniger Geld, weniger Zeit und sind verunsichert. Wirtschaftlich würde sich das für die wenigsten Geschäfte rentieren. Schon die Öffnungszeiten bis 20 Uhr rentieren sich nicht wirklich. Ist kein wirkliches Argument dagegen aber Warum wird jetzt darüber diskutiert wo es offentsichtlich keinen nutzen bringen würde?
Vielleicht kann man dann bei den nächsten Wahlen ein paar Punkte machen a la "Schaut mal her was wir für die Wirtschaft getan haben.". Und da sich die Grossen bis dahin einig sind, wird es auch so kommen.
Na Ja, ein Aspekt fehlt hier. Der/Die Verkäufer/in kann nicht sagen er/sie darf länger arbeiten. Er/Sie muß länger arbeiten, sonst muß er/sie gehen.
Wieso? Die Arbeitszeiten (Dauer) ändern sich dadurch doch nicht? Niemand muss mehr arbeiten. Und überhaupt: Niemand MUSS arbeiten - oder hab ich was verpasst?
Ich meine, sorry, aber so funktioniert unsere Wirschaft nunmal, kann's ja auch nicht ändern. Wenn ich meinen Job nicht gut mache, dann flieg ich auch raus. Ist das unfair?
Für mich ist das alles nur eines: Pure Gewohnheitssache. Man klammert sich mal wieder an alten Strukturen fest, weil man Angst vor Veränderungen hat.
Wieso? Die Arbeitszeiten (Dauer) ändern sich dadurch doch nicht? Niemand muss mehr arbeiten. Und überhaupt: Niemand MUSS arbeiten - oder hab ich was verpasst?
Ich meine, sorry, aber so funktioniert unsere Wirschaft nunmal, kann's ja auch nicht ändern. Wenn ich meinen Job nicht gut mache, dann flieg ich auch raus. Ist das unfair?
Für mich ist das alles nur eines: Pure Gewohnheitssache. Man klammert sich mal wieder an alten Strukturen fest, weil man Angst vor Veränderungen hat.
Ich arbeite in der freien Wirtschaft und weiß das man eben nicht die Wahl hat. Und sicher werden sie länger arbeiten müßen. Sonst wirst du halt entlassen. Das dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen werden glauben nur unsere Traumtänzer da oben im bundetag. Sie kennen die harte Realität nicht. Die Arbeitsbedingungen im Handel sind heute schon untragbar und unerträglich. Zum Beispiel ist die Förderung von Mobbing durch die Geschäftsleitung gang und Gebe.
soulseek
29.09.2004, 00:27
Ich persönlich fände es schon sinnvoll wenn es auch Lebensmittelmärkte geben würde (ausser im Bahnhof) die auch an Sonntagen geöffnet wären. In grossen Städten vielleicht auch Kaufhäuser. Überlegt doch mal: Es gibt ja auch Leute, die die ganze Woche über schuften müssen oder Schichtdienst machen. Für die wären solche Öffnungszeiten auf jeden Fall viel praktischer.
Ausserdem glaube ich dass an Sonntagen vor allem Leute auf Mini- und Niedriglohnbasis eingesetzt werden würden. Und da würeden ja auch ein paar Jobs mit geschaffen.
Allgemein sieht es in Deutschland aber eher negativ aus mit der Wirtschaftslage. Und von grossen Umsätzen können Kaufhäuser heute auch nur noch träumen. Die Goldenen Jahre sind vorbei (Siehe KARSTADT- MItarbeiterentlassung).
Abit, bei uns in Deutschland war es bis vor Jahren auch noch so dass die Läden nur bis 18h geöffnet waren, an Samstagen sogar nur bis 12 Uhr oder bis Maximal 13 Uhr. Für Langschläfer war das ein problem ;) (und auch eben für LEute, die Schichtdienst machen ). An Sonntagen haben bei uns zur ZEit nur Bäckereien geöffnet an Vormittagen, sonst Kioske und Bahnhofsgeschäfte, Tankstellen.
Ich persönlich fände es schon sinnvoll wenn es auch Lebensmittelmärkte geben würde (ausser im Bahnhof) die auch an Sonntagen geöffnet wären. In grossen Städten vielleicht auch Kaufhäuser. Überlegt doch mal: Es gibt ja auch Leute, die die ganze Woche über schuften müssen oder Schichtdienst machen. Für die wären solche Öffnungszeiten auf jeden Fall viel praktischer.
Ausserdem glaube ich dass an Sonntagen vor allem Leute auf Mini- und Niedriglohnbasis eingesetzt werden würden. Und da würeden ja auch ein paar Jobs mit geschaffen.
Da ich eine Schwester hab die in diesem Bereich arbeitet weíß ich das die Realität anders aussehen würde. Es wird dafür niemand neues eingestellt. die bereits vorhandenen Mitarbeiter sollen dann halt mehr Arbeit leisten. In der Firma wo meine Schwester früher arbeitete war das sogar angedacht falls die Öffnungszeiten noch weiter verlängert werden.
soulseek
29.09.2004, 00:31
Was?!? Bei euch sind die Geschäfte bis 20h offen?!? :eek:
Das wär mir völlig ausreichend, wenn wir das hätten. :lol:
In Österreich dürfen manche Supermärkte am Sonntag offen haben, z.B. in Wien gibt´s ein paar bei Bahnhöfen. (muß irgendwie touristisch von Interesse sein oder so) Bin selten dorthin gekommen, aber wenn, war´s immer irgendwie komisch, an einem Sonntag einzukaufen.
Ich persönlich finde Rhythmik eine positive und dem Menschen physiologisch gemäße Sache, und ein Sonntag ohne Geschäfte ist Rhythmik.
Daß noch mehr Menschen in Spät- oder Nachtarbeit gehen müssen, fände ich auch nicht gut.
Abit, wie lange haben Eure Geschäfte auf in Österreich?
soulseek
29.09.2004, 00:34
@Dreamer: Es ist regional sicher unterschiedlich. Ich habe sehr viele BEkannte und auch Geschwister die in Supermärkten/ Kaufhäusern/ Bäkereien jobben. Von ihnen habe ich gehört, dass die LAdenbetreiber kaum bis teilweise überhaupt nicht mehr noch ausgebildete Kräfte einstellen (vor allem Bäkereien nicht) sondern dass teilweise 80% der MAnnschaft aus Schülern, Studenten, Hausfrauen und anderen unausgebildeten Kräften besteht. ALles auf 400 Euro-Basis.
@Dreamer: Es ist regional sicher unterschiedlich. Ich habe sehr viele BEkannte und auch Geschwister die in Supermärkten/ Kaufhäusern/ Bäkereien jobben. Von ihnen habe ich gehört, dass die LAdenbetreiber kaum noch ausgebildete Kräfte einstellen sondern dass teilweise 80% der MAnnschaft aus Schülern, Studenten, Hausfrauen und anderen unausgebildeten Kräften besteht. ALles auf 400 Euro-Basis.
Darin sehe ich dann aber auch die Gefahr das Vollzeit stellen abgebaut werden. In dem Altenheim wo ich früher meinen Zivildienst bageleistet habe. wurden alle stellen im Küchenbereich in 400 Euro Jobs umgewandelt. Ich denke die Gefahr besteht auch im freien Handel. Auf Kosten der Arbeitnehmer wird es auf jeden Fall gehen, auch wenns für manchen Käufer bequemer wäre. Ich will mich da nicht ausschließen.;)
In dieser wirtschaftlichen Lage werden ehr Stellen abgebaut. Besonders da das Management so manches Großkonzerns noch alles in den Sand setzt (siehe Karstadt/Quelle AG).
soulseek
29.09.2004, 00:44
Außerdem haben wir ja schon heute die Situation, dass alles was nach 20h einkaufen möchte zur Tankstelle fährt. Aber dass die abkassieren dürfen und die anderen nicht - das ist für mich unfair. Also weg mit diesem völlig unsinnigen und überflüssigen Gesetz!!!
Ja, das muss man den Österreichern auch noch erklären: Das was Sonntags bei uns über die Ladentehke geht , bekommt einen Preisaufschlag. Vor allem Bäcker sind da sehr dreist. Eigentlich kann sich so ein Brötchen ein "normaler" Bürger gar nicht mehr erlauben. Trotzdem aber habe ich mir sagen lassen von einer BEkannten, die dort jobbt dass sie Sonntags zu zweit im Laden teilweise schon überfordert sind und noch eine Kraft bräuchten. Die Leute wollen trotz der Zusatzpreise ihre Brötchen und dazu Milch, MArmelade, Aufschnitt, Margarine (eine Bäkerei, die Sonntags geöffnet hat, hat meist ein ganzes Frühstücks-Sortiment im Angebot).
Auch die Kioske sind extrem teuer. Ich weiss ausserdem auch dass grosse Studentenwohnheime eigene Supermärkte haben, die auch Sonntags geöffnet haben zu Horropreisen. Aber auch hier solls super laufen (mir wärs allerdings ZU teuer!!).
Ich denke würden die Sonntags-LAdenzeiten durchgesetzt, wären diese enormen Aufschlagpreise auch bald passé.
soulseek
29.09.2004, 00:49
Darin sehe ich dann aber auch die Gefahr das Vollzeit stellen abgebaut werden. In dem Altenheim wo ich früher meinen Zivildienst bageleistet habe. wurden alle stellen im Küchenbereich in 400 Euro Jobs umgewandelt. Ich denke die Gefahr besteht auch im freien Handel. Auf Kosten der Arbeitnehmer wird es auf jeden Fall gehen, auch wenns für manchen Käufer bequemer wäre. Ich will mich da nicht ausschließen.;)
Es ist mir klar dass ich keine guten bis überhaupt keine Argumente für die Verlängerung der Öffnungszeiten habe. Ich hab ja auch nur die Sicht des Verbrauchers. :rolleyes:
Dass Stellen abgebaut werden ist aber so oder so schon im Gange. In vielen BEreichen ist es ja auch schon seit etlichen JAhren so. ich würde auch echt jedem abraten eine AUsbildung im Einzelhandel zu machen. Schon die Aushilfskräfte werden absolut ausgebeutet. :rolleyes:
Ja, das muss man den Österreichern auch noch erklären:
Wieso? Haben die keinen Bäcker die Sonntags Brötchen/Semmeln verkaufen oder was? Denke mal das ist da genauso üblich... :D ;)
Es ist mir klar dass ich keine guten bis überhaupt keine Argumente für die Verlängerung der Öffnungszeiten habe. Ich hab ja auch nur die Sicht des Verbrauchers. :rolleyes:
Dass Stellen abgebaut werden ist aber so oder so schon im Gange. In vielen BEreichen ist es ja auch schon seit etlichen JAhren so. ich würde auch echt jedem abraten eine AUsbildung im Einzelhandel zu machen. Schon die Aushilfskräfte werden absolut ausgebeutet. :rolleyes:
Oh Ja, das ist wahr. Ich kenne auch niemanden der es lange in einem Betrieb ausgehalten hat. Die Arbeitsbedingungen sind unerträglich.
Aus der Sicht des Verbrauchers ist es sicher positiv. Es kommt immer auf dem Blickpunkt an. Für mich persönlich wären sonntagsöffnungszeiten auch sehr positiv. Da kann ich leider nicht das Gegenteil behaupten.
zenzero nero
29.09.2004, 01:34
Ich arbeite in der freien Wirtschaft und weiß das man eben nicht die Wahl hat. Und sicher werden sie länger arbeiten müßen. Sonst wirst du halt entlassen. Das dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen werden glauben nur unsere Traumtänzer da oben im bundetag. Sie kennen die harte Realität nicht.
Das ist alles richtig, geht mir genauso. Ich muss wesentlich mehr Leistung bringen für wesentlich weniger Geld als Anfang der 90er. In unserem Betrieb ist die Produktivität in dieser Zeit um fast 50% gestiegen. In der selben Zeit hatte ich einen Einkommensverlust (da sind tarifliche Lohnerhöhungen usw. drin, nicht aber die Inflationsrate) von ca 9,5%.
Das läuft aber in allen Branchen so und ganz besonders im Handel. In D stimmen die Renditen auch wegen Aldi und Lidl nicht (mehr). In Frankreich und Grossbritannien erreichen Einzelhandelsunternehmen (noch) Umsatzrenditen von 10%, hier sinds höchstens 3%.
Trotzdem und auch grade wegen dieser Tatsachen bin ich gegen eine Verlängerung. Warum alles "Liberalisieren", wenns den Menschen die dort arbeiten nicht dient und noch nichtmal einen ökonomischen Sinn macht.
Der Faktor Mensch tritt immer mehr in den Hintergrund und auch die soziale Verantwortung der Unternehmer. Das Management schaut nur noch auf den Aktienkurs und verliert alles andere aus dem Blick.
Lieber etwas mehr Unbequemlichkeit und ein besseres Gewissen beim Einkauf.
Zitat von soulseek Ja, das muss man den Österreichern auch noch erklären:
Wieso? Haben die keinen Bäcker die Sonntags Brötchen/Semmeln verkaufen oder was? Denke mal das ist da genauso üblich...
Hier im Ort gibt´s eine Bäckerei und Konditorei, die am Sonntag offen hat und neben Brot /Gebäck auch Milchprodukte verkauft - ich glaube zu normalen Preisen. Ich vermute, daß die wegen der Konditorei offenhalten dürfen, ansonsten ist es tatsächlich nicht üblich, daß Bäckereien am Sonntag offen haben.
Lebensmittelgeschäfte haben hier in der Provinz bis 18:30 oder 19:00 offen, dafür sperren sie teilweise schon um 7.00 -7:30 auf, andere Geschäfte üblicherweise bis 18:00. In der Großstadt ist es eher ein bißchen nach hinten verschoben.
Wo du gerade Aldi uns Lidl ansprichst. Ein weiterer Punkt wäre das dadurch das "Discounting" vorangetrieben wird. Konzentrierung auf einige große Unternehmen, während alle kleineren auf der Strecke bleiben. Im Lebensmittel Bereich hat sich das durch Aldi und Lidl schon längst vollzogen. Im Elektrobereich ist es auch schon fast soweit. Media Markt ist Marktbeherrschend, und nebenher gibt es nur noch Saturn, und Expert. In anderen Bereichen setzt sich dieser Trnd erfolgreich fort (z.b. bei Möbeln (Ikea) und Autoreparaturen (ATU)). Noch ein Beispiel, früher ist jeder, wenn er ein Buch kaufen wollte, in den kleinen Bücherladen um die Ecke gegangen. Das tut heute kaum noch jemand, fast jeder bestellt sich seine Bücher beim großen Discounter "Amazon". Die profitierenden eines verlängerten Ladenschlußes wären wieder die Discounter, die Verlierer die kleinen Unternehmen.
Auch für den Arbeitnehmer wird es immer unerträglicher. Produktivitätssteigerung um jeden Preis. Lohndumping bzw Lohnminimierung bei Steigerung der Preise. Das ganze System ist aus dem Gleichgewicht. gewifte Manager machen munter weiter und sehen erst wenn es zu spät ist das sie ihre Firmen vor die Wand gesetzt haben. Die Mitarbeiter verlieren ihre Jobs und das Firmenmanagement entlohnt sich dafür nochmal fürstlich.
Wieso? Die Arbeitszeiten (Dauer) ändern sich dadurch doch nicht? Niemand muss mehr arbeiten. Und überhaupt: Niemand MUSS arbeiten - oder hab ich was verpasst?
Ich meine, sorry, aber so funktioniert unsere Wirschaft nunmal, kann's ja auch nicht ändern. Wenn ich meinen Job nicht gut mache, dann flieg ich auch raus. Ist das unfair?
Für mich ist das alles nur eines: Pure Gewohnheitssache. Man klammert sich mal wieder an alten Strukturen fest, weil man Angst vor Veränderungen hat.
Das ist ganz und gar nicht so. Man hat nicht mehr die Wahl. Eine weitere Branche die durch die veränderten Arbeitssituationen profitieren: Die Psychologen. Immer mehr Menschen spüren die Folgen ihrer körperlichen und psychischen Überlastung. Das hat nichts mit Gewohnheit oder alten Strukturen zu tun. Die Herren in der oberen Riege der Wirtschaft haben den Blick für die Realität verloren. Bei 55 Stunden oder mehr ist einfach die Grenze schon mehr als überschritten, mehr geht nicht. Die Herren vergessen das Menschen nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit haben. Wir sind keine Roboter. Dann noch die überzogene Erwartung das die Menschen von dem wenigen Geld das sie haben teure Luxusgüter kaufen. völlig abwegig! Burn Outs und nervliche Überlastungserscheinungen sind keine Seltenheit mehr, sondern die Regel. Der Faktor Mensch wird vergessen.
Ich halte wenig von dieser familienfeindlichen Idee.
Nebenbei, in Australien machen die Läden relativ früh zu - 17h, 18h oder so -, und niemandem scheint das großartig zu stören. Die Aussies brauchen kein "konsumistisches Manifest" und sind dennoch nicht unglücklich. :)
Ich denke hier werden (wieder) Dinge in einen Topf geworfen bzw. zur Argumentation gebracht, die im Grunde gar nichts mit den Öffnungszeiten zutun haben.
Der Punkt ist doch der, dass wir durch krampfhafte Forderungen oder Festhalten an alten Strukturen (so angenehm und schön sie auch sein mögen) auf keinen Fall konkurrenzfähiger werden! Ich meine wenn schon alle rumheulen, wenn so relativ unwichtige Dinge wie dieses Gesetz gelockert oder abgeschafft werden sollen - was passiert dann bitte erst bei den richtig ernsthafen Einschnitten?
Und klar sollte man den Menschen nicht vernachlässigen. Aber wir basieren nunmal auf der Wirtschaft als solche. Wenn die nicht läuft, dann läuft auch sonst nichts mehr! Und genau das muss endlich mal in die Köpfe rein! Man kann nicht dauerhaft einfach das machen, was für die Menschen am Besten ist... man muss sich auch an dem orientieren, was möglich ist!
Leider begreifen die meisten das erst im Nachhinen, wenn es schon zu spät ist. Eins ist klar, das System wird es auf jeden von selbst regeln, so wie jetzt bei KarstadtQuelle. Wenn jemand erstmal seinen Job verloren hat, wird er sicherlich auch nur noch kopfschüttelnd dasitzen und sich über seine ehemaligen Kollegen wundern, die so verbissen an irgendwelchen Kleinigkeiten wie den Ladenöffnungszeiten festhalten wollen. Derjenige hätte sicher gern seinen Job wieder, auch wenn er dafür mal bis 22 Uhr an der Kasse stehen muss.
Das ist ganz und gar nicht so. Man hat nicht mehr die Wahl. Eine weitere Branche die durch die veränderten Arbeitssituationen profitieren: Die Psychologen. Immer mehr Menschen spüren die Folgen ihrer körperlichen und psychischen Überlastung. Das hat nichts mit Gewohnheit oder alten Strukturen zu tun. Die Herren in der oberen Riege der Wirtschaft haben den Blick für die Realität verloren. Bei 55 Stunden oder mehr ist einfach die Grenze schon mehr als überschritten, mehr geht nicht. Die Herren vergessen das Menschen nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit haben. Wir sind keine Roboter. Dann noch die überzogene Erwartung das die Menschen von dem wenigen Geld das sie haben teure Luxusgüter kaufen. völlig abwegig! Burn Outs und nervliche Überlastungserscheinungen sind keine Seltenheit mehr, sondern die Regel. Der Faktor Mensch wird vergessen.
Was ist die Realität?
Die Realität ist:
Unsere Gesellschaft ist krank. Ich glaube auch nicht, dass es so weitergehen wird wie jetzt. Ich glaube aber genausowenig, dass wir es selbst schaffen können und werden das Ruder rumzureißen. Es muss erst wieder einen großen Knall geben, einen dritten Weltkrieg oder ein ähnliches Ereignis, damit die Relationen wieder angepasst werden. Dann gilt wieder: Wenn ich Dich nicht totschlage, dann schlägst Du mich tot. Ganz einfach. Ich muss zugeben, dass ich das schon vor 10 Jahren so gesehen habe, denn irgendwie ist es doch eigentlich verdammt offensichtlich, dass es so kommen muss - oder nicht? Man braucht ja nur mal in der Geschichte zurückgehen. Das Prinzip ist immer das Gleiche. tendus hat das in seiner Signatur im Grunde auf den Punkt gebracht.
Der Mensch als solcher ist im Grunde völlig überflüssig. Dieser Planet, die Pflanzen und Tiere könnten so viel ruhiger und ausgeglichener existieren ohne diese "Krankheit".
Wenn ich mir heute z.B. China oder Indien betrachte, dann bekomme ich nur noch eines: Angst. Die lachen nur über unsere (in deren Augen) lächerlichen Wünsche und Forderungen nach "gerechter" Entlohnung und "angemessene" Arbeitsbedingungen.
Auch mit den überzogenen Luxusansprüchen stimmte ich Dir zu... trotzdem wäre z.B. ich nicht bereit mich einzuschränken, weil ich genau weiß, dass ich dann nur einer der wenigen Dummen wäre, die das tun. Dann lieber noch ein paar Jahre gut leben und sich dann die Kugel geben oder abhauen. Ich gebe diesem Land in der jetzigen Form keine 20 Jahre mehr.
Die einzige Möglichkeit hier noch was zu ändern, wäre ein gesellschaftliches, kollektives intelligentes Handeln - und das halte ich, gelinde gesagt, für vollkommen ausgeschlossen. Schließlich reden wir hier von Menschen, nicht von intelligenten Lebewesen. ;)
So sehe ich die Zukunft. Kein Wunder, dass ich manchmal depressiv bin. :)
Aber so sehr ich mich anstrenge... ich schaffe es nicht, dieses Eindruck aus meinem Kopf herauszubekommen.
@neo:
Natürlich geht es hier nicht nur um die Ladenöffnungszeiten, aber auch. Es geht generell darum, in welche Richtung wir uns bewegen. Wenn ich eine Richtung als falsch sehe, wozu dann immer mehr in diese gehen und den unvermeidlichen Zusammenbruch des Systems (und ein Wirtschaftssystem, das von ständigem Wachstum abghängig ist, kann gar nicht anders als zusammenbrechen) unter hohen Verlusten eine Weile rauszuschieben?!?
Genau das nenne ich "Festhalten an alten Strukturen".
Sinnvoller wäre es da doch, diese Energie gleich in eine neue Richtung zu investieren, die nachhaltiger ist.
Ich vermute auch, daß es erst einen Crash geben muß, bevor sich etwas ändert. Kann ein Krieg sein, oder eine Naturkatastrophe gewaltigen Ausmaßes. Vielleicht gibt´s ja doch mal einen Polsprung. :confused:
Ja, es werden auch neue Jobs geschaffen werden. Allerdings nur Jobs im Niedriglohnsektor (z. B. 400€ Jobs), was die volkswirtschaftliche Kaufkraft kaum erhöhen wird. Die Verkäuferinnen müssen länger arbeiten - aber wann sollen sie konsumieren?
Die Wirtschaft sollte für den Menschen da sein und nicht umgekehrt.
Fakt ist, dass es in Deutschland mehr Millionäre auf 100.000 Einwohner gibt, als in den USA - dem Jaulen der Reichen nach angeblich zu hohen Steuern zum Trotz.
Fakt ist, dass die Schere zwischen arm und reich in diesem Land immer größer wird. Der soziale Frieden wird so in diesem Land immer mehr gefährdet, was den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden kann.
Fakt ist, dass Reiche - damit meine ich auch Großunternehmen - bevorzugt werden. Unternehmensbeteiligungen etwa dürfen seit 2001 steuerfrei verkauft werde - dennoch haben diese Großunternehmen weiter Personal abgebaut. Also, von wegen Steuersenkungen bedeuten automatisch Personalaeinstellunen.
Fakt ist, dass neulich das amerkanische Magazin "Time" (oder "Newsweek") meinte, dass Deutschland weltweit an Nr. 3 steht, was Länder betrifft, in welchen es zu investieren lohnt. Denn Deutschlands Infrastruktur, das Rechtssystem und die Zuverlässigkeit seiner Behörden sind weltweit spitze.
Dieses Land ist nicht arm; es ist reich. Und anstatt die volkswirtschaftliche Kaufkraft zu nehmen, indem man immer mehr Menschen in die Armut schickt (wobei ich bei Hartz IV gut finde, dass ALH und Sozialhilfe zusammengelegt werden, allerdings auf zu niedrigem Niveau) sollte man da ansetzen, wo Geld mehr als reichlich vorhanden ist - bei den Reichen, die etliche Möglichkeiten haben Steuern zu sparen und Staatsgeschenke in Form von Abschreibungen (siehe Vodafone) zu erhalten.
Die Idee (unpatriotischen) Steuerflüchtigen (Michael Schumacher, Müller Milch...) die Staatsbürgerschaft abzuerkennen - wie in den USA -, halte ich für begrüßenswert. Was meint ihr, wie schnell diese Leute wieder nach Deutschland ziehen würden - in Sorge um ihr Image?
Die Idee (unpatriotischen) Steuerflüchtigen (Michael Schumacher, Müller Milch...) die Staatsbürgerschaft abzuerkennen - wie in den USA -, halte ich für begrüßenswert. Was meint ihr, wie schnell diese Leute wieder nach Deutschland ziehen würden - in Sorge um ihr Image?
In dem Punkt stimme ich auf jeden Fall zu.
In Österreich dürfen manche Supermärkte am Sonntag offen haben, z.B. in Wien gibt´s ein paar bei Bahnhöfen. (muß irgendwie touristisch von Interesse sein oder so)
Bin selten dorthin gekommen, aber wenn, war´s immer irgendwie komisch, an einem Sonntag einzukaufen.
Ich glaube, in kaum einem Land der Welt sind die Laden-Öffnungszeiten so streng reguliert wie in Deutschland.
Selbst in Schottland, wo der Sonntag viel strenger gilt als hier, waren die kleinen Tante-Emma-Läden am Sonntag auf.
Die Kaufhäuser aber zu.
Und mit dieser Situation konnten die Tante Emma-Läden gut leben.
Und die Kunden auch.
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