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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Politische u. gemeinnützige Organisationen


glasperlenspielerin
20.10.2004, 13:50
hallo!


war jemand von euch schon mal in einer politischen gruppierung/ partei aktiv? ..oder mitglied in einer gemeinnützigen organisation wie umwelt-/natur-/tierschutz (NaBu, greenpeace & co).

würde mich über berichte sehr freuen (z.b. wie "straff" die strukturen sind usw, was für menschen man dort trifft, vllt sogar HSP's?)

tsurani
24.10.2004, 12:40
NaBu:
Ich war bei deren Jugendorganisation (Naju) Zivi. Allerdings in Hessen, und da ist die Naju / der Nabu relativ normal bis konservativ strukturiert. Generell bezieht die Naju ihre Mitglieder eher aus Dörfern, während die BUNDjugend eher in Städten aktiv ist. Ich denke, das ist bei den Erwachsenenorganisationen ähnlich, kenne die aber nicht so gut.
In manchen Dörfern gehen die Kinder, wenn ihnen langweilig ist, zur Jugendfeuerwehr, in anderen eben zur Naju-Ortsgruppe, je nachdem, was gerade da ist.
Die nordrheinwestfälische Naju ist (wie die meisten Landesverbände) aber schon "fortgeschrittener" als die hessische. In NRW ist ein Naju-Lager mit Fleisch kaum denkbar, während viele hessische Najuler auf ihre Wurst und Coladosen nicht verzichten wollen.

BUND:
Während der Nabu eher Naturschutz macht (Bäume pflanzen, Nistkästen aufhängen), macht der BUND eher Umweltschutz (politische Aktivitäten, Anti-Atomzeug usw.). Beide Verbände machen zwar beides, aber die Schwerpunkte variieren schon. Damit ist auch klar, dass du BUND-Ortsgruppen eher in Städten findest als in Dörfern. Die BUNDjugend legt auch wesentlich mehr Wert darauf, möglichst "unhierarchisch" zu sein, als die Naju. Ob dieser Vergleich auch für die jeweiligen Erwachsenenorganisationen (NaBu und BUND) gilt, weiß ich nicht, kann mir das aber schon vorstellen.

Greenpeace:
Darüber weiß ich nicht allzu viel, habe allerdings gehört, dass es hier sehr hierarchisch und durchstrukturiert sein soll. Wenn eine Ortsgruppe eine Aktion machen will, muss sie (angeblich) erst in der Bundeszentrale nachfragen, ob sie das darf, und sich dann die Art und Weise diktieren lassen, wie diese Aktion durchzuführen sei.
Grund: Greenpeace will als unpolitisch gelten und will es nicht riskieren, den guten Ruf zu verlieren, dadurch dass eine Ortsgruppe sein eigenes Süppchen unter dem Namen "Greenpeace" kocht. Denn der Ruf ist das wichtigste Mittel für Greenpeace, und alles steht und fällt mit der Presse. Die Organisation arbeitet daher wohl eher wie ein Konzern als wie ein Verein.
Ob das alles stimmt, weiß ich nicht. Könnte auch nur ein Gerücht sein.

glasperlenspielerin
31.10.2004, 13:23
danke für den ausführlichen bericht. :) hab das jetzt erst entdeckt.

NABU hört sich ganz gut an.

hmm.. zur zeit informiere ich grad ein bißchen über die "tierrechtlerszene". ich bewundere den idealismus der leute zwar enorm. andererseits ist mir die vorgehensweise bei den befreiungsaktionen teilweise zu radikal u. kontraproduktiv.
ich wollte dennoch mal im nä. jahr auf so nen szenetreff gehen, mir das einmal angucken..und mir ne meinung bilden.

sonst guck ich mich mal bei NABU um.

würd auf jeden fall gern was sinnvolles machen.