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Alt 14.02.2005, 13:19   #1
glasperlenspielerin
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Ausrufezeichen Fairtrade

analog zum tierschutz-thread möchte ich auch mal dieses thema ansprechen-vllt kennt sich jemand hier in der runde aus:

mich würde mal interessieren, welche namhaften firmen und hersteller kinderarbeit oder ausbeutung von dritte welt -ländern unterstützen bzw. welche produkte häufig im verdacht stehen, dass kinderarbeit mit ihm spiel ist (textilien sind das bekannteste beispiel, aber wie siehts z.b. mit indischen gewürzen etc. aus? ).

ein erster link hierzu von mir:

http://www.tdh.de/medien/2_2003/verbraucher.htm
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Einsamkeit ist Unabhängigkeit, ich hatte sie mir gewünscht und mir erworben in langen Jahren.
Sie war kalt,
o ja, sie war aber auch still, wunderbar still und groß wie der kalte stille Raum, in dem die Sterne sich drehen.

Hermann Hesse (Der Steppenwolf)

der sensible mensch leidet nicht aus diesem oder jenem grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser welt seine sehnsucht stillen kann.
j.p.sartre
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Alt 14.02.2005, 14:20   #2
melody
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..

Geändert von melody (04.06.2010 um 18:57 Uhr)
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Alt 14.02.2005, 14:37   #3
glasperlenspielerin
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Idee

Zitat:
Zitat von melody
hm, weitere infos dazu hab ich nicht, weil ich mich damit noch nicht beschäftigt habe...aber ich habe mir in letzter zeit überlegt, ob es nicht besser ist z.b. in fair trade läden einzukaufen, anstatt nur geld zu spenden, und ansonsten möglichst billig einkaufen zu wollen....merkwürdig, daß mir der gedanke erst jetzt kommt...manchmal steht man sich aber auch jahrelang auf dem schlauch
wenn man sich vollwertig ernährt und viel selber kocht, hat man zumindest schon mal den vorteil, dass man automatisch mehr oder weniger auf "öko- oder bioprodukte" angwiesen ist. zur ethik vieler dieser herstellerfirmen gehört auch der fairtrade-aspekt.

alnatura bei dm zum bsp. könnte ich nennen. die produkte sind auch etwas billiger als die aus dem reformhaus. aber im ganzen wird die ernährung sicher etwas teurer.

da ist es ziemlich verlockend, geld einzusparen und lieber die gewürzdosen aus dem lidl zu kaufen, wo man keine ahnung hat, wer die körner gepult hat, als das 10 mal teurere reformhaus-produkt. mit solchen gewissensbissen schlage ich mich zur zeit immer mehr herum.

beruhigt bin ich zumindest, dass auch H&M stellung zu dem thema bezogen hat. kleidung kaufe ich nach wie vor am liebsten billig oder vom flohmarkt / second hand (wo ich zumindest ein besseres gewissen habe, weil ich die hersteller nicht mehr direkt unterstütze...).
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Geändert von glasperlenspielerin (14.02.2005 um 14:40 Uhr)
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Alt 14.02.2005, 19:48   #4
Martin_
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Ich glaube, es ist wirklich am besten, Fair-Trade-Produkte zu kaufen. Die ganzen Selbstverpflichtungen großer Konzerne mögen ein kleiner Schritt hin zu einer öffentlichen Einklagbarkeit von Standarts sein, aber wo keine Öffentlichkeit, wo kein Kontrolleur, da auch kein Standart - so sieht es nach meinem Eindruck jedenfalls aus.

Leider ist das wirklich auch eine Geldfrage. Ich kann mir einfach nicht ständig Fair-Trade oder Bio leisten, geht einfach nicht.
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Alt 15.02.2005, 01:19   #5
glasperlenspielerin
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Zitat:
Zitat von Martin_
Ich glaube, es ist wirklich am besten, Fair-Trade-Produkte zu kaufen. Die ganzen Selbstverpflichtungen großer Konzerne mögen ein kleiner Schritt hin zu einer öffentlichen Einklagbarkeit von Standarts sein, aber wo keine Öffentlichkeit, wo kein Kontrolleur, da auch kein Standart - so sieht es nach meinem Eindruck jedenfalls aus.

Leider ist das wirklich auch eine Geldfrage. Ich kann mir einfach nicht ständig Fair-Trade oder Bio leisten, geht einfach nicht.
.. geht bei mir auch nicht. ich geb aber zu, dass ich im monat so viel ernährung/gesundheit ausgebe, wie meine mutter in mehreren monaten ..und obwohl ich teilweise noch in den discounter gehe. ich arbeite eigentlich nur für mein essen und den öffentlichen personennahverkehr *lol*. es ist aber auch ganz klar so, dass ich bei anderen dingen den cent dann umdrehen muß. also klamotten habe ich das letzte halbe jahr nur gebraucht gekauft bzw. kaufe ich da sowieso recht wenig. und im urlaub war ich auch noch nie.
"gesundheit" ist irgendwie (neben büchern) mein "fimmel", wie andere sich an einem paar neuer schuhe o.ä. erfreuen .. (abgesehen von ethischer motivation).
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Alt 15.02.2005, 07:44   #6
Anna
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Es ist zum Teil eine Geldfrage. Wenn man sich wirklich ganz konsequent vollwert ernährt (und dann auch auf regional achtet) also keine Tomaten oder Bananen im Winter z.B kann die Ernährung sogar noch recht günstig sein.
Bei Kleidung und anderen Dingen setze ich auf Haltbarkeit. Ich kaufe dann eben nicht so viel z.B
brauche ich nicht viele Pullover oder Hosen oder 10 verschiedene Schuhsorten (bei mit halten sie lang). Mir ist wichtig wie,wo und unter welchen Umständen die Dinge gefertigt werden

Wenn man bei Maas, Hess oder sonstigen Läden bestellt bekommt man auch immer die Werbung für die runtergesetzten Sachen (dann schlag ich immrer zu ). Da läßt sich viel einsparen. Ich nenne das "Globalisierung von unten". Ich weigere mich für die anderen Dinge Geld auszugeben, suche immer eine Alternative und bin für Tips in diese Richtung immer dankbar.

Gruß

Anna
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Alt 14.11.2006, 19:31   #7
veganJo
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Zitat:
Bei Kleidung und anderen Dingen setze ich auf Haltbarkeit. Ich kaufe dann eben nicht so viel z.B
brauche ich nicht viele Pullover oder Hosen oder 10 verschiedene Schuhsorten (bei mit halten sie lang). Mir ist wichtig wie,wo und unter welchen Umständen die Dinge gefertigt werden
Geht mir ähnlich und es denken immer mehr Menschen so. Menschenrechte auch für die ärmsten in den Entwicklungsländern dürfen keine Illusion bleiben. Ich setze klar auf den fairen Handel und den biologischen Anbau.


Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass zum Beispiel auf Kaffeeplantagen viele ArbeiterInnen unter unmenschlichen Bedingungen und gegen schlechte Bezahlung arbeiten müssen. Das ist nicht nur bei Kaffee so, sondern auch bei vielen anderen Dingen, Kakao oder Bananen beispielsweise auch.

Ich bevorzuge für Lebensmittel die Firma Rapunzel (Produkte unter anderem In Eine-Welt-Läden, Biomärkten und Reformhäusern erhältlich), da diese Firma sich für Menschen in den Entwicklungsländern einsetzt, ihnen eine angemessene Bezahlung bietet und sie dort zu fairen Bedingungen arbeiten können. Rapunzel bietet mittlerweile ein sehr großes Sortiment, auch die Auswahl an Schokolade lässt nicht zu wünschen übrig.

Noch einer der größten Punkte dürfte allerdings die Kleidung ausmachen. Gerade auf Baumwollfeldern werden sehr viele Menschen in den Entwicklungsländern krank oder sterben sogar, da sie dazu gezwungen sind mit hochgiftigen Spritzmitteln über die Baumwollplantagen zu spritzen. Es gab auch schon Berichte im Fernsehen. Bei Firma Takko in Deutschland wurden zwei Verkäuferinnen krank, man untersuchte die Ursache und stieß schliesslich auf Arbeiter, die mit einem Tank auf dem Rücken völlig ungeschützt die Felder bespritzen.

Dies alles sind Dinge, die nicht sein müssen, aber dennoch den wenigsten Menschen bewusst sind. Mittlerweile gibt es einige Firmen, die Produkte aus fairem Handel, sowie biologisch angebauter Baumwolle bieten.


Lieben Gruß
Johannes

Tipp: www.jung-umweltversand.de

Geändert von veganJo (14.11.2006 um 19:34 Uhr)
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Alt 16.11.2006, 17:31   #8
Rygel
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Zitat:
Zitat von veganJo Beitrag anzeigen
Noch einer der größten Punkte dürfte allerdings die Kleidung ausmachen. Gerade auf Baumwollfeldern werden sehr viele Menschen in den Entwicklungsländern krank oder sterben sogar, da sie dazu gezwungen sind mit hochgiftigen Spritzmitteln über die Baumwollplantagen zu spritzen. Es gab auch schon Berichte im Fernsehen. Bei Firma Takko in Deutschland wurden zwei Verkäuferinnen krank, man untersuchte die Ursache und stieß schliesslich auf Arbeiter, die mit einem Tank auf dem Rücken völlig ungeschützt die Felder bespritzen.
Und solche Beispiele sind für mich der Grund, warum ich in Zukunft nur noch Fair trade kaufen werde. Da ich selber nicht ständig neue Klamotten brauche, wird das bei mir auch nicht so sehr ins Geld gehen. Wie kann ich als ethisch motivierter Veganer in den Spiegel gucken, wenn ich zwar weiß, daß ich für meine Lebensweise bewußt keine anderen Tiere mehr quälen und töten lasse, aber ausgerechnet meine eigene Spezies dabei ausklammere? Mit dem nächsten Gehalt werde ich mir einen neuen Kappu-Pullover bei www.rootsofcompassion.de bestellen, die Adresse von dir, veganJo, ist notiert, googeln werde ich auch bei Bedarf und auf diese Weise werde ich Stück für Stück den Inhalt meines Kleiderschranks austauschen. Es geht ja auch nicht darum, alle seine alten Kleidungsstücke wegzuschmeißen, um sie morgen durch Fair-Trade-Produkten zu ersetzen. Wichtig (für mich) ist halt nur, daß der Groschen gefallen ist und ich in Zukunft auch auf die Ausbeutung des Tiers Mensch achte und keinerlei Produkte kaufe, die von dieser profitieren. Alles andere wäre kein konsequent veganes Leben mehr und deshalb undenkbar für mich.
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Alt 16.11.2006, 20:53   #9
Daniel
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Ich fürchte das ganze ist ziemlich kompliziert. Natürlich bin gegen Ausbeutung und Kinderarbeit. Nur warum sind diese erst möglich? Weil die Lebensumstände der Menschen so schwierig sind, das ihnen keine andere Wahl bleibt als diese Arbeiten anzunehmen. Ohne diese Arbeit geht es ihnen und ihren Familien nicht unbedingt besser. Eure Hoffnung ist, absolut nachvollziehbar, das durch den Verzicht von gewissen Produkten sich die Lebensverhältnisse der Menschen verbessern. Ich weiß nur nicht ob dies der Fall sein wird. Es handelt sich hier um Länder mit schwachen Ökonomien. Wenn nun die Arbeit verschwindet, wird sich für die Menschen dort nicht ohne weiteres eine andere Möglichkeit eröffnen. Egal wie man es dreht oder wendet, diese Menschen scheinen immer die Verlierer zu sein. Versteht mich nicht falsch, ich werde jetzt nicht zu dem kauf dieser Produkte raten. Ich weiß nicht wie man handeln sollte. Nur eine aus unserer Sicht moralische Handlung muß noch lange nicht zum besten für alle führen. Und das allein entscheidende sollte nicht unser schlechtes Gewissen sein.
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Alt 16.11.2006, 22:04   #10
cryingflannel
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Zitat:
Zitat von Daniel Beitrag anzeigen
...Es handelt sich hier um Länder mit schwachen Ökonomien. Wenn nun die Arbeit verschwindet, wird sich für die Menschen dort nicht ohne weiteres eine andere Möglichkeit eröffnen. Egal wie man es dreht oder wendet, diese Menschen scheinen immer die Verlierer zu sein. Versteht mich nicht falsch, ich werde jetzt nicht zu dem kauf dieser Produkte raten. Ich weiß nicht wie man handeln sollte. Nur eine aus unserer Sicht moralische Handlung muß noch lange nicht zum besten für alle führen. Und das allein entscheidende sollte nicht unser schlechtes Gewissen sein...
verstehe ich nicht ganz. "fair-trade-produkte" müssen doch genauso produziert werden, wie konventionelle. also ist doch nicht dadurch weniger arbeit vorhanden - oder was übersehe ich dabei?
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Es genügt nicht, dass Menschen nichts zu sagen haben. Sie müssen auch unfähig sein es auszudrücken. (Karl Kraus)
cryingflannel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2006, 22:59   #11
Daniel
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Zitat:
Zitat von cryingflannel Beitrag anzeigen
verstehe ich nicht ganz. "fair-trade-produkte" müssen doch genauso produziert werden, wie konventionelle. also ist doch nicht dadurch weniger arbeit vorhanden - oder was übersehe ich dabei?
Ich glaube nicht das du etwas übersiehst. Wenn ich meinen Beitrag jetzt noch einmal durchlese, bin ich auch nicht mehr wirklich zufrieden mit meinen Aussagen, mit der Richtung in die er zeigt. Ich wollte nicht gegen 'fair-trade' wettern, sondern auf das Verteufeln von Ausbeutung oder Kinderarbeit hinweisen. Den Menschen wird nur geholfen wenn ihre schlechte Arbeit durch eine bessere ersetzt wird, nur das Abschaffen der schlechten Arbeit wird ihnnen nicht weiterhelfen. Gerade darauf wollte ich hinaus, von diesen Fällen habe ich bereits gehört. Das Gutmenschen mit ihren Moralvorstellungen die Verhältnisse in Ländern anprangern, woraufhin die dortige Regierung aus Imagegründen die Firma/Fabrik auflöst. Die Gutmenschen haben danach ihr gutes Gewissen und den ehemaligen Arbeiter geht es schlechter als vorher.

Jetzt könnte man Fragen was das alles mit 'fair-trade' zu tun hat. Zugegebenermaßen nicht sonderlich viel. Ich weiß nicht warum ich bei meinem ersten Beitrag diesen Eindruck hatte, war wohl etwas unüberlegt.
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Alt 17.11.2006, 07:42   #12
Nasti
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@vegan jo

Damit Du das weißt: Ich bin die Anna auf die Du da geantwortet hast.
Ich wollte Dir das nur sagen.

Ganz lieben Gruß

Nasti

(schreib gern mehr über das Thema, hab aber im Moment keine Zeit)
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"Nur wenige Menschen sind in der Lage, mit Gelassenheit Meinungen zu vertreten, die sich von den Vorurteilen ihres sozialen Umfeldes unterscheiden.
Die meisten Menschen sind sogar unfähig, sich solche überhaupt zu bilden."

Albert Einstein

"Um Rekursion zu verstehen, muß man entweder einen kennen, der sie versteht, oder sie schon verstanden haben."

M. Freericks
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Alt 17.11.2006, 10:42   #13
cryingflannel
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@Daniel: danke - jetzt verstehe ich. klarer fall: wenn arbeit komplett wegfällt ist damit natürlich keinem geholfen. ich war von einem "entweder-oder" ausgegangen - also dem ersatz konventioneller arbeit durch faire arbeitsbedingungen. natürlich gibt es fälle, wo einfach arbeit wegfällt und das nützt sicher keinem. das wird aber kaum durch den kauf von fairtrade-produkten passieren - im gegenteil.
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Alt 17.11.2006, 10:49   #14
Nasti
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Durch fairtrade werden Arbeitsplätze geschaffen. Siehe: Seekem - heißt glaub ich so, bin mir im Moment nicht ganz sicher. Egal wie es heißt: Eine supertolle Sache
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M. Freericks
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Alt 17.11.2006, 15:22   #15
veganJo
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das freut mich, Nasti

Zitat:
Ich fürchte das ganze ist ziemlich kompliziert. Natürlich bin gegen Ausbeutung und Kinderarbeit. Nur warum sind diese erst möglich? Weil die Lebensumstände der Menschen so schwierig sind, das ihnen keine andere Wahl bleibt als diese Arbeiten anzunehmen.Ohne diese Arbeit geht es ihnen und ihren Familien nicht unbedingt besser.
Ohne Sklaverei ginge es ihnen vermutlich auch nicht besser, da sie verhungern würden, okay. Aber das ist noch kein Grund, konventionelle Kleidung zu unterstützen, die mit Spritzmitteln gedüngt wird, wovon die Menschen ebenso sterben. Würde kein Mensch mehr das konventionelle Zeug kaufen, müssten auch keine Menschen bei der Baumwollernte sterben oder schwer krank werden.

Zitat:
Eure Hoffnung ist, absolut nachvollziehbar, das durch den Verzicht von gewissen Produkten sich die Lebensverhältnisse der Menschen verbessern. Ich weiß nur nicht ob dies der Fall sein wird. Es handelt sich hier um Länder mit schwachen Ökonomien. Wenn nun die Arbeit verschwindet, wird sich für die Menschen dort nicht ohne weiteres eine andere Möglichkeit eröffnen.
Fair-trade für jedes Land wäre die einfache Lösung. Es geht nicht um den Verzicht auf bestimmte Kleidung, sondern vielmehr um ein Ausweichen auf faire Kleidung. Man kann die Betriebe auch auffordern, die Produktionsbedingungen für die ArbeiterInnen zu verbessern.

Zitat:
Egal wie man es dreht oder wendet, diese Menschen scheinen immer die Verlierer zu sein. Versteht mich nicht falsch, ich werde jetzt nicht zu dem kauf dieser Produkte raten. Ich weiß nicht wie man handeln sollte. Nur eine aus unserer Sicht moralische Handlung muß noch lange nicht zum besten für alle führen. Und das allein entscheidende sollte nicht unser schlechtes Gewissen sein.
Nein, das schlechte Gewissen sagt uns aber, dass wir es besser machen können und dann können wir unser Gehirn einschalten und uns Möglichkeiten überlegen. Den Menschen geht es im fairen Handel und beim biologischen Anbau deutlich besser. Ich finds schön, dass Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt

Lieben Gruß
Johannes
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Alt 18.11.2006, 22:56   #16
Nadia
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Mein Geld ist Teil meiner Macht. Und ich kann sehr bewusst und verantwortlich damit umgehen, oder aber gebe die Verantwortung ab indem" ich es mir nicht leisten kann.",Sprich ich leiste es mir die Entscheidung abzugeben

Ich bin für die erste Variante. Fair Trade ist für mich direkte Politik. Ich gebe mein Geld in andere Kreisläufe und um es mir leisten zu können, ich lebe von Hartz 4, bin ich Mitglied einer Food Coop, das geht. Darüber habe ich allerdings schon mal geschrieben.Und Bio Ist nicht gleich Fair. Es gibt einige Bioanbieter die höchst bedenkliche Geschäftspraktiken pflegen.
Es gibt kein zu Teuer für mich, allerhöchstens ich weiss nicht wie?

Not Fair und immer wieder in den Schlagzeilen, die Fa. Tschibo und ihre Klamotten TCM. Bei Kaffee bin ich eh ganz skeptisch. Ich habe mal einen Beitrag,ist allerdings schon Jahre her, über Kaffeebauern in Kenia gesehen. Deren Frauen haben sich als Prostituierten verkauft weil des Arbeits Lohn zum Leben nicht ausreichte. Ich hab da eine klare Entscheidung getroffen. Wie das Heute so ist verfolge ich weniger weil ich mein Geld den Firmen gebe wie Rapunzel, die viele ihrer Auslandsimporte mit Projekten koppeln . Zb. Trockenfrüchte aus der Türkei , die Anbaufamilien sind in ein ganzes soziales Netz eingebunden mit alphabetisierungsprogramme vor allem für Mädchen.
Und Weil Geld Macht ist, habe ich mich für ein Konto bei der GLS Bank entschieden. Da ich so wenig habe, gibts kein Dispo. Das heisst immer Guthaben solange ich es nicht aufgebraucht habe, und Optional kann ich wählen wofür dieses Geld verwendet wird. Ich habe mich für Bildung und Soziales entschieden.
Die einzige mir bekannte Bank in Deutschland die Ethisch vertretbar ist.
Früher habe ich Kleidung bei Hess Natur gekauft, das geht nur noch wenn ich mal in Butzbach vorbeikomme, da gibt es einen zweiten Laden mit vorjahreskollektion usw. und Teile für 10€ sind möglich. Ansonsten die DRK Kleiderkammer. Second Hand macht Sinn. Letztens hab ich mich gefragt ob ich da wohl Bioklamotten finden kann. Ich hab Tatsächlich T Shirts von Hess gefunden. Die waren neu. Das Staunen war groß, die Größe zu groß.

Ich würde mich total freuen wenn immer mehr Menschen Ihr Geld mit Bewusstsein ausgeben und Wege finden für ein gerechte Welt.
N.
Nadia ist offline   Mit Zitat antworten
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